Willkommen bei University-News! Bei uns finden Sie aktuelle Nachrichten aus deutschen Universitäten. Wir danken den angeführten Universitäten für deren freundliche Hilfe.

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September 2006
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27. September 2006

Eine neue Entwicklung von RWTH-Wissenschaftlern macht Zuläufe von Fremdwasser in Kanalsystemen ausfindig

Das Problem liegt hauptsächlich unter der Erde und macht sich meist erst mit einiger Verzögerung unangenehm bemerkbar: Wenn die Rechnung der Abwassergebühren ins Haus flattert. Es geht um Fremdwasser, also unverschmutztes Regenwasser, das nicht in den Boden sickert und sich wieder dem normalen Kreislauf einfügt, sondern in die Kanalisation gelangt. Viele Eifelgemeinden kämpfen mit diesem Problem, da hier die tonschieferhaltigen Schichten im Untergrund das Versickern behindern. Nicht selten benötigen Häuser aus diesem Grund Dränagen und Pumpen, um die Keller trocken zu halten. Fremdwasser mischt sich mit dem originären Inhalt der Kanäle und kann die Menge des Abwassers um das vier- bis neunfache ansteigen lassen. Diese Wassermassen stellen die Klärwerke vor Probleme, da sie für diese Mengen nicht ausgelegt sind und die Reinigung erschweren. Zudem müssen nicht selten Pumpen helfen, topographischen Hürden zu überwinden, was zusätzliche Energiekosten verursacht. Dies sind unter anderem die Gründe dafür, dass einige Eifelgemeinden die Liste der Kommunen mit den höchsten Abwassergebühren im Land anführen.

Diese Entwicklung wollen die Eifelkommunen Schleiden, Nettersheim, Kall und Hellenthal aufhalten und in den kommenden zwei Jahren die Menge des Fremdwassers in den Kanälen reduzieren. Sie haben dazu ein gemeinsames Abwasserbeseitigungs­konzept entwickelt, das vom Umweltministerium des Landes NRW in diesem Jahr mit 15 Millionen Euro gefördert wird. Die gleiche Summe wurde den Kommunen für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

Die Grundlage für eine wirksame Fremdwasserreduzierung ist die genaue Kenntnis, über welche Pfade es in die Kanalnetze gelangt. Sind Undichtigkeiten in öffentlichen Rohrleitungen vorhanden, lassen sich diese in der Regel vergleichsweise leicht lokalisieren. „Die Herausforderung besteht darin, den Fremdwasserabfluss aus den privaten Leitungen grundstückscharf zu erfassen“, erläutert Dr. Friedrich-Wilhelm Bolle. Der Geschäftsführer des Forschungsinstitutes für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW) an der RWTH Aachen weist darauf hin, dass die privaten Leitungen, deren Länge in etwa das zwei- bis dreifache des öffentlichen Netzes entspricht, oft eine wesentliche Quelle für den ständigen Zufluss von Grund- oder Regenwasser in die Kanalisation darstellen. Bei der Suche nach solchen Schwachstellen im System kann ein am FiW entwickeltes Messgerät künftig wichtige Hilfe leisten. Das mit ausgeklügelter Messtechnik bestückte Rohr wird dabei mittels Roboter direkt an der Mündung eines Hausanschlusses in die Kanalisation installiert. Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen dieser Art kommt das Gerät ohne Kabelleitungen aus und misst über einen Zeitraum von zwei oder drei Tagen die durchfließenden Mengen. Gleichzeitig erstellt es ein Diagramm, das die Werte über den Tages- und Nachtverlauf darstellt. Auf diese Weise kann bei der Auswertung festgestellt werden, ob die Mengen dem normalen Verbrauch entsprechen oder permanent zusätzliches Wasser diesen Weg nimmt, weil die Leitung beispielsweise Risse aufweist, durch die Grundwasser eindringt. Die neue Entwicklung der RWTH- Wissenschaftler befindet sich zurzeit in der Prototypphase und wird noch in diesem Jahr im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit der Stadt Ahlen in Westfalen den ersten Praxistest absolvieren.

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Neue Therapien bei Schuppenflechte

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 20:11

MHH-Experten informieren Patienten und Interessierte am 7. Oktober im INI Die Schuppenflechte oder Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die nicht auf die Haut beschränkt bleiben muss. Bis zu 40 Prozent der Betroffenen entwickeln zusätzlich eine Entzündung des Skeletts und des Bindegewebes, es können Schmerzen an Sehnenansätzen, Knochen oder Knochenhaut auftreten. Über neue Therapiemöglichkeiten für diese Erkrankung informieren am Sonnabend, 7. Oktober 2006, Experten der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). “Wir informieren unter anderem über eine neue Medikamentenklasse, die so genannten Biologics. Damit kann man vor allem die mittelschweren und schweren Formen der Schuppenflechte deutlich besser behandeln”, erklärt Professor Dr. Thomas Werfel, Leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Venerologie.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Veranstaltung zu besuchen.

· am Sonnabend, 7. Oktober 2006, · von 14 Uhr bis 16 Uhr · im International Neuroscience Institut (INI), Hörsaal, Rudolf-Pichlmayr-Straße 4, 30625 Hannover

Das Programm bietet unter anderem eine Analyse der Erfahrungen mit “Biologics”, eine Schulung zum Umgang mit der Erkrankung und eine besondere Betrachtung der Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung. Neben den Vorträgen stehen die Ärzte auch zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Ein weiteres Informationsangebot hält die Patienten-Selbsthilfeorganisation Deutscher Psoriasis Bund e.V. bereit. Ursache der Psoriasis ist nach heutiger Auffassung eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Heilbar ist die Erkrankung bislang nicht. Entsprechend groß kann die körperliche aber auch die seelische Belastung sein, zum einen wegen der andauernden Behandlung, zum anderen wegen der sozialen Ausgrenzung, die viele Patienten erfahren. Weitere Informationen gibt Ihnen gern Professor Dr. Thomas Werfel, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Telefon (0511) 9246-276

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Wolfgang Kugler und Lars Maehl über CO2-Handel

Abgelegt unter: Augburg, Universität — info @ 20:10

Am 28. September, heißt es wieder “Weiterbildung am Donnerstag”: Der vierte Vortrag dieser Abendveranstaltungsreihe des Zentrums für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes bzw. des CO2-Handels: Mit Wolfgang Kugler und Lars Maehl zeichnen zwei ausgewiesene Experten den Weg von der EU-Richtlinie zum Emissionsrechtshandel nach. Sie betrachten die allgemeine Funktionsweise, die Bedeutung und die Auswirkungen für Unternehmen. Außerdem stellen sie neben der Marktentwicklung die Verbindung zu anderen Instrumenten des Klimaregimes (Instrumente des Kyotoprotokolls, EU-Linking, Directive) sowie aktuelle Entwicklungen vor. Wolfgang Kugler ist Umweltschutzreferent an der Bayerischen Landesbank, Corporate Services, Team Beteiligungen, Umwelt, PQR in München. Lars Maehl ist als Geschäftsführer der Energy & Commodity Services(r) GmbH in München.

Wie alle Veranstaltungen in der Reihe “Weiterbildung am Donnerstag” findet der morgige Vortrag in der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg (Universitätsstraße 24) statt. Er beginnt um 19.00 Uhr und endet mit einem Stehempfang gegen 22.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bei Anmeldung (siehe unten) ist Platzreservierung möglich.

Im laufenden “kontaktstudium management”-Kursjahr stehen bis Februar 2007 noch vier weitere Vortragsabende mit Referentinnen und Referenten aus Wirtschaft, Forschung, Kunst und Kultur auf dem Programm der Reihe “Weiterbildung am Donnerstag”. Diese Reihe richtet sich Interessierte aller Berufsgruppen, sich mit informativen und spannenden Themen auseinandersetzen und mit den jeweiligen Referentinnen und Referenten ins Gespräch kommen wollen.

“Weiterbildung am Donnerstag” wird unterstützt von der Stadtsparkasse Augsburg und der Schwaba Autohausgruppe. __________________________________

Anmeldung und weitere Informationen

Wolfgang Ullmann Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer, ZWW Telefon: 0821/598-4019, Fax: 0821/598-4213 service@zww.uni-augsburg.de

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Universität Erlangen-Nürnberg bietet Schülern ein Frühstudium an

Ab Oktober 2006 können besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 bis 13 schon vor dem Abitur ein Frühstudium an der Universität Erlangen-Nürnberg beginnen. Aus 14 Fächern können sich die Frühstudierenden ein Begleitprogramm zum Schulunterricht zusammenstellen. Die Nachfrage ist groß: Rund 70 Gymnasiasten besuchen in diesem Wintersemester Vorlesungen und Seminare. Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, begrüßt die ausgewählten Schülerinnen und Schüler am 5. Oktober 2006 um 15.00 Uhr im Senatssaal des Erlanger Kollegienhauses, Raum 1.011, in der Universitätsstraße 15. In der Pilotphase des Frühstudiums von Oktober 2006 bis März 2007 stehen den Schülern Einführungsveranstaltungen und Vorlesungen in vierzehn Fächern offen. Zu den Frühstudienfächern gehören Natur-, Ingenieur- und Sprachwissenschaften sowie die klassischen geisteswissenschaftlichen Fächer, wie zum Beispiel Geschichte und Politik. Auch Schüler mit ausgefallenen Interessen kommen zum Zug: Neben Archäologie wurden auch Theologie, Technische Mechanik oder Chinesische Sprache und Kultur gewählt. Eine Ausdehnung des Frühstudiums auf weitere Studienfächer ist nach dem Ende der Pilotphase ab Mai 2007 geplant. Die drei beliebtesten Studienfächer bei den Bewerbern waren Mathematik, Informatik und Physik, gefolgt von Chemie, Philosophie und Politikwissenschaften. Für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich interessierte sich auch ein Großteil der weiblichen Frühstudierenden.

Die Frühstudierenden können Leistungsnachweise erwerben und Prüfungen ablegen, die bei einem späteren Studium anerkannt werden. In jedem Studienfach steht den Schülern ein Dozent als Ansprechpartner zur Verfügung. Ziel des Frühstudiums ist, motivierte Begabte gemäß ihren Interessen zu fördern und ihnen eine erste Orientierung an der Universität zu ermöglichen. So wird ihnen der Einstieg in das Studium nach dem Abitur erleichtert.

Vor dem Beginn des Frühstudiums müssen die Schüler ein Auswahlverfahren durchlaufen: Die Schulen schlagen der Universität Kandidatinnen und Kandidaten vor, die sich mit überdurchschnittlichen Leistungen für das Frühstudium qualifizieren. Aufgrund eines einseitigen Anschreibens, aus dem die Motivation für die Bewerbung hervorgeht, der Zeugnisnoten und des Lebenslaufes treffen die Koordinatoren des Frühstudiums dann eine Auswahl geeigneter Bewerber. Für die nächste Laufzeit des Frühstudiums im Wintersemester 2007/08 können sich Interessierte ab Mai 2007 bewerben.

Weitere Informationen unter: www.fruehstudium.uni-erlangen.de

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An der TU Chemnitz eröffnen sich den Studierenden künftig neue Möglichkeiten

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 20:08

Ingenieure gelten als eine wesentliche Stütze der Hightech- Gesellschaft. Sie sollen durch Innovationen Wachstum generieren. In Deutschland arbeiten etwa 942.000 Ingenieure in zahlreichen Branchen. Weltweit hat sich der Abschluss des Diplom-Ingenieurs einen Namen gemacht. Mit dem Status und der Qualität dieser Ausbildung steht und fällt die Bedeutung der technikgetriebenen Wirtschaftsnation Deutschland. Doch an dem Fundament der deutschen Ingenieurausbildung wird seit dem Bologna-Prozess zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums kräftig gerüttelt. Zahlreiche Bachelor- und Master-Studiengänge sind auch auf dem Gebiet der Ingenieur- bzw. Technikwissenschaften an den deutschen Hochschulen auf dem Vormarsch. “Der Vorteil dieses Prozesses ist, dass die Ingenieurstudiengänge modernisiert werden”, meint Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes. “Mit der Weiterentwicklung der deutschen Ingenieurausbildung soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungsmöglichkeit der Absolventen gefördert werden. Zudem will man Deutschland als Studienstandort durch die Einführung des neuen Studiensystems für ausländische Studierende attraktiver machen”, erläutert der Rektor. Auch an der Technischen Universität Chemnitz werden seit den letzten Jahren die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge eingeführt. Im Wintersemester starten beispielsweise die Studiengänge Automobilproduktion, Media Production und Sports Engineering. Bisher überzeugte die deutsche Ingenieurausbildung durch die Kombination der Grundlagenblöcke Mathematik, Naturwissenschaft und Technik sowie durch die Vermittlung von anwendungsbezogenem Basiswissen, das dem Absolventen die erforderliche anfängliche Berufsfähigkeit verleihen soll. Zum Markenzeichen gehören darüber hinaus das Betriebspraktikum und die Abschlussarbeit. Die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse greifen diesen hohen Qualitätsstandard auf. Eine zunehmende Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen in der Praxis des Ingenieurs erfordert auch im Studium mehr Interdisziplinarität. So zeichnet sich das Bachelor-Studium in den Ingenieurwissenschaften durch ein fundiertes Grundlagenstudium mit Anwendungsorientierung aus. Ein betriebliches Praktikum wird empfohlen. Von der deutschen Wirtschaft wird der Bachelor of Engineering bzw. Bachelor of Science als berufsbefähigender und vollwertiger akademischer Abschluss anerkannt. Laut Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) wählt die Mehrheit der Bachelor-Absolventen im Ingenieurbereich in vielen Ländern sogar den direkten Einstieg in den Beruf, so dass lange Studienzeiten oftmals eine Seltenheit sind.

Das Masterstudium dient der Spezialisierung der Studenten in Richtung Forschung beziehungsweise Praxis. “Der moderne Ingenieur muss neben dem fachlich-methodischen Wissen auch über Managementfähigkeiten sowie über soziale und persönliche Kompetenzen verfügen”, erklärt der Bologna-Beauftragte an der TU Chemnitz, Sven Hardersen. Als einen Vorteil der Weiterentwicklung des Ingenieurstudiums führt er die Möglichkeit an, die Wahl eines Studienganges zeitnah an die Gestaltung persönlicher Karriereziele knüpfen zu können. “Wer zum Studienbeginn sein Berufsziel genau vor Augen hat, kann ein konsekutives - also aufbauendes - Bachelor-Master-Studium aufnehmen. Und wer sich aufgrund von eigenen Erfahrungen im Beruf für einen karrierespezifischen Weiterbildungsmaster interessiert, wird dazu auch an der TU Chemnitz lebenslang Angebote finden”, so Hardersen. Die neuen Studiengänge eröffnen damit gänzlich neue Möglichkeiten.

Doch der Nachwuchs in den Technikwissenschaften und qualifizierte Fachkräfte lassen seit längerem auf sich warten, klagen Wirtschaftsunternehmen. Die Prognosen des VDI versprechen allerdings Besserung. Wurden für das Jahr 2006 noch etwa 73.800 Studienanfänger im Ingenieurwesen prognostiziert, soll die Zahl bis 2010 auf rund 75.100 Studienanfänger ansteigen. Die Einführung der Masterstudiengänge blieb hier allerdings unberücksichtigt und dürfte sich weiterhin positiv auswirken, da die Gefahr eines Studienabbruchs durch die Zweiteilung des Studiums verringert wird. Das dürfte die Unternehmen in der Wirtschaftsregion Chemnitz- Zwickau dennoch nicht sonderlich beruhigen, denn allein hier wird in den Branchen Maschinenbau, Metall, Fahrzeug und Textil laut einer aktuellen Studie ein zusätzlicher Bedarf von etwa 10.400 Fachkräften einschließlich Hochschulabsolventen bis 2010 prognostiziert.

An der TU Chemnitz sollen bis zum Jahr 2007 alle Studiengänge an das neue Studiensystem angepasst werden. Inwiefern sich diese Umstellung auf die Zahl der Immatrikulationen in den Technikwissenschaften auswirkt, ist noch unklar. “Das derzeitige Einschreibungsverhalten in die neuen Studiengänge stimmt uns jedoch optimistisch”, meint Prof. Matthes. Die TU Chemnitz verfolge schon seit Jahren das Ziel, besonders frühzeitig junge Menschen für ein technisches Studium zu begeistern - zum Beispiel durch den bundesweiten Schülerwettbewerb “RoboKing”. Die Faszination Technik bereits bei Schülern zu wecken, sei jedoch auch eine Aufgaben der Schulen selbst und der Wirtschaft. Hier wünscht sich der Chemnitzer Rektor auch in seiner Region noch viel mehr Aktivitäten.

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Anette Leopold verlässt die Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz mit zweifach prämierter Diplomarbeit

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 20:02

Maschinenbau heißt Bewegung, Bewegung erzeugt Reibung und Reibung bedeutet Verschleiß. Diesen in Grenzen zu halten und damit die Lebens- und Standzeit eines Bauteils zu erhöhen, ist das Ziel des Verschleißschutzes, dem Anette Leopold ihre Diplomarbeit widmete. Die an der Professur für Verbundwerkstoffe der TU Chemnitz entstandene Arbeit trägt den Titel “Korrelationen zwischen Werkstoffstrukturen und tribologischem Verhalten am Beispiel von Nickel basierten Schichten”, wobei Tribologie als Fachbegriff für Reibungslehre steht. Sie befasst sich mit der Analyse galvanisch und chemisch abgeschiedener Nickel- und Nickeldispersionsschichten und stellt deren Verschleißeigenschaften vergleichend dar, um den jeweils besten Werkstoffaufbau für eine hohe Beständigkeit zu finden. Die Maschinenbauerin, die sich im Hauptstudium in Richtung Beschichtungstechnik spezialisiert hat, untersuchte in ihrer Diplomarbeit vordergründig die Wirkung des Ultraschalls auf das Einbauverhalten von Partikeln im Nanometerbereich, der für die heutige Entwicklung immer kleinerer vor allem elektronischer Bauteile interessant ist. Derartige Bauteile kommen beispielsweise in Lagern, mikromechanischen Bauelementen oder hochpräzisen Schneidewerkzeugen zum Einsatz. “Dieses Gebiet hat einen hohen Forschungsbedarf”, weiß die Diplomandin. Ihr Engagement auf diesem Gebiet und die Qualität von Anette Leopolds Diplomarbeit überzeugten nun gleich zwei unabhängige Gremien von der Preiswürdigkeit der Schrift. So erhält Anette Leopold sowohl von der Gesellschaft für Tribologie als auch von der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik in diesem Monat auf deren Fachtagungen eine Auszeichnung. Beim Entgegennehmen der mit 1.000 und 1500 Euro dotierten Preise ist durchaus etwas Eile geboten, denn die Termine liegen mit dem 26. September 2006 in Göttingen und dem 27. September in Bonn zeitlich dicht beieinander.

Prof. Dr. Bernhard Wielage, der gemeinsam mit Dr. Thomas Lampke die Diplomarbeit betreute, spart nicht mit Lob: “Die Arbeit zeigt Lösungsansätze zur Abscheidung von Nanokompositen sowie Zusammenhänge zwischen Abscheidungsbedingungen, Mikrostruktur und Verschleißverhalten. Die dazu erforderlichen werkstoffkundlichen Untersuchungen hat Anette Leopold hervorragend gemeistert. Dies ist eine logische Folge ihres fleißigen und intensiven Studierens”, meint Prof. Wielage. Auch auf beruflichen Wegen kommt die junge Frau mit ihrem hervorragenden Diplom voran und hat mittlerweile eine Anstellung beim Chipriesen AMD.

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Plattform für junge Agrarwissenschaftler

Abgelegt unter: Hannover, Leibniz-Universität — info @ 20:01

Projekt YPARD wird durch Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit gefördert Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und die Leibniz Universität Hannover haben einen Vertrag zur Förderung des Projektes YPARD unterzeichnet. Die Plattform für junge Wissenschaftler in landwirtschaftlicher Forschung und Entwicklung (Young Professionals` Platform for Agricultural Research for Development - YPARD) soll den Informationsaustausch fördern und Anwendern aktuelle Forschungsergebnisse leichter zugänglich machen. Weiteres ist im Internet unter www.ypard.org einsehbar.

“Agrarwissenschaftliche Forschung kann sich nicht nur im Labor abspielen”, so YPARD-Koordinator Dr. Balasubramanian Ramani vom Institut für Botanik, “insbesondere junge Wissenschaftler haben hier das Potenzial, alle Beteiligten in der Prozesskette - vom Bauern über die Entscheider bis hin zu den Experten - an einen Tisch zu holen und ihre Interessen zu diskutieren.”

Daher stieß bereits die erste Projektidee zu YPARD von Dr. Ramani im April 2005 auf großes internationales Interesse. Mittlerweile arbeitet eine Kerngruppe von sechs Personen aus fünf Ländern an dem Aufbau von YPARD, 1.000 Personen sind als Interessierte registriert. Gestützt wird das Projekt durch die GFAR (Global Forum on Agricultural Research), einer Organisation der Vereinten Nationen. Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit stellt nun eine erste Förderung für drei Jahre in Höhe von 195.000 Euro zur Verfügung. Die Leibniz Universität Hannover kofinanziert das Projekt.

“Es geht darum, die Forschung auch auf das Feld zu bekommen”, so Prof. Bernhard Huchzermeyer, Direktor des Instituts für Botanik, “und die Leute mit Ideen mit den Leuten mit Erfahrung zusammenzubringen.” Nur so seien wesentliche Fortschritte im Bereich der Agrarwissenschaften realisierbar. Daher sei insbesondere die Initiative der jungen Nachwuchswissenschaftler ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Leibniz Universität Hannover zeichnet sich im Bereich Landwirtschaft und Pflanzenbiotechnologie durch moderne Studienangebote und einen hohen Anteil internationaler Studierender aus. Sie unterhält weltweit Forschungs- und Ausbildungspartnerschaften, die sie YPARD zur Verfügung stellt. Mit der Hilfe neuer Partner sollen diese Kontakte zu Gunsten der Weitergabe von Know-how an die Anwender weiter ausgebaut werden.

In den kommenden Jahren sollen aktuelle Forschungsergebnisse in Sommerschulen an den Partner-Universitäten von YPARD vorgestellt werden. International anerkannte Spezialisten werden aus ihrer Arbeit berichten. Delegationen von Studierenden und Anwendern werden eingeladen, sich zu beteiligen. Hannoversche Studierende werden davon profitieren, dass sie führende Fachleute kennen lernen und dass sie neben der Grundlagenforschung auch über die Umsetzung der Resultate an aktuellen Beispielen diskutieren können. Durch diese Initiative bietet die Universität ihren Studierenden einen Einblick in die Arbeit internationaler Organisationen und praxisnahe, problemorientierte Forschung.

Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Dr. Balasubramanian Ramani vom Institut für Botanik unter Telefon +49 511.762-4045 oder per E-Mail unter
balasub@botanik.uni-hannover.de oder coordinationunit@googlemail.com gern zur Verfügung.

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RWTH Zertifikatkurs “Industrielles Dienstleistungsmanagement”

“Fundiertes Wissen - Praxisbezogene Lösungen - Konkretes Handeln”

Dienstleistungsmanagement ist nicht mehr nur ein Trend innerhalb der Unternehmensführungen, vielmehr entwickelt es sich zum entscheidenden Erfolgsfaktor der Firmen. Durch entsprechende Dienstleistungspakete können sich deutsche Unternehmen Chancen erobern, die ihnen auch im internationalen Vergleich einen Wettbewerbsvorteil bieten. Die Devise lautet “Umsatzsteigerung durch integrierte Dienstleistungen”.

Durch eine Zusammenarbeit mit Dozenten aus Unternehmenspraxis und Forschung werden im RWTH Zertifikatkurs “Industrielles Dienstleistungsmanagement” vom 16. bis 18. November und 30. November bis 02. Dezember den Teilnehmern Grundlagen, Perspektiven und Anreize zu vermittelt, um eigene Lösungen für und mit dem Kunden entwickeln zu können. Vertreten sind führende Unternehmen wie z.B. Siemens AG, DB Netz AG und Robert Bosch GmbH sowie renommierte Hochschulen wie die Universität St. Gallen. Der Kurs richtet sich an Fach- und Führungskräfte für das Management industrieller Dienstleistungen. Die Teilnehmer schließen mit einem Zertifikat der RWTH Aachen ab.

Im Seminar werden wesentliche Erfolgsfaktoren für ein gelungenes Dienstleistungsmanagement behandelt wie etwa:
· Werkzeuge der Strategieplanung und Geschäftsmodellentwicklung,
· Marketing und Pricing von Dienstleistungen,
· Entwicklung neuer Dienstleistungen,
· Prozessmanagement der Dienstleistungserbringung,
· Kooperation und Internationalisierung,
· Human-Resource-Management für industrielle Dienstleister,
· Kennzahlenbasierte Management- und Führungskonzepte,
· Systeme zur effizienten Auftragsabwicklung industrieller Dienstleistungen

Workshops, Teamarbeiten und eine Unternehmenssimulation ermöglichen die praktische Erarbeitung der Theorien im Vortrag. Die Anwendung und Weiterentwicklung des Erlernten erfolgt außerdem in der Vorstellung von Erfahrungen und Best-Practices aus der Industrie.

Zusammen mit dem Organisationspartner RWTH International Academy, der Weiterbildungsakademie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und dem Forschungsinstitut für Rationalisierung e. V. (FIR) haben sich zwei erfahrene Partner zusammengeschlossen, die den Zertifikatkurs “Industrielles Dienstleistungsmanagement” praxisnah und dem Thema entsprechend kundenorientiert organisieren und durchführen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rwth-academy.de/dienstleistungsmanagement.htm

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Lesen in der Mediengesellschaft - Pädagogisches Forum Praxis tagt an der Leibniz Universität Hannover

Abgelegt unter: Hannover, Leibniz-Universität — info @ 19:58

Wer gut lesen kann, kann auch gut lernen - und zwar nicht nur aus Büchern. Beim diesjährigen Pädagogischen Forum Praxis am Donnerstag, 28. September 2006 von 8 bis 16.15 Uhr in der Leibniz Universität Hannover, Bismarckstraße 2, 30176 Hannover geht es um Anregungen zur Förderung der Lesemotivation und der Basiskompetenz “Leseverständnis”, sowie um die veränderte Medienwelt der Kinder. In zwei Vorträgen und 22 Arbeitsgruppen werden die vielfältigen Aspekte der Lesekompetenz und Lesemotivation sowie der Medienerfahrungen heutiger Kinder und Jugendlicher dargestellt und es gibt Anregungen für die praktische Unterrichtsarbeit aller Schulformen. Das Pädagogische Forum Praxis richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Erzieherinnen und Erzieher sowie an ehrenamtlich in der Leseförderung tätige Erwachsene und interessierte Eltern. Nähere Informationen gibt es unter: www.akademiefuerlesefoerderung.de. Veranstaltet wird die Tagung von der Philosophischen Fakultät und der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung der Leibniz Universität Hannover sowie der Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek.

Das Programm umfasst zwei Vorträge:

Medienverwahrlosung als Ursache von Schulversagen und Jugenddelinquenz (9.15 bis 10.15 Uhr)
Matthias Kleimann, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen

Lesen in der Mediengesellschaft. Instanzen und Prozesse der Lesesozialisation (10.30 bis 11.30 Uhr)
Prof. Dr. Bettina Hurrelmann, Aleki - Arbeitsstelle für Leseforschung und Kinder- und Jugendmedien an der Universität Köln

In den 22 Workshops von kompetenten Referentinnen und Referenten der Stiftung Lesen, der Akademie für Leseförderung, der Universitäten in Hannover und Erfurt geht es um vielfältige Aspekte der schulischen und außerschulischen Förderung von Lesemotivation und Lesekompetenz und um die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen, also auch etwa um Computerspiele und Gefährdungspotenziale des Internets.

Neben einer Verlagsausstellung, einem Markt der Möglichkeiten mit beispielhaften Projekten wartet auch das Meike-Mobil der Stiftung Lesen vor der Universität auf Besucher, die sich über ein Recycling-Projekt informieren möchten, dessen Erlös Anschaffungen in Schulen, KiTas und Bibliotheken ermöglicht.

Als Kooperationspartner treten die Landesschulbehörde Abteilung Hannover, Regionale Fortbildung, der Verband Nordwestdeutscher Zeitungsverlage e.V, und die Niedersächsische Landesmedienanstalt auf.

Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Ulrike Buchmann von der Akademie für Leseförderung, unter Telefon +49 511.1267 308 oder per Mail unter ulrike.buchmann@gwlb.de gern zur Verfügung.

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Beraten und gekauft - mit Erfolg auf den Markt

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 19:57

Partner des Forschungsprojektes “Organisationsberatung - Importgut oder Exportschlager für deutsche Unternehmen” laden zur Tagung nach München ein Die Unternehmens- bzw. Organisationsberatung ist eine zentrale Institution des Wissenstransfers. Anders als andere Felder wissensintensiver Dienstleistung war sie jedoch bisher selten Gegenstand empirischer Forschung. Das Projekt “Organisationsberatung - Importgut oder Exportschlager für deutsche Unternehmen”, in dem Wissenschaftler der TU Chemnitz, der Universität Oldenburg und des Soziologischen Forschungsinstitutes Göttingen mit Praxispartnern zusammenarbeiten, widmet sich deshalb seit Februar 2006 intensiv diesem Themengebiet. Gefördert wird dieser Forschungsverbund vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Erste Projektergebnisse sowie bisherige Erfahrungen aus der Beratungspraxis werden am 2. und 3. November 2006 während einer Tagung im Intercity-Hotel München vorgestellt. Diese Veranstaltung richtet sich besonders an Berater, Führungskräfte, Personal- und Organisationsentwickler, Projektleiter, Trainer und Wissenschaftler. Referenten aus der Beratungspraxis, den Verbänden, von Beratungsanwendern und aus der Wissenschaft diskutieren folgende Fragen mit den Tagungsteilnehmern: Welche neuen Beratungskonzepte und Interventionsansätze etablieren sich auf den Märkten? Welche Entwicklungen zeichnen sich in der Frage der Evaluierung von Beratungsleistungen ab? Welche Ansätze gibt es, die Professionalisierung von Beratung und von Klienten sowie die Transparenz des Beratungsmarktes zu fördern? Wie steht es um die internationale Konkurrenzfähigkeit, Vermarktbarkeit und Besonderheit der Beratungsangebote deutscher Unternehmen in einem von US-Unternehmen dominierten Weltberatungsmarkt? Welche Chancen ergeben sich speziell im Rahmen der europäischen Integration in den mittel- und osteuropäischen Ländern? Angesichts dieser Fragestellungen erwarten die Organisatoren der Tagung, Prof. Dr. Manfred F. Moldaschl (Technische Universität Chemnitz), Dr. Michael Faust (Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen e.V.) und Juniorprofessor Dr. Michael Mohe (Universität Oldenburg), einen spannenden Diskurs zwischen Wissenschaftlern und Praktikern.

Informationen zur Tagung und zum Forschungsprojekt können über http://www.obie-beratungsforschung.de abgerufen werden. Weitere Infos erteilt Annett Schmidt von der Professur Innovationsforschung und nachhaltiges Ressourcenmanagement der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 33 959, E-Mail annett.schmidt@wirtschaft.tu- chemnitz.de.

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