Willkommen bei University-News! Bei uns finden Sie aktuelle Nachrichten aus deutschen Universitäten. Wir danken den angeführten Universitäten für deren freundliche Hilfe.

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29. September 2006

Universität Hamburg verabschiedet ihren Präsidenten Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje

Abgelegt unter: Hamburg, Universität — info @ 15:34

Der Präsident der Universität Hamburg, Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, geht heute nach 15-jähriger Amtszeit einen Tag vor seinem 65. Geburtstag in den Ruhestand. Die Universität Hamburg verabschiedet ihn im Rahmen einer großen Festveranstaltung mit mehr als 700 geladenen Gästen. Mit dem heutigen Tag verlässt einer der profiliertesten Universitätspräsidenten Deutschlands die Universität. Jürgen Lüthje war seit 1991 Präsident der Universität Hamburg und wurde im Juni 2004 in dritter Amtszeit wiedergewählt.
Als Jurist hat er die Entwicklung des Hochschulrechts in Deutschland maßgeblich geprägt. Im Hochschulmanagement und in der Hochschulpolitik hat Jürgen Lüthje wegweisende Reformvorhaben entwickelt und verwirklicht und dadurch wesentliche Beiträge zur Hochschulreform in Deutschland geleistet.

Durch Gutachten für das Bundesverfassungsgericht hat Lüthje dessen Rechtsprechung zur Wissenschaftsfreiheit und zur Beschränkung des Hochschulzugangs durch Numerus Clausus entscheidend beeinflusst. Zugleich haben diese Gutachten zur Weiterentwicklung der Grundrechtstheorie beigetragen, indem sie den Charakter der Grundrechte als Teilhaberechte herausgearbeitet haben.
Als Kanzler der 1973 neu gegründeten Universität Oldenburg hat Jürgen Lüthje von 1973 bis 1991 die Entwicklung dieser Hochschule gestaltet. Mit ihren Reformvorhaben hat sich diese Neugründung als eine der reformfreudigsten Universitäten in Deutschland profiliert.

Als Präsident der Universität Hamburg übernahm Jürgen Lüthje 1991 die Leitung einer der größten Universitäten in Deutschland. In seiner Amtszeit ist es Lüthje gelungen, durch strukturelle Reformen, aktivierendes Management und systemisch-strategische Universitätsentwicklung die Leistungsfähigkeit der Universität trotz schwieriger äußerer Rahmenbedingungen entscheidend zu steigern. Angesichts der Notwendigkeit struktureller Veränderungen und wissenschaftlicher Profilbildung initiierte Lüthje als erster Leiter einer deutschen Hochschule eine umfassende externe Begutachtung aller Fachbereiche und Einrichtungen der Universität Hamburg.
Im Rahmen eines Wettbewerbs der Volkswagenstiftung unter dem Titel „Leistungsfähigkeit durch Eigenverantwortung“ entwickelte Lüthje ein Konzept zur systemischen Universitätsentwicklung. Das „Projekt Universitätsentwicklung“ (Pro Uni) hat eine leitbildorientierte Steuerung der Universität durch Zielvereinbarungen geschaffen und die Fachbereiche durch Dezentralisierung sowie eine effektivere Leitung und Verwaltung gestärkt. Außerdem wurde die zentrale Leitung und Verwaltung reorganisiert sowie ein strategisches Controlling aufgebaut. Dieses Projekt gehört zu den erfolgreichsten Reformvorhaben im deutschen Hochschulsystem.

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Immer mehr der Abiturbesten geben beim Medizinstudium der Universität Münster den Vorzug

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 15:28

So mancher Abiturient mit erstklassigem Notendurchschnitt, der gern in Münster Humanmedizin studieren möchte, schaut in diesen Tagen mit Spannung in seinen Briefkasten. Hat mein Notendurchschnitt gereicht? Werde ich für meinen Wunschort zugelassen? Das bange Warten hat nun ein Ende. Die 137 Plätze für die Erstsemester an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster sind vergeben. In dieser Woche wurden die Bescheide von der Dortmunder Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) verschickt. Der lokale Numerus Clausus, das heißt die nur für Münster geltende Zulassungsgrenze, liegt im Wintersemester 2006/2007 bei einem Abiturdurchschnitt von 1,3. “Damit wurde zusammen mit der Universität Würzburg in Münster der bundesweit anspruchvollste Wert erreicht”, stellt Studiendekan Dr. Bernhard Marschall fest. Seit dem vergangenen Wintersemester erfolgt die Vergabe von Studienplätzen für Medizin und andere bundesweite Numerus-Clausus-Fächer nach folgendem Verfahren: Von der Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze wird zunächst eine Vorab-Quote von zirka 15 Prozent abgezogen, die von der ZVS für besondere Bewerbergruppen, wie etwa Zweitstudienbewerber, Ausländer oder Härtefälle, reserviert wird. 40 Prozent der verbleibenden Studienplätze werden von der ZVS je zur Hälfte nach Wartezeit und Abiturdurchschnittsnote vergeben. Die übrigen 60 Prozent der Studienanfänger können sich die Universitäten nach eigenen Kriterien aussuchen.

Aus Gründen der Praktikabilität legt die hiesige Medizinische Fakultät dabei bisher als Auswahlkriterium ebenfalls den Notendurchschnitt beim Abi zu Grunde und hat die ZVS mit der Durchführung des Zulassungsverfahrens beauftragt. 60 Prozent, das bedeutet in Zahlen: 1.280 junge Leute mit hervorragenden Abiturnote bewarben sich mit erster Ortspräferenz um einen Studienplatz für Humanmedizin in Münster. 60 von ihnen hatten einen Notendurchschnitt von 1,3 oder besser und kamen zum Zuge. Neben der attraktiven Universitätsstadt erwartet sie nach Marschalls Worten “eine engagierte Fakultät mit einem innovativen facherübergreifenden Curriculum”.

Link: Medizinstudium in Münster (https://medicampus.uni-muenster.de)

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Physiker der Universität Münster erreichen Super-Quantenzustand von magnetischen Wellen ohne Kühlung

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 15:26

Superatom bei Raumtemperatur Physiker der Universität Münster haben zusammen mit Fachkollegen in Kaiserslautern, den USA und der Ukraine erstmals erfolgreich zeigen können, was Albert Einstein bereits 1924 vorher gesagt hatte: einen Super-Quantenzustand von magnetischen Wellen ohne Kühlung bei Raumtemperatur. Ein Bericht über diese Aufsehen erregende Forschungsarbeit am “Center for Nonlinear Science” der WWU Münster erschien Ende September 2006 in der international angesehenen Zeitschrift “Nature”.

Die so genannte Bose-Einstein-Kondensation beschreibt einen neuartigen Zustand von Materie, bei dem alle Atome ihre Eigenständigkeit verlieren und unisono - wie ein einzelnes Quantenobjekt - im Gleichtakt schwingen. Dieses “Superatom” ist eines der faszinierendsten Phänomene der Physik, da die Quantennatur der Materie hier deutlich hervortritt. Es ist benannt nach Satyendra Nath Bose und Albert Einstein, die das Phänomen vor mehr als 80 Jahren vorhergesagt hatten.

Die Bose-Einstein-Kondensation findet jedoch nur unter ganz bestimmten Bedingungen statt: die Dichte der Teilchen muss einen kritischen Wert überschreiten. Obwohl Einstein überzeugt war, dass dies auch bei typischen Umgebungstemperaturen gelingen müsste, ist die Bose-Einstein Kondensation bisher nur bei sehr kleinen Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt gelungen. Durch die Schwierigkeit, ultra-tiefe Temperaturen zu erzeugen, gehörte die Erzeugung eines Bose-Superatoms zu den größten Herausforderungen der modernen experimentellen Physik des letzten Jahrhunderts. Erst im Jahr 2001 wurde die experimentelle Beobachtung einer Bose-Einstein-Kondensation in extrem ultra-kalten, verdünnten Alkali-Gasen mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Es schien seitdem völlig unmöglich, Bose-Einstein-Kondensation von Atomen bei Raumtemperatur zu beobachten, da die erforderlichen Atomdichten bei Raumtemperatur sofort zur Bildung von Flüssigkeiten oder Festkörper führen.

Allerdings können nicht nur Atome diese Kondensation zeigen. Gase magnetischer Quanten in Festkörpern, sogenannte Magnonengase, sind Atomgasen sehr ähnlich und existieren bereits bei Raumtemperatur. Allerdings können auch sie nicht einfach in den Zustand der Bose-Einstein-Kondensation versetzt werden, da die erforderliche Magnonendichte genau wie beim Atomgas nicht erreicht werden kann. Einer Gruppe von Physikern um Prof. Dr. Sergej Demokritov aus dem Institut für Angewandte Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus der TU Kaiserslautern, den USA und der Ukraine ist es jedoch jetzt gelungen, dieses Hindernis auf dem Weg zu einem Bose-Einstein-Kondensat bei Raumtemperatur zu überwinden. Mit Hilfe von Mikrowellen erzeugten sie zusätzliche Magnonen und mischten sie den vorhandenen Magnonen bei. Obwohl die zusätzlichen Magnonen nur eine Millionstel Sekunde existieren, reichte diese Zeit den Wissenschaftlern, um das Verhalten des magnetischen Supergases mit einem Laserstrahl als Messfühler zu untersuchen.

So konnten die Wissenschaftler in Münster, die ihre Arbeit im “Center for Nonlinear Science” der WWU vorantreiben, erfolgreich zeigen, dass der kollektive Quantenzustand bei Raumtemperatur erreicht wird, wie es Albert Einstein vorhergesagt hatte: ein magnetisches Bose-Einstein-Kondensat ohne jede Kühlung. Ein erster Bericht über diese Arbeit wurde Ende September in der international angesehenen Zeitschrift “Nature” veröffentlicht.

Link: Institut für Angewandte Physik, Arbeitsgruppe Demokritov (http://www.uni-muenster.de/Physik.AP/Demokritov/)

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Das verschollene Judas-Evangelium - Prof. Dr. Stephen Emmel, Universität Münster, bei Frankfurter Buchmesse

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 15:25

Expertenrunde mit Prof. Emmel auf der Frankfurter Buchmesse Prof. Dr. Stephen Emmel vom Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Münster ist auf der Frankfurter Buchmesse vom 4. bis 8. Oktober ein viel gefragter Mann: Anlass ist die erstmalige Veröffentlichung des Judas-Evangeliums in deutscher Sprache.

Prof. Emmel hat das wertvolle Papyrus-Dokument, das jahrtausendelang als verschollen galt, als einer der ersten Wissenschaftler kurz nach seiner Entdeckung gesichtet. Der münstersche Koptologe wurde von der “National Geographic Society” damit beauftragt, die Echtheit der Handschrift zu überprüfen. Gemeinsam mit dem Kirchenhistoriker Prof. Dr. Gregor Wurst von der Universität Augsburg wird Prof. Emmel am 5. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse im Gespräch mit dem Frankfurter Wissenschaftsredakteur Dr. Ulf von Rauchhaupt über das “verschollene Evangelium” und die Geschichte seiner Wiederentdeckung diskutieren.

Termin: 5. Oktober 2006 von 11.20 Uhr bis 12.10 Uhr auf dem Messestand der FAZ, Halle 3.1, Stand D 154.

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Theodor-Eschenburg-Preis fuer Politikwissenschaftlerin Helga Haftendorn

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 15:24

Prof. Dr. Helga Haftendorn - Expertin fuer deutsche und amerikanische Aussenpolitik, internationale Sicherheitspolitik und die Nordatlantische Allianz - ist mit dem Theodor-Eschenburg-Preis der Deutschen Vereinigung fuer Politische Wissenschaft (DVPW) ausgezeichnet worden. Die Politikwissenschaftlerin, die bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2000 an der Freien Universitaet Berlin forschte und lehrte, erhielt den Preis bei dem in Muenster stattfindenden 23. wissenschaftlichen Kongress der DVPW ueberreicht. In der Laudatio wuerdigte der Politikwissenschaftler Gunther Hellmann von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universitaet Frankfurt a. M. Helga Haftendorn fuer ihr ausserordentliches Engagement, gerade auch im Umgang mit Nachwuchswissenschaftlern. “Helga Haftendorn hat keine Schule begruendet; sie hat Menschen gefoerdert”, so Gunther Hellmann. Im Zentrum von Haftendorns Werk habe stets die deutsche Aussenpolitik gestanden. Dabei sei es ihr ein persoenliches Anliegen gewesen, nicht nur zum besseren Verstaendnis der Ursachen und Konsequenzen von Aussenpolitik beizutragen, sondern auch jene Bedingungen zu identifizieren, die eine friedlichere Welt ermoeglichen. Insgesamt sei Helga Haftendorn eine Vertreterin der Politischen Wissenschaft, die fuer die Entwicklung der politikwissenschaftlichen Teildisziplin “Internationale Beziehungen” in Deutschland praegend wurde. “Fuer Helga Haftendorn, die in den 1950er Jahren gegen die Wiederbewaffnung auf die Strasse ging, spaeter dann aber die meisten sicherheitspolitischen Entscheidungen der Bonner Republik mittrug, war es immer ein Teil ihres professionellen Selbstverstaendnisses, mit Augenmass und Leidenschaft nach Moeglichkeiten fuer eine europaeische Friedensordnung zu suchen”, so Hellmann.

Ihre wissenschaftliche Karriere begann Helga Haftendorn nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geschichte, Geographie und Philosophie in Heidelberg, Muenster, Frankfurt a. M. und Little Rock (Arkansas/USA) mit einer Dissertation ueber “Das Problem von Parlament und Oeffentlichkeit” an der Universitaet Frankfurt. Nach Stationen als Redakteurin bei der Zeitschrift “Europa Archiv” sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der “Deutschen Gesellschaft fuer Auswaertige Politik” wechselte sie zur Universitaet Hamburg, wo sie sich 1972 mit einer Arbeit ueber die Abruestungs- und Entspannungspolitik der Bundesrepublik seit der Wiederbewaffnung habilitierte.

Bereits ein Jahr spaeter erhielt sie ihren ersten Ruf auf eine Professur fuer Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg. 1978 nahm sie den Ruf auf eine Professur fuer “Politische Wissenschaft, insbesondere Theorie, Empirie und Geschichte der auswaertigen und internationalen Politik” an der Freien Universitaet Berlin an und gruendete hier 1986 die Arbeitsstelle “Transatlantische Aussen- und Sicherheitspolitik”.

An der Freien Universitaet Berlin forschte und lehrte Helga Haftendorn bis zu ihrer Emeritierung Ende 2000. Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte fuehrten sie unter anderem an die Universitaeten Harvard, Stanford, Georgetown und Florenz. 1991/92 wurde sie Praesidentin der International Studies Association. 1993 erfolgte die Wahl in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Im November 1995 erhielt Helga Haftendorn den renommierten Max-Planck-Forschungspreis fuer internationale Zusammenarbeit.

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Durch richtige Anleitung noch mehr Leben retten - Initiative der Universität Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 15:23

Klinikärzte fordern: Defibrillatoren müssen umgerüstet werden Der Direktor der Kardiologie und sein Kollege von der Klinik für Änasthesiologie und operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM) sind verärgert: Vor einigen Jahren übernahmen sie eine Vorreiterrolle, indem sie dafür eintraten, dass Automatische Defibrillatoren, das sind Elektroschockgeräte gegen lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen, an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen und Flughäfen oder auch in großen Firmen verfügbar sind. Mit einem solchen Gerät können auch Laien einem Menschen mit Herzstillstand bis zum Eintreffen der Rettungskräfte erste Hilfe leisten. “Je länger ein Herzstillstand dauert, desto größer ist die Gefahr, dass das Gehirn aufgrund des Sauerstoffmangels geschädigt wird. Die Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können für das Überleben des Patienten entscheidend sein”, betont Prof. Dr. Günter Breithardt, Direktor der Medizinischen Klinik C (Kardiologie und Angiologie) des UKM. Doch die im Umlauf befindlichen Geräte unterstützen die Ersthelfer nicht optimal. Die automatischen Sprachansagen, die die Geräte machen, entsprechen auch ein Dreivierteljahr nach Veröffentlichung neuer europäischer Leitlinien für die erste Hilfe bei Herzstillstand durch den European Reanimations Council (ERC) nicht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. “Die Frühdefibrillation, bei der man zuerst drei Mal einen Elektroschock gibt, und zwar vor allen anderen Maßnahmen, ist nicht mehr zeitgemäß”, erläutert Prof. Dr. Hugo Van Aken, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des UKM. “Eine sofortige Defibrillation macht nur noch dann Sinn, wenn man zufällig einen Herz-Kreislaufstillstand beobachtet. Dieser Fall ist jedoch selten. Aber auch dann sollte man nur ein einziges Mal defibrillieren.”

Auch bei der Herzdruckmassage und Beatmung selbst hat sich etwas geändert. Das ABC-Schema - Atemwege freimachen, Beatmen und dann Cardiokomprimieren (Herzdruckmassage) durchführen - gilt nicht mehr. Nun gilt das Schema ACB: Erst Atemwege freimachen, dann 30 Mal (statt bisher 15 Mal) schnell auf den Brustkorb des Patienten drücken, dann zwei Mal beatmen. Herzdruckmassage und Beatmung sollen so lange im Wechsel durchgeführt werden, bis der Rettungsdienst eintrifft. “Die sofortige Herzdruckmassage ist das Entscheidende, denn sie erhöht letztendlich die Überlebenschance des Patienten, denn der noch im Blut befindliche Sauerstoff wird auf diese Weise direkt ins Gehirn gepumpt”, unterstreicht Van Aken. “Alle Rettungssanitäter, Ärzte und Pflegenden in Münster wenden bereits die neuen Richtlinien an.

“Die Gerätehersteller haben uns bereits vor Monaten zugesagt, die vorhandenen Defibrillatoren umzuprogrammieren, aber bislang ist nichts geschehen”, berichtet Privatdozent Dr. Thomas Weber. Der Oberarzt im UKM ist zugleich ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Münster. Täglich führt er Schulungen durch. Dabei muss er momentan ständig gegen die automatischen Sprachanweisungen der Geräte anarbeiten. Besonders ärgert den Mediziner, dass auch zwei kürzlich von einem Firmeninhaber in Münster erworbene Defibrillatoren noch die alte Programmierung besaßen. Weber: “Laien ist nicht zuzumuten, die Anweisungen des Gerätes zu ignorieren und die neuen Richtlinien trotzdem anzuwenden. In ihrer Aufregung halten sie sich genauestens daran, was ihnen der Defibrillator vorschreibt.”

Einfach neue Geräte mit der richtigen Programmierung anzuschaffen sei auch keine Alternative, zumal es diese auf dem deutschen Markt bislang kaum gebe, betont Benno Fritzen, Leiter der Feuerwehr Münster: “Wir besitzen 40 solcher automatischer Defibrillatoren. Ich zähle fest auf die Zusage der Hersteller, die vorhandenen Geräte mit neuer Software auszustatten.” Ein Gerät, wie es im Rettungsdienst verwendet wird, kostet um die 7.500 Euro. Weniger komfortable Geräte für den privaten Gebrauch, die ihren Zweck jedoch auch erfüllen, gibt es ab etwa 2.000 Euro im Handel zu kaufen.

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28. September 2006

ZWW-Seminare für Führungskräfte an der Universität Augsburg

Abgelegt unter: Augburg, Universität — info @ 10:57

Kompetenzen für die Praxis Das Augsburger “kontaktstudium management” startet ins Wintersemester 2006/07

Projektmanagement, Systemische Beratung, BWL, Marketing, Innovations-Coaching, Leadership Competencies, Train the Trainer - Führungskräften steht am Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer der Universität Augsburg ein breites Themenspektrum für ihre persönliche und fachliche Weiterbildung zur Verfügung. Das Seminarprogramm des kontaktstudium management am ZWW startet in diesen Tagen ins Wintersemester 2006/2007. Alle Seminare vermitteln Wissen und Kompetenzen, die Fach- und Führungskräfte direkt in ihrem beruflichen Handeln umsetzen können.

Wissen und Praxis

Das Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) der Universität Augsburg ist die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Es fördert den gegenseitigen Wissensaustausch von Universität und beruflicher Praxis und stellt neueste wissenschaftliche Ergebnisse bereit - in Form von Seminaren, Studiengängen, Beratungen, Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Kongressen, Tagungen und Workshops. Außerdem vermittelt das Zentrum Kooperationsinteressen der Praxis an geeignete Hochschuleinrichtungen und macht sie für Forschung und Lehre zugänglich. Unternehmen können sich am ZWW für ihre spezifischen Bedürfnisse eigene Weiterbildungsprogramme konzipieren lassen.

Frühbucherrabatte für Sequenzen

Wer im Rahmen des kontaktstudium management am ZWW eine Seminarreihe vollständig besucht und diese erfolgreich mit einer Klausur abschließt, dem bescheinigt die Universität Augsburg seine Qualifizierung. Insbesondere für die Seminarsequenzen empfiehlt sich eine baldige Anmeldung, da das ZWW bei Buchung einer gesamten Sequenz interessante Frühbucherrabatte bietet.

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2. Augsburger Konferenz zur Systemischen Entwicklung und Beratung von Organisationen

Abgelegt unter: Augburg, Universität — info @ 10:56

Welche Rolle das Organisationsbewusstsein spielt und worin es überhaupt besteht - diese gehörte zu den vorrangigen Fragen, mit denen sich die 2. Augsburger Konferenz zur Systemischen Entwicklung und Beratung von Organisationen an der Universität Augsburg am 21. und 22. September 2006 an der Universität Augsburg auseinandersetzte. Das Ziel dieser vom Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) an der Universität Augsburg organisierten Konferenzen ist es, neueste Forschungsergebnisse aus der Systemischen Organisationsentwicklung und Beratung einem breiten Publikum vorzustellen und zu einer intensiven Diskussion anzuregen. Organisationsberater, Personalentwickler und Unternehmer nutzten die 2. Augsburger Konferenz, um Fragen zum Organisationsbewusstsein und zu seiner Bedeutung für das Unternehmen zu formulieren und zu diskutieren. Ausgangspunkt war die These, dass das Organisationsbewusstsein zur Veränderungsfähigkeit einer Organisation in Beziehung steht und damit letztlich mit ihrer Leistungsfähigkeit und Lebendigkeit verbunden ist. In seinem Eröffnungsvortrag zeigte der Augsburger Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Prof. Dr. Klaus Mainzer mögliche Parallelen zwischen der Entstehung des menschlichen Bewusstseins und der Herkunft und Verortung des organisationalen Bewusstseins auf. Mit besonderem Interesse folgten die Zuhörerinnen und Zuhörer des Plenumsvortrags den Reflexionen zur Empathie, die die Lern- und Transformationsfähigkeit einer Organisation entscheidend beeinflusst.

Hochkarätige Referenten wie Prof. Dr. Arist von Schlippe, Dr. Hans Rudi Fischer, Prof. Dr. Rudi Wimmer und Prof. Dr. Klaus Götz präsentierten im Lauf der beiden Konferenztage in Vorträgen und Workshops methodische Konzepte rund um “Die bewusste Organisation” und deren praktische Anwendungen. Abschließend trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum “World Café” und trugen mit dieser Großgruppen-Methode, angeleitet von Dr. Matthias zur Bonsen, noch einmal die entscheidenden Fragen und Ergebnisse der Tagung zusammen. Neben grundsätzlichen Fragen nach der Beschaffenheit des Organisationsbewusstseins, nach dem Unbewussten oder dem Nichtbewussten nahm die Frage nach dem Nutzen und der Nutzung des Bewusstseins der Organisation großen Raum in den Diskussionen ein. Das “World Café”, so resümieren die Veranstalter, habe entscheidend zum fruchtbaren Austausch zwischen Vertretern der Forschung und der beraterischen Praxis auf dieser Konferenz beigetragen, die für beide Seiten Gewinn gebracht habe - auch wenn es mitunter schlicht darum gegangen sei, gemeinsam die richtigen Fragen zu finden. Cornelia Butz/ZWW ________________________________________

Kontakt und weitere Informationen:

Sebastian Schlömer Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) Universität Augsburg 86135 Augsburg Telefon 0821/598-5065 schloemer@zww.uni-augsburg.de

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VII. Internationales PROWITEC-Symposium der RWTH

Coaching und berufliches Schreiben

Wie schreibt man eine leserfreundliche Bedienungsanleitung? Was macht ein benutzerfreundliches Formular aus? Und wie plant und formuliert man den erfolgreichen Webauftritt eines Unternehmens? Schreiben ist eine Schlüsselkompetenz in vielen Berufen und inhärenter Bestandteil des Arbeitsalltags. Das gilt für Ingenieure, Verwaltungsfachleute und Mediziner ebenso wie für klassische “Schreibberufe”, wie zum Beispiel Journalist und Technischer Redakteur.

PROWITEC (Produktion wissenschaftlicher Texte mit und ohne Computer) wurde 1983 als Arbeitsgemeinschaft von Univ.-Prof. Dr. phil. Eva-Maria Jakobs der RWTH Aachen, Sylvie Molitor-Lübbert und Dr. phil. Dagmar Knorr gegründet. Anliegen der PROWITEC ist es, Experten der Fachrichtungen, zu denen unter anderem Linguistik, Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Pädagogik, Kognitionswissenschaft zählen, ein interdiziplinär orientiertes Forum zu bieten. PROWITEC befasst sich mit Fragen der professionellen Textproduktion. Schwerpunkte der Arbeit sind unter anderem Textproduktion in und für elektronische Medien, Schreiben am Arbeitsplatz und die Vermittlung von Schreibkompetenzen. Seit 1994 organisiert die Arbeitsgemeinschaft internationale Fachtagungen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

Das siebte internationale PROWITEC-Symposium stellt am 12. Oktober 2006 von 10.00 bis 18.00 Uhr und am 13. Oktober von 9.30 bis 12.00 Uhr im Sparkassen-Forum, Kleinmarschierstraße 11-15, den für Forschung, Ausbildung und Praxis zentralen Gegenstand “Coaching und berufliches Schreiben” in den Mittelpunkt. Coachings, Trainings und Ausbildungskonzepte zum beruflichen Schreiben sind in der Forschung bislang kaum untersucht und in der Literatur nur selten thematisiert oder bewertet worden. Was unter anderem fehlt, ist eine Bestandsaufnahme laufender Schreibinitiativen zu beruflichen Texten an Hochschulen, in der Wirtschaft und in Verbänden sowie die Schaffung einheitlicher Bewertungsinstrumente und -maßstäbe.

Die Fachtagung zielt auf den Austausch zwischen Theorie und Praxis. Experten aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark stellen methodische Konzepte am Beispiel von Trainingssituationen vor und diskutieren diese mit Blick auf Schreibforschung und -didaktik. Nach den Vortragsreihen besteht die Möglichkeit, die Inhalte an einer Gesprächsrunde zu diskutieren und dabei einzelne Themenschwerpunkte zu vertiefen.

Das aktuelle Programm, weitere Informationen und das Anmeldeformular erhalten Interessen unter: www.prowitec.rwth-aachen.de.

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Neueste Ausgabe des uni.kurier.magazins liegt in Erlangen-Nürnberg vor

Fragen zur Zeit - Antworten aus der Wissenschaft Ist Vogelgrippe auf den Menschen übertragbar? Wie können wir uns vor Pandemien schützen? Was bedeuten katastrophale PISA-Testergebnisse für die deutsche Bildungslandschaft? Wie bewältigen wir die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, interkulturelle Konflikte und Umweltprobleme? Und wie kann man Hochtechnologie nachhaltig gestalten? Dies alles sind Fragen unserer Zeit, die die neueste Ausgabe des uni.kurier.magazins aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. In dem bereits 107. uni.kurier.magazin geben die Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg Antworten auf hoch aktuelle Fragen.

Im Forum Forschung stellt das Magazin diesmal die Arbeit der Max-Planck-Forschungsgruppe vor, die seit zwei Jahren an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig ist. Mit Professor Leuchs, Professor Wang und Professor Russell arbeiten drei international ausgewiesene Experten an Fragestellungen aus Optik, Information und Photonik. Einen zweiten Fokus legt das Forschungsmagazin auf die Kontakte der Universität nach China und Südkorea. Mit der Einrichtung eines Konfuzius-Institutes hat die mittelfränkische Universität ihr Ziel erreicht, langfristig eine Brücke zu ostasiatischen Bildungseinrichtungen aufzubauen. Bisher gibt es weltweit nur 20 derartige Zentren, für die die bundesdeutschen Goethe-Institute Pate standen.

Daneben bietet das neue Unikuriermagazin eine Fülle von Berichten aus den verschiedensten Forschungsdisziplinen, die die Universität Erlangen-Nürnberg abdeckt: Wissenschaftler geben Einblick in die Entdeckung einer neuen Fledermausart, folgen superschnellen Sternen bei ihrer Flucht aus der Milchstraße, machen Klimmzüge mit der Maus, damit ADHS-Kinder ausgeglichener werden, und stellen das neue DFG-Graduiertenkolleg vor, in dem 14 Nachwuchswissenschaftler aus Erlangen-Nürnberg und Bayreuth *stabile und metastabile Mehrphasensysteme bei hohen Anwendungstemperaturen” erforschen. Die Forscherinnen und Forscher der Uni Erlangen-Nürnberg gehen bei ihrer Arbeit stets ergebnis- und anwendungsorientiert vor, denn Wissenschaft ist nicht an schnellen Antworten interessiert: Forschungsarbeit braucht fast immer den langen Atem, komplizierte Sachverhalte müssen auf den Prüfstand gestellt werden.

Mit dem uni.kurier.magazin veröffentlicht die Universität Erlangen-Nürnberg einmal pro Jahr eine umfangreiche Zusammenstellung von Berichten aus Forschung und Wissenschaft an der mittelfränkischen Universität. Zusätzlich zum jeweiligen Schwerpunktthema werden Forschungsaktivitäten in einer breiten Palette dargestellt. Das 112 Seiten starke Magazin ist in der Pressestelle der Universität in Erlangen, Schlossplatz 3, erhältlich oder im Internet unter: www.uni-erlangen.de/infocenter/presse/publikationen/unikurier_magazin/ uk107/schwerpunkt.pdf

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