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18. September 2006

Druck unter den Füßen - Auszeichnungen für zwei Nachwuchswissenschaftler des Universitätsklinikums Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 19:11

In Anerkennung ihrer Untersuchungen über Druckverteilungsmuster bei kindlichen Klumpfüßen beziehungsweise bei Diabetikern haben die beiden münsterschen Nachwuchswissenschaftler Kerstin Bosch und Arne Nagel bei einem internationalen Fachkongress am Spitzingsee jeweils eine wissenschaftliche Auszeichnung erhalten. Die prämierten Arbeiten entstanden in einer Arbeitsgruppe am Funktionsbereich Bewegungsanalytik der Klinik für Allgemeine Orthopädie des Universitätsklinikums Münster (UKM). Kerstin Bosch , die mit dem “Best Presentation Award” ausgezeichnet wurde, befasste sich in ihrer Arbeit, die in Kooperation mit dem Altonaer Kinderkrankenhaus durchgeführt wurde, mit Druckverteilungsmessungen bei kindlichen Klumpfüßen nach konservativer Behandlung mit der so genannten Ponseti-Methode. Sie zog dabei einen Vergleich zu Druckverteilungsmustern unter den Füßen gesunder Kinder.

Arne Nagel beschäftigte sich in seiner Untersuchung, für die er mit dem “Best Poster Award” ausgezeichnet wurde, mit der unter den Füßen gemessenen Druckbelastung bei unterschiedlichen Arten des Treppensteigens. Die Messungen dazu wurden bei Diabetikern und gesunden Probanden durchgeführt, um Empfehlungen für die Vermeidung von Belastungsspitzen bei dieser Art der Bewegung erstellen zu können.

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Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 19:10

Die Hochschultagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv), die vom 21. bis 23. September in Münster an der Westfälischen Wilhelms-Universität stattfindet, widmet sich der Frage nach der Dynamik und dem Gewicht des Historischen und nach der Überlieferung in der Kultur. Unsere gegenwärtige Lebensrealität ist, wenngleich oft verdeckt, massiv durchdrungen von historischen Vernetzungen. Dies gilt für unser Alltagswissen und Alltagshandeln ebenso wie für unsere Weltbilder und materiellen Erzeugnisse. Kompetente kulturanthropologische Arbeit kommt ebenso wenig ohne historische Arbeit wie ohne einen vergleichenden Zugang aus. Themen der Tagung in Münster sind unter anderem die “Macht der Wiederholung”, kulturwissenschaftliche Stadtforschung, die Inszenierung von Geschichte im Spielfilm und Kindheit und Erinnern in der ehemaligen DDR.

Zum Programm gehört auch ein öffentlicher Abendvortrag am Freitag, 22. September 2006, ab 19 Uhr in der “Aula am Aasee” (Scharnhorststraße 100). Herman Roodenburg aus Amsterdam spricht über das Thema “Between History and Anthropology: The Uses of European Ethnology”.

Die “Deutsche Gesellschaft für Volkskunde” ist die Vereinigung aller im Fach Volkskunde tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der Dachverband entsprechender Institutionen. Die dgv hat zur Zeit etwa 1200 Mitglieder und veranstaltet alle zwei Jahre einen Kongress und in den Jahren dazwischen eine Hochschultagung wie jetzt in Münster.

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Schulterschmerzen bei Sportlern - Institut für Sportmedizin der Universität Münster sucht Teilnehmer für wissenschaftliche Untersuchung

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 19:09

Schulterschmerzen im Sport stehen im Fokus einer wissenschaftlichen Untersuchung am Institut für Sportmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM). Im Rahmen dieses Projektes wird der Effekt einer Behandlung mit “fokussierter Stoßwellentherapie” untersucht. Für die geplante Studie werden noch aktive Sportler gesucht, die an akuten oder chronischen Schulterschmerzen leiden. Interessenten sollten sich per E-Mail unter sportmedizin@uni-muenster.de oder mathisp@gmx.de melden, um nähere Informationen zu erhalten.

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5. Europäische SIMS-Konferenz Ende September in Münster - Von Mikroelektronik zur medizinischen Diagnostik

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 19:08

Vom 24. bis 26. September treffen sich im Physikalischen Institut der WWU Münster mehr als 200 Wissenschaftler zur 5. Europäischen SIMS-Konferenz. Die Teilnehmer kommen hauptsächlich aus Europa, aber auch aus den USA, Asien und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Tagungsleiter der “SIMS Europe 2006″ ist Prof. Dr. Alfred Benninghoven, ehemaliger Direktor am Physikalischen Institut der WWU und einer der Gründungsgesellschafter der Münsteraner Firma ION-TOF. Die Sekundär-Ionen-Massen-Spektrometrie (SIMS) ist die empfindlichste derzeit verfügbare mikroskopische Analytik. Sie ermöglicht chemische und vor allem auch molekulare Analysen kleinster Strukturen, bis herunter zu Abmessungen, die auch den leistungsfähigsten Lichtmikroskopen kaum noch zugänglich sind. Diese einzigartige Fähigkeit hat SIMS zu einer Schlüsselanalytik für viele Wissenschafts- und Technologiebereiche gemacht. So ist sie z.B. eine zentrale Analysentechnik der modernen Mikro- und Nanoelektronik geworden. Hier, wie auch in vielen anderen Hochtechnologiebereichen, ist SIMS heute unverzichtbar - für die Entwicklung ebenso wie für die Fertigung. Breite Anwendungsmöglichkeiten zeichnen sich derzeit auch in der Medizin ab, unter anderem. bei der Gewebe- und Zellanalytik, bei der Diagnostik und bei der Entwicklung von Medikamenten.

Experten von Universitäten und aus anderen öffentlichen und industriellen Forschungseinrichtungen werden in über 100 wissenschaftlichen Beiträgen über die neuesten Entwicklungen in der Grundlagenforschung, bei der Geräteentwicklung und bei den analytischen Anwendungen von SIMS berichten. Schwerpunkt sind die analytischen Anwendungen. Sie reichen von der Analyse mikro- und nanoelektronischer Bauelemente bis zur Analyse einzelner Gewebezellen. Im Eröffnungsvortrag wird der münstersche Planetologe Dr. Thomas Stephan über SIMS-Untersuchungen an Sternenstaubproben der NASA berichten - Untersuchungen, die er im Institut für Planetologie mit seinem von der Münsteraner Firma ION-TOF entwickelten und gebauten Großgerät durchführt.

Seit mehreren Jahrzehnten hat Münster durch richtungsweisende Arbeiten des Physikalischen Instituts und später auch der Firma ION-TOF in entscheidender Weise die Entwicklung auf diesem Gebiet bestimmt. In Münster gibt es die, auch im internationalen Vergleich, größten SIMS-Aktivitäten überhaupt: Mehr als zehn entsprechende Großgeräte werden in Instituten der Universität und in münsterschen Firmen betrieben - zur Grundlagenforschung, bei der Geräteentwicklung und in der stetig zunehmenden analytischen Anwendung.

Dabei werden diese Geräte in Münster entwickelt, gebaut und von hier aus auch erfolgreich weltweit vertrieben. Geräte “Made in Münster” stehen nicht nur in den Laboratorien vieler Universitäten und Forschungseinrichtungen, sondern auch in praktisch allen bekannten Firmen der Mikroelektronik und in vielen großen Chemieunternehmen - weltweit.

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Ausstellung im Neubau der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg: Vom Adler zum Löwen - Erlangen wird bayerisch

1792 - 1806 - 1810: Drei historische Daten stehen im Zentrum einer Ausstellung, die vom Universitätsarchiv, der Universitätsbibliothek und dem Erlanger Stadtarchiv gemeinsam konzipiert und realisiert wurde. Vom 22. September bis zum 18. November 2006 wird im Neubau der Universitätsbibliothek (Schuhstraße 1a) unter dem Titel *Vom Adler zum Löwen - Erlangen wird bayerisch” ein ganz besonderes Stück Erlanger Stadt- und Universitätsgeschichte lebendig. Die Ausstellung wurde durch Unterstützung der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen möglich.

Die Ausstellung steht in Zusammenhang mit der Ausstellung *Nürnberg wird bayerisch” im Stadtarchiv Nürnberg, die vom Stadtarchiv Nürnberg und vom Staatsarchiv Nürnberg erarbeitet wurde. Beide Ausstellungen verstehen sich als lokale Ergänzung zur Landesausstellung *200 Jahre Franken in Bayern”.

Im Gegensatz zu Nürnberg wurde die Stadt Erlangen nicht schon 1806, sondern erst vier Jahre später bayerisch. Ihre Geschichte zeigt aber in Ergänzung der Ereignisse in der ehemaligen Reichsstadt, und stellvertretend für die Markgrafschaften Ansbach und Bayreuth, die enormen Veränderungen dieser Zeit am Ende des Alten Reiches. 1792 fiel Erlangen an Preußen, 1806 an Frankreich, bevor es 1810 an Bayern kam. Inmitten der kriegerischen Ereignisse, die die Region heimsuchten, lag es wie eine Insel des Friedens, und bot sogar französischen Revolutionsflüchtlingen Zuflucht.

In Erlangen endete 1817 mit dem Tod der letzten Markgräfinwitwe nach über 600 Jahren die Geschichte der Hohenzollern in Franken.

Bereits 1807 legten die Bayern mit der Vermessung der *fränkischen Grundlinie” von Nürnberg zum Basisendpunkt nach Erlangen-Bruck den Grundstein für die Erschließung ihrer neuen Territorien in Franken.

Ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung brachten die Umwälzungen der politischen Rahmenbedingungen entscheidende Veränderungen für die Erlanger Universität, die unter dem letzten Markgrafen Alexander noch wesentlich gefördert worden war.

Während die Universität Erlangen sich noch mit den der französischen Herrschaft geschuldeten Beeinträchtigungen auseinanderzusetzen hatte, wurde durch den bayerischen König im Jahre 1809 eine Institution aufgelöst, die in Konkurrenz zur Erlanger Universität stand: die Universität im nicht weit entfernt gelegenen Altdorf.

Diese war 1575 als *Hohe Schule” der Reichsstadt Nürnberg in deren Landgebiet gegründet worden. Mit dem Verlust der reichsstädtischen Eigenstaatlichkeit Nürnbergs 1806 lag die Entscheidung über das weitere Schicksal der Altdorfer Universität beim neuen Landesherrn, dem bayerischen König.

Da die Universität Altdorf  eine schlechte finanzielle Basis hatte und das entstehende Königreich Bayern eine Überzahl an Universitäten besaß, wurde die bereits am Rande der Existenzfähigkeit befindliche Hochschule 1809 aufgehoben.

Auch das Fortbestehen der Erlanger Universität war nach dem Übergang an das Königreich Bayern 1810 zunächst fraglich. Da diese jedoch die einzige protestantische Fakultät in Bayern vorweisen konnte, - unverzichtbares Element der Theologenausbildung nach der Eingliederung Frankens in das Königreich  - war ihre Existenz schließlich gesichert. In bayerischer Zeit erfolgte nun der Umbau der Erlanger Universität zur modernen staatlichen Einrichtung.

Die Aufhebung der Universität Altdorf brachte der Universitätsbibliothek Erlangen den bislang umfangreichsten Bücherzuwachs ihrer Geschichte. Nachdem Erlangen im Jahre 1810 an das Königreich Bayern gefallen war, verfügte der bayerische König Max I. Josef im Jahre 1818 den Übergang der Altdorfer Bestände an die Universität Erlangen.

Insgesamt konnte Erlangen einen Zuwachs von circa 47.000 Bänden verzeichnen, darunter auch die berühmte Bibliothek des Nürnberger Stadtarztes Christoph Jakob Trew (1695-1769), die dieser der Universität Altdorf vermacht hatte. Die Trew’sche Sammlung umfasste circa 38.000 Bände vornehmlich naturwissenschaftlicher Literatur des 16. -18. Jahrhunderts, daneben aber auch Handschriften, Wiegendrucke und 12.000 Dissertationen sowie eine einzigartige Sammlung von 19.000 Gelehrtenbriefen der Frühen Neuzeit.

Das Fürstentum Ansbach sowie das Fürstentum Bayreuth, wozu auch Erlangen gehörte, waren 1792 an Preußen gefallen. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. verfügte nun, daß die wichtigsten Stücke der Ansbacher Schloßbibliothek in die Universitätsbibliothek nach Erlangen zu verbringen seien. Im Winter 1805/06 wurden über 12.000 Bände, darunter circa 150 Handschriften und knapp 500 Inkunabeln von Ansbach nach Erlangen überführt.

Das Ausstellungskonzept wurde durch Dr. Martin Boss, Kustos der Antikensammlung des Instituts für klassische Archäologie, umgesetzt.

Die Ausstellung kann von Montag bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden, sonn- und feiertags ist sie geschlossen. Der Eintritt ist frei. Ein Katalog, der für die Nürnberger und Erlanger Ausstellung gemeinsam erschienen ist, ist in der Ausstellung zum Preis von 29 Euro erhältlich. Führungen finden jeweils samstags um 14 Uhr und nach Vereinbarung statt.

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Lehrstuhl für Strömungsmechanik - Bessel-Preisträger an der Uni Erlangen-Nürnberg

Das Forschungsteam des Lehrstuhls für Strömungsmechanik (LSTM) der Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Prof. Dr. Antonio Delgado erhält die Unterstützung eines Kollegen aus Indien, Prof. Dr. Ashutosh Sharma. Von August bis November 2006 und für zwei weitere Monate im Jahr 2007 wird der 45-jährige Wissenschaftler am Institut für Strömungsmechanik in Erlangen forschen. Der Spitzenwissenschaftler wurde kürzlich mit dem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Der Bessel-Preis ist mit 40.000 Euro dotiert. Ashutosh Sharma, Jahrgang 1961, studierte Chemieingenieurwesen am IIT Kanpur. Seinen Masterabschluss erwarb er in den USA, an der Pennsylvania State University. Anschließend schrieb er seine Doktorarbeit an der State University of New York in Buffalo und forschte dort weiter an der School of Medicine and Biomedical Sciences. Im Jahr 1990 ging er als Assistant Professor wieder zurück nach Indien an das IIT in Kanpur, wo er 1994 zum Associate Professor und 1997 zum ordentlichen Professor berufen wurde. Von 2003 bis 2006 leitete Professor Sharma das Institut für Chemieingenieurwesen. Derzeit koordiniert er das Nanosciences Zentrum am Indian Institute of Technology (IIT) in Kanpur.

Professor Sharma ist ein international anerkannter Forscher in den Bereichen Dynamik und Stabilität dünner Filme, Benetzungsphänomene, Zwischenflächen und Kolloide. Letztere braucht man beispielsweise für die Herstellung von Kosmetika oder Farben. Daneben forschte Professor Sharma an oberflächenaktiven Substanzen wie Tensiden in Waschmitteln. Auch in dem Bereich der Nano-Strukturbildung und der Nano-Mechanik, in denen man beispielsweise dem Lotos-Effekt und den Haftmechanismen weicher Zwischenflächen auf den Grund geht, lieferte Professor Sharma wertvolle wissenschaftliche Beiträge. Weitere Forschungsbereiche von Professor Sharma sind Membrane bei der Wasserbehandlung und die Oberflächen- und Benetzungseigenschaften der Hornhaut des Auges.

Seine Forschungsarbeiten finden unmittelbare Anwendung in einem außergewöhnlich breiten Spektrum: In der Augenheilkunde bei der Behandlung von Störungen der Tränenfilmbildung, in der Entwicklung wirkungsvollerer Reinigungsmittel, bei der Herstellung wasser- und schmutzabweisender Oberflächen, sowie bei der Entwicklung verbesserter Klebstoffe oder Farben.

Neben dem Bessel-Preis wurde Professor Sharma mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. So erhielt er beispielsweise die höchste wissenschaftliche Ehrung in Indien, den Bhatnagar Preis für Ingenieurwissenschaften. In den letzten zehn Jahren publizierte Professor Sharma etwa 120 Artikel über verschiedene Themen aus seinem Forschungsgebiet. Davon wurden die wichtigsten Veröffentlichungen in mehr als 800 Forschungsarbeiten zitiert. Professor Sharma ist Fellow der Indian National Science Academy, der Indian Academy of Sciences und der Indian National Academy of Engineering. Der Gastwissenschaftler aus Indien, Professor Delgado und Prof. Dr. Dr. h.c. Franz Durst vom Institut für Strömungsmechanik sind überzeugt, dass die Kooperation zwischen dem LSTM und dem IIT Kanpur die Forschung beider Institute in den Bereichen dünne Filme und Nanotechnologie einen entscheidenden Schritt voran bringen wird.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht jährlich zehn vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gestiftete Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreise. Die Preisträger sind eingeladen, selbstgewählte Forschungsvorhaben in Kooperation mit Fachkollegen an einer deutschen Universität durchzuführen, wofür ihnen bis zu einem Jahr Zeit eingeräumt wird.

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Eine Zeitreise durch 50 Jahre Austauschbau an der TU Chemnitz

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 19:04

Prof. Dr. Harry Trumpold tritt noch einmal vor seine Studenten und beschreibt den Weg von der austauschbaren Herstellung von 10.000 Musketen bis hin zur weltweit arbeitsteiligen Produktion des Airbus 380 Mit einem spannenden Vortrag zur Entwicklung des Austauschbaus wird am 29. September 2006 um 14 Uhr im Hörsaal C 104, Reichenhainer Straße 70, das 50-jährige Jubiläum der ersten Vorlesung zum Austauschbau an der damaligen Hochschule für Maschinenbau Karl-Marx-Stadt (heute TU Chemnitz) gefeiert. Referent ist wie schon damals Prof. (em) Dr. Harry Trumpold, der im Herbst 1956 als 28-jähriger wissenschaftlicher Assistent erstmals einen Lehrauftrag für die Vorlesung “Austauschbau” erhielt. 1957 gründete er das Institut für Messtechnik und Austauschbau, das heute weiterhin als Institut für Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung an der TU Chemnitz existiert.

Zum Jubiläumsvortrag mit dem Titel “Austauschbau im Wandel der Zeiten” laden die Absolventen der Fachrichtung Kontrolltechnik der Hochschule, auch bekannt als “Chemnitzer Qualitätsfreunde”, und das Institut für Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung alle Interessierten, ehemalige Studenten der Fachrichtungen Kontrolltechnik, Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung sowie Absolventen und Mitarbeiter des Institutes Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung ein.

Zum Thema: Ausgehend von der handwerklichen Herstellung technischer Erzeugnisse in Einzelfertigung entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Arbeitsteilung mit dem Ziel der Herstellung von Erzeugnissen in größeren Stückzahlen, in kürzeren Zeiten und mit niedrigeren Kosten. Durch die Entwicklung von Maschinen zur rationellen Bearbeitung metallischer Werkstoffe wurde es möglich, Einzelteile von Erzeugnissen zeitlich und örtlich getrennt austauschbar zu fertigen, sie ohne Nach- oder Anpassarbeiten zu montieren oder bei Reparaturen zu ersetzen. Der Weg des Austauschbaus reicht von der austauschbaren Herstellung von 10.000 Musketen durch Eli Whitney in New Haven (USA) um 1800 bis zur heutigen weltweit arbeitsteiligen Produktion des Airbus 380 mit den ständig wachsenden Anforderungen an die Produktions- und Transportmittel, an die Messtechnik und insbesondere an die nationale und internationale Normung.

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Auszeichnungen und Personalmeldungen

Prof. i. R. Dr. Haël Mughrabi, Lehrstuhl für Allgemeine Werkstoffwissenschaften, wurde vom Institute of Metal Research der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Shenyang der Hsun Lee Lecture Award für seine herausragenden Beiträge zur Werkstoffwissenschaft verliehen.

Dr. Albert Baars, Leiter des neuen Forschungsbereiches *Thermofluiddynamik biotechnologischer Prozesse” am Lehrstuhl für Strömungsmechanik von Prof. Dr. Antonio Delgado, wurde für seine umfangreichen Arbeiten auf dem Gebiet des thermofluiddynamsichen Designs von Würzkochsystemen der Preis der Dr. Nienaber Stiftung verliehen.

Cornelia Rauh und Katrin Mathmann, Doktorandinnen am Lehrstuhl für Strömungsmechanik von Prof. Dr. Antonio Delgado, wurden für ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet: Cornelia Rauh erhielt den Preis der Firma Krones für den besten Abschluss ihres Jahrgangs im Studienfach Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel. Katrin Mathmann zeichnete der Verband der ehemaligen Weihenstephaner der Brauabteilung für den besten Abschluss im Ingenieurstudiengang Brauwesen und Getränketechnologie aus. Beide Studentinnen sind mit der Berufung von Prof. Delgado nach Erlangen gekommen, um hier ihre Forschungsarbeiten mit dem Ziel der Promotion weiterzuführen.

Prof. Dr. Robert Singer, Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Technologie der Metalle, hat für zwei Jahre das Amt des Präsidenten der Federation of European Material Societies übernommen.

PD Dr. Steffen Stenger, Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, wird auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) Anfang Oktober 2006 der Hauptpreis verliehen.

Liu Yang, Jiguang Li und Dipl.-Phys. Hening Ehm, Lehrstuhl für Technische Elektronik, haben beim IEEE International Midwest Symposium on Circuits and Systems, San Juan, Puerto Rico, August 2006 mit ihrer Arbeit zum Thema *Time domain phase noise synthesis for system simulation” den Student Paper Award (1. Platz) erhalten.

Prof. Dr. Wolfgang Ertl, Lehrstuhl für Philosophie, ist vom 1.Oktober 2006 bis zum 31.März 2007 als Associate Professor an der Keio Universität in Tokio, Japan tätig.

Prof. Dr. Michael Lackner, Inhaber des Lehrstuhls für Sinologie, wird vom 1. September 2006 bis zum 31. Juli 2007 an der School of Historical Studies des renommierten Institute for Advanced Study in Princeton forschen und lehren.

Prof. Dr. Friedrich Lösel, Lehrstuhl für Psychologie I, ist mit dem Deutschen Psychologiepreis 2006 ausgezeichnet worden.

Dr. Harald Popp, seit 1972 Honorarprofessor am Institut für Geschichte, wurde der Kulturelle Ehrenbrief der Stadt Erlangen verliehen.

Prof. Dr. Johann Helmut Brandstätter, wurde mit Wirkung vom 11.9.2006 zum W3-Professor für Tierphysiologie ernannt.

Einen Ruf von der Universität Erlangen-Nürnberg haben erhalten und angenommen:

- Prof. Dr. Perdita Pohle, Institut für Geograhie an der Universität Gießen, auf eine W3-Professur für den Lehrstuhl für Geographie (Kulturgeographie und
Entwicklungsforschung).

- Dr. Wolfgang Weiss, Oxford Brookes University, auf die W2-Professur für Öffentliches Recht.

- Dr. Harald Gröger, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Firma Degussa AG, auf die W2-Professur für Organische Chemie am Institut für Organische
Chemie.

Einen Ruf von auswärts hat erhalten und angenommen:
- Dr. Michael Scheffler, Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern ev.V.) und Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Glas
und Keramik), auf den Lehrstuhl für Leichtbaukeramik an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus (Brandenburg).

Zur Akademischen Oberrätin wurde ernannt:
- PD Dr. Annette Bettina Pfahlberg, Oberassistentin, Lehrstuhl für Biometrie und Epidemiologie.

Die Bezeichnung *apl. Professor” wurde verliehen an:
- PD Dr. Roland Frankenberger, Lehrstuhl für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere Zahnerhaltung, Parodontologie und Kinderzahnheil-
kunde.

- PD Dr. Thomas Meyer, Chirurgische Klinik (Klinikbereich).

- PD Dr. Anselm Jünemann, Augenklinik (Klinikbereich).

- PD Dr. Elmar Gräßel, Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik.

Die Lehrbefugnis wurde erteilt:
- Dr. Robert Cesnjevar, Akademischer Rat an der Herzchirurgie, für das Fachgebiet Herzchirurgie.

- Dr. Ernst Thilo Hammen, Neurologische Klinik, für das Fachgebiet Neurologie.

- Dr. Stefan Holst, Lehrstuhl für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbes. Zahnärztliche Prothetik, für das Fachgebiet Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

- Dr. Tom Lindner, Medizinische Klinik 4 - Nephrologie und Hypertensiologie, für das Fachgebiet Molekulare Genetik.

- Dr. Jürgen Ringwald, Transfusionsmedizinische und Hämostaseologische Abteilung in der Chirurgie, für das Fachgebiet Transfusionsmedizin.

- Dr. Erwin Strasser, Transfusionsmedizinische und Hämostaseologische Abteilung in der Chirurgie, für das Fachgebiet Transfusionsmedizin.

In den Ruhestand getreten sind:
- Prof. Dr. Peter Kranz, C4-Professor für Klassische Archäologie.

- Prof. Dr. Helmut Schrettenbrunner, Leiter des Lehrstuhls für Didaktik der Geographie.

- Akad. Direktor Dr.-Ing. Karl Peter Frohmader, Lehrstuhl für Sensorik.

- Akad. Direktor Dr.-Ing. Claus-Uwe Linster, Geschäftsstellenleiter des Instituts für Informatik.

- Akad. Direktor Prof. Dr. Jürgen Weineck, Institut für Sportwissenschaft und Sport.

In memoriam:
- Prof. Dr. Philipp Hümmer, C3-Professur für Didaktik der Geographie, ist am 25. Juli 2006 verstorben.

- Prof. Dr. Eberhard M. Paterok, Professur für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, ist am 10. September 2006 verstorben.

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Bildungsexperten kommen zum 3. Fernausbildungskongress an die Bundeswehr-Universität Hamburg

Abgelegt unter: Hamburg, Universität der Bundeswehr — info @ 18:57

Ab Dienstag lockt der Fernausbildungskongress der Bundeswehr zum dritten Mal internationale Fachleute für Aus-, Fort- und Weiterbildung nach Hamburg. Mit aktuellen Schwerpunkten und hochkarätigen Referenten zeigt er didaktische und technologische Wege in die Wissensgesellschaft - über Fachgrenzen hinweg. Der 3. Fernausbildungskongresses der Bundeswehr steht ganz im Zeichen der Vernetzung: Experten und Interessierte aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Dienst diskutieren vom 19. bis 21. September an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg über innovative technologiegestützte Bildungsangebote für die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Auf der integrierten Fachmesse präsentieren Aussteller neue Lerntechnologien und praxisorientierte Anwendungen. Die Stadt Hamburg entwickelt sich zu einem wichtigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Als Forum für den Austausch von Bildungsexperten und durch die thematischen Schwerpunktsetzungen wird diese Entwicklung durch den Fernausbildungskongress gefördert. Mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Verteidigung und das Streitkräfteamt organisiert die Projektgruppe Fernausbildung der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr den Fernausbildungskongress bereits im dritten Jahr. Neu in diesem Jahr: Mit einem “Appointment-Service” unterstützen die Organisatoren zielgerichtet den Dialog zwischen Messepartnern und Entscheidern aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Dienst und Bundeswehr.

Themenschwerpunkte mit hochrangigen Keynotes Schwerpunkte der Veranstaltung sind in diesem Jahr die Themen Simulation, neue Trends im Bereich “Lern-, Bildungs- und Organisationskultur” sowie Bildungskonzepte für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Keynote-Vorträge hochrangiger Referenten spiegeln dabei die unterschiedlichen Erfahrungen in Wirtschaft, Forschung und Bundeswehr wider. So spricht Prof. Dr. Dieter Euler von der Universität St. Gallen am ersten Kongresstag zur Bedeutung der Lernkultur für die Wissensgesellschaft. Am Mittwoch erläutert Franz Peraus, Senior Vice President der EADS Deutschland GmbH, die Wechselwirkung von Ausbildung und Entwicklung neuer Technologien. Einblicke in Bildungskonzepte bei der Bundeswehr präsentieren am zweiten und dritten Kongresstag die Keynote-Speaker Brigadegeneral Werner Weisenburger, Kommandeur Bundeswehrschulen und General Streitkräftegemeinsame Ausbildung, sowie Prof. Dr. Elmar Wiesendahl, Leiter Fachbereich Sozialwissenschaft an der Führungsakademie der Bundeswehr. Während des gesamten Kongresses bieten 29 Workshops, international besetzte Diskussionsforen und Firmenforen der Aussteller die Möglichkeit, diese und weitere Themen in kleinen Gruppen zu vertiefen.

Exkursion zum Firmengelände Airbus Ein besonderer Höhepunkt des Kongresses ist am Donnerstag die Exkursion auf das Firmengelände von Airbus in Finkenwerder unter fachkundiger Führung. Vor Ort erläutert Prof. Dr. Axel Lehmann in einem Vortrag die Bedeutung der Simulation für Innovation und Ausbildung. (Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist).

Kongressfinale am Wissenschaftsstandort Hamburg Eine Podiumsdiskussion, die in Kooperation mit der Campus Innovation Hamburg am Donnerstag stattfindet, leitet das Kongressfinale ein: Referenten und Teilnehmer kommen noch einmal zusammen, um zum Thema “Der Bildungs- und Forschungsstandort Hamburg aus unterschiedlichen Perspektiven” zu diskutieren und die Kongresstage Revue passieren zu lassen.

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