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29. September 2006

Chemnitzer Produktionstechniker setzen Maßstäbe

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 15:48

50 Jahre Institut für Werkzeugmaschinen - Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Dr. Thomas de Maiziére, und Prof. Dr. Matthias Kleiner, designierter Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, referieren auf der Festveranstaltung am 13. Oktober 2006 Das heutige Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der Technischen Universität Chemnitz, das von Prof. Dr. Reimund Neugebauer geleitet wird, lädt am 13. Oktober 2006 anlässlich seines 50-jährigen Gründungsjubiläums zu einer Festveranstaltung nach Chemnitz ein. Mehr als 600 Absolventen, Promovenden, ehemalige Mitarbeiter und Wegbegleiter werden erwartet. Den Festvortrag hält der Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Dr. Thomas de Maiziére. Zum Thema “Ingenieurwissenschaftliche Exzellenz in Forschung und Innovation” spricht Professor Matthias Kleiner, designierter Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Anschluss referiert Prof. Neugebauer zu “Perspektiven der Produktionstechnik”.

In Chemnitz, dem mitteldeutschen Maschinenbauzentrum, hat die Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet Werkzeugmaschinenkonstruktion eine lange Tradition: Im Jahre 1956 gründete Prof. Dr. Horst Berthold an der damaligen Hochschule für Maschinenbau das Institut für Werkzeugmaschinen. Seit dieser Zeit haben über 1.500 Studierende ein Diplom auf dem Gebiet Werkzeugmaschinen erworben. Mehr als 130 Promovenden verteidigten ihre Graduiertenschrift zum Doktor-Ingenieur bzw. zur Habilitation.

Die Geschichte des Instituts ist eng verbunden mit den Professoren Rudolf Piegert, Eberhard Herling und Rolf Wätzig. Seit 1993 leitet Professor Neugebauer die heutige Professur für Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik. Unter seiner Initiative erfolgte im Jahr 2000 die Gründung des Hochschulinstituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse, dessen Direktor er seit dem ist. In Personalunion ist er Leiter des Chemnitzer Fraunhofer- Institutes für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Der so gebildete Institutsverbund erzeugt wertvolle Synergien und stellt ein wichtiges wissenschaftliches Zentrum des Maschinenbaus in Mitteldeutschland dar.

Die Aktivitäten des Institutes für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse orientieren sich an den Bedürfnissen des Marktes und der Notwendigkeit, Innovationspotenziale frühzeitig zu erkennen und für die Industrie nutzbringend zu erschließen. Neben grundlegenden Themenstellungen aus den Bereichen Konstruktion, Simulation und Eigenschaftsanalyse zur Verbesserung von Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit der Werkzeugmaschinen wurde in der jüngeren Vergangenheit ein besonderer Schwerpunkt auf den Einsatz und die Weiterentwicklung von Methoden der Virtuellen Realität in der Produktionstechnik gelegt. Die Hinzunahme der Umformtechnik in Forschung und Lehre setzt weitere Schwerpunkte mit Blick auf die Automobil- und Zulieferindustrie.

Die enge Verbindung von ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und industrieller Praxis in der studentischen Ausbildung, eine international beachtete Grundlagen- und angewandte Forschung sowie eine moderne Ausstattung sind die Grundlagen für einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft. Unterstützt wird dieser Prozess durch die Integration in das internationale und nationale Netzwerk der Forschungseinrichtungen, durch die internationalen Partnereinrichtungen und nicht zuletzt auch durch die regionalen Verflechtungen mit der Industrie. Dies kommt den Kooperationspartnern in den Forschungsprojekten und auch den Studierenden zugute.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse, Telefon (03 71) 5 31 - 23 500, Fax (03 71) 5 31 - 23 509, E-Mail wzm@mb.tu-chemnitz.de , http://www.tu- chemnitz.de/mb/iwp

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Elementarisierung im Schulbuch

Abgelegt unter: Augburg, Universität — info @ 15:45

Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für historische und systematische Schulbuchforschung e. V. am 6. und 7. Oktober 2006 im Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen Unter der Leitung von Prof. Dr. Eva Matthes, Ordinaria für Pädagogik an der Universität Augsburg, veranstaltet die “Internationale Gesellschaft für historische und systematische Schulbuchforschung e. V.” in diesem Jahr ein Fachsymposion zu dem Thema “Elementarisierung im Schulbuch”. Am 6. und 7. Oktober treffen sich Schulbuchforscherinnen und -forscher aus Belgien, Deutschland, Österreich, Polen, der Schweiz und Serbien im Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen, um der Frage nachzugehen, wie sich die Unterrichtsinhalte im Schulbuch so elementarisieren und vereinfachen lassen, dass sie von Kindern und Jugendlichen sowie von Erwachsenen vor dem Hintergrund der jeweiligen spezifischen Aneignungsvoraussetzungen verstanden und gelernt werden können.

Folgende Fragestellungen sollen u. a. die Tagung leiten: Wie wird das jeweilige Schulbuchwissen generiert? Welche Prinzipien und Verfahren der didaktischen Reduktion werden in quantitativer und qualitativer Hinsicht verwendet? Welchen Einfluß haben der wissenschaftliche und der gesellschaftliche Diskurs auf Verfahren der Elementarisierung? Wird das eigene Verfahren reflektiert? Ist die jeweilige Elementarisierung dem Unterrichtsstoff sowie der jeweiligen Zielgruppe angemessen? Gibt es Grenzen der Elementarisierung? Lassen sich Qualitätskriterien für gelungene didaktische Reduktionen entwickeln?

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AgricolaFORUM: Neue Sicht auf ein Universalgenie

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 15:44

Dr. Marcus Popplow von der BTU Cottbus präsentiert am 12. Oktober 2006 seine Sicht auf den Renaissance-Ingenieur Leonardo da Vinci Die Veranstaltungsreihe des AgricolaFORUMs geht in eine neue Runde. Am 12. Oktober 2006 wird Dr. Marcus Popplow vom Lehrstuhl Technikgeschichte an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus als Referent zum Thema “Neue Sicht auf Leonardo da Vinci” erwartet. Popplows Vortrag beginnt um 20 Uhr im Veranstaltungszentrum “Altes Heizhaus” der TU Chemnitz, Straße der Nationen 62 (Innenhof). Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Zum Thema: Leonardo da Vinci war Maler, Bildhauer, Architekt und Naturwissenschaftler in einem und er verstand es, Kunst und Naturwissenschaften auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden. Doch wenn man glaubt, über Leonardo da Vinci sei schon alles bekannt oder gesagt, dann täuscht man sich. Zwar wurde in den letzten beiden Jahrzehnten erstaunlich wenig zu diesem berühmtesten Vertreter der Renaissance-Ingenieure geforscht, dennoch erlauben neue Perspektiven jetzt eine präzisere Einordnung seines Schaffens in die Wissenschafts- und Technikgeschichte. Sie zeigen nicht nur theoretische Ansätze und die praxisnahe Durchdringung technischer Probleme, sondern lassen auch erkennen, inwiefern Leonardo als Meister der neuen Medien seiner Zeit zu verstehen ist. Aus dieser Sicht lohnt sich schließlich auch ein Vergleich mit dem sächsischen Montanexperten Georgius Agricola. Denn in ihrer unterschiedlichen Nutzung der Medien ihrer Zeit werden die spezifischen Leistungen zweier herausragender technischer Spezialisten der Renaissance gut erkennbar.

Das Agricola-Forum im Internet: http://www.agricolaforum.de

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Friedrich Naumann, E-Mail friedrich.naumann@phil.tu-chemnitz.de und Dr. Marcus Popplow, Telefon (03 55) 69 37 07, E-Mail popplow@tu-cottbus.de.

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Mit Schulheftcomics für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 15:43

Greifswalder und ungarische Unfallforscher starteten Aufklärungskampagne in Nordvietnam

Greifswalder und ungarische Unfallforscher haben im September offiziell den Startschuss für eine Aufklärungskampagne für mehr Sicherheit im vietnamesischen Straßenverkehr gegeben. Dafür wurden an allen Grundschulen in der nördlichen Provinz Thai Binh kostenlos Schulhefte mit dem Logo der Initiative und kleinen Comicgeschichten verteilt. Parallel dazu wurden am dortigen Universitätsklinikum erstmals Notfallkurse mit europäischen Medizinern angeboten, die jetzt regelmäßig stattfinden. Bereits im Frühjahr wurde mit der standardisierten Erfassung der Unfalldaten begonnen. Im kommenden Jahr ist geplant, vier jungen vietnamesischen Ärzten ein praktisches Forschungsjahr am Universitätsklinikum Greifswald zu ermöglichen.

Durch den Aufbau einer modernen Unfallversorgung, in Verbindung mit einer umfassenden Verkehrserziehung, soll den verheerenden Verletzungszahlen und Todesfällen im vietnamesischen Straßenverkehr entgegengewirkt werden. Das Vorhaben mit dem Titel SAVE (Study and prevention measures on Accidents in Vietnam and Europe) mit einem finanziellen Gesamtvolumen von 400.000 Euro wird durch das ASIA-Link-Programm der Europäischen Kommission gefördert. Das Projekt unter Federführung von Prof. Axel Ekkernkamp, Inhaber des Erwin-Payr-Lehrstuhles in Greifswald und Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin, und in Kooperation mit der Universität Pecs sowie der Universität Thai Binh soll perspektivisch auf ganz Vietnam ausgedehnt werden. Ganz maßgeblich wir hierbei auf das Know-how der Unfallforschung Greifswald zurückgegriffen.

Das Gesamtprojekt orientiert sich an einer gewissen Nachhaltigkeit. „Wir wollen kein Strohfeuer entfachen, sondern eine langfristige Wirkung erzielen“, unterstrich der Greifswalder Unfallforscher und Chirurg Dr. Gerrit Matthes. Deshalb wird jeder Schritt mit den vietnamesischen Partnern vor Ort akribisch vorbereitet. Gemeinsam mit Werbestrategen aus dem aufstrebenden asiatischen Land wurde eine Comicserie für Schulhefte sowie ein spezielles SAVE-Logo entwickelt. Während das Logo als personifizierter Helm überall auftaucht, sollen Schülern anhand des populären Comic-Formats Verhaltensregeln für den Straßenverkehr vermittelt werden. Zusätzlich wurden erstmals in Vietnam T-Shirts und Basecaps mit Leuchtstreifen verteilt. „Über die Aktionen an den Grundschulen, die durch Verkehrsunterricht ergänzt werden, wollen wir auch die in der Regel noch sehr jungen Eltern erreichen.“ Nach Auswertung einer repräsentativen Befragung zum Medienverhalten jüngerer Zielgruppen werden die Aufklärungsmaßnahmen nochmals spezifischer intensiviert. „Es geht darum, über die am häufigsten genutzten Informationskanäle wie Straßenlautsprecher, Fernsehen oder Internet vor allem die Hauptgruppe der jugendlichen Zweiradfahrer zu erreichen und für das Tragen von Helmen im Straßenverkehr zu werben“, so Matthes weiter.

Ein zweiter wesentlicher Schwerpunkt liegt in der Entwicklung der Notfall- und Intensivmedizin. „Hier stehen wir in Vietnam ganz am Anfang und wollen unser europäisches Wissen der Unfallforschung einbringen.“ Das umfasst die sowohl allgemeine vorklinische Unfallkurse mit dem Grundwissen der ersten Hilfe als auch die Erstversorgung am Unfallort, den zügigen Transport von Unfallverletzten sowie die fachgerechte notärztliche Aufnahme und Behandlung im Krankenhaus. „Ein effektives Unfallversorgungssystem ist die Grundvoraussetzung, um Menschenleben zu retten.“

Bei dem letzten Vor-Ort-Besuch des Ärztlichen Direktors und Vorstandsvorsitzenden des Uniklinikums Greifswald, Prof. Dr. med. Claus Bartels, Mitte September wurde zudem eine Zusatzvereinbarung zwischen den Universitätsklinika Thai Binh und Greifswald abgeschlossen. Anfang des kommenden Jahres werden vier vietnamesische Ärzte am Ryck erwartet, die in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wissenschaftlich arbeiten können. „Mit dieser Eigeninitiative wollen wir unsere traditionsreichen Verbindungen nach Vietnam ausbauen und einen verstärkten wissenschaftlichen Austausch anregen“, erklärte Bartels.

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40 Jahre Christliche Publizistik in Erlangen

Festveranstaltung mit Vorträgen über Theologie in den Medien
Wie erscheinen Seelsorge, Diakonie und Religionspädagogik im Spiegel der Medien? Können Film, Rundfunk, Internet und Fernsehen theologische Inhalte transportieren? Und wie beeinflussen sich Religion und Medien gegenseitig? Diesen Fragen gehen die Wissenschaftler der Abteilung Christliche Publizistik der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg auf den Grund. Am 9. und 10. Oktober 2006 feiert die Abteilung mit Förderern, Wissenschaftlern und Medienvertretern ihr 40-jähriges Bestehen. Den Festvortrag am 9. Oktober 2006, um 19.30 Uhr im Wassersaal der Orangerie, hält der ehemalige Direktor der Evangelischen Akademie Nordelbien, Wolfgang Teichert. Er spricht über das Thema *Wahrnehmungen zwischen Theologie und Publizistik”.

Die Abteilung Christliche Publizistik in Erlangen hat sich in den vergangenen Jahren als eine interdisziplinäre Handlungswissenschaft der Theologie etabliert. Sie versteht sich als Verbindung zwischen Kommunikationswissenschaften, Journalistik, Ethik und praktischem Journalismus. Die Überzeugung, dass sich Kirche und Theologie mit der modernen Mediengesellschaft auseinandersetzen müssen, ist die Grundlage von Forschung und Lehre in der Abteilung Christliche Publizistik in Erlangen.

Rund einhundert Studierende aus allen geisteswissenschaftlichen Fakultäten besuchen an der deutschlandweit einmaligen Einrichtung Vorlesungen und Seminare. Medienverantwortliche und Journalisten aus den Bereichen Print, Radio und TV bringen den Studierenden der Christlichen Publizistik in kleinen Gruppen das journalistische Handwerk bei. Bei der journalistischen Praxis stehen ethische Perspektiven im Mittelpunkt. So bilden die Lehrbeauftragten der Christlichen Publizistik Studierende mit Gespür für die ethischen Dimensionen des Fachs Publizistik aus.

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Eröffnung der neuen Notfallambulanz in Erlangen

Kopfklinikum hat eine neue Notfallambulanz Nach zehnwöchiger Umbauzeit wird die neue Notfallaufnahme am *Kopfklinikum” des Universitätsklinikums Erlangen in der Schwabachanlage 6, heute, am 29. September 2006, durch den Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Rolf Sauer, eröffnet. Der volle Betrieb der größten Notfallambulanz für die *Kopffächer” in Mittelfranken wird ab dem 16. Oktober 2006 aufgenommen.

Die zentrale Notaufnahme wird als Anlaufstation für alle Notfälle der Fachgebiete Augenheilkunde, Neurochirurgie, Neurologie und Psychiatrie eingerichtet. Sie ist im Schichtdienst rund um die Uhr - auch am Wochenende - mit Ärzten und Pflegekräften besetzt. So können akut erkrankte Patienten direkt untersucht und von der entsprechenden Fachabteilung weiterbehandelt werden. Die Notfallambulanz liegt im Erdgeschoss Tür an Tür mit den Diagnostik-Bereichen, so dass Patienten sofort mit modernsten Verfahren untersucht und gezielt therapiert werden können. Ebenfalls nur wenige Meter von der neuen Notaufnahme entfernt liegen die Operationssäle der Neurochirurgie (Direktor: Prof. Dr. Michael Buchfelder). Augenklinik (Direktor: Prof. Dr. Friedrich Kruse) und Psychiatrie (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber) sind direkt erreichbar.

Der mehr als 500.000 Euro teure Umbau unter der Regie des Dezernats Gebäudewirtschaft am Uni-Klinikum (Leiter: Robert Stark) war notwendig, um eine optimale Notfallversorgung der *Kopf”-Patienten im Großraum Erlangen/Fürth zu gewährleisten. Kurze Wege und eine direkte Anlaufstelle für Notärzte und Rettungsdienste waren in der Vergangenheit ein Problem, das nun durch eine moderne Notfallambulanz auf 320 qm Fläche mit drei Behandlungsräumen, einem Schockraum, Leitstelle, Büro und Warteraum gelöst wurde. Insbesondere für die geplante Vergrößerung der Schlaganfall-Einheit der Neurologischen Klinik (Leiter: Prof. Dr. Stefan Schwab) von derzeit fünf auf 14 Betten ist die neue Notfallaufnahme ein wesentlicher Bestandteil zur optimierten Versorgung akuter Schlaganfallpatienten. Prof. Schwab und der Leiter der Schlaganfallstation und Notfallaufnahme, Prof. Dr. Peter Schellinger, möchten am Uni-Klinikum Bayerns führendes Schlaganfallzentrum etablieren.

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SFB-Symposium über die molekulare Architektur von Metallkomplexen in Erlangen

Effiziente Katalysatoren für Umwelt und Technik Rund 140 Wissenschaftler treffen sich vom 4. bis zum 7. Oktober 2006 auf dem zweiten Symposium des Sonderforschungsbereichs 583 (SFB 583) in Erlangen, um sich über das Thema *Redoxaktive Metallkomplexe - Reaktivitätssteuerung durch molekulare Architekturen” auszutauschen. Der seit 2001 bestehende SFB beschäftigt sich mit der Frage, wie man einfache natürliche Stoffe, wie zum Beispiel Stickstoff, Sauerstoff, Wasser und Kohlendioxid mittels Metallkomplexen in Düngemittel, Kunststoffe und umweltfreundliche Energieträger umwandeln kann. Sprecher des SFB 583 ist Prof. Dr. Horst Kisch, Inhaber einer Professur für Anorganische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg.

In 22 Vorträgen präsentieren Wissenschaftler aus China, Dänemark, Frankreich, Japan, der Schweiz, den USA und Deutschland ihre neuesten Forschungsergebnisse über molekularen Aufbau und Reaktivität von Metallkomplexen. Redoxaktive Metallkomplexe bilden das aktive Zentrum vieler Enzyme. Diese treiben als Biokatalysatoren den Stoffwechsel in der Zelle voran und spielen daher zur Aufrechterhaltung von Lebensvorgängen eine zentrale Rolle: Eine Pflanze wandelt zum Beispiel mit ihrer Hilfe unter Nutzung des Sonnenlichts Wasser und Kohlendioxid in Sauerstoff und Kohlenhydrate um (Photosynthese). Ohne diesen Prozess hätte weder Mensch noch Tier atembare Luft und Nahrungsmittel.

In der chemischen Industrie werden Metallkomplexe als Katalysatoren für eine energiesparende und umweltfreundliche Produktion von Grund- und Feinchemikalien, wie zum Beispiel Medikamenten, eingesetzt. Auch als Photokatalysatoren für die Nutzung von Sonnenenergie spielen neuartige redoxaktive Metallkomplexe zunehmend eine wichtige Rolle. Die Wissenschaftler des SFB 583 haben sich zum Ziel gesetzt, die Details des Reaktionsablaufs derartiger Prozesse in Natur und Technik zu entschlüsseln. Aus diesem Wissen wollen sie effizientere Katalysatoren entwickeln.

Der Sonderforschungsbereich besteht aus 14 Arbeitsgruppen und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 2001 mit rund 7 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen zu dem Symposium unter:
http://www.chemie.uni-erlangen.de/sfb583/symposium.php

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Ausschreibung des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus 2007

Wissenschaft muss kompetent vermittelt werden. Um herausragende Berichterstattungen aus Lehre und Forschung als wegweisende Beispiele dieser wichtigen Transferarbeit zu würdigen, vergibt die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen im kommenden Jahr zum achten Male den RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus. Ausgezeichnet wird vor allem die allgemeinverständliche und publikumswirksame Verdeutlichung komplexer Sachverhalte aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen, die an der RWTH angesiedelt sind. Willkommen sind Veröffentlichungen aus Printmedien, Hörfunk und Fernsehen, die neben einem interdisziplinären auch einen internationalen Aspekt aufweisen. Für die Vergabe des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus kommen Arbeiten von Journalisten und Wissenschaftlern in deutscher Sprache in Frage, die nach dem 1. Oktober 2004 veröffentlicht worden sind. Das zuständige Auswahlgremium setzt sich aus namhaften Vertretern aus Medien und Wissenschaft zusammen. Einsendeschluss ist der 9. Februar 2007.

Der RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus wird seit 1993 alle zwei Jahre vergeben. Er ist der einzige Journalistenpreis einer deutschen Universität. Er wird in den drei Kategorien Print, Hörfunk und TV vergeben und ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Die Verleihung des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus findet im Rahmen einer Festveranstaltung gemeinsam mit der Vergabe des Aachener Innovationspreises im Herbst 2007 statt. Die RWTH unterstreicht mit dieser Auszeichnung ihre vielfältigen und nachhaltigen Anstrengungen um eine zielgruppenorientierte Wissenschaftsvermittlung.

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Universitätsklinikum Erlangen - Prof. Werner Bautz neuer Ärztlicher Direktor

Wechsel in der Führungsspitze des Universitätsklinikums Erlangen: Prof. Dr. Werner Bautz (Direktor des Radiologischen Instituts am Uni-Klinikum) tritt zum 1.10.2006 die Nachfolge von Prof. Dr. Rolf Sauer im Amt des Ärztlichen Direktors an. Prof. Bautz ist damit Vorstandsvorsitzender und Dienstvorgesetzter von rund 900 Ärzten und Wissenschaftlern. Er möchte den *erfolgreichen Kurs seines Vorgängers” fortsetzen und das Uni-Klinikum Erlangen im Wettbewerb mit anderen Klinika im Bereich der Spitzenmedizin stärker profilieren.

Prof. Bautz wurde vom Aufsichtsrat des Uni-Klinikums unter dem Vorsitz des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel, für fünf Jahre zum Ärztlichen Direktor bestellt. Werner Bautz wurde 1949 in Ansbach geboren. Nach dem Medizin-Studium und seiner Habilitation in Tübingen war er sechs Jahre lang Leitender Oberarzt am Klinikum rechts der Isar der TU München. 1996 übernahm er den Lehrstuhl für Diagnostische Radiologie und die Leitung des Radiologischen Instituts am Uni-Klinikum Erlangen. Prof. Sauer, der weiterhin Direktor der Strahlenklinik ist, war zehn Jahre lang Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Erlangen. In seiner Amtszeit wurde der Neubau Medizin am Ulmenweg im ersten Bauabschnitt fertig gestellt und aufgrund seines intensiven Engagements der zweite Bauabschnitt begonnen. Ebenfalls wurden die Geburtshilfe der Frauenklinik und ein Therapiezentrum der Strahlenklinik neu gebaut. Prof. Sauer führte ein eigenes Logo für das Uni-Klinikum ein und gab damit seinem Konzept für eine verzahnte, fach- und berufsübergreifende Zusammenarbeit unter einem Dach sichtbar Ausdruck. Innerorganisatorisch engagierte sich Prof. Sauer für die Bildung von so genannten Departments am Uni-Klinikum, in denen fachnahe Kliniken eng zusammenarbeiten sollen. Ziel ist es, Synergieeffekte durch die gemeinsame Nutzung von Räumen und Großgeräten zu nutzen sowie Patienten optimal zu versorgen. Ebenfalls initiierte er ein Ethikkomitee, das über die Betreuung von Patienten und Forschung in Grenzbereichen des Lebens wacht.

Die Zentralisierung der Laborleistungen und der EDV-Struktur sowie die Etablierung von neuen selbständigen Abteilungen und Schwerpunktprofessuren waren weitere Grundpfeiler eines umfassenden Umstrukturierungsprozesses, mit dem der Klinikumsvorstand unter der Leitung von Prof. Sauer das Uni-Klinikum in den Bereichen Krankenversorgung, Lehre und Forschung den veränderten wissenschafts- und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen angepasst hat.

Rolf Sauer wurde 1939 in Hamburg geboren. Sein wissenschaftlicher Werdegang führte ihn über die Universitäten Hamburg, Wien und Basel nach Erlangen. 1977 übernahm er den Lehrstuhl für Strahlentherapie und die Leitung der Strahlenklinik. 1996 trat er die Nachfolge von Prof. Dr. Klemens Stehr als Ärztlicher Direktor des Uni-Klinikums an. 2002 erhielt Prof. Sauer das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 2004 als erster Strahlenmediziner den Deutschen Krebs-preis. Er ist Ehrenmitglied verschiedener internationaler Fachgesellschaften.

Die Aufgaben des Ärztlichen Direktors sind im Bayerischen Universitätsklinikagesetz festgelegt. Danach vertritt der Ärztliche Direktor das Uni-Klinikum in der Öffentlichkeit. Er ist Vorsitzender des vierköpfigen Klinikumsvorstandes aus Kaufmännischem Direktor (Alfons Gebhard), Pflegedirektorin (Susanne Imhof) und dem Dekan der Medizinischen Fakultät (Prof. Dr. Bernhard Fleckenstein). Gleichzeitig ist der Ärztliche Direktor Dienstvorgesetzter der am Uni-Klinikum tätigen wissenschaftlichen, ärztlichen und zahnärztlichen Beamten mit Ausnahme der Professoren. Der Ärztliche Direktor übt das Hausrecht im Uni-Klinikum aus. Das Universitätsklinikum Erlangen ist seit 1. Juni 2006 eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr 310.000 Patienten ambulant und 55.000 stationär bzw. 6.000 teilstationär betreut.

Die feierliche Amtsübergabe des Ärztlichen Direktors findet statt am Freitag, 20.10.2006, um 14.30 Uhr im Schloss Atzelsberg (Atzelsberg 1, Marloffstein-Atzelberg). Vertreter der Medien sind dazu herzlich eingeladen.

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MHH ist erste deutsche Uni mit Studiengang „Lingual Orthodontics”

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 15:37

Die linguale Orthodontie boomt weltweit, also die kieferorthopädische Behandlung mit auf der Innenseite der Front- und Seitenzähne angebrachten festen Zahnspangen. Unter Einsatz modernster Technologien und ausgereifter Behandlungsprotokolle können Ergebnisse erreicht werden, die dem „state of the art“ der modernen Kieferorthopädie entsprechen. Die klinische Umsetzung dieser neuartigen, „unsichtbaren“ Behandlungsmethode stellt wegen der Komplexität der einzelnen Behandlungsschritte eine anspruchsvolle Herausforderung an alle Kieferorthopäden dar, die nur mit einer weitergehenden Ausbildung gemeistert werden kann. Als erste Universität in Deutschland und eine der ersten in Europa startet die Zahnklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) daher am Freitag, 6. Oktober 2006, mit dem Master-Studiengang „Lingual Orthodontics“. „Mit dem neuen Weiterbildungsstudiengang setzt die MHH in Deutschland Maßstäbe“, betont Professor Dr. Rainer Schwestka-Polly, Direktor der MHH-Abteilung Kieferorthopädie und Programm-Direktor des Master-Studienganges „Lingual Orthodontics“. Zudem habe die Hochschule damit die Forderungen des Wissenschaftsrates aufgegriffen, der in seinen Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Zahnmedizin an den Universitäten in Deutschland neue formalisierte Weiterbildungsstudiengänge in Form strukturierter, kostenpflichtiger Master-Studiengänge fordert.

Zur Methode:

In der Kieferorthopädie können Zähne in ihrer Stellung zueinander kontrolliert im Kiefer bewegt werden. Die linguale Orthodontie ist im Vergleich zu herkömmlichen, an der Außenseite der Zähne befestigten (vestibulären) Apparaturen sehr viel komplizierter. Dr. Dirk Wiechmann, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie der MHH, hat ein Konzept entwickelt, individuell angefertigte, kieferorthopädische Apparaturen herzustellen. Dieses basiert insbesondere auf der digitalen Erfassung des therapeutischen Ist-Zustands, der individuellen virtuellen Gestaltung und Positionierung der Brackets am Computer und der Fertigung der individuellen Brackets mit Hilfe moderner CAD/CAM-Technologie. Die zu der Hightech-Zahnspange gehörigen kieferorthopädischen Bögen werden individuell mit einem Biegeroboter hergestellt. Durch Anwendung dieser neuen Technologie ist es möglich, individuelle, flachere und deutlich kleinere Brackets im Vergleich zu konfektionierten Systemen herzustellen und anzuwenden.

Zum Master-Studiengang:

Bislang existieren in Europa nur an zwei Universitäten in Paris zwei postgraduierte Studiengänge in lingualer Orthodontie – allerdings mit einem Diplom als Abschluss. In Deutschland bestand bisher keine entsprechende Weiterbildungsmöglichkeit, obwohl im Blick auf die Vielzahl der praktizierenden Kieferorthopäden ein erheblicher Qualifikationsbedarf besteht. In dem neuen Master-Studiengang der MHH-Zahnklinik werden die jährlich sechs Teilnehmer über vier Semester fortgebildet. Promovierte Fachzahnärzte für Kieferorthopädie können sich bewerben. In die Lehre sind neben den MHH-Abteilungen Kieferorthopädie, Zahnärztliche Prothetik, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie auch das MHH-Institut für Biometrie, die MHH-Bibliothek, das Institut für Technische Mechanik der Leibniz-Universität Hannover und das Laser-Zentrum Hannover involviert. Weiter sind am Studiengang Hochschullehrer der Universitätskliniken Aachen, Berlin, Gießen und Wien beteiligt.

Das modular aufgebaute Studium beinhaltet eine Präsenzphase, bei der die Studierenden elf Mal im Jahr an Freitagen und Sonnabenden in der MHH-Zahnklinik in Theorie und Praxis unterrichtet werden. Zudem müssen die Studierenden im dritten Semester eine Kompaktwoche in einer Praxis und im vierten Semester eine Kompaktwoche in einer der beiden spezialisierten Universitäten in Paris absolvieren.

Zur zeit- und ortsunabhängigen Nutzung außerhalb der Präsenzphasen wird im Studiengang die Lernplattform LINGUAL via Internet eingesetzt: Schwerpunkte sind neben der Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien moderne Kommunikationslösungen wie Online-Foren, Chat-Systeme sowie Up- und Downloadfunktionen.

Die Lernfortschritte werden in den einzelnen Modulen zeitnah geprüft. Den Abschluss des Weiterbildungsstudienganges bildet eine Master-Arbeit aus dem Bereich Forschung, ähnlich einer Doktor-Arbeit.

Die Einführungsveranstaltung zum neuen Studiengang, an der gern Medienvertreter teilnehmen können, beginnt am Freitag, 6. Oktober 2006, um 12.15 Uhr in der MHH-Zahnklinik, Abteilung Kieferorthopädie (Gebäude K20, Ebene 03).

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