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14. September 2006

Uni-Bibliothek Greifswald und Finnland-Institut ehren Johan Vilhelm Snellman in einer Wanderausstellung

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 17:08

Zu Ehren des 200. Geburtstages des finnischen Philosophen und Staatsmannes Johan Vilhelm Snellman (1806–1881) veranstaltet die Universitätsbibliothek Greifswald vom 18. September bis zum 24. Oktober 2006 eine internationale Wanderausstellung. Sie stellt gleichzeitig einen Beitrag Finnlands zum 550-jährigen Jubiläum der Alma Mater dar. Die Ausstellung wird von der National- und Universitätsbibliothek Helsinki in Finnland in Kooperation mit dem Finnland-Institut Berlin und dem Akademischen Auslandsamt der Universität Greifswald durchgeführt,

Zu Johan Vielhelm Snellman: Nach seiner Rückkehr aus dem deutschen Exil im Jahr 1842 engagierte sich der Hegel-Schüler Snellman für die politische und kulturelle Emanzipation Finnlands. Ziel war die Herausbildung des finnischen Nationalbewusstseins in Abgrenzung zur schwedischen Kulturelite auf der einen und zur russischen politischen Klasse auf der anderen Seite. Seit 1863 Mitglied des finnischen Senats und „Finanzminister“ Finnlands, führte Snellman 1865 die Finnische Mark als Währung ein, die bis zur Einführung des Euro gültig war. Er wurde somit zu einem Wegbereiter, der Finnland mit der europäischen Moderne verknüpfte und wesentlich dazu beitrug, dass das Land 1917 schließlich seinen Weg als unabhängige Nation in das Europäische Staatensystem fand.

Was? Ausstellung

„J. V. Snellman – ein europäischer Denker“

Wann? 18. September 2006 - 24. Oktober 2006

Montag bis Freitag: 8.00-22.00 Uhr
Sonnabend: 9.00-17.00 Uhr

Wo? Neue Universitätsbibliothek Universität Greifswald, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 14 a, 17487 Greifswald

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Erstmals begrüßte die RWTH Aachen die neuen Auszubildenden und ihre Angehörigen in einem neuen Rahmen

„Der Erfolg der Ausbildung hängt sicher auch von der Unterstützung der Familie und Freunde der jungen Menschen ab“, betonte Berthold Miethke bei seiner Begrüßung der zahlreich erschienen Gäste. Der Personaldezernent der RWTH Aachen hatte erstmals die neuen Auszubildenden und ihre Angehörigen zu einer Einführungsveranstaltung in die Aula II in der Ahornstraße in einem neuen Rahmen eingeladen. Hier standen neben Begrüßungsworten und praktischen Informationen auch die Begegnung der Familien mit den Ausbildern auf dem Programm. Berthold Miethke führte aus, dass die RWTH als größter Ausbildungsbetrieb in der Region eine feste Verankerung in der Gesellschaft habe, wo junge Menschen zahlreiche spannende Berufe lernen könnten, zu denen fast jedes Jahr neue hinzukämen. Auch der Vorsitzende des Personalrates, Herbert Kirch, und eine Abordnung der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung hießen die neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen und boten sich als Ansprechpartner bei auftretenden Problemen an.

Es folgte eine Vorstellung der zahlreichen Möglichkeiten, sich nach Feierabend im Rahmen des Hochschulsports fit zu halten, der den Azubis wie den Studierenden in vielen Bereichen kostenlos zur Verfügung steht. Den Abschluss der Begrüßung stellten zahlreiche Gespräche der Eltern mit den Ausbildern ihrer Kinder dar sowie ein Besuch der Infostände des Berufsausbildungszentrums. Hier bekamen alle Interessierten Einblicke in die Arbeit von Chemielaboranten, konnten sich über den Beruf der Kaufleute für Bürokommunikation informieren und ließen sich erklären, was Elektroniker für Geräte und Systeme oder Industriemechaniker alles machen.

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“Du riechst so gut!” - Eröffnungsvortrag zur Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft an der Universität Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 07:10

Ob Chanel No. 5, Schweißfüße oder das Würstchen auf dem Grill: Bestimmte Düfte rufen selektive Assoziationen hervor, die häufig unsere ureigenen Instinkte ansprechen. Auch bei der Partnerwahl spielt - bewusst oder unbewusst - der Duft des potenziellen Sexualpartners eine wichtige Rolle. Mit einem öffentlichen Vortrag zum Thema “Partnerwahl, Parfum und Immungenetik” eröffnet Prof. Dr. Manfred Milinski, Evolutionsökologe am Max-Planck-Institut für Limnologie in Plön, am Samstag, 16. September 2006, um 18 Uhr die 99. Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG). Zu dem Kongress der DZG, die zu den ältesten zoologischen Gesellschaften weltweit gehört, werden im Hörsaalgebäude der WWU am Hindenburgplatz bis zum 20. September 2006 etwa 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet. Sexuelle Reproduktion ist immer noch ein Rätsel der Evolution. Ein Weibchen verliert bei der Reifeteilung die Hälfte seiner Gene, die durch das Erbmaterial des Männchens ersetzt werden. Die Nachkommen mit der Gen-Mischung zeichnen sich durch eine höhere Immunstabilität aus. Laut Milinski könnte die Qualitätssteigerung durch selektives “ausschnüffeln” der passenden Immunsystem-Gene (MHC) potenzieller Partner gewährleistet werden. Dessen Gene sollten in Kombination mit denen des Weibchens eine optimale Resistenz gegen sich schnell verändernde Infektionskrankheiten bieten.

Dieses Verhalten bei der Partnerwahl ist sowohl bei Mäusen und Fischen als auch beim Menschen bekannt. Letztere jedoch beeinflussen seit mehreren tausend Jahren diese Strategie, indem sie versuchen, durch künstliche Düfte ihre sexuelle Attraktivität zu steigern. Milinski konnte zeigen, dass die Auswahl des persönlichen Lieblingsparfums in direktem Zusammenhang mit den MHC-Immungenen steht. Bei der korrekten Wahl kann ein Parfum das natürliche Signal der individuellen MHC-Gene verstärken.

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Defibrillator gegen den plötzlichen Herztod - Fortbildungsveranstaltung am Universitäts-Klinikum Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 07:09

Menschen mit chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) haben ein hohes Risiko, dass ihr Herz unerwartet aufhört zu schlagen. Deutlich reduziert werden kann die Gefahr eines plötzlichen Herztodes durch die Implantation eines Defibrillators. Der unter die Brustmuskulatur eingesetzte kleine Elektroschocker wacht über den Herzschlag und sendet bei Gefahr eines tödlichen Herzstillstandes einen elektrischen Impuls aus, der das Organ wieder arbeiten lässt. Trotz der nachweislichen Erfolge einer Defibrillator-Implantation hinsichtlich der Überlebenszeit von Patienten mit Herzinsuffizienz kommt diese Therapie offensichtlich nach wie vor zu wenig zum Einsatz. Der aktuelle Stellenwert der Defibrillator-Behandlung sowie mögliche Gründe für die bestehende Unterversorgung auf diesem Gebiet werden am kommenden Dienstag, 19. September 2006, bei einer ärztlichen Fortbildungsveranstaltung der Medizinischen Klinik C des Universitätsklinikums Münster (UKM) erörtert.

Im Rahmen dieser Veranstaltung unter der leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Günter Breithardt werden sowohl medizinische als auch ökonomische Aspekte der Defibrillator-Therapie bei Herzinsuffizienz erörtert. Nach einem Vortrag über die Bedeutung des plötzlichen Herztodes bei Patienten mit Herzinsuffizienz wird die Bedeutung des Defibrillators bei dieser Erkrankung dargestellt. Aus Sicht eines Krankenkassenvertreters soll abschließend die Frage behandelt werden, wie diese Therapie im deutschen Gesundheitssystem in die Praxis umgesetzt werden kann, damit künftig mehr Patienten von diesem Fortschritt profitieren.

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