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4. September 2006

Pathologische Internetnutzung - Eine Pilotstudie der Augsburger Psychologin Silvia Kratzer zum Störungsbild

Abgelegt unter: Augburg, Universität — info @ 22:39

In ihrer jetzt bei Pabst Science Publishers erschienenen Untersuchung
“Pathologische Internetnutzung - eine Pilotstudie zum Störungsbild”
kommt die Augsburger Psychologin Dr. Silvia Kratzer zu dem Ergebnis,
dass psychische Störungen bei pathologischen Internetnutzern weit
häufiger zu diagnostizieren sind als bei nicht-pathologischen. Letztere
zeigen zugleich eine deutlich weniger ausgeprägte Neigung zum Chatten.

Pathologische Internetnutzung wurde ursprünglich als eine durch das
Medium selbst verursachte Abhängigkeit bei zunächst “gesunden” Menschen
gesehen. Im Laufe der Zeit hat die Forschung dann
Persönlichkeitsmerkmale - z. B. Impulsivität - in den Blick genommen,
die zu einer pathologischen Internetnutzung führen könnten, also bereits
vorhandene psychische Beeinträchtigungen oder Störungen als ursächlich
für eine pathologische Internetnutzung in Betracht gezogen.

Exzessiv, aber zeitlich begrenzt (und insofern normal) oder aber
suchtähnlich?

Die bisherigen Forschungsergebnisse ermöglichen eine Einteilung des
Phänomens der pathologischen Internetnutzung: Auf der einen Seite steht
- besonders bei Jugendlichen - ein zwar exzessives Verhalten, das aber
zeitlich begrenzt ist und insofern als normal gelten kann. Auf der
anderen Seite steht ein pathologisches Verhalten mit suchtähnlichem
Charakter, das in Zusammenhang mit subklinischen depressiven
Verstimmungen und mit einem Gefühl der Einsamkeit oder mit psychischen
Störungen steht oder stehen kann.

Ohne Vorbild im deutschsprachigen Raum

Die vorliegende Pilotstudie untersucht, wie häufig die Diagnose einer
psychischen Störung bei Personen mit pathologischer Internetnutzung
auftritt. Im deutschsprachigen Raum ist dies der erste Versuch, diese
Frage zu klären. Bislang liegen hierzu nur zwei amerikanische
Untersuchungen aus den Jahren 1999 und 2000 vor.

Kratzer hat 61 Personen untersucht, die sich entweder in der “Münchner
Ambulanz für Internet-Abhängige” gemeldet hatten oder über Aushänge
rekrutiert werden konnten. Die Gruppe der pathologischen Nutzer
erfüllten mindestens fünf der sechs zugrundegelegten Kriterien. Bei den
nicht-pathologischen Internetnutzern der Vergleichsgruppe trafen
höchstens zwei dieser sechs Kriterien zu.

Anders als bei den meisten Untersuchungen auf diesem Gebiet, wurden
Befragung und Testung nicht online durchgeführt, sondern persönlich und
mit einem standardisierten computergestützten Diagnostik-Instrument
(Munich Composite International Diagnostic Interview von Wittchen und
Pfister).

Psychische Störungen bei 90 Prozent der pathologischen Nutzer

Als zentrales Ergebnis stellt die Studie einen signifikanten Unterschied
zwischen den beiden Probandengruppen fest: Unter den pathologischen
Internetnutzern wurde bei 27 von 30 Personen eine psychische Störung
diagnostiziert, in der 31-köpfigen Vergleichsgruppe der
nicht-pathologischen Nutzer war dies nur bei 7 Personen der Fall.
Charakteristisch für die Gruppe der pathologischen Nutzer ist zudem eine
Bevorzugung der Kommunikationsangebote (Chatten) im Internet.

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14. Chemnitzer Jazzfest auf dem Jakobi-Kirchplatz vereint Jazz-Größen

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 22:35

Am 9. September 2006 präsentiert sich der Jakobi-Kirchplatz in
Chemnitz wieder als eine besondere Bühne in der Konzertlandschaft
deutscher Jazzfestivals. Um 18 Uhr wird das 14. Chemnitzer
Jazzfest mit dem Open Air Konzert “Chemnitz swingt” eröffnet. Zu
diesem vom Chemnitzer Jazzclub veranstalteten Happening mitten
in der Innenstadt tritt neben nationalen und internationalen Jazz-
Größen auch die Bigband der Technischen Universität auf. Hier
spielen die 18 Musikerinnen und Musiker der Bigband in voller
Besetzung  inklusive Gesang eine Stunde lang unbändigen Swing
und mitreißende Stücke aus ihrem umfangreichen Repertoire. Dazu
gehören unter anderem Klassiker wie “Samba de Orfeu” vom
brasilianischen Bossa Nova-Künstler Luiz Bonfá, “A Foggy Day” der
US-amerikanischen Komponisten-Geschwister George und Ira
Gershwin und das Stück “Cotton Tail” der Jazz-Legende Duke
Ellington.

Die Bigband, die bei kleineren Anlässen wie beispielsweise dem
diesjährigen Hoffest der TU Chemnitz auch als Combo zu hören ist,
beweist auch im nächsten Monat zu weiteren Gelegenheiten ihr
Können. So tritt die Gruppe mit ihrem Ensemblespiel und
herausragenden Solisten am 9. Oktober zur Feierlichen
Immatrikulation der neuen Studenten der TU und am 13. Oktober
zur  Festveranstaltung “50 Jahre Werkzeugmaschinenbau” auf.

Nach dem tragischen Unfall des früheren Bigband-Leiters Manfred
Kebsch im Dezember 2005 trat im Sommersemester dieses Jahres
Marc Hartmann das schwere Erbe als Leiter der Bigband mit dem
Ziel an, das Werk seines Vorgängers fortzuführen. “Um den hohen
Anforderungen gerecht zu werden und mit dem Ziel, immer wieder
alle Bandmitglieder unter einen Hut zu bekommen, treffen wir uns
montags ab 20 Uhr in der Wilhelm-Raabe-Straße 43, um das
Gelernte aufzufrischen”, so der neue Bandleiter. Vor dem
Hintergrund ihrer vorwiegend studentischen Zusammensetzung hat
die Bigband derzeit mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. “Jedes
Jahr verlassen uns Bandmitglieder. Und ob neue kommen, weiß
man erst, wenn sie da sind”, so Marc Hartmann. Interessierte
Musiker seien deshalb immer willkommen. Derzeit sucht die
BigBand der TU Chemnitz insbesondere Trompeter bzw.
Trompeterinnen.

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Startschuss für den von der TU Chemnitz und der Stadt Chemnitz initiierten TechnoPark

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 22:34

Wer gestalten will, muss über Geld verfügen. Dieses
finanztechnische Grundaxiom gilt im Bereich der großen Politik, es
gilt im kommunalen Raum gleicherweise. Wer aber nachhaltig
gestalten will, muss über eine Vision verfügen, er muss für seine
Idee überzeugend werben verstehen und Gleichgesinnte finden.

Zu große Worte für das, worum es im konkreten Fall, der TU und
“ihrer” Stadt Chemnitz geht? Sicher nicht, wie Vorgeschichte und
erste Ergebnisse zeigen. Die Vision, um die es sich handelt,
entstand aus den Bedürfnissen pragmatischen Baugeschehens: Im
Jahr 2000 wurde die Sanierung des Weinhold-Baus an der
Reichenhainer Str. beantragt, und schon damals wurden erste
Überlegungen angestellt, wie die Universität und ihr Campus einmal
aussehen könnten. Sechs Jahre später, 2006, wird in Kürze der
Grundstein für den Neubau eines Physikinstitutes auf dem Campus
gelegt, neben dem Weinholdbau, dessen Sanierung inzwischen
gesichert ist: Somit also in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden
Hauptgebäuden der zentralen technischen Fakultäten, der neuen
Mensa und des großen, neuen Hörsaalgebäudes. Mit der
Konzentrierung dieser Neubauten auf das Gebiet an der
Reichenhainer Straße war fast unter der Hand die Vision einer
Campus Universität geboren.

Einen entscheidenden, qualitativen Schritt nach vorn markierte
schließlich die Idee, in unmittelbarer Nähe zu diesem sich
entwickelnden Campus einen TechnoPark zu errichten: Ein
Forschungs-, Arbeits- und Bürogebäude zugleich, ein
Multifunktionshaus somit, in dem sich Firmen ansiedeln können, die
in enger Forschungskooperation zur TU Chemnitz stehen, in dem
junge Start Up Unternehmen, die durch Absolventen oder
Wissenschaftler aus der Universität gegründet werden,
Räumlichkeiten erhalten könnten. Der Plan wurde bereits im Mai
2001 geboren, als der Kanzler der Universität, E. Alles, gemeinsam
mit einem Planungsbüro ein passendes Gelände an der
Rosenbergstraße dafür entdeckte. Nach anfänglichen Recherchen
hinsichtlich der Eigentümer des brachliegenden Geländes und der
bauseitigen Voraussetzungen nahm das Projekt sehr bald Gestalt
an. Es entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit zwischen dem
damaligen Rektor Grünthal, dem Kanzler Alles, dem Bauplaner
Obermeyer Projektentwicklung GmbH und der Stadt Chemnitz.

Die Vorteile des sich abzeichnenden “Ensembles `TechnoPark` auf
dem Campus” liegen auf der Hand: Die räumliche Nähe zum neuen
Physikgebäude mit dem entstehenden Reinraum des Zentrums für
Mikrotechnologien, aber auch die mit der Sanierung des
Weinholdbaus verbesserten Arbeitsbedingungen in Forschung und
Lehre lassen insgesamt auf wesentliche Synergieeffekte für beide
Seiten hoffen. Gerade die frühzeitig geplante Ausrichtung des
TechnoParks insbesondere auf den Bereich der Mikrosystemtechnik
wird der Universität großes Innovations- und Wachstums-Potential
garantieren - tangiert dieses Forschungs- und Entwicklungsfeld doch
eine wichtige Forschungsprofillinie der TU. Gewerbeflächen mit
herausragender technologischer Ausstattung in enger
Nachbarschaft zum Campus der Universität bieten zudem für junge
Start-Up´s beste Aussichten. Gleiches gilt aber auch für bereits
etablierte Wirtschaftsunternehmen. Ihnen eröffnen sich viele
Möglichkeiten unmittelbarer Kooperation mit der universitären
Forschung und Lehre. Last but not least bieten sich für Studierende
und Absolventen - sei es als Praktikant, Diplomand oder (später) als
Unternehmensgründer oder Angestellter der TU Chemnitz
hervorragende berufliche Einstiegsbedingungen.

Die Idee des TechnoParks bedurfte der Unterstützung von außen.
Sie kam, wie der Kanzler dankbar erwähnte, von zwei Seiten, von
Seiten der Industrie und der Stadt. Sie wurden für die Vision der TU
Chemnitz gewonnen, und sie sorgten dafür, dass die Idee die so oft
bemühte, in der Tat so wichtige Nachhaltigkeit gewann.
Anerkennung verdient vor allem die Stadt mit ihrem damaligen OB,
Dr. P. Seifert, an der Spitze. Seine Hilfe und sein Zuspruch
ermöglichten die Erarbeitung einer umfassenden Studie über
“Planungs- und Beratungsleistungen zur Konzeptentwicklung und
Vorbereitung eines Forschungs- und Technologieparks”. Diese
Studie bildete den Ausgangspunkt für alle weiteren Planungen.
Beratungen mit den zuständigen Ministerien sowie politischen
Entscheidungsträgern, aber auch für den unbedingt notwendigen
Grundsatzbeschluss des Stadtrates im August 2003.

Seitdem ist viel passiert. Der Fördermittelantrag seitens der Stadt
Chemnitz wurde gestellt, die Planungen zum Projekt in
Federführung durch die CWE konkretisiert - und der Neubau des
Physikgebäudes mit Reinraum der TU Chemnitz hat begonnen.
Besonders freut sich die Universität unter der Leitung des Rektors,
Prof. Klaus-Jürgen Matthes, nun über die Realisierung des
Grundstückskaufes als Startschuss für den TechnoPark und hofft
gleichzeitig auf einen schnellen Baubeginn seitens der Stadt
Chemnitz, damit vielleicht schon 2007 oder spätestens 2008 die
ersten Mieter in den TechnoPark Chemnitz einziehen können und
die Realisierung der einstigen Vision sich in wissenschaftlich-
technischen Synergien niederschlägt, die nicht zuletzt auch zu den
erhofften wirtschaftlichen Erfolg von Universität, Stadt und Region
beitragen werden.

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Volkskrankheit Rückenleiden - Uniklinikum Greifswald gründet Wirbelsäulenzentrum

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 22:33

„Spine Center“ vereint Experten aus neun medizinischen Fachrichtungen

Am Universitätsklinikum Greifswald ist als weiteres interdisziplinäres Kompetenznetzwerk ein Wirbelsäulenzentrum (Spine Center) gegründet worden. In den fachübergreifenden Zentren wird das Know-how der an der Heilung häufiger Erkrankungen beteiligten Spezialisten am Uniklinikum gebündelt. Speziell das Spine-Center vereint insgesamt neun medizinische Fachrichtungen. Orthopäden, Neurochirurgen, Neurologen werden künftig gemeinsam mit Unfallchirurgen, Radiologen, Zahnmedizinern, Psychologen, Krankengymnasten und Schmerztherapeuten eng zusammen arbeiten, um dem Volksleiden Nr. 1 effektiver begegnen zu können.

Immerhin leiden rund 4 Millionen Menschen bundesweit an chronischen Rückenschmerzen, die auf Probleme und Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule zurückzuführen sind. Häufig kommt es dabei infolge Nichtbehandlung zu chronischen Schmerzzuständen, die eine nachhaltige Behinderung in der Bewegungsfreiheit und Einschränkungen der Lebensqualität nach sich ziehen.

„Die Wirbelsäulenchirurgie hat in Greifswald eine lange Tradition“, betonte der Leiter des Spine Centers, Oberarzt Dr. Jan-Uwe Müller. Seit 40 Jahren genießen Eingriffe an Wirbelsäule und Rückenmark im Greifswalder Klinikum einen guten Ruf, so dass inzwischen auch Patienten aus arabischen Ländern zur Behandlung nach Greifswald kommen. Die zunehmende Komplexität der Behandlungsverfahren und der Erkrankungen erfordert jedoch eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Basierend auf multimodalen Konzepten, die einen ganzheitlichen Ansatz der Therapie verfolgen, wurde das Spine Center für Operationen im Bereich der Wirbelsäule und des Rückenmarks gegründet. „Rückenleiden sind oftmals sehr vielschichtig. Schnellstmöglich den eigentlichen Auslöser der Schmerzen zu lokalisieren und somit eine lange Odyssee der Patienten von einem Facharzt zum nächsten zu vermeiden, ist eines der Hauptanliegen des ganzheitlich ausgerichteten Zentrums und der gemeinsamen Facharztkonferenzen“, so der Neurochirurg.

Das Wirbelsäulenzentrum verfügt über modernste apparativ-technische Ausstattungen wie Rückenmarks-Neuronavigation, intraoperative Bildgebung und Endoskopie. Das ist eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung von sehr schwierigen Wirbelsäulen- und Rückenmarkserkrankungen. Minimal-invasive Verfahren zur Operation von Bandscheibenvorfällen und Stenosen (Verengung des Wirbelkanals) sind seit Jahren etabliert. Des Weiteren zählt insbesondere die Implantation von künstlichen Bandscheiden zu den zunehmenden Spezialeingriffen am Klinikum. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1.000 Operationen an der Wirbelsäule und am Rückenmark vorgenommen.

Neben dem Spine-Center gibt es am Universitätsklinikum unter anderem ein Handzentrum, ein Gefäßzentrum, ein Tumorzentrum, ein Schädelbasiszentrum, ein Brustzentrum sowie ein Thorax- und ein Schilddrüsenzentrum.

 

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Einladung zur vierten Runde „Unternehmer in die Uni“ an der Universität Greifswald

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 22:32

Im Rahmen des Universitätsjubiläums findet am Donnerstag, dem 14. September 2006, um 18.00 Uhr, in Greifswald eine weitere Veranstaltung innerhalb der Vortragsreihe „Unternehmer in die Uni“ statt. In dieser aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie des Ministeriums für Arbeit, Bau und Landesentwicklung in Schwerin geförderten Ringvorlesung werden insgesamt sieben ausgewählte Unternehmen aus der Region einer größeren Öffentlichkeit präsentiert. 

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Energiewerke Nord GmbH (EWN), Dieter Rittscher, ermöglicht einen Einblick in den bisher einzigartigen Umbau des einstigen Kernkraftwerkstandortes Lubmin zu einem der modernsten Energiestandorte Deutschlands. Die Energiewerke Nord GmbH sind der Rechtsnachfolger des ehemaligen Kombinats Kernkraftwerke “Bruno Leuschner” und verwalten die ehemaligen DDR-Kernkraftwerke Greifswald und Rheinsberg. 1998 wurde die Geschäftsführung beauftragt, ausgewiesene Grundstücksflächen, die für die Stilllegung und den Abbau nicht mehr benötigt werden, an geeignete Investoren zur Industrieansiedlung zu veräußern. Der EWN-Chef zeigt den derzeitigen Stand der Entwicklung auf und geht auch auf Probleme aus der Vergangenheit ein.

Die EWN hat sich nicht nur international einen Namen bei der Stilllegung von Kernkraftanlagen, Forschungsreaktoren und Atom-U-Booten gemacht, sondern gleichzeitig den Grundstein für die Zukunft des Energie- und Industriestandortes Lubmin gelegt. Mit dem Bau der Ostsee-Pipeline und eines Gaskraftwerkes beginnt 33 Jahre nach der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Greifswald ein neues Zeitalter der Energiewirtschaft im Nordosten

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Alleinstellungsmerkmal »Doppelstudium« - Soziale Arbeit und Katholische Theologie in Benediktbeuern

Was Anfang der 1970er Jahre eingeführt worden war, um dem Ordensnachwuchs der Salesianer Don Boscos neben der theologischen auch eine sozialpädagogische Ausbildung zu bieten, hat sich inzwischen zu einem veritablen Alleinstellungsmerkmal des Studienortes Benediktbeuern mit seinen beiden Hochschulen (KSFH = Katholische Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen; PTH = Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos) entwickelt. Hier ist es möglich, ein »Doppelstudium« der Sozialen Arbeit und der Katholischen Theologie zu absolvieren und nach insgesamt 14 Semestern zwei Diplome in Händen zu halten. Und mittlerweile gibt es weitaus mehr Laien als Ordensleute und Priesteramtskandidaten, die diese Chance nutzen. Alljährlich schreiben sich etwa 20 Studienanfänger für das Doppelstudium ein.

Das »Benediktbeurer Studienmodell« wird auch nach den derzeitigen Veränderungen der Hochschullandschaft bestehen bleiben (Stichwort: »Bologna-Prozess«). Die KSFH stellt ihren Diplomstudiengang Soziale Arbeit schon zum kommenden Wintersemester 2006/07 auf den neuen Abschluss »Bachelor« um. An der PTH wird es voraussichtlich ab Wintersemester 2007/08 zur Modularisierung des Diplomstudiengangs Katholische Theologie kommen. Es ist daran gedacht, dass das Doppelstudium weiterhin 14 Semester dauern soll. Zwar kann der sozialpädagogische Bachelor-Grad in Zukunft bereits nach 7 Semestern erworben werden. Doch wird den Doppelstudierenden empfohlen, die theologische Vordiplomprüfung wie bisher nach 8 Semestern abzulegen. Das theologische Hauptstudium dauert noch einmal 6 Semester.

Dem PTH-Studienführer für das Studienjahr 2006/07 sind Einzelheiten zum »neuen Doppelstudium« zu entnehmen. Dieser Studienführer ist bereits überarbeitet worden und wird zum Semesterbeginn Anfang Oktober 2006 im Druck vorliegen. Aufgrund der stärker interdisziplinären Ausrichtung der beiden neuen Studiengänge erhofft man sich eine noch bessere Integration von Theorie und Praxis. Ehemalige Doppelstudierende sind häufig in pastoralen Berufsfeldern zu finden. Sie arbeiten in Pfarrgemeinden, bei Jugendverbänden, in Jugendzentren, in Jugendbildungsstätten, als Pastoralreferenten, als Religionslehrer, als Streetworker, als Wissenschaftler und als Priester. In den letzten Jahren haben Benediktbeurer Absolventen sich allerdings zunehmend neue Tätigkeitsbereiche in der Wirtschaft erschlossen.

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Vernetzung durch Lichtpfade - Regionales Rechenzentrum der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt sich an europäischen Forschungsprojekt

per Videokonferenz und medizinische Diagnosen via Bildschirm verlangen eine Datenübertragung in hoher Qualität. Das Forschungsprojekt Multi-Partner European Testbeds for Research Networking, kurz MUPBED, untersucht derartige Anwendungen mit einer europaweiten Netzinfrastruktur. Auf der TERENA Networking Conference in Catania, Sizilien, demonstrierten die Mitarbeiter des Forschungsprojektes den neuesten technischen Durchbruch: Die ad hoc-Übertragung eines Videosignals in höchster Original-Qualität über zahlreiche Netzgrenzen und unterschiedlichste Netztechniken hinweg von Erlangen nach Sizilien. Die Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt sich seit zwei Jahren mit 15 weiteren Teilnehmern aus acht europäischen Ländern erfolgreich an dem Projekt. MUPBED wird von der EU mit 5,3 Millionen Euro gefördert. Netzwerkbetreiber, Hersteller von Netzkomponenten sowie wissenschaftliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen schalteten für MUPBED erstmals eine neue Netzinfrastruktur zusammen, die zum Beispiel die Übertragung unkomprimierter Videos mit der fünfzigfachen Sendeleistung eines DSL-Internetanschlusses für interaktive Anwendungen ermöglicht. Unkomprimiert ist eine Videosequenz dann, wenn das Bild, das beim Empfänger ankommt, exakt dem Original entspricht, das gerade auf der Senderseite gefilmt wird. Diese Vernetzung hoher Qualität wird überall gebraucht, wo Interaktion zwischen Sender und Empfänger passiert: Wenn Geräte (fern)gesteuert werden müssen, oder wenn ein direkter Kommunikationsaustausch zwischen Sender- und Empfängerseite mit gleichzeitiger Steuerung stattfindet. So zum Beispiel in der Telemedizin: Hier können Bildsignale, die man mit einer endoskopischen Kamera während einer Operation filmt, an einen entfernten Spezialisten gesendet werden, der dem Chirurgen zur multimedial unterstützten Qualitätssicherung und Diagnose quasi in Echtzeit Empfehlungen geben kann.

Interaktion in Echtzeit
Ein großer Vorteil der MUPBED-Übertragung gegenüber der Internetübertragung ist, dass das versendete Datenpaket nicht mit allen anderen Paketen, die unterwegs sind, konkurrieren muss. MUPBED trennt die einzelnen Datenpakete nach Anwendungen über gesonderte Lichtpfade, über die sie ungehindert zum Bestimmungsort gelangen. Sender und Empfänger profitieren so auf beiden Seiten von dem direkten Datentransfer, der bei interaktiven Anwendungen Reaktionen in Echtzeit ermöglicht. Die exzellente Qualität der Übertragungsstrecke vom TV-Studio des Regionalen RechenZentrums Erlangen ermöglichte den Konferenz-Besuchern in Sizilien, das unkomprimierte Video in einer hervorragenden Bildqualität am Ausstellungsstand des MUPBED Projekts zu verfolgen.

Die MUPBED Technologie entspricht dem Projekt Uni-TV, das das RRZE in Zusammenarbeit mit dem Bildungskanal BR Alpha des Bayerischen Rundfunks seit 1998 betreut. Uni-TV fördert den wissenschaftlichen Austausch und stellt Aufzeichnungen von Seminaren und Vorlesungen der Uni Erlangen-Nürnberg über ein Internetportal zu Verfügung. Dabei werden bei verteilten TV-Produktionen Bildsignale über ein so genanntes ATM-Datennetz in das Studio gesendet. Dort können sie interaktiv oder durch Fernsteuerung der Kameras in Zusammenarbeit mit dem Regisseur live geschnitten werden. Da allein die Komprimierung der Videosignale bereits über 180 Millisekunden Verzögerung verursacht, müssen für interaktive Anwendungen solche Videodaten unkomprimiert in höchster Original-Qualität übertragen werden.

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Internationaler Kongress „Theater und Medien“ an der Universität Erlangen-Nürnberg

werden Schauspiel und Oper in Film und Fernsehen präsentiert? Wie beeinflussen neue Medien die Dramaturgie und Ästhetik der darstellenden Künste? Ist Theater ein Medium? Fragen wie diese diskutieren Theater- und Medienexperten vom 12. bis 15. Oktober 2006 auf dem internationalen Kongress „Theater und (neue) Medien“ in Erlangen. Zu dem achten Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft hat das Institut für Theater- und Medienwissenschaft (ITM) der Uni Erlangen-Nürnberg als Veranstalter des Kongresses Forscherinnen und Forscher eingeladen, die sich mit den Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen Theater und anderen Medien auseinandersetzen. Auf dem Kongress tauschen sich in über 80 Vorträgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auch aus New York und Melbourne anreisen, mit Experten aus der Theater- und Medienpraxis über die verschiedenen Facetten von Intermedialität aus. Es geht um die Grenzbereiche und die gegenseitige Beeinflussung von Theater, Film, Funk, Fernsehen und Internet. Als Hauptredner konnten die renommierte Leibniz-Preisträgerin und Professorin für Theater- und Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, der Vorsitzende der Gesellschaft für Theaterwissenschaft, Prof. Dr. Andreas Kotte aus Bern, sowie der Theater- und Medienkünstler Klaus Obermaier aus Wien gewonnen werden.

Das ITM der Universität Erlangen-Nürnberg nimmt mit seiner Verbindung von Theater und Medien sowie Theorie und Praxis im deutschsprachigen Raum eine besondere Rolle ein. Dieser medienübergreifende und integrierende Ansatz ist auch das Leitmotiv des Kongresses. Wissenschaftler sprechen über Intermedialitätskonzepte, über den Bühnentod im Film, oder den Einfluss von Brecht auf neue Medien- und Theaterformen. Diskutiert wird der Einsatz neuer Medien bei Inszenierungen, wie zum Beispiel der Berliner Volksbühne oder der Wooster Groop aus New York. Daneben greifen die Wissenschaftler den Einfluss von Internet und Computersoftware auf zeitgenössische Inszenierungen ebenso auf wie den unterschiedlichen Umgang von Theater und Fernsehen mit dem 11. September 2001.

Der Eröffnungsabend des Kongresses steht unter dem Motto: „Ist Theater (k)ein Medium?“ So lautete auch die Frage für den mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchspreis der Gesellschaft für Theaterwissenschaft, der an diesem Abend vergeben wird.

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Kristall-Experten tauschen sich an der Universität Nürnberg-Erlangen aus

gelten als Schlüsselwerkstoffe für viele moderne Technologien. Ohne Kristalle gäbe es keine Computer, Fernseher, CD-Spieler, Digitalkameras, Handys und schon gar kein Internet. Um die Erforschung der Herstellungsprozesse von Kristallen und deren Eigenschaften dreht sich der fünfte internationale Workshop über die Modellierung von Kristallzüchtungsprozessen im Bamberger Kongresszentrum. Vom 10. bis zum 13. September 2006 treffen sich rund 130 Spezialisten aus dem Gebiet der Simulation von Kristallzüchtungs- und Kristallwachstumsprozessen. Organisiert wird der Workshop von Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Müller vom Institut für Werkstoffwissenschaften der Universität Erlangen-Nürnberg und von Dr. Jochen Friedrich von der Abteilung Kristallzüchtung des Erlanger Fraunhofer Instituts IISB. Auf dem Gebiet der Kristallzüchtung und der Modellierung von Kristallzüchtungsprozessen sind die Erlanger Einrichtungen Institut für Werkstoffwissenschaften und das Fraunhofer IISB führend. Die Organisatoren des Workshops, haben einhundert Vorträge und Posterpräsentationen für das Tagungsprogramm zusammengestellt. Darin stellen Experten aus Industrie und Forschung ihre neuesten Ergebnisse auf dem Gebiet der Modellierung von Kristallzüchtungsprozessen vor. Die Simulation der Kristallzüchtungsprozesse auf dem Computer ist ein wichtiges Hilfsmittel, um besser zu verstehen, welche Entwicklungsphasen ein Kristall bei der Züchtung durchläuft.

Kristalle braucht man nicht nur zur Herstellung von Unterhaltungselektronik, sondern auch im medizinischen Bereich. So werden Kristalle für die Entwicklung von Geräten für Ultraschalldiagnostik und Computertomographie, Laser und Solarzellen benötigt. Die Kristallzüchtung hat sich zu einem wichtigen Arbeitsgebiet der Werkstofftechnologie entwickelt. Seit einigen Jahren wird die Computersimulation der einzelnen Entwicklungsschritte bei der Kristallzüchtung industriell genutzt, um Zeit und teure Experimente einzusparen.

Die mehr als 130 Teilnehmer der Tagung, davon etwa ein Viertel aus der Industrie, kommen aus 21 Ländern. Insbesondere Studierende und Nachwuchsforscher aus Osteuropa und aus Asien haben ihre Teilnahme zugesagt. Die Teilnahme dieser jungen Forscher ermöglichte die finanzielle Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung (DGKK), die auch die Schirmherrschaft über die internationale Tagung übernimmt. Daneben unterstützen die Universität Erlangen-Nürnberg, weitere Sponsoren sowie das Fraunhofer IISB die Besucher der Tagung aus Osteuropa und den Schwellenländern.

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Die Fakultät für Informatik der TU Chemnitz stellt mit einer Broschüre ihr Profil der Öffentlichkeit vor

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 22:25

Die Fakultät für Informatik der Technischen Universität Chemnitz hat
ein neues Profil, das sie  nun in einer Fakultätsbroschüre der breiten
Öffentlichkeit präsentiert. Hauptbestandteil dieser 64-seitigen
Broschüre ist die Vorstellung der 14 Professuren der Fakultät.
“Damit  wollen wir der Informatik an der TU Chemnitz ein Gesicht
geben”, so Prof. Dr. Wolfram Hardt, Dekan der Fakultät. Neben den
beiden Diplom-Studiengängen Informatik und Angewandte
Informatik wird in der Publikation auch der neue Bachelor-
Studiengang Angewandte Informatik vorgestellt. Dieser wird
erstmals im Wintersemester 2006/2007 angeboten. Er ist laut Prof.
Hardt durch die nach internationalen Richtlinien modularisierte und
auf vier Anwendungsschwerpunkte fokussierte Lehre “ein Highlight”.
Außerdem markiere der neue Bachelor-Studiengang an seiner
Fakultät den Beginn der sukzessiven Umstellung auf das
internationalisierte Bachelor- und Master-Lehrmodell. Damit trägt die
Informatik an der TU den Anforderungen des Bologna-Prozesses
Rechnung, der bis zum Jahr 2010 die Schaffung eines
gemeinsamen europäischen Hochschulraumes anstrebt.

Dass die Informatik nicht nur aus Nullen und Einsen besteht, zeigt
auch die Vorstellung der Forschungsschwerpunkte. Auf drei
Gebieten sieht die Fakultät ihre Stärken: “Parallele und verteilte
Systeme”, “Eingebettete, selbstorganisierende Systeme” und
“Intelligente Multimediale Systeme”. Darüber hinaus informiert die
Broschüre über die hochwertige technische Ausstattung der
Fakultät. Ausgewählte Referenzprojekte gewähren zudem Einblicke
in die praxisorientierte Forschung und Zusammenarbeit mit anderen
Institutionen und Unternehmen.

Die Fakultätsbroschüre findet sich als Auslage in mehreren
Universitätsgebäuden und kann kostenfrei im Dekanat der Fakultät
angefordert werden.

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