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29. August 2006

Großes Tropenhaus im Botanischen Garten der Freien Universität Berlin wird umweltgerecht saniert

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 22:28

Im Beisein der Senatorin fuer Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, des Praesidenten der Freien Universitaet Berlin, Prof. Dr. Dieter Lenzen, und des Leitenden Direktors des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem, Prof. Dr. Werner Greuter, sowie zahlreicher Gaeste wird am heutigen Donnerstag mit einer symbolischen Grundsteinlegung die umfassende Sanierung des Grossen Tropenhauses im Botanischen Garten der Freien Universitaet Berlin begonnen. Das Grosse Tropenhaus im Botanischen Garten ist ein bemerkenswertes Baudenkmal und gehoert zu den imposantesten freitragenden Gewaechshaeusern der Welt.

Senatorin Junge-Reyer: “Das Grosse Tropenhaus im Botanischen Garten wird auch in Zukunft ein aussergewoehnliches Haus sein - wegen seiner Bedeutung fuer die Wissenschaft und fuer Tausende von Besuchern, die sich an der tropischen Pflanzenwelt erfreuen. Aber nicht nur das. Das Bauwerk war zu seiner Entstehungszeit vor 100 Jahren ein Beispiel fuer fortschrittliche Technik in Verbindung mit architektonischer Qualitaet. Die Sanierungsarbeiten werden die Architektur bewahren und zugleich technische Innovationen mit sich bringen, die vorbildlich fuer unsere Zeit sind.”

Prof. Dr. Lenzen: “Der Botanische Garten der Freien Universitaet Berlin ist eine Oase im Trubel der Metropole - ein Pflanzenparadies von Weltrang, das auf eine ueber 300-jaehrige Tradition zurueckblickt. Mit einer Groesse von 43 Hektar und mehr als 22.000 Pflanzenarten ist der Botanische Garten der drittgroesste der Welt und eine international anerkannte Forschungseinrichtung. Die Erforschung der Pflanzenwelt ist nicht nur eine Voraussetzung fuer ihre Erhaltung. Sie ist auch die Voraussetzung fuer das Ueberleben der Menschheit. Hierzu traegt auch das Grosse Tropenhaus - eine “Arche Noah” fuer seltene und gefaehrdete Pflanzenarten - bei. Deshalb schaetzen wir uns besonders gluecklich, dass die Sanierung dieses imposanten Bauwerks heute beginnt - und wir damit gemeinsam zum Erhalt der Pflanzenvielfalt beitragen. Mein besonderer Dank gilt Frau Senatorin Junge-Reyer, denn die Baumassnahmen werden in erster Linie durch einen Zuschuss aus dem Umweltentlastungsprogramm der Senatsverwaltung fuer Stadtentwicklung ermoeglicht. Danken moechte ich aber auch der Europaeischen Union, dem Bund, dem Land Berlin und der Lottostiftung, die ebenfalls Foerdermittel zur Finanzierung der Baumassnahmen bereitstellen.”

Prof. Dr. Greuter: “Das Grosse Tropenhaus ist das Wahrzeichen unseres Gartens und ein Schmuckstueck Berlins. Aber Gewaechshaeuser, insbesondere Warmhaeuser, sind vergaengliche Juwelen. Das feucht-warme Innenklima geht an die Substanz. Dass die unaufschiebbare aber kostenintensive Sanierung nunmehr gelingt, erfuellt uns Botaniker und Gaertner mit grosser Freude. Es zeugt von der hohen Wertschaetzung, welche die Pflanzenwelt in ihrer Vielfalt, deren Erforschung und Erhaltung wir hier betreiben, in Politik und Oeffentlichkeit geniessen.”

Das von 1905 bis 1907 errichtete, im II. Weltkrieg schwer beschaedigte und in den sechziger Jahren wieder hergestellte, denkmalgeschuetzte Bauwerk wird neben einer Grundsanierung auch eine Modernisierung mittels neuester Umwelttechnik erfahren. Die bruechige Acrylglasfassade wird durch eine Waermeschutzverglasung ersetzt.

Die Beheizung des Gebaeudes erfolgt kuenftig ueber drei miteinander kombinierte Systeme - ueber eine Fassadenheizung, eine Fussbodenheizung und eine Luftheizung. Ausserdem sind zwei Umlufttuerme in Gestalt kuenstlicher Baeume geplant, die ueberschuessige Waerme absaugen, einem Waermespeicher zufuehren und bei Bedarf wieder in das Gebaeude einspeisen. In Verbindung mit modernster Mess- und Regeltechnik wird der Energieverbrauch des Gebaeudes halbiert und die Energiekosten reduzieren sich um rund 100.000 Euro pro Jahr. Auch die Wasserkosten werden sinken, weil die tropischen Pflanzen kuenftig vorwiegend mit Regenwasser gewaessert werden. Ermoeglicht wird die auf 16 Millionen Euro veranschlagte Sanierung in erster Linie durch einen Zuschuss aus dem Umweltentlastungsprogramm der Senatsverwaltung fuer Stadtentwicklung in Hoehe von fast 8,4 Millionen Euro, wovon 4,8 Millionen Euro aus dem Europaeischen Fonds fuer Regionale Entwicklung (EFRE) stammen. Die Hochschulbaufoerderung des Bundes, die Stiftung deutsche Klassenlotterie Berlin und die Freie Universitaet Berlin beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierung des Vorhabens.

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Israelische Stipendiaten zu Gast in Münster - Teil eines Kooperationsabkommens zwischen Israel und NRW

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:27

Im Rahmen des “NRW-Kurzzeitstipendienprogramms mit Israel” werden
insgesamt 14 hoch qualifizierte israelische Studentinnen und Studenten
in Bachelor- und Masterstudiengängen bis Ende des Jahres an zehn
verschiedenen nordrhein-westfälischen Hochschulen als Stipendiaten
arbeiten. Gleich zwei haben sich die Universität Münster
ausgesucht.

An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeitet seit
dem 18. August bis Anfang Yossi Harpaz von Tel Aviv University Oktober
in der Arbeitsstelle Forschungstransfer im Bereich Soziologie,
Kulturanthropologie und Philosophie. Sein Schwerpunkt ist der
Wissenstransfer zwischen verschiedenen Gebieten. Vom 15. Oktober bis
zum 10. Dezember wird Anatoly Sherman vom Technion Haifa am Institut
für Angewandte Physik, Arbeitsbereich Nichtlineare Photonik zu Gast
sein. Er arbeitet im Bereich Elektrotechnik, insbesondere zu
elektro-optischen Bauteilen, optischen Sensoren und Mikroelektronik.

Das Stipendienprogramm ist Teil eines Kooperationsabkommens zwischen
Israel und dem Land Nordrhein-Westfalen um den Austausch in
Wissenschaft, Forschung und Technologietransfer zu intensivieren.
Projektträger ist das Wissenschaftszentrum NRW.

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Modellprojekt der Universität Münster zur Laienreanimation an zwei Gymnasien in Münster und Aachen

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:26

Schüler als Lebensretter: Mitten im Einkaufsgetümmel der Fußgängerzone sinkt plötzlich
eine ältere Dame zu Boden. Schnell versammelt sich eine Traube
Neugieriger um die bewegungslos daliegende Frau, die offensichtlich
das Bewusstsein verloren hat. Einer der Herumstehenden verständigt
zwar per Handy sofort den Notarzt. Bis zum Eintreffen des
Rettungswagen, geschieht dann aber erst einmal gar nichts weiter.
Szenen wie diese sind leider typisch: Wenn Erste Hilfe gefragt ist,
sind viele Menschen einfach überfordert. Da sie nicht wissen, was
genau zu tun ist, tun sie lieber gar nichts, sondern vertrauen auf
baldiges Erscheinen der professionellen Helfer.

“Wertvolle Minuten verstreichen, die ausschlaggebend für das
Überleben ohne schwere Gehirnschäden sind”, verweist Prof. Dr.
Hugo Van Aken, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und
operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM)
auf die große Notwendigkeit unverzüglicher
Wiederbelebungsmaßnahmen bei Herzkreislaufstillstand. Seine Idee zur
Verbesserung der bislang äußerst unbefriedigenden Situation ist
es, die Vermittlung von Wiederbelebungsmaßnahmen in den
Schulunterricht zu integrieren, also bereits Schüler zu
Lebensrettern auszubilden. Normalerweise werden bislang entsprechende
Kenntnisse erst beim Erste-Hilfe-Kursus im Zusammenhang mit der
Führerschein-Prüfung vermittelt  - und geraten meistens bald
wieder in Vergessenheit.

Ziel eines im September unter der Leitung Van Akens startenden und in
Kooperation mit zwei Gymnasien in Münster und Aachen
durchgeführten bundesweiten Modellprojektes ist es, entsprechende
schulische Unterrichtseinheiten anzubieten und deren tatsächlichen
Erfolg zu überprüfen. Sollten die Ergebnisse der
wissenschaftlichen Evaluation die Erwartungen bestätigen, wäre
dies laut Van Aken ein hinreichender Anlass, entsprechende
Reanimationskurse künftig fest im schulischen Curriculum zu
verankern. Optimistisch stimmt ihn in diesem Zusammenhang die
Schützenhilfe von der zuständigen politischen Seite: Barbara
Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes
Nordrhein-Westfalen hat die Schirmherrschaft für das Vorhaben
übernommen.

Im Rahmen des Modellprojektes wollen die Beteiligten insbesondere
herausfinden, in welcher Jahrgangsstufe sich ein solcher Kursus am
besten anbietet und wie er aufgebaut beziehungsweise ob und, wenn ja,
wie oft und in welchen Intervallen er wiederholt werden sollte. In
beiden kooperierenden Schulen, dem Gymnasium Paulinum in Münster und
dem Bischöflichen Pius-Gymnasium in Aachen, werden sämtliche
Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 9 im Rahmen des
Biologienunterrichtes bis zum Abitur, das heißt über einen
Zeitraum von drei beziehungsweise sechs Jahren, theoretisch und
praktisch mit der Laienreanimation vertraut gemacht. Die jeweils vier
Parallelklassen werden dabei unterschiedlich häufig ausgebildet, um
am Ende zu sehen, bei welchem Modell die besten Ergebnisse erzielt
werden.

Die ärztliche Projektleitung vor Ort liegt in Münster bei
Privatdozent Dr. Thomas Weber, Oberarzt der Klinik für
Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des UKM und
ärztlicher Leiter der Berufsfeuerwehr Münster, sowie in Aachen bei
Prof. Dr. Thomas Möllhoff, Leiter der Klinik für
Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des
Marienhospitals Aachen. Die Durchführung der praktischen Ausbildung
übernehmen in Münster Rettungssanitäter der Berufsfeuerwehr und
Ärzte des UKM, während in Aachen Biologie- und Sportlehrer für
diese Aufgabe geschult wurden. Große Unterstützung erfuhren die
Projektleiter von der Fakultät für Psychologie und
Sportwissenschaften der Universität Bielefeld, die vor allem an der
altersgerechten Gestaltung und Formulierung der zu Beginn und zum Ende
der Kurse von den Schülern auszufüllenden Fragebögen
maßgeblich beteiligt war.

Ziel des Modellprojektes ist es, die Laienreanimation bei positiver
Evaluation nach sechs Jahren für alle Schulen in den Lehrplan
aufzunehmen. Damit künftig nicht ratlos dreingeschaut sondern
beherzt zugepackt wird, wenn wieder einmal ein Mensch bewusstlos zu
Boden sinkt - was übrigens laut Prof. Van Aken allein in einer Stadt
wie Münster im Schnitt tagtäglich vier bis fünf Mal passiert.

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Bibelmuseum bleibt geschlossen - Einrichtung der Universität Münster zieht in die Pferdegasse

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:25

Das Bibelmuseum der Universität Münster zieht um von der
Georgskommende 7 in die Pferdegasse 1. Hier wird es in der ersten
Etage mit einer leicht vergrößerten Ausstellungsfläche ab Ende
Oktober zu besichtigen sein. Mit dem Umzug in die so genannte
Museumsmeile zwischen Pferdegasse und Domplatz wechselt das Museum an
einen attraktiven Standort und bietet zusammen mit den benachbarten
Universitätsmuseen, dem Geologisch-Paläontologischen Museum und
dem Archäologischen Museum, eine gute Ergänzung zum Landesmuseum.
Wegen des Umzugs bleibt das Museum vom 11. September bis
voraussichtlich 20. Oktober 2006 geschlossen.

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Therapien bei unerfülltem Kinderwunsch - Universitätsklinikum Münster veranstaltet Sommerakademie für Studierende

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:25

Mit “Grundlagen und Klinik der menschlichen Fortpflanzung”
beschäftigt sich die diesjährige Sommerakademie des Instituts
für Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums Münster
(UKM). Die Tagung findet vom 09. bis 11. Oktober 2006 im
Franz-Hitze-Haus in Münster statt. Das interdisziplinäre
Seminarprogramm richtet sich sowohl an Studierende in den klinischen
Semestern als auch an Assistenzärzte der Fachgebiete Innere Medizin,
Gynäkologie, Urologie und Humangenetik. Das Institut für
Reproduktionsmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Eberhard
Nieschlag führt in diesem Jahr bereits zum 15. Mal eine
Sommerakademie durch. Erstmals sind auch Nachwuchsmediziner
außerhalb des UKM ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen. Bei der
Tagung werden klinische Aspekte der Fortpflanzungsmedizin anhand von
pathophysiologischen Grundlagen und Falldemonstrationen erläutert.
Für die Seminarteilnehmer besteht außerdem die Möglichkeit,
eigene Forschungsergebnisse anhand von Postern zu präsentieren. Die
Ärztekammer hat die Fortbildung mit 25 Punkten zertifiziert.

“Die Teilnehmer-Mischung von Studierenden und Berufsanfängern bietet
eine gute Möglichkeit, sich über fachliche und berufliche
Perspektiven auszutauschen. Auch möchten wir den Studien- und
Wissenschaftsstandort Münster auf diese Weise bekannter machen”,
erläutert Privatdozent Dr. Michael Zitzmann, Oberarzt im Institut
für Reproduktionsmedizin. Finanziell unterstützt wird die Tagung
von der Rolf Dierichs-Stiftung, so dass die Kosten für die
Teilnehmer gering sind. Studierende zahlen lediglich 30 Euro,
Assistenzärzte 60 Euro Tagungsgebühr. Anmeldungen sind bis zum 25.
September möglich.

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20 junge Menschen beginnen im September FSJ am Uni-Klinikum Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:24

Um die Zeit zwischen Schule und Studium oder Berufsausbildung zu
überbrücken, sich beruflich zu orientieren und sich dabei
gleichzeitig sozial zu engagieren, nutzen viele junge Menschen die
Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) abzuleisten. Ab
September 2006 bietet das Universitätsklinikum Münster (UKM)
erstmalig ein FSJ in eigener Trägerschaft an. 20 junge Frauen und
Männer aus Münster und Umgebung werden Anfang des Monats ein FSJ
am UKM beginnen. Begleitet werden sie in diesen zwölf Monaten von
Martina Brinkmann von der Pflegedirektion und Kathrin Bäumer vom
Sozialdienst des Klinikums.

Gemeinsam haben die stellvertretende Pflegedirektorin Annemarie
Schäper und der Leiter der Fachabteilung Sozialdienst am UKM Ulrich
Kurlemann ein Konzept für die sozialpädagogische Betreuung und die
begleitenden Bildungsangebote entwickelt, um selbst die Trägerschaft
für das FSJ zu übernehmen. Der Antrag wurde Anfang 2006 vom
zuständigen Landesministerium in Düsseldorf genehmigt.

Die begleitenden Bildungsangebote im Rahmen des FSJ am UKM dienen
sowohl der Vermittlung von fachlichen Inhalten als auch der
Unterstützung der Praktikanten in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung. Neben der Einführung in die
Organisation des UKM, das Gesundheitswesen allgemein und
krankenhausspezifische Themen sowie dem Umgang mit Menschen in
schwierigen Lebenssituationen, Sterben und Tod sollen ebenso
Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, die für die jungen
Menschen - unabhängig von der Entscheidung für einen pflegerischen
oder sozialen Beruf - von Bedeutung sind. Dazu zählen beispielsweise
Kenntnisse über verbale und nonverbale Kommunikation,
Konfliktbewältigung, Selbstbehauptungstraining und Übungen zur
Stressbewältigung.

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Was kostet der Wandel? Umwelt-Symposium der Universität Münster zu globalen Klimaveränderungen

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:23

“Globale Umweltveränderungen und Wetterextreme - Was kostet der
Wandel?” ist das Thema des diesjährigen 16. Umweltsymposiums der
Universität Münster, das am 6. und 7. November 2006 in Münster
stattfinden wird. Globale Umweltveränderungen sind zu einer
zentralen Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden. Die aktuellen
Auseinandersetzungen um den 2007 erscheinenden vierten
Sachstandsbericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)
sind Anlass, während der zweitägigen Veranstaltung globale
Umweltveränderungen und deren Folgen aus einer interdisziplinären
Perspektive zu betrachten.

Nach wie vor werden das Ausmaß und die Folgen von
Klimaveränderungen sowie Strategien zur Vermeidung beziehungsweise
Anpassung an den Wandel in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
intensiv und kontrovers diskutiert. Um zu gerechten und nachhaltigen
Lösungen zum Schutz vor globalen Umweltveränderungen zu kommen,
ist die Entwicklung umfassender Konzepte dringend geboten. Die
Komplexität und Vielfalt der Sachverhalte erfordert dabei den
interdisziplinären Austausch aller Beteiligten und Betroffenen.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener
Fachdisziplinen, Akteure und Interessierte aus Politik, Verwaltung,
Wirtschaft, Gesellschaft und Medien haben während des
16.Umweltsymposiums Gelegenheit, über globale Umweltveränderungen
und Klimawandel zu diskutieren.

Dabei werden der aktuelle Stand der Klimaforschung und Folgen des
Klimawandels für Ökosysteme ebenso thematisiert wie regionale
Auswirkungen und gesellschaftliche Implikationen auf nationaler und
internationaler Ebene. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Frage,
ob wir uns - nicht nur aus der ökonomischen Perspektive - den
globalen Wandel leisten können, und daraus resultierende
Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für die Gesellschaft.

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Auswirkungen auf den Aktienmarkt: Internationale Publikation der Universität Münster zeigt überraschende Ergebnisse

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:22

Welche Effekte haben institutionelle Investoren wie beispielsweise
Investmentfonds, Versicherungen und Pensionsfonds auf die Dynamik von
Aktienkursen? Zu diesem Thema forscht der münstersche Ökonom Prof.
Dr. Martin T. Bohl mit seinen Koautoren. Entgegen einer Vielzahl von
Studien, die institutionellen Investoren einen destabilisierende
Effekt auf Aktienkurse zuweisen, kommt Bohl, der an der
Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster
seit April 2006 tätig ist, in seinen Arbeiten zu dem Ergebnis, dass
von einem stabilisierende Effekt auszugehen ist.

Institutionelle Investoren liefern danach einen Beitrag zur Effizienz
von Aktienmärkten und dämpfen die Volatilität von
Aktienrenditen. “Diese empirischen Resultate waren für uns sehr
überraschend und haben uns zusätzlich motiviert, mit großer
Sorgfalt ihre Stichhaltigkeit zu prüfen”, so Professor Bohl. Aus
diesem Forschungsschwerpunkt entstanden bisher Publikationen in den
folgenden international referierten Fachzeitschriften: “Journal of
International Financial Markets”, “Institutions and Money”, “Global
Finance Journal” und “Journal of Business Finance and Accounting”.

Weitere Arbeiten befinden sich im Gutachterprozess und sind in der
Entwicklung. Dadurch ist ein in der internationalen Literatur
beachteter Beitrag durch einen Münsteraner Ökonom gelungen. Da in
diesem Forschungsschwerpunkt noch eine Vielzahl zentraler Fragen
unbeantwortet sind, bietet sich seine Fortführung und ein weiterer
Ausbau an.

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BMBF fördert Projekt der Universität Münster mit 1,4 Millionen

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:21

Suche nach den kleinsten Bausteinen: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert
die Grundlagenforschung in der Teilchenphysik in den kommenden drei
Jahren mit 75 Millionen Euro. 1,4 Millionen Euro davon fließen an
das Institut für Kernphysik der Universität Münster für das
Projekt “ALICE”. In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Johannes P.
Wessels werden so genannte Übergangsstrahlungsdetektoren gebaut.

ALICE steht als Kürzel für “A Large Ion Collider Experiment” - das
größte je in der Kernphysik konzipierte Experiment am neuen
Beschleuniger LHC (Large Hadron Collider) des CERN in Genf. Das
Experiment dient der Charakterisierung des so genannten
Quark-Gluon-Plasmas, einem Materiezustand, in dem sich das Universum
wenige Mikrosekunden nach dem Urknall befunden haben muss. Nach dem
derzeitigen Verständnis sind Protonen und Neutronen - die Teilchen,
aus denen ein Atomkern besteht - aus kleineren Teilchen
zusammengesetzt, den sogenannten Quarks. Die Kräfte zwischen diesen
Teilchen werden durch “Klebeteilchen”, den Gluonen, vermittelt.
Bislang wurden Quarks nicht als freie Teilchen beobachtet, sie gelten
als “eingeschlossen”.

Ganz anders war dies kurz nach dem Urknall. Hier konnten sich die
Quarks und Gluonen in besagtem Plasma bei sehr hoher Temperatur frei
bewegen. Während der Ausdehnung und Abkühlung des Universums kam
es zu einem Phasenübergang, bei dem sich die Protonen und Neutronen
aus Quarks und Gluonen bildeten. Die Temperatur, bei der dieser
Phasenübergang stattfindet, kann mittlerweile mit aufwendigen
Rechnungen sehr genau bestimmt werden. Die Temperatur ist 125.000 mal
höher als die Temperatur im Inneren der Sonne. Solche Temperaturen
lassen sich nur in großen Beschleunigeranlagen bei Kollisionen sehr
energetischer Atomkerne für sehr kurze Zeit erreichen. Die
Arbeitsgruppe von Prof. Wessels ist an solchen Experimenten an
bestehenden Beschleunigeranlagen in Brookhaven (New York) und Genf
beteiligt. An der neuen Beschleunigeranlage LHC werden ab Herbst
kommenden Jahres mit dem ALICE-Experiment dann Stöße von schweren
Kernen bei bislang unerreichten Energien untersucht.

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Prof. Norbert Roeder soll neuer Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster (UKM) werden

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:20

Der künftige Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums
Münster (UKM) heißt voraussichtlich Prof. Dr. Norbert Roeder. In
seiner Sitzung am 29. August 2006 hat der Aufsichtsrat des
Universitätsklinikums Münster (UKM) beschlossen, den 48-jährigen
Mediziner vorbehaltlich der Anhörung der Klinikumskonferenz und des
Dekans der Medizinischen Fakultät zum neuen hauptamtlichen
Ärztlichen Direktor des UKM zu bestellen. Als Amtsantritt wurde der
1. Oktober 2006 ins Auge gefasst.

Prof. Roeder ist seit Anfang 2001 Leiter des Medizincontrollings am
UKM, einer seinerzeit neu geschaffenen Stabsstelle des
Klinikumsvorstandes. Das besondere Know-how des gebürtigen
Potsdamers auf diesem Gebiet, insbesondere im Zusammenhang mit der
Einführung und Evaluation der einheitlichen Fallpauschalen ( DRGs),
die zu einer völligen Neuordnung der Krankenhausfinanzierung in
Deutschland geführt haben, ist weit über die Grenzen des
münsterschen Klinikums hinaus sehr gefragt. So ist Roeder
beispielsweise seit vier Jahren Mitglied der Sachverständigengruppe
für die Ausarbeitung der Fallpauschalenregelungen des
Bundesgesundheitsministeriums. Darüber hinaus bringt er seine
Kenntnisse und Erfahrungen als Berater und Gutachter für zahlreiche
Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie medizinischer
Fachgesellschaften ein.

Vor Übernahme der Leitung der Stabsstelle Medizincontrollings war
Prof. Roeder neun Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik
für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie des UKM beziehungsweise
seit 1995 Oberarzt für Qualitäts- und Informationsmanagement.  In
dieser Zeit erfolgte auch seine Habilitation und die Erteilung der
Lehrbefugnis für das Fachgebiet “Qualitätssicherung in der
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie”. Vor seinem Medizinstudium und
seiner Promotion  an der Universität Kiel hat Roeder eine
kaufmännische Ausbildung absolviert.

Die Amtszeit des Ärztlichen Direktors beträgt fünf Jahre. Der
bisherige Ärztliche Direktor des UKM, Prof. Dr. Dr. Wolfgang J. Kox,
war im Juni dieses Jahres vom Aufsichtsrat von seinen Aufgaben
freigestellt worden. Seitdem wird dieses Amt kommissarisch von Prof.
Dr. Volker Arolt, Direktor der Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie des UKM, wahrgenommen.

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