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29. August 2006

20 junge Menschen beginnen im September FSJ am Uni-Klinikum Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:24

Um die Zeit zwischen Schule und Studium oder Berufsausbildung zu
überbrücken, sich beruflich zu orientieren und sich dabei
gleichzeitig sozial zu engagieren, nutzen viele junge Menschen die
Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) abzuleisten. Ab
September 2006 bietet das Universitätsklinikum Münster (UKM)
erstmalig ein FSJ in eigener Trägerschaft an. 20 junge Frauen und
Männer aus Münster und Umgebung werden Anfang des Monats ein FSJ
am UKM beginnen. Begleitet werden sie in diesen zwölf Monaten von
Martina Brinkmann von der Pflegedirektion und Kathrin Bäumer vom
Sozialdienst des Klinikums.

Gemeinsam haben die stellvertretende Pflegedirektorin Annemarie
Schäper und der Leiter der Fachabteilung Sozialdienst am UKM Ulrich
Kurlemann ein Konzept für die sozialpädagogische Betreuung und die
begleitenden Bildungsangebote entwickelt, um selbst die Trägerschaft
für das FSJ zu übernehmen. Der Antrag wurde Anfang 2006 vom
zuständigen Landesministerium in Düsseldorf genehmigt.

Die begleitenden Bildungsangebote im Rahmen des FSJ am UKM dienen
sowohl der Vermittlung von fachlichen Inhalten als auch der
Unterstützung der Praktikanten in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung. Neben der Einführung in die
Organisation des UKM, das Gesundheitswesen allgemein und
krankenhausspezifische Themen sowie dem Umgang mit Menschen in
schwierigen Lebenssituationen, Sterben und Tod sollen ebenso
Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, die für die jungen
Menschen - unabhängig von der Entscheidung für einen pflegerischen
oder sozialen Beruf - von Bedeutung sind. Dazu zählen beispielsweise
Kenntnisse über verbale und nonverbale Kommunikation,
Konfliktbewältigung, Selbstbehauptungstraining und Übungen zur
Stressbewältigung.

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Was kostet der Wandel? Umwelt-Symposium der Universität Münster zu globalen Klimaveränderungen

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:23

“Globale Umweltveränderungen und Wetterextreme - Was kostet der
Wandel?” ist das Thema des diesjährigen 16. Umweltsymposiums der
Universität Münster, das am 6. und 7. November 2006 in Münster
stattfinden wird. Globale Umweltveränderungen sind zu einer
zentralen Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden. Die aktuellen
Auseinandersetzungen um den 2007 erscheinenden vierten
Sachstandsbericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)
sind Anlass, während der zweitägigen Veranstaltung globale
Umweltveränderungen und deren Folgen aus einer interdisziplinären
Perspektive zu betrachten.

Nach wie vor werden das Ausmaß und die Folgen von
Klimaveränderungen sowie Strategien zur Vermeidung beziehungsweise
Anpassung an den Wandel in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
intensiv und kontrovers diskutiert. Um zu gerechten und nachhaltigen
Lösungen zum Schutz vor globalen Umweltveränderungen zu kommen,
ist die Entwicklung umfassender Konzepte dringend geboten. Die
Komplexität und Vielfalt der Sachverhalte erfordert dabei den
interdisziplinären Austausch aller Beteiligten und Betroffenen.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener
Fachdisziplinen, Akteure und Interessierte aus Politik, Verwaltung,
Wirtschaft, Gesellschaft und Medien haben während des
16.Umweltsymposiums Gelegenheit, über globale Umweltveränderungen
und Klimawandel zu diskutieren.

Dabei werden der aktuelle Stand der Klimaforschung und Folgen des
Klimawandels für Ökosysteme ebenso thematisiert wie regionale
Auswirkungen und gesellschaftliche Implikationen auf nationaler und
internationaler Ebene. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Frage,
ob wir uns - nicht nur aus der ökonomischen Perspektive - den
globalen Wandel leisten können, und daraus resultierende
Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für die Gesellschaft.

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Auswirkungen auf den Aktienmarkt: Internationale Publikation der Universität Münster zeigt überraschende Ergebnisse

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:22

Welche Effekte haben institutionelle Investoren wie beispielsweise
Investmentfonds, Versicherungen und Pensionsfonds auf die Dynamik von
Aktienkursen? Zu diesem Thema forscht der münstersche Ökonom Prof.
Dr. Martin T. Bohl mit seinen Koautoren. Entgegen einer Vielzahl von
Studien, die institutionellen Investoren einen destabilisierende
Effekt auf Aktienkurse zuweisen, kommt Bohl, der an der
Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster
seit April 2006 tätig ist, in seinen Arbeiten zu dem Ergebnis, dass
von einem stabilisierende Effekt auszugehen ist.

Institutionelle Investoren liefern danach einen Beitrag zur Effizienz
von Aktienmärkten und dämpfen die Volatilität von
Aktienrenditen. “Diese empirischen Resultate waren für uns sehr
überraschend und haben uns zusätzlich motiviert, mit großer
Sorgfalt ihre Stichhaltigkeit zu prüfen”, so Professor Bohl. Aus
diesem Forschungsschwerpunkt entstanden bisher Publikationen in den
folgenden international referierten Fachzeitschriften: “Journal of
International Financial Markets”, “Institutions and Money”, “Global
Finance Journal” und “Journal of Business Finance and Accounting”.

Weitere Arbeiten befinden sich im Gutachterprozess und sind in der
Entwicklung. Dadurch ist ein in der internationalen Literatur
beachteter Beitrag durch einen Münsteraner Ökonom gelungen. Da in
diesem Forschungsschwerpunkt noch eine Vielzahl zentraler Fragen
unbeantwortet sind, bietet sich seine Fortführung und ein weiterer
Ausbau an.

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BMBF fördert Projekt der Universität Münster mit 1,4 Millionen

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:21

Suche nach den kleinsten Bausteinen: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert
die Grundlagenforschung in der Teilchenphysik in den kommenden drei
Jahren mit 75 Millionen Euro. 1,4 Millionen Euro davon fließen an
das Institut für Kernphysik der Universität Münster für das
Projekt “ALICE”. In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Johannes P.
Wessels werden so genannte Übergangsstrahlungsdetektoren gebaut.

ALICE steht als Kürzel für “A Large Ion Collider Experiment” - das
größte je in der Kernphysik konzipierte Experiment am neuen
Beschleuniger LHC (Large Hadron Collider) des CERN in Genf. Das
Experiment dient der Charakterisierung des so genannten
Quark-Gluon-Plasmas, einem Materiezustand, in dem sich das Universum
wenige Mikrosekunden nach dem Urknall befunden haben muss. Nach dem
derzeitigen Verständnis sind Protonen und Neutronen - die Teilchen,
aus denen ein Atomkern besteht - aus kleineren Teilchen
zusammengesetzt, den sogenannten Quarks. Die Kräfte zwischen diesen
Teilchen werden durch “Klebeteilchen”, den Gluonen, vermittelt.
Bislang wurden Quarks nicht als freie Teilchen beobachtet, sie gelten
als “eingeschlossen”.

Ganz anders war dies kurz nach dem Urknall. Hier konnten sich die
Quarks und Gluonen in besagtem Plasma bei sehr hoher Temperatur frei
bewegen. Während der Ausdehnung und Abkühlung des Universums kam
es zu einem Phasenübergang, bei dem sich die Protonen und Neutronen
aus Quarks und Gluonen bildeten. Die Temperatur, bei der dieser
Phasenübergang stattfindet, kann mittlerweile mit aufwendigen
Rechnungen sehr genau bestimmt werden. Die Temperatur ist 125.000 mal
höher als die Temperatur im Inneren der Sonne. Solche Temperaturen
lassen sich nur in großen Beschleunigeranlagen bei Kollisionen sehr
energetischer Atomkerne für sehr kurze Zeit erreichen. Die
Arbeitsgruppe von Prof. Wessels ist an solchen Experimenten an
bestehenden Beschleunigeranlagen in Brookhaven (New York) und Genf
beteiligt. An der neuen Beschleunigeranlage LHC werden ab Herbst
kommenden Jahres mit dem ALICE-Experiment dann Stöße von schweren
Kernen bei bislang unerreichten Energien untersucht.

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Prof. Norbert Roeder soll neuer Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster (UKM) werden

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 22:20

Der künftige Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums
Münster (UKM) heißt voraussichtlich Prof. Dr. Norbert Roeder. In
seiner Sitzung am 29. August 2006 hat der Aufsichtsrat des
Universitätsklinikums Münster (UKM) beschlossen, den 48-jährigen
Mediziner vorbehaltlich der Anhörung der Klinikumskonferenz und des
Dekans der Medizinischen Fakultät zum neuen hauptamtlichen
Ärztlichen Direktor des UKM zu bestellen. Als Amtsantritt wurde der
1. Oktober 2006 ins Auge gefasst.

Prof. Roeder ist seit Anfang 2001 Leiter des Medizincontrollings am
UKM, einer seinerzeit neu geschaffenen Stabsstelle des
Klinikumsvorstandes. Das besondere Know-how des gebürtigen
Potsdamers auf diesem Gebiet, insbesondere im Zusammenhang mit der
Einführung und Evaluation der einheitlichen Fallpauschalen ( DRGs),
die zu einer völligen Neuordnung der Krankenhausfinanzierung in
Deutschland geführt haben, ist weit über die Grenzen des
münsterschen Klinikums hinaus sehr gefragt. So ist Roeder
beispielsweise seit vier Jahren Mitglied der Sachverständigengruppe
für die Ausarbeitung der Fallpauschalenregelungen des
Bundesgesundheitsministeriums. Darüber hinaus bringt er seine
Kenntnisse und Erfahrungen als Berater und Gutachter für zahlreiche
Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie medizinischer
Fachgesellschaften ein.

Vor Übernahme der Leitung der Stabsstelle Medizincontrollings war
Prof. Roeder neun Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik
für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie des UKM beziehungsweise
seit 1995 Oberarzt für Qualitäts- und Informationsmanagement.  In
dieser Zeit erfolgte auch seine Habilitation und die Erteilung der
Lehrbefugnis für das Fachgebiet “Qualitätssicherung in der
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie”. Vor seinem Medizinstudium und
seiner Promotion  an der Universität Kiel hat Roeder eine
kaufmännische Ausbildung absolviert.

Die Amtszeit des Ärztlichen Direktors beträgt fünf Jahre. Der
bisherige Ärztliche Direktor des UKM, Prof. Dr. Dr. Wolfgang J. Kox,
war im Juni dieses Jahres vom Aufsichtsrat von seinen Aufgaben
freigestellt worden. Seitdem wird dieses Amt kommissarisch von Prof.
Dr. Volker Arolt, Direktor der Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie des UKM, wahrgenommen.

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Besuch vom Bundespräsidenten: Münsteraner Doktoranden bei Arbeit im Hamburger “DESY” überrascht

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 21:20

Bei den Vorbereitungsarbeiten für eine neue Messkampagne am freien
Elektronenlaser “FLASH” der Großforschungsanlage “DESY” in Hamburg
wurden in der vergangenen Woche Doktoranden und Studierende der
Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Helmut Zacharias vom Physikalisches
Institut der Universität Münster von einem Besuch von
Bundespräsident Horst Köhler überrascht. Der Bundespräsident
besuchte die Hansestadt und dort speziell den Hafen und die
Großforschungsanlage DESY. Im Zentrum des Interesses bei DESY stand
der weltweit einmalige Röntgenlaser FLASH, die im August letzten
Jahres den Betrieb erstmalig aufgenommen hat.

In einer etwa  260 Meter langen Vakuumanlage werden Elektronenpakete
auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und erhalten dabei eine
Energie von 750 Meg-Volt. In speziell angeordneten Magnetfeldern, so
genannten Undulatoren, werden sie auf eine schnell oszillierende
Schlangenbahn geschickt, wodurch sie Lichtwellen aussenden. Wählt
man den Abstand der Oszillation der Magnetfelder richtig, addieren
sich die Lichtwellen auf und es entsteht Laserartiges Licht. Bei FLASH
wird Licht im Bereich der weichen Röntgenstrahlung und mit
ultrakurzer Pulsdauer erzeugt.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Zacharias untersucht mit dieser Strahlung
grundlegende Prozesse der Photochemie an Oberflächen. Dabei werden
sowohl die gezielte Aufspaltung von Molekülen, aber auch das
Gegenteil, ihre Synthese, studiert. Bei den hohen Photonenenergien im
weichen Röntgenbereich können neuartige und energiereiche Prozesse
stattfinden. Beispielweise ist die photochemische Bildung von
molekularem Wasserstoff auf graphitähnlichen Oberflächen ein
wichtiger, noch unverstandener Prozess, der von großer
astrophysikalischer Bedeutung ist.

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