Willkommen bei University-News! Bei uns finden Sie aktuelle Nachrichten aus deutschen Universitäten. Wir danken den angeführten Universitäten für deren freundliche Hilfe.

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31. August 2006

Symposium im Rahmen des ersten deutsch-japanischen Graduiertenkollegs an der Universität Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 17:37

Erfolgreiches Forschungsnetzwerk

Im Rahmen des ersten deutsch-japanischen Graduiertenkollegs wird am
4. und 5. September 2006 an der Universität Münster ein
gemeinsames Chemie-Symposium der Universitäten Münster und Nagoya
stattfinden. Nach einer Eröffnungstagung im vergangenen Jahr in
Nagoya wird dies bereits die zweite Zusammenkunft von Professoren aus
Nagoya und Münster sein. Es ist die erste, bei der Stipendiaten des
Graduiertenkollegs wissenschaftliche Ergebnisse mitteilen, die im
Rahmen des bereits erfolgreich laufenden Austauschprogramms erzielt
wurden.

Das deutsch-japanische Graduiertenkolleg der Universitäten Münster
und Nagoya hat am 1. Januar 2006 mit der Aufnahme der ersten 13
Doktoranden in Münster seine Arbeit aufgenommen. Die neue
internationale Einrichtung unter dem Thema “Complex Functional Systems
in Chemistry: Design, Development and Applications” wird von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Münster über viereinhalb
Jahre mit über 2,2 Millionen Euro gefördert. Im Kolleg forschen
und lehren insgesamt 16 international ausgewiesene Arbeitskreise aus
Münster und Nagoya an Interaktionen zwischen Molekülen, deren
Verständnis für das Design und die Kontrolle der Eigenschaften
komplexer chemischer Systeme essentiell ist.

Jeweils 18 deutsche und japanische junge Wissenschaftler haben die
Möglichkeit ihre Promotionsarbeiten in dem neuen internationalen
Rahmen durchzuführen. Dabei werden sie während ihrer
dreijährigen Promotionszeit für mindestens sechs Monate in den
Laboratorien im anderen Land arbeiten. Zurzeit befinden sich bereits
fünf münstersche Doktoranden in Nagoya. Auch die Chemie in
Münster hat bereits eine fünfköpfige “Japanische Community” in
ihren Reihen. Die Ausbildung erfolgt durch internationale
Wissenschaftler im Rahmen eines deutsch-japanischen Mentorensystems
und eines strukturierten Curriculums. Regelmäßige gemeinsame
Lehrveranstaltungen, interdisziplinäre Workshops und von den
Studierenden selbst organisierte Symposien und Vorträge
internationaler Forscher sowie japanische Sprach- und Kulturkurse
helfen, die Ausbildung der jungen Wissenschaftler zu verbessern.

Das Symposium beginnt am 4. September um 9.15 im Hörsaal C2 im
Lehrgebäude der Chemie an der Wilhelm-Klemm-Straße 6. Eröffnet
wird die Veranstaltung durch Grußworte der beiden Sprecher des
Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Gerhard Erker (Münster) und Prof. Dr.
Kazuyuki Tatsumi (Nagoya).

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Institut für Marketing der WWU und Marktforschungsinstitut TNS Infratest gründen Forschungszentrum

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 17:37

Wie lassen sich Kunden optimal binden?

Das Management von Kundenbeziehungen in allen Phasen des
Kundenlebenszyklus` gilt weltweit als eines der aktuellsten Themen der
Marketingforschung. Dabei ist insbesondere die Bindung profitabler
Kunden entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines
Unternehmens. Deshalb wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen dem
Institut für Marketing der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster und dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest das TNS
Infratest Center for Customer Management (CCM) gegründet. Aufgabe
dieses münsterschen Forschungszentrums ist die Förderung von
Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Kundenmanagements.

Das CCM soll die Kontakte und den Erfahrungsaustausch zwischen
Wissenschaft und Praxis im Bereich des Kundenmanagements
intensivieren. Durch gemeinsame Veröffentlichungen, Projekte und
Veranstaltungen profitieren Unternehmen und Wissenschaft: Einerseits
können Erkenntnisse der Forschung zur Lösung praktischer
Problemstellungen verwendet werden, andererseits wird der Einblick in
über 15 Jahre Erfahrung in der Kundenbindungsforschung weltweit
ermöglicht.

Das CCM verfolgt das Ziel, einen entscheidenden Beitrag zur
internationalen Forschung im Bereich des Kundenmanagements zu leisten.
Akademischer Leiter der Forschungsstelle ist Prof. Dr. Manfred Krafft.
Diplom-Wirtschaftsingenieur Oliver Götz übernimmt die
Geschäftsführung des Centers und wird dabei von den beiden
wissenschaftlichen Mitarbeitern Diplom-Kaufmann Daniel Asselmann und
Diplom-Kauffrau Kirstin Derenthal unterstützt. In einem ersten
Treffen wurde gemeinsam mit Dr. Margit Huber und Dr. Joachim Scharioth
von TND Infratest die Forschungsagenda für das erste
Kooperationsjahr anhand von zentralen Problemstellungen aus der
Unternehmenspraxis und der Wissenschaft erarbeitet. Hierbei soll unter
anderem untersucht werden, welche Gestaltungsparameter der
Unternehmensführung dazu beitragen, Customer Relationship Management
(CRM) optimal zu implementieren.

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Erfolgreiches Examen an der Schule für Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten des Universitätsklinikums Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 17:36

Nach dreijähriger Berufsausbildung haben 34 Schülerinnen der
Schule für Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (MTLA)
jetzt ihre staatliche Prüfung zur MTLA erfolgreich abgelegt. “Auch
in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit sind die Berufsaussichten für
diesen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Beruf gut, ebenso die
Möglichkeiten weiterer Qualifikationen”, berichtet die leitende
Lehrerin dieser Schule, Edeltrud Fleischhacker.

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30. August 2006

Farben aus der Natur - Ausstellung in der Orangerie des Botanischen Gartens der Universität Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 17:31

Die Natur bietet einen unerschöpflichen Reichtum an Farben an. Seit
jeher hat sich der Mensch diesen Reichtum zunutze gemacht. Gemeinsam mit der Künstlerin Helena Arend zeigt der Botanische Garten der Universität Münster ab dem 2. September zahlreiche Möglichkeiten, Farben aus Pflanzen zu gewinnen und mit ihnen zu arbeiten. Dabei geht es weniger um das Färben von Stoffen, sondern um Farben für die künstlerische Verwendung, beziehungsweise im
Wohnbereich.

Helena Arend hat für die Zeit der Ausstellung ihr Atelier bis zum 25. September in die Orangerie verlegt und wird dort anhand von 15 ausgewählten Pflanzen von Rotkohl bis Krapp entsprechende Techniken zeigen, wie Farben gewonnen und verarbeitet werden können.

Eröffnet wird die Ausstellung am 2. September um 11 Uhr.

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Universität Münster bei langer Nacht der Museen - Zwei Museen und Haus der Niederlande beteiligt

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 17:30

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Universität Münster wieder
an der münsterschen Nacht der Museen und Galerien am 2. September. Das Geologisch-Paläontologische Museum der WWU in der Pferdegasse 3 bietet von 17 bis 20 Uhr stündlich Führungen durch die Präparationsabteilung an, von 20 bis 23 Uhr Taschenlampenführungen durch den Archivkeller. Für beide Führungen ist eine Anmeldung unter 0251/83-23942 notwendig.

Auch das Mineralogische Museum an der Hüfferstr. 1 beteiligt sich an der Nacht der Museen. Es bietet ab 16 Uhr ein Kinderprogramm, um 19.30 Uhr, 22 und 23 Uhr Führungen durch die Ausstellung und um 20.30 Uhr einen Vortrag über die Entstehung der Erde. Eine Anmeldung ist hier nicht erforderlich. Im Haus der Niederlande am Alten Steinweg 6/7 ist eine Retrospektive mit Werken des Künstlers Werner Jakob Korsmeier zu sehen. Er setzt sich in seinen Arbeiten mit den existenziellen Fragen nach dem Woher und Wohin des menschlichen Daseins auseinander.

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29. August 2006

Großes Tropenhaus im Botanischen Garten der Freien Universität Berlin wird umweltgerecht saniert

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 22:28

Im Beisein der Senatorin fuer Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, des Praesidenten der Freien Universitaet Berlin, Prof. Dr. Dieter Lenzen, und des Leitenden Direktors des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem, Prof. Dr. Werner Greuter, sowie zahlreicher Gaeste wird am heutigen Donnerstag mit einer symbolischen Grundsteinlegung die umfassende Sanierung des Grossen Tropenhauses im Botanischen Garten der Freien Universitaet Berlin begonnen. Das Grosse Tropenhaus im Botanischen Garten ist ein bemerkenswertes Baudenkmal und gehoert zu den imposantesten freitragenden Gewaechshaeusern der Welt.

Senatorin Junge-Reyer: “Das Grosse Tropenhaus im Botanischen Garten wird auch in Zukunft ein aussergewoehnliches Haus sein - wegen seiner Bedeutung fuer die Wissenschaft und fuer Tausende von Besuchern, die sich an der tropischen Pflanzenwelt erfreuen. Aber nicht nur das. Das Bauwerk war zu seiner Entstehungszeit vor 100 Jahren ein Beispiel fuer fortschrittliche Technik in Verbindung mit architektonischer Qualitaet. Die Sanierungsarbeiten werden die Architektur bewahren und zugleich technische Innovationen mit sich bringen, die vorbildlich fuer unsere Zeit sind.”

Prof. Dr. Lenzen: “Der Botanische Garten der Freien Universitaet Berlin ist eine Oase im Trubel der Metropole - ein Pflanzenparadies von Weltrang, das auf eine ueber 300-jaehrige Tradition zurueckblickt. Mit einer Groesse von 43 Hektar und mehr als 22.000 Pflanzenarten ist der Botanische Garten der drittgroesste der Welt und eine international anerkannte Forschungseinrichtung. Die Erforschung der Pflanzenwelt ist nicht nur eine Voraussetzung fuer ihre Erhaltung. Sie ist auch die Voraussetzung fuer das Ueberleben der Menschheit. Hierzu traegt auch das Grosse Tropenhaus - eine “Arche Noah” fuer seltene und gefaehrdete Pflanzenarten - bei. Deshalb schaetzen wir uns besonders gluecklich, dass die Sanierung dieses imposanten Bauwerks heute beginnt - und wir damit gemeinsam zum Erhalt der Pflanzenvielfalt beitragen. Mein besonderer Dank gilt Frau Senatorin Junge-Reyer, denn die Baumassnahmen werden in erster Linie durch einen Zuschuss aus dem Umweltentlastungsprogramm der Senatsverwaltung fuer Stadtentwicklung ermoeglicht. Danken moechte ich aber auch der Europaeischen Union, dem Bund, dem Land Berlin und der Lottostiftung, die ebenfalls Foerdermittel zur Finanzierung der Baumassnahmen bereitstellen.”

Prof. Dr. Greuter: “Das Grosse Tropenhaus ist das Wahrzeichen unseres Gartens und ein Schmuckstueck Berlins. Aber Gewaechshaeuser, insbesondere Warmhaeuser, sind vergaengliche Juwelen. Das feucht-warme Innenklima geht an die Substanz. Dass die unaufschiebbare aber kostenintensive Sanierung nunmehr gelingt, erfuellt uns Botaniker und Gaertner mit grosser Freude. Es zeugt von der hohen Wertschaetzung, welche die Pflanzenwelt in ihrer Vielfalt, deren Erforschung und Erhaltung wir hier betreiben, in Politik und Oeffentlichkeit geniessen.”

Das von 1905 bis 1907 errichtete, im II. Weltkrieg schwer beschaedigte und in den sechziger Jahren wieder hergestellte, denkmalgeschuetzte Bauwerk wird neben einer Grundsanierung auch eine Modernisierung mittels neuester Umwelttechnik erfahren. Die bruechige Acrylglasfassade wird durch eine Waermeschutzverglasung ersetzt.

Die Beheizung des Gebaeudes erfolgt kuenftig ueber drei miteinander kombinierte Systeme - ueber eine Fassadenheizung, eine Fussbodenheizung und eine Luftheizung. Ausserdem sind zwei Umlufttuerme in Gestalt kuenstlicher Baeume geplant, die ueberschuessige Waerme absaugen, einem Waermespeicher zufuehren und bei Bedarf wieder in das Gebaeude einspeisen. In Verbindung mit modernster Mess- und Regeltechnik wird der Energieverbrauch des Gebaeudes halbiert und die Energiekosten reduzieren sich um rund 100.000 Euro pro Jahr. Auch die Wasserkosten werden sinken, weil die tropischen Pflanzen kuenftig vorwiegend mit Regenwasser gewaessert werden. Ermoeglicht wird die auf 16 Millionen Euro veranschlagte Sanierung in erster Linie durch einen Zuschuss aus dem Umweltentlastungsprogramm der Senatsverwaltung fuer Stadtentwicklung in Hoehe von fast 8,4 Millionen Euro, wovon 4,8 Millionen Euro aus dem Europaeischen Fonds fuer Regionale Entwicklung (EFRE) stammen. Die Hochschulbaufoerderung des Bundes, die Stiftung deutsche Klassenlotterie Berlin und die Freie Universitaet Berlin beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierung des Vorhabens.

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Israelische Stipendiaten zu Gast in Münster - Teil eines Kooperationsabkommens zwischen Israel und NRW

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:27

Im Rahmen des “NRW-Kurzzeitstipendienprogramms mit Israel” werden
insgesamt 14 hoch qualifizierte israelische Studentinnen und Studenten
in Bachelor- und Masterstudiengängen bis Ende des Jahres an zehn
verschiedenen nordrhein-westfälischen Hochschulen als Stipendiaten
arbeiten. Gleich zwei haben sich die Universität Münster
ausgesucht.

An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeitet seit
dem 18. August bis Anfang Yossi Harpaz von Tel Aviv University Oktober
in der Arbeitsstelle Forschungstransfer im Bereich Soziologie,
Kulturanthropologie und Philosophie. Sein Schwerpunkt ist der
Wissenstransfer zwischen verschiedenen Gebieten. Vom 15. Oktober bis
zum 10. Dezember wird Anatoly Sherman vom Technion Haifa am Institut
für Angewandte Physik, Arbeitsbereich Nichtlineare Photonik zu Gast
sein. Er arbeitet im Bereich Elektrotechnik, insbesondere zu
elektro-optischen Bauteilen, optischen Sensoren und Mikroelektronik.

Das Stipendienprogramm ist Teil eines Kooperationsabkommens zwischen
Israel und dem Land Nordrhein-Westfalen um den Austausch in
Wissenschaft, Forschung und Technologietransfer zu intensivieren.
Projektträger ist das Wissenschaftszentrum NRW.

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Modellprojekt der Universität Münster zur Laienreanimation an zwei Gymnasien in Münster und Aachen

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:26

Schüler als Lebensretter: Mitten im Einkaufsgetümmel der Fußgängerzone sinkt plötzlich
eine ältere Dame zu Boden. Schnell versammelt sich eine Traube
Neugieriger um die bewegungslos daliegende Frau, die offensichtlich
das Bewusstsein verloren hat. Einer der Herumstehenden verständigt
zwar per Handy sofort den Notarzt. Bis zum Eintreffen des
Rettungswagen, geschieht dann aber erst einmal gar nichts weiter.
Szenen wie diese sind leider typisch: Wenn Erste Hilfe gefragt ist,
sind viele Menschen einfach überfordert. Da sie nicht wissen, was
genau zu tun ist, tun sie lieber gar nichts, sondern vertrauen auf
baldiges Erscheinen der professionellen Helfer.

“Wertvolle Minuten verstreichen, die ausschlaggebend für das
Überleben ohne schwere Gehirnschäden sind”, verweist Prof. Dr.
Hugo Van Aken, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und
operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM)
auf die große Notwendigkeit unverzüglicher
Wiederbelebungsmaßnahmen bei Herzkreislaufstillstand. Seine Idee zur
Verbesserung der bislang äußerst unbefriedigenden Situation ist
es, die Vermittlung von Wiederbelebungsmaßnahmen in den
Schulunterricht zu integrieren, also bereits Schüler zu
Lebensrettern auszubilden. Normalerweise werden bislang entsprechende
Kenntnisse erst beim Erste-Hilfe-Kursus im Zusammenhang mit der
Führerschein-Prüfung vermittelt  - und geraten meistens bald
wieder in Vergessenheit.

Ziel eines im September unter der Leitung Van Akens startenden und in
Kooperation mit zwei Gymnasien in Münster und Aachen
durchgeführten bundesweiten Modellprojektes ist es, entsprechende
schulische Unterrichtseinheiten anzubieten und deren tatsächlichen
Erfolg zu überprüfen. Sollten die Ergebnisse der
wissenschaftlichen Evaluation die Erwartungen bestätigen, wäre
dies laut Van Aken ein hinreichender Anlass, entsprechende
Reanimationskurse künftig fest im schulischen Curriculum zu
verankern. Optimistisch stimmt ihn in diesem Zusammenhang die
Schützenhilfe von der zuständigen politischen Seite: Barbara
Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes
Nordrhein-Westfalen hat die Schirmherrschaft für das Vorhaben
übernommen.

Im Rahmen des Modellprojektes wollen die Beteiligten insbesondere
herausfinden, in welcher Jahrgangsstufe sich ein solcher Kursus am
besten anbietet und wie er aufgebaut beziehungsweise ob und, wenn ja,
wie oft und in welchen Intervallen er wiederholt werden sollte. In
beiden kooperierenden Schulen, dem Gymnasium Paulinum in Münster und
dem Bischöflichen Pius-Gymnasium in Aachen, werden sämtliche
Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 9 im Rahmen des
Biologienunterrichtes bis zum Abitur, das heißt über einen
Zeitraum von drei beziehungsweise sechs Jahren, theoretisch und
praktisch mit der Laienreanimation vertraut gemacht. Die jeweils vier
Parallelklassen werden dabei unterschiedlich häufig ausgebildet, um
am Ende zu sehen, bei welchem Modell die besten Ergebnisse erzielt
werden.

Die ärztliche Projektleitung vor Ort liegt in Münster bei
Privatdozent Dr. Thomas Weber, Oberarzt der Klinik für
Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des UKM und
ärztlicher Leiter der Berufsfeuerwehr Münster, sowie in Aachen bei
Prof. Dr. Thomas Möllhoff, Leiter der Klinik für
Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des
Marienhospitals Aachen. Die Durchführung der praktischen Ausbildung
übernehmen in Münster Rettungssanitäter der Berufsfeuerwehr und
Ärzte des UKM, während in Aachen Biologie- und Sportlehrer für
diese Aufgabe geschult wurden. Große Unterstützung erfuhren die
Projektleiter von der Fakultät für Psychologie und
Sportwissenschaften der Universität Bielefeld, die vor allem an der
altersgerechten Gestaltung und Formulierung der zu Beginn und zum Ende
der Kurse von den Schülern auszufüllenden Fragebögen
maßgeblich beteiligt war.

Ziel des Modellprojektes ist es, die Laienreanimation bei positiver
Evaluation nach sechs Jahren für alle Schulen in den Lehrplan
aufzunehmen. Damit künftig nicht ratlos dreingeschaut sondern
beherzt zugepackt wird, wenn wieder einmal ein Mensch bewusstlos zu
Boden sinkt - was übrigens laut Prof. Van Aken allein in einer Stadt
wie Münster im Schnitt tagtäglich vier bis fünf Mal passiert.

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Bibelmuseum bleibt geschlossen - Einrichtung der Universität Münster zieht in die Pferdegasse

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:25

Das Bibelmuseum der Universität Münster zieht um von der
Georgskommende 7 in die Pferdegasse 1. Hier wird es in der ersten
Etage mit einer leicht vergrößerten Ausstellungsfläche ab Ende
Oktober zu besichtigen sein. Mit dem Umzug in die so genannte
Museumsmeile zwischen Pferdegasse und Domplatz wechselt das Museum an
einen attraktiven Standort und bietet zusammen mit den benachbarten
Universitätsmuseen, dem Geologisch-Paläontologischen Museum und
dem Archäologischen Museum, eine gute Ergänzung zum Landesmuseum.
Wegen des Umzugs bleibt das Museum vom 11. September bis
voraussichtlich 20. Oktober 2006 geschlossen.

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Therapien bei unerfülltem Kinderwunsch - Universitätsklinikum Münster veranstaltet Sommerakademie für Studierende

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:25

Mit “Grundlagen und Klinik der menschlichen Fortpflanzung”
beschäftigt sich die diesjährige Sommerakademie des Instituts
für Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums Münster
(UKM). Die Tagung findet vom 09. bis 11. Oktober 2006 im
Franz-Hitze-Haus in Münster statt. Das interdisziplinäre
Seminarprogramm richtet sich sowohl an Studierende in den klinischen
Semestern als auch an Assistenzärzte der Fachgebiete Innere Medizin,
Gynäkologie, Urologie und Humangenetik. Das Institut für
Reproduktionsmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Eberhard
Nieschlag führt in diesem Jahr bereits zum 15. Mal eine
Sommerakademie durch. Erstmals sind auch Nachwuchsmediziner
außerhalb des UKM ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen. Bei der
Tagung werden klinische Aspekte der Fortpflanzungsmedizin anhand von
pathophysiologischen Grundlagen und Falldemonstrationen erläutert.
Für die Seminarteilnehmer besteht außerdem die Möglichkeit,
eigene Forschungsergebnisse anhand von Postern zu präsentieren. Die
Ärztekammer hat die Fortbildung mit 25 Punkten zertifiziert.

“Die Teilnehmer-Mischung von Studierenden und Berufsanfängern bietet
eine gute Möglichkeit, sich über fachliche und berufliche
Perspektiven auszutauschen. Auch möchten wir den Studien- und
Wissenschaftsstandort Münster auf diese Weise bekannter machen”,
erläutert Privatdozent Dr. Michael Zitzmann, Oberarzt im Institut
für Reproduktionsmedizin. Finanziell unterstützt wird die Tagung
von der Rolf Dierichs-Stiftung, so dass die Kosten für die
Teilnehmer gering sind. Studierende zahlen lediglich 30 Euro,
Assistenzärzte 60 Euro Tagungsgebühr. Anmeldungen sind bis zum 25.
September möglich.

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