Symposium im Rahmen des ersten deutsch-japanischen Graduiertenkollegs an der Universität Münster
Erfolgreiches Forschungsnetzwerk
Im Rahmen des ersten deutsch-japanischen Graduiertenkollegs wird am
4. und 5. September 2006 an der Universität Münster ein
gemeinsames Chemie-Symposium der Universitäten Münster und Nagoya
stattfinden. Nach einer Eröffnungstagung im vergangenen Jahr in
Nagoya wird dies bereits die zweite Zusammenkunft von Professoren aus
Nagoya und Münster sein. Es ist die erste, bei der Stipendiaten des
Graduiertenkollegs wissenschaftliche Ergebnisse mitteilen, die im
Rahmen des bereits erfolgreich laufenden Austauschprogramms erzielt
wurden.
Das deutsch-japanische Graduiertenkolleg der Universitäten Münster
und Nagoya hat am 1. Januar 2006 mit der Aufnahme der ersten 13
Doktoranden in Münster seine Arbeit aufgenommen. Die neue
internationale Einrichtung unter dem Thema “Complex Functional Systems
in Chemistry: Design, Development and Applications” wird von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Münster über viereinhalb
Jahre mit über 2,2 Millionen Euro gefördert. Im Kolleg forschen
und lehren insgesamt 16 international ausgewiesene Arbeitskreise aus
Münster und Nagoya an Interaktionen zwischen Molekülen, deren
Verständnis für das Design und die Kontrolle der Eigenschaften
komplexer chemischer Systeme essentiell ist.
Jeweils 18 deutsche und japanische junge Wissenschaftler haben die
Möglichkeit ihre Promotionsarbeiten in dem neuen internationalen
Rahmen durchzuführen. Dabei werden sie während ihrer
dreijährigen Promotionszeit für mindestens sechs Monate in den
Laboratorien im anderen Land arbeiten. Zurzeit befinden sich bereits
fünf münstersche Doktoranden in Nagoya. Auch die Chemie in
Münster hat bereits eine fünfköpfige “Japanische Community” in
ihren Reihen. Die Ausbildung erfolgt durch internationale
Wissenschaftler im Rahmen eines deutsch-japanischen Mentorensystems
und eines strukturierten Curriculums. Regelmäßige gemeinsame
Lehrveranstaltungen, interdisziplinäre Workshops und von den
Studierenden selbst organisierte Symposien und Vorträge
internationaler Forscher sowie japanische Sprach- und Kulturkurse
helfen, die Ausbildung der jungen Wissenschaftler zu verbessern.
Das Symposium beginnt am 4. September um 9.15 im Hörsaal C2 im
Lehrgebäude der Chemie an der Wilhelm-Klemm-Straße 6. Eröffnet
wird die Veranstaltung durch Grußworte der beiden Sprecher des
Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Gerhard Erker (Münster) und Prof. Dr.
Kazuyuki Tatsumi (Nagoya).