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23. September 2006

37. Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik zum Thema “Globalisierung” am der Universität Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 12:17

Das Wechselspiel der Sprachen im Wandel der Globalisierung lässt mindestens so viele unterschiedliche Meinungen zu, wie es Sprachen auf dieser Welt gibt. Sicher ist dabei nur eins: Jede einzelne Sprache verändert sich stetig unter dem Einfluss des globalen Wettbewerbs. Die Chancen und Risiken dieser Veränderungen werden derzeit von etwa 500 Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland auf der 37. Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL) im Fürstenberghaus in Münster diskutiert, die in Zusammenarbeit mit dem Sprachenzentrum der WWU ausgerichtet wird. Zentrale Bedeutung kommt auf dem Kongress zum Thema “Globalisierung” dem Begriff “Mehrsprachigkeit” zu, der sowohl sprachkulturelle Brisanz als auch ein enormes kulturelles, ökonomisches und pädagogisches Potenzial in sich birgt. Dies kann auch als Vorbereitung auf den 15. Weltkongress für Angewandte Linguistik gesehen werden, der im Jahre 2008 in Essen veranstaltet und sich intensiv mit dem Thema Mehrsprachigkeit beschäftigen wird.

“Gerade in Deutschland gibt es durch die hohe Migrationsrate ein tolles Sprachpotenzial, dass leider noch nicht hinreichend aufgenommen wird”, berichtet Prof. Dr. Konrad Ehlich von der Universität München. Er sieht vor allem die Bildungspolitik im Zugzwang, die viel mehr “zur Mehrsprachigkeit ermuntern” und schon bei der Ausbildung der Lehrer auf eine erhöhte Sensibilität für Sprachen und Kulturen Wert legen solle. Protektionismus gegenüber äußeren Einflüssen ist bei der sprachlichen Ausschöpfung der “Migrations-Ressourcen” auch für Prof. Dr. Wilhelm Grießhaber, Leiter des Sprachenzentrums der WWU und lokaler Veranstaltungsleiter, nicht der richtige Weg. Er setzt in der Grundschule auf begleitende Leseförderung in der Muttersprache der Migrationskinder, um so bei ihnen ein schärferes Bewusstsein für ihre mehrsprachige Umgebung zu fördern. Daraus resultiere automatisch auch ein gesteigertes Interesse an der deutschen Sprache, so Grießhaber. In einem auch als “Glokalisierung” bezeichneten Wechselspiel globaler und lokaler Kräfte entstehen so neue Konstellationen von Mehrsprachigkeit in den Großstädten, wo im Kontakt von Landes und Einwanderersprache neue Sprachkulturen entstehen, die es zu verstehen gilt.

Bei der Entwicklung der Sprachen im Zuge der Globalisierung denken die meisten vor allem an die Allgegenwärtigkeit der englischen Sprache, die sich immer mehr und schier unaufhaltsam in den meisten Sprachkulturen festzusetzen scheint. Von sprachlicher Monokultur in der internationalen Kommunikation ist oft die Rede. Doch ganz so linear ist diese Entwicklung wohl doch nicht, sagt auch der scheidende Präsident der GAL, Prof. Dr. Ulrich Ammon von der Universität Duisburg-Essen. “War Englisch lange Zeit die dominante Sprache, so sinkt ihr Anteil im WWW seit einigen Jahren stetig. Deutsch rangiert bei den im Internet geschriebenen Sprachen mittlerweile an weltweit zweiter Stelle.” Für Ammon stellt das Internet besonders für die kleinsten Sprachgemeinschaften auch eine Chance dar, international zu überleben, weshalb die sprachliche Vielfalt von Tag zu Tag wachse.

Weitere Informationen und das Tagungsprogramm gibt es auf der Tagungs-Homepage unter http://deuserv.uni-muenster.de/gal-2006/.

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Informatik-Kongreß für Schüler am 25.09.2006 an der FU Berlin

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 12:16

Informatiker der Freien Universitaet Berlin und das Humboldt-Gymnasium in Berlin-Tegel veranstalten vom 25. bis zum 29. September 2006 einen internationalen Kongress der Informatik fuer Schuelerinnen und Schueler (KISS) die die gymnasiale Oberstufe besuchen. An der Tagung nehmen 21 Schuelergruppen - insgesamt etwa 75 Oberstufenschueler - aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Oesterreich und England teil. KISS findet anlaesslich des Informatik-Jahres 2006 statt und wird vom Bun-desministerium fuer Bildung und Forschung, von der Gesellschaft fuer Informatik und vom Landesinstitut fuer Schule und Medien finanziell gefoerdert. Zu der Eroeffnungsveranstaltung mit Bildungssenator Klaus Boeger am Montag, dem 25. September, um 19.00 Uhr sind Journalisten herzlich eingeladen. Eroeffnungsveranstaltung:

Grussworte: - Klaus Boeger, Senator fuer Bildung, Jugend und Sport (SPD),

- Bezirksbuergermeisterin Marlies Wanjura (CDU),

- Prof. Dr. Jochen Schiller (Dekan des Fachbereichs Mathematik und Informatik, Freie Universitaet Berlin) Festvortrag von Prof. Dr. Joseph Weizenbaum (ehem. Massachusetts Institute of Technology, MIT) Schueler-Vortrag Cyber Mentor (Ulm): “RFID - Chancen und Risiken”

Konferenz:

Am Dienstag und Mittwoch praesentieren die teilnehmenden Schuelergruppen eigene Forschungsarbei-ten aus dem Bereich der Informationstechnik. Die besten Beitraege werden mit Preisen praemiert. Am Dienstag findet zudem ein Informatikwettbewerb statt. Die Nachwuchs-Informatiker besuchen am Mittwoch die Zuse-Ausstellung im Museum fuer Verkehr und Technik und nehmen am Donnerstag an Workshops der Freien Universitaet Berlin teil. Um 19.30 Uhr haelt Prof. Dr. Jochen Schiller (Freie Univer-sitaet Berlin) einen Vortrag mit dem Thema “Wenn das Handy zweimal klingelt …”. Am Freitag erfolgen die Preisverleihung fuer die besten Beitraege der jungen Forschergruppen und fuer die besten Leistungen im Wettbewerb sowie ein Abschlussvortrag mit dem Thema “Medizintechnik, Herausforderung und Chancen fuer Informatiker” (Dipl.-Ing. Ralf Tita, TU Muenchen).

Programm und weitere Informationen im Internet unter: http://www.kiss.inf.fu-berlin.de

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Freie Universitaet Berlin ehrt durch NS-Regime enteignete Unternehmerfamilie Scherk

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 08:57

Enthuellung von Gedenktafeln am Institut fuer Pharmazie am 26. September 2006 Mit der Enthuellung zweier Gedenktafeln am Gebaeude des Instituts fuer Pharmazie in der Kelchstrasse 31 (Mariendorf) ehrt die Freie Universitaet Berlin am Dienstag, 26. September 2006, die Familie des Erbauers und frueheren Besitzers, Ludwig Scherk. Der Pharmazie- und Kosmetik-Unternehmer Ludwig Scherk (1880-1946) liess das Gebaeude 1926 nach den Plaenen des Hamburger Architekten Fritz Hoeger als Parfuemeriefabrik errichten. Zwoelf Jahre spaeter wurde es durch das NS-Regime enteignet und “arisiert”.

Das im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstoerte zweistoeckige Gebaeude wurde 1950 wieder in den Besitz der Familie Scherk uebertragen. Fritz Scherk (1918-1995), der Sohn des Erbauers, liess es 1950 wieder herrichten und umbauen. 1974 erwarb die Freie Universitaet Berlin das denkmalgeschuetzte Haus. An der Enthuellung der Gedenktafeln wird die Tochter des letzten Besitzers Irene Scherk teilnehmen.

Auch in der Koserstrasse 21 wird eines Opfers des NS-Regimes gedacht. Dort wird am Montag, 25. September, durch die Verlegung eines so genannten Stolpersteins an die 1943 nach Ravensbrueck deportierte Fanny (Franziska) Thoman erinnert. Die 1923 gebaute Villa in der Koserstrasse gelangte nach dem Tod des Kaufmanns Ignatz Thoman in den Besitz seiner Frau. Die 1881 in Ungarn geborene Fanny Thoman wurde am 8. Februar 1945 im Konzentrationslager Ravensbrueck mit 450 ueberwiegend aelteren Frauen vergast. Das Gebaeude in der Koserstrasse 21 gelangte 1940 in den Besitz der SS, die es dem Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes, Oswald Pohl, als Dienstwohnung zur Verfuegung stellte. Pohl unterstand die gesamte Wirtschaftsverwaltung der SS, der Waffen-SS und der Konzentrationslager. Er wurde im Nuernberger Kriegsverbrecherprozess zum Tode verurteilt und 1951 hingerichtet. In dem seit 1969 von der Freien Universitaet genutzten Gebaeude befinden sich heute die Arbeitsstelle Politik und Technik des Otto-Suhr-Instituts und der Forschungsverbund SED-Staat. Die von dem Koelner Bildhauer Gunter Demming verlegten “Stolpersteine” - Pflastersteine mit beschrifteten Messingtafeln - erinnern Passanten an den frueheren Lebensort von Menschen, die von Nationalsozialisten ermordet wurden.

Ort und Zeit der Verlegung des “Stolpersteins”:

Koserstrasse 21, 14195 Berlin; Montag, 25. September 2006, Beginn 12 Uhr

Ort und Zeit der Enthuellung der Gedenktafeln: Institut fuer Pharmazie, Kelchstrasse 31, 12169 Berlin; Dienstag, 26. September 2006, 14 Uhr

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Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Peter Kranz, Universität Erlangen-Nürnberg

Am Donnerstag, 28. September 2006, kann Prof. Dr. Peter Kranz, Vorstand des Instituts für Klassische Archäologie der Universität Erlangen-Nürnberg, seinen 65. Geburtstag feiern.

Peter Kranz, geboren am 28.9.1941 in Berlin, studierte Klassische Archäologie, Kunstgeschichte und Alte Geschichte an den Universitäten Hamburg, Freiburg, Saarbrücken und Bonn, wo er im Jahre 1969 mit einer Arbeit über *Frühe griechische Sitzfiguren” promovierte. Nach einem zweijährigen Volontariat an der Staatlichen Kunstsammlung in Kassel war er von 1971 bis 1974 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg. Im Jahre 1974 übernahm er die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten an der Ruhr-Universität Bochum. Hier habilitierte er im Jahre 1980 mit einer Arbeit über *Jahreszeiten-Sarkophage”. Im Jahre 1983 wurde er in Bochum zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Von September 1985 bis April 1986 weilte Prof. Kranz in Princeton (USA), um eine Arbeit zu Gestalt und Bedeutung des antiken Heilgottes Asklepios vorzubereiten. In den Jahren 1986 bis 1991 folgten Lehrstuhlvertretungen und Gastprofessuren an den Universitäten Kiel, Mainz, Wien und Erlangen.

Im März 1991 übernahm Prof. Kranz die Leitung des Instituts für Klassische Archäologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Durch seinen Einsatz hat sich die *Erlanger Antikensammlung”, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts zwar im Besitz der Universität, aber nicht öffentlich zugänglich gewesen war, zu einem kleinen Museum für den Großraum Erlangen-Fürth-Nürnberg und zugleich zur Ausbildungsstätte entwickelt, die künftigen Museumsfachleuten einiges an Handwerkszeug mitgeben kann. Mit Hilfe des Ernst-von-Siemens-Kunstfonds und mit maßgeblicher Unterstützung der Universität konnte im Jahre 1994 zunächst die Sammlung antiker Originalwerke, im Jahre 1997 die Sammlung neuzeitlicher Gipsabgüsse nach antiken Vorbildern eröffnet werden. Sonderausstellungen im jährlichen Wechsel sorgen dafür, dass das Interesse an der antiken Bilder- und Lebenswelt stets aufs Neue geweckt wird.

Die wissenschaftlichen Interessen von Prof. Kranz reichen von der frühgriechischen Kunst des 8. und 7. vorchristlichen Jahrhunderts über die römische Kaiserzeit der ersten beiden nachchristlichen Jahrhunderte bis in die Spätantike. Ein Schwerpunkt seiner Forschungen liegt im Bereich der kaiserzeitlich-römischen Sarkophagplastik und deren auf postmortale Selbstdarstellung ausgerichtete Bilderwelt; zwei große Corpusbände stammen von seiner Hand. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Forschungen zu Gestalt und gesellschaftlicher Bedeutung des antiken Heilgottes Asklepios in der Zeit des Hellenismus und während der römischen Kaiserzeit. Besonderes Augenmerk widmete Prof. Kranz der Publikation von seit langem vorhandenen wie neu erworbenen Objekten in der Erlanger Antikensammlung. Der Beweis für kulturelle Einflüsse des griechischen Euböa auf die etruskische Keramik konnte so gefunden werden. Ob ein kleines griechisches Trinkgefäß mit einer ungewohnten Szene - ein von einer Frau verfolgter junger Mann - die Vorstellung vom strikt patriarchalischen Griechenland revolutionieren könnte, wird eine der ersten Fragen sein, die Prof. Kranz mit beginnendem Ruhestand zu beantworten versucht.

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„Quickdating“-Studie am Institut für Psychologie der HU

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 08:54

Flirten für die Wissenschaft Zur Erforschung der Partnerwahl werden derzeit an der Humboldt-Universität Quickdating-Veranstaltungen durchgeführt. An der Quickdating-Studie haben bisher über 200 Männer und Frauen teilgenommen, das Forscherteam sucht aber noch weiterhin Freiwillige.

Mit den Quickdating-Veranstaltungen nutzen die Psychologen Lars Penke, Jens Asendorpf und Peter Todd ein aktuelles Gesellschaftsphänomen, um bisherige Schwächen der Beziehungsforschung zu umgehen. Die psychologische Forschung nähert sich dem Thema Partnerwahl bisher fast ausschließlich über Berichte in Fragebögen oder eher künstliche Experimente mit Studierenden. Wie und warum – oder auch nicht – beim ersten Kennenlernen der Funke überspringt, lässt sich bei den herkömmlichen Untersuchungen nur schwer erschließen. Anders beim Quickdating: Hier treffen etwa 25 männliche und weibliche Singles gleichen Alters aufeinander. Jeder unterhält sich mit jedem nacheinander für wenige Minuten. Nach jedem Gespräch vermerken beide Teilnehmer auf einer Karte, ob sie ihr Gegenüber wieder sehen möchten oder nicht. Bei übereinstimmendem Interesse erhalten beide die Telefonnummer des anderen – die wissenschaftlichen „Dates“ haben also reale Konsequenzen.

„Durch das Quickdating können wir auf eine einzigartige Weise systematisch beobachten, was wirklich passiert, wenn echte Singles auf mögliche Partner treffen“, sagt Lars Penke. „Außerdem werden wir nebenbei überprüfen, wie gut Quickdating, das ja immer beliebter wird, wirklich funktioniert. Und die teilnehmenden Singles haben bei uns die Chance, ihren Partner fürs Leben zu treffen.“

Wer teilnehmen möchte kann sich unter: www.psytests.de/quickdating/ informieren.

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Studierende der Universität Erlangen-Nürnberg verfassen Kulturreiseführer

Auf den Spuren der Fürsten Schwarzenberg Dass Reisen in jeder Hinsicht bildet, haben Studierende der Universität Erlangen-Nürnberg in einem Seminar des Lehrstuhls für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte erneut bewiesen: In ihrem Projekt unternahmen die rund 20 Studierenden nicht nur eine gedankliche Reise in die Zeit der Fürsten Schwarzenberg, die in Franken zwischen dem 13. und dem frühen 19. Jahrhundert herrschten. Sie schrieben auch einen Kulturreiseführer über die Region zwischen Steigerwald und Maindreieck, in welcher die fränkischen Adelsfamilien Seinsheim und Schwarzenberg 600 Jahre lang über eine Vielzahl von Dörfern, Burgen und Städten regierten. Jetzt liegt der Kulturreiseführer über die Region der Fürsten Schwarzenberg in gedruckter Form vor.

Die Vorbereitung des Buches dauerte ein Jahr: Im Sommer 2005 recherchierten die Seminarteilnehmer unter der Leitung von Dr. Robert Schuh und Jesko Graf zu Dohna am Lehrstuhl für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte die Spuren der Fürsten Schwarzenberg in Franken. Die Studierenden trugen historische Fakten über Kirchenarchitektur, Wappengeschichte und Burgen von Schwarzenberg bei Scheinfeld im Steigerwald bis Volkach am Maindreieck zusammen. Unterstützt von einer Gruppe erfahrener Landeshistoriker beschrieben die studentischen Autoren insgesamt 54 Orte.

Der von den Studierenden der Uni Erlangen-Nürnberg gestaltete Reiseführer ist die passende Hintergrundlektüre für Besucher des fränkischen *KulTourpfades”. Dieser ausgeschilderte Kultur-Wanderweg ist ein Begleitprogramm zu der Bayerischen Landesausstellung *200 Jahre Franken in Bayern” in Nürnberg. 22 Gemeinden mit 54 Orten aus der ehemaligen gefürsteten Grafschaft Schwarzenberg schlossen sich gemeinsam mit den beiden lokalen Aktionsgruppen *Südlicher Steigerwald” und *Z.I.E.L. Kitzingen e.V.” zusammen. Auf dem rund zweihundert Kilometer langen Kulturpfad zeigen die Gemeinden die Stationen ihrer gemeinsamen Geschichte.

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Neues Kuratorium der Humboldt-Universität hat sich konstituiert

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 08:52

Dr. Christina Weiss, Dr. Richard von Weizsäcker und Prof. Dr. Manfred Erhardt sind neue Mitglieder des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin. Die bisherige Vorsitzende Prof. Dr. Evelies Mayer hat das Kuratorium nach langjähriger Amtszeit verlassen. Prof. Dr. Günter Stock ist zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt worden. Auf seiner Sitzung am 11. Juli 2006 hat der Akademische Senat Dr. Christina Weiss, Prof. Dr. Manfred Erhardt und Dr. Richard von Weizsäcker als neue Mitglieder des Kuratoriums gewählt. Sie lösen Prof. Dr. Evelies Mayer, Prof. Dr. W. Michael Blumenthal und Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann, ab, die das Kuratorium nach achtjähriger Amtszeit verlassen. Die konstituierende Sitzung des neu zusammengesetzten Kuratoriums fand am Freitag, 22. September 2006, statt. Auf dieser Sitzung ist Prof. Dr. Günter Stock einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt worden.

„Wir freuen uns, gleich vier Sonderprofessuren im neuen Kuratorium beschlossen zu haben“, sagte der neu gewählte Vorsitzende Günter Stock. Es wird eine Professur für Finanzmathematik (in Kooperation mit der Deutschen Bank), für klassische Archäologie (gemeinsam mit dem Wissenschaftskolleg) und zwei Professuren für Nachhaltigkeitsforschung (mit dem Potsdamer Institut für Klimaforschung) geben. Eine davon ist zugleich die erste von zehn geplanten „Alexander-von-Humboldt-Professuren“, die gemeinsam die „Denkwerkstatt der Universität für Zukunftsthemen“, so Humboldt-Präsident Christoph Markschies, bilden werden.

Durch die Berufung von hochrangigen Wissenschaftlern in den wissenschaftlichen Beirat des Naturkundemuseums wird auch dessen weitere Arbeit durch die Humboldt-Universität nachhaltig unterstützt.

Das neue Kuratorium dankt Prof. Dr. Susanne Baer, die am 30. September 2006 ihr Amt als Vizepräsidentin für Studium und Internationales niederlegen wird, für die von ihr geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Das Präsidium der Humboldt-Universität hat nach gemeinsamer Diskussion einstimmig beschlossen, dem Kuratorium Prof. Dr. Uwe Jens Nagel, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät, zur Wahl vorzuschlagen. Das Kuratorium begrüßte es, dass es gelungen ist, Prof. Nagel und damit seine außerordentlichen Organisations-Erfahrungen gewinnen zu können und beauftragte ihn mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Vizepräsidenten für Studium und Internationales, bis die neue Vizepräsidentin, bzw. der neue Vizepräsident gewählt sein wird.

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XML-Tage in Berlin 2006 – ein starker Impulsgeber für Innovationen

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 08:51

Am kommenden Montag, den 25. September 2006, starten die XML-Tage 2006 in Berlin. In Form von Vorträgen, Expertenforen, Tutorials und einer Begleitausstellung dreht sich bis zum 27. September alles um das Thema XML. Mit über 500 angemeldeten Tagesbesuchern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sind die XML-Tage in Berlin die führende deutschsprachige Konferenz zu XML-Technologien. XML steht für „Extensible Markup Language“ und ist die nächste Generation der Internetsprache HTML. Durch den weitverbreiteten Einsatz des Internets in Geschäftsprozessen ist sie als Standardsprache unverzichtbar geworden. Als Integrationstechnologie ermöglicht XML den problemlosen Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Informationssystemen wie Geschäftsdatenverwaltung oder Content-Management-Systemen. Neue Web-basierte Systeme wie Semantic Web, Web Services oder GRID-Technologien werden auf der Grundlage von XML entwickelt und realisiert.

Die XML-Tage in Berlin 2006 nehmen diese Entwicklung auf und bieten sowohl Entwicklern als auch Anwendern das geeignete Forum, sich umfassend über Trends und Standards auszutauschen. Die Veranstaltung beinhaltet eine Konferenz mit zahlreichen Schwerpunktthemen und wird durch zusätzliche Events ergänzt. Neben dem W3C-Tag, mehreren Tutorials und dem Web 2.0 Infotag findet auch in diesem Jahr wieder das XML-Wirtschaftsforum statt. Themenschwerpunkte des Forums mit Fachvorträgen aus der Unternehmenspraxis sind E-Learning und Unternehmensportale. Neu in diesem Jahr ist das Forum E-Justice, das sich an alle – auch potenzielle – Anwender des elektronischen Rechtsverkehrs in der Justiz wendet.

Konferenz:

Die Konferenz auf den XML-Tagen in Berlin leistet einen aktiven Beitrag zur Grundlagenforschung und fördert die Weiterentwicklung zahlreicher XML-Anwendungen. Unter dem Vorsitz von Dr. Rainer Eckstein von der Humboldt-Universität zu Berlin und Professor Robert Tolksdorf von der Freien Universität Berlin ist es gelungen, renommierte Wissenschaftler als Auftaktredner für alle drei Konferenztage zu gewinnen.

„What’s Wrong with the Semantic Web“ fragt Heiner Stuckenschmidt von der Universität Mannheim in seinem Eröffnungsvortrag am ersten Tag der Konferenz. Unter „Semantic Web“ werden eine Reihe von Technologien zur Darstellung und Verarbeitung von Wissen im World Wide Web verstanden. Stuckenschmidt spricht darüber, welche Chancen, aber auch Probleme, in bereits entwickelten Technologien stecken. Insbesondere weißt er darauf hin, dass manche der bisher aufgetretenen Probleme nicht nur technisch, sondern auch konzeptionell bedingt sind.

Über die technischen Hintergründe und die Erfahrung mit sogenannten Folksonomy-Systemen referiert Andreas Hotho von der Universität Kassel zu Beginn des zweiten Konferenztages. „Folksonomy“, ein Kunstbegriff zusammengesetzt aus englisch „folk“ (Leute) und „taxonomy“ (Klassifizierung), bedeutet übersetzt soviel wie „Klassifizierung durch die Leute“. Gemeint sind damit Systeme, die es den Benutzern einer Wissensdatenbank erlauben, Inhalte selbst mit Schlagwörtern zu versehen. Hotho stellt in seinem Vortrag das soziale Lesezeichenverwaltungssystem BibSonomy vor, das seinen Benutzern den einfachen Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis im Netz möglich macht. Entscheidend dafür ist, „algorithmisch den Aufbau von Strukturen ähnlich dem Semantic Web zu unterstützen, die Methoden aber hinter einer einfachen und für den Benutzer leicht verständlichen Oberfläche zu verbergen“.

Ivan Herman vom World Wide Web Consortium (W3C) widmet sich dagegen ganz allgemein Fragen zum Semantic Web. In seiner einleitenden Präsentation am dritten Tag der Konferenz gibt er zunächst einen allgemeinen Überblick über das, was das Semantic Web eigentlich ist. Dabei fokussiert er auf die wichtigsten Problemstellungen und Anwendungsfelder. Sein Ziel ist es, Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu liefern und falschen Vorstellungen vom Semantic Web entgegenzutreten. Zur Veranschaulichung zeigt Herman die Einsatzmöglichkeiten von Semantic-Web-Anwendungen in der realen Welt.

An den ersten beiden Konferenztagen findet im Anschluss an die Auftaktvorträge die Präsentation der eingereichten Beiträge und Poster statt. Aus den zahlreichen Einsendungen hat die Jury 13 Vorträge und 8 Posterpräsentationen ausgewählt. Die Schwerpunkte der Konferenz sind Semantic Web, Web Services und XML und Datenbanken. Das Themenspektrum der vorgestellten Beiträge ist stark auf die Praxis bezogen und reicht von Anwendungen im E-Business über E-Government und E-Health bis hin zu Sprachverarbeitung, Publishing und Content Management. Die Konferenz ist damit ein ideales Forum zum Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse auf dem Gebiet angewandter XML-Technologien.

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