Willkommen bei University-News! Bei uns finden Sie aktuelle Nachrichten aus deutschen Universitäten. Wir danken den angeführten Universitäten für deren freundliche Hilfe.

Kalender

Oktober 2006
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

9. Oktober 2006

DFG-Projekt CUBE-G an der Universität Augsburg

Abgelegt unter: Augburg, Universität — info @ 20:40

Computerunterstützter Erwerb interkultureller Kompetenz CUBE- G steht für “CUlture-adaptive BEhavior Generation for interactions with embodied conversational agents”. Und im Rahmen dieses DFG-Projekts entwickeln unter Federführung des Lehrstuhls für Multimedia-Konzepte und Anwendungen der Universität Augsburg deutsche und japanische Wissenschaftler ein Modell für die automatische Generierung kulturell adäquaten non-verbalen Verhaltens virtueller Charaktere.

Interkulturelle Missverständnisse: ein wirtschaftlich höchst relevantes Problem

Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass unterschiedliche Sprachen die größte Barriere bei der Verständigung zwischen den Kulturen darstellen, entstehen die meisten Missverständnisse tatsächlich auf der non-verbalen Ebene. Stellen Sie sich vor, Sie werden einem ausländischen Geschäftspartner vorgestellt, wollen ihn freundlich mit Handschlag begrüßen, während er ihnen aber gleichzeitig mit beiden Händen seine Visitenkarte überreicht. In diesem konkreten Einzelfall kommt es wahrscheinlich nur zu einer leichten Irritation, insgesamt handelt es sich bei solchen interkulturellen Verständigungsschwierigkeiten allerdings um ein wirtschaftlich höchst relevantes Problem: Es gibt Studien, die besagen, dass US-Firmen Studien pro Jahr ca. 2 Milliarden Dollar verlieren, weil Mitarbeiter vorzeitig Auslandseinsätze auf Grund interkultureller Probleme abbrechen.

Virtuelle Charaktere helfen weiter

Oft fehlt es schlicht am Verständnis der angemessenen Verhaltensweisen in der anderen Kultur. Das Sprachlehrbuch vermittelt zwar die richtigen Floskeln für die Begrüßung, aber was ist die angemessene Körpersprache? An dieser Stelle können virtuelle Charaktere weiterhelfen. In einer Simulationsumgebung kann das Verhalten in einer anderen Kultur in Ruhe erkundet werden, ohne dass es gleich zu peinlichen Szenen kommt. Um das zu ermöglichen, müssen die Charaktere dynamisch auf das Verhalten des Benutzers reagieren können. Hier setzt das Projekt CUBE-G an.

Federführend am Lehrstuhl für Multimedia-Konzepte und Anwendungen der Universität Augsburg angesiedelt, entwickelt ein transnationales Team aus deutschen und japanischen Wissenschaftlern im Projekt CUBE-G ein Modell für die automatische Generierung kulturell adäquaten, non-verbalen Verhaltens virtueller Charaktere. Dabei baut das Team zum einem auf sozialwissenschaftlichen Arbeiten auf, zum anderen werden im Rahmen des Projekts gezielt empirische Studien in Japan und Deutschland durchgeführt, um die notwendigen Daten zu sammeln.

Intuitive Erkundung anderer Kulturen

Auf diese Weise werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, um eine Simulationsumgebung zu realisieren, in der ein spielerischer Erwerb interkultureller Kompetenz möglich wird. In einem ersten Schritt wurde bereits ein virtueller Biergarten entwickelt, der als Treffpunkt für virtuelle Charaktere und Benutzer dient. Die Interaktion mit den Charakteren ist dabei nicht auf Tastatur und Maus beschränkt. Vielmehr kommen neuartige Interaktionstechniken zum Einsatz, um eine natürlichere Interaktion möglich zu machen. So können die Gesten des Benutzers mit Hilfe von Beschleunigungssensoren erkannt werden, wie sie auch im neuen Controller von Nintendos WII-Konsole verwendet werden. Macht der Benutzer dann aus Unkenntnis eine beleidigende Geste, könnte dies beispielsweise zur Verärgerung des virtuellen Charakters führen, der sich daraufhin wütend entfernt. ________________________

Projektleiter Deutschland: Dr. Matthias Rehm und Prof. Dr. Elisabeth Andre (Institut für Informatik der Universität Augsburg)

Projektleiter Japan: Prof. Dr. Yukiko Nakano (Dept. of Computer, Information and Communication Sciences, Tokyo University of Agriculture and Technology) und Prof. Dr. Toyoaki Nishida (Dept. of Intelligence Science and Technology, Kyoto University)

• • •

Greifswalder Funkerclub sorgt für weltweite Aufmerksamkeit

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 20:39

Einladung zur Jubiläumsfunkaktion

550-EMAU - Mit dieser Sonderkennung verbreitet der Greifswalder Funkerclub vom Mittwoch,
11. Oktober, bis Freitag, 13. Oktober 2006, jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr die Nachricht des nahen 550. Gründungstages der altehrwürdigen Universität. Die Jubiläumsbotschaft wird von der Clubstation DL 0 HGW vom Universitätsgelände auf den ganzen Globus gefunkt. Besucher können die Gespräche mit Funkern aus Deutschland und der Welt direkt verfolgen. Darüber hinaus wird sich der 50 Mitglieder starke Amateurfunker-Club in der Alma Mater einem internationalen Publikum an Schautafeln und Monitoren präsentieren.

„Interessierte sind recht herzlich eingeladen, die Freizeitfunker bei ihrer Jubiläumsaktion zu beobachten, selbst mitzumischen und ein spannendes Hobby kennen zu lernen“, betonte Cheffunker Roland Starke. „Auch im Zeitalter des Internets hat der Amateurfunk nichts an seiner Faszination verloren. Die Kontaktaufnahme gilt als unschlagbar persönlich und individuell. Beim Telefon oder Internet sind etliche Zwischenstationen zur Weiterleitung und Verstärkung des Gesprächs notwenig, bei den klassischen Funkverbindungen nach wie vor nur die Funkgeräte der Benutzer.“

Die Nachrichten sollen über Kurzwelle und UKW verbreitet werden und möglicherweise auch einige der weltweit verstreuten Absolventen der nordöstlichsten Universität Deutschlands erreichen. Kommuniziert wird über die Funkersprache Englisch und auf Deutsch. Geplant ist, insbesondere die schwedische Funkerfangemeinschaft zu erreichen. „Schließlich ist die Universität Greifswald einst die älteste Universität Schwedens gewesen und zum Festakt am Dienstag, dem 17. Oktober 2006, wird Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald erwartet.“

Veranstaltungsort: Historischer Campus, Audimax, Rubenowstraße 1

• • •

Schüler-Tag an der Universität Bayreuth: Chemie - aus Freude am Stoff

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität — info @ 20:37

Mit dem Motto “: Chemie - aus Freude am Stoff” veranstalten die Chemiker am 14. Oktober erneut einen Schüler-Tag. Angesprochen werden sollen interessierte Schüler der Jahrgangsstufe 11-13 die Labors der Chemie an der Universität erfahren sollen, wie der Schulstoff weitergeht und wie interessant Moleküle sein können.

Vorgesehen sind Informationen über das Studium von Chemie, Polymer- und Kolloidchemie sowie der Biochemie in Bayreuth und dem Bayreuther Modellstudiengang Chemie mit Biologie für Gymnasien. Weiterhin steht ein Vortrag von Professor Dr. Rhett Kempe über Katalysatordesign auf dem Programm und am Nachmittag sind Praktika und Führungen angesagt.

Da geht es z. B. um Schreiben mit Licht - arbeiten mit Photoresists, um Arbeiten mit Aromen und Duftstoffen, um das Färben mit Pflanzenfarbstoffen und um Laborführungen durch das Bayreuther Zentrum für Kolloide und Grenzflächen.
IInformationen zum Schülertag findet man ansonsten unter:

• • •

GDCh-Fachgruppe Angewandte Elektrochmie tagt in der FAN

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität — info @ 20:34

Seit heute und noch bis Mittwoch tagt die Fachgruppe Angewandte Elektrochmie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der Universität Bayreuth. Die Elektrochemie ist sowohl eine bedeutende Querschnittsdisziplin der Chemie als auch Grundlage zahlreicher industrieller Prozesse. Mit der Entwicklung der Elektrochemie fester Stoffe hat sich diese Funktion weiter verstärkt und zusätzliche Schlüsselthemen im Bereich der Energie- und Sensortechnologie, aber auch der Katalyse und Hochtemperaturchemie sind in den Focus der angewandten Elektrochemie gerückt.

Der genaue Blick zeigt, dass elektrochemische Konzepte auch in der Untersuchung und Beschreibung von Prozessen in Festkörpern längst erfolgreich sind, auch wenn festkörperspezifische Aspekte zusätzlich eingeführt werden müssen. Um die in den letzten Jahren beständig gewachsene Bedeutung der Festkörperelektrochemie einerseits und die Brücken zur Elektrochemie flüssiger Elektrolyte andererseits zu würdigen, stellt die Fachgruppe Angewandte Elektrochemie ihre Jahrestagung 2006 unter das Motto „Festkörper-Elektrochemie und -Elektrolyte“. Ziel der Jahrestagung soll es damit auch sein, die Elektrochemie und ihre besondere Rolle als Querschnittsdisziplin in den Grundlagen und der industriellen Anwendung darzustellen.

• • •

Universität und Stadt Erlangen begrüßen Studienanfänger

Am Montag, 16. Oktober 2006 begrüßt die Universität Erlangen-Nürnberg ihre Studienanfänger. Unter dem Motto *Jetzt wird’s ernst!” soll die Veranstaltung den Einstieg an der Universität erleichtern. Sie beginnt um 16.00 Uhr im Audimax in der Bismarckstraße 1, Erlangen. Die Studienanfänger werden dort von Rektor Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und dem Bürgermeister der Stadt Erlangen, Gerd Lohwasser, offiziell begrüßt. Infostände im Foyer bieten den Erstsemestern eine erste Orientierung im Dschungel der Universität. Bei Brezen und Getränken haben sie die Gelegenheit, sich umfassend über das Uni-Leben zu informieren und mit Professoren, Hochschulangehörigen und Kommilitonen ins Gespräch zu kommen. Musik von Studierenden der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät sowie eine kleine Capoeira-Show sorgen für Unterhaltung und gute Laune am ersten Unitag.

Beim Infobasar sind unter anderem die Universitätsbibliothek, das Rechenzentrum, das Sprachenzentrum, das Institut für Kirchenmusik, die Frauenbeauftragte und das Akademische Auslandsamt vertreten. Auch die Hochschulgemeinden, die Stadt Erlangen und das Theater sind mit Infoständen vor Ort. Daneben nutzen einige Studierendenorganisationen die Gelegenheit, sich den Neuen vorzustellen. Unter anderem werden das Hörkunstfestival, AEGEE, das Uniradio unimax sowie auch das digitale Radio biteXpress mit von der Partie sein. Insgesamt warten knapp 30 Stände auf die Erstsemester.

Die zentrale Begrüßung der Studienanfänger, die die Universität Erlangen-Nürnberg traditionell zu Beginn des Wintersemesters zusätzlich zu den fachbezogenen Einführungsveranstaltungen anbietet, wird von zahlreichen Sponsoren unterstützt. So sorgen vom Studentenwerk gespendete Brezen und Freibier von Kitzmann-Bräu für das leibliche Wohl der Studierenden. Alkoholfreie Getränke stellen die Sparkasse Erlangen und die Erlanger Stadtwerke AG zur Verfügung. *Studentenfutter” der etwas anderen Art bekommen die Studierenden in Form von Gratisexemplaren der Erlanger Nachrichten. Zudem wird die Erlanger Stadtverkehr GmbH Semestertickets verkaufen.

• • •

Norwegischer Forschungspreis geht an RWTH-Professor

Petri Mähönen von Telekommunikationskonzern ausgezeichnet

Der Telenor-Forschungspreis geht in diesem Jahr an Professor Petri Mähönen von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Der mit 250.000 Norwegischen Kronen – umgerechnet etwa 29.800 Euro – dotierte Preis soll die Bedeutung von Forschung und Innovation für die Informations- und Kommunikationstechnologie unterstreichen. Die Firma Telenor ist Norwegens größter Konzern im Bereich der Telekommunikation und gilt als außerordentlich erfolgreich. So erreichte das Unternehmen mit Fokus auf die Märkte in Norwegen und Schweden im ersten Halbjahr 2006 eine Umsatzsteigerung von über 30 Prozent.

Der Leiter der Unternehmensbereiche „Skandinavische Mobil- und Festnetze“, Morten Karlsen Sørby, gab am 4. Oktober anlässlich des Technologiefestivals Technoport in Trondheim den Telenor-Preisträger bekannt. Für den jährlich verliehenen Forschungspreis wird in Zusammenarbeit mit einer international besetzten Preisjury jeweils ein Themengebiet ausgewählt. Gewürdigt werden Einzelpersonen oder Gruppen, die einen Forschungsbeitrag beispielsweise in den Bereichen Technologie, Nutzerverhalten oder Wirtschaft geleistet haben.

In diesem Jahr fiel die Entscheidung der Preisjury einstimmig auf Petri Mähönen. „Professor Mähönen hat bedeutende Beiträge auf mehreren Gebieten der Wireless-Kommunikation geleistet. Er erzielte in einer großen Bandbreite unterschiedlicher Bereiche der Themenkomplexe „Multihop“ und „Adaptive Wireless-Kommunikation“ beeindruckende Ergebnisse und entwickelte unter anderem Anwendungen, Systeme und Lösungen für den Transportsektor. Wireless-Technologien sind für die in der Entwicklung begriffenen Geschäftsfelder von größter Bedeutung. Professor Mähönens Arbeit hat dazu beigetragen, den Einsatz von Funksystemen für diesen Sektor auszuweiten“, erklärte Berit Svendson, Leiterin des Unternehmensbereichs „Festnetz“ bei Telenor und Vorsitzende der Preisjury. Zudem sei die Arbeit des Wissenschaftlers und seiner Gruppe im Bereich Cognitive Radio and Cognitive Networks eine fundamentale Pionierleistung.

Der in Finnland geborene 38-jährige Wissenschaftler wurde 2002 auf den Lehrstuhl für Mobilfunknetze an der RWTH Aachen berufen. Die Professur war von der Ericsson Eurolab Deutschland GmbH gestiftet worden. Neben dem Mobilfunk sind unter anderem auch Internettechnologien und Breitbandkommunikationen Schwerpunkte der Forschung von Mähönen.

• • •

Deutsch-Polnische Jobmesse viadukt.06 am 16. November an der Viadrina

Am 16. November 2006 von 10 bis 16 Uhr lädt die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) zum dritten Mal zur Jobmesse viadukt.06 ein - diese Deutsch-Polnische Jobmesse ist eine einzigartige Recruiting-Veranstaltung in Europa, die sowohl AbsolventInnen, Studierenden und Osteuropaexperten aus Deutschland und Polen, als auch Unternehmen und Institutionen hervorragende Bedingungen einer gemeinsamen Kommunikationsplattform bietet. Durch die große Resonanz in den letzten Jahren motiviert, engagieren sich auch in diesem Jahr wieder Studierende aller Fakultäten der Viadrina, um die viadukt.06 unter der Leitung des Deutsch-Polnischen Career Centers zu organisieren. Das viadukt-Team stellt in diesem Jahr eine größere Messefläche zur Verfügung, um den wachsenden Besucher- und Ausstellerzahlen gerecht zu werden. 70 Aussteller aus Deutschland und Polen sind für die diesjährige Jobmesse gemeldet.

Als Schirmherren hat die viadukt.06 den Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, Ulrich Junghanns, und den Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Dr. Marek Prawda, gewonnen. Beide äußerten ihre Begeisterung, dass sich die viadukt aktiv an der wirtschaftlichen Entwicklung der Grenzregion beteiligt.

Die Jobmesse für alle Studierenden und AbsolventInnen Deutschlands und Polens bietet unter anderem die Möglichkeit, an Einzelgesprächen zu Praktika und Jobs in Deutschland und Polen bei ausgewählten Unternehmen, wie ALBA, PricewaterhouseCoopers, Tchibo und real,- teilzunehmen. Für die Einzelgespräche können sich die Studierenden bis zum 20. Oktober unter www.viadukt.org anmelden. Die viadukt konnte bereits in den vergangenen Jahren viele Studierende erfolgreich in ein festes Arbeitsverhältnis vermitteln.

Das viadukt-Team organisierte außerdem ein attraktives Rahmenprogramm. Neben den Leadsponsoren, ALBA und E.ON edis, bieten viele weitere Aussteller Vorträge und Workshops zu aktuellen Themen. Darüber hinaus ist es gelungen, eine Vielzahl von Non-Profit Organisationen, sowie klein- und mittelständische Unternehmen (KMUs) aus der Region für diese Veranstaltung zu gewinnen.

Weitere Informationen zum Rahmenprogramm finden sie unter www.viadukt.org

• • •

MHH gründet erste Patientenuniversität Deutschlands

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 20:27

Strukturiertes Bildungsangebot für Patientenvertreter, Laien und Patienten Die zunehmende Alterung der Gesellschaft und die Zunahme chronischer Erkrankungen führen dazu, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema Gesundheit und Krankheit beschäftigen müssen. Sie müssen lernen, mit ihrer Krankheit und zahlreichen damit verbundenen Herausforderungen umzugehen. “Eine angemessene Gesundheitsbildung, Beratung und Schulung von Bürgerinnen und Bürger sowie Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Gegebenheiten ist deshalb zwingend erforderlich”, betont Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz von der Medizinischen Hochschule Hannover, Direktor der Abteilung Epidemiologie Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung. Die Menschen benötigen den Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen. Sie müssen die Informationen so verstehen und nutzen können, dass sie zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit beitragen. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat deshalb ein Konzept für diese Herausforderungen entwickelt: Als erste Universität in Deutschland hat die MHH eine Patientenuniversität gegründet.

“Die Patientenuniversität dient dazu, mit strukturierten Bildungsangeboten das universitäre Wissen und aktuelle Forschungsergebnisse nicht nur Expertenkreisen, sondern der gesamten Bevölkerung zur Verfügung zu stellen”, erläutert Professorin Dierks, die Leiterin der Patientenuniversität. Sie will Wissen der Medizin vermitteln, über körperliche und seelische Abläufe im menschlichen Körper aufklären und Erkrankte und ihre Angehörigen im Umgang mit der Erkrankung unterstützen, aber auch Kenntnisse über Strukturen des Gesundheitswesens und methodische Grundlagen verständlich machen.

Die Patientenuniversität ist eine von zahlreichen Wissenschaftlern, Lehrenden und Studierenden getragene unabhängige Bildungseinrichtung an der Medizinischen Hochschule Hannover für unterschiedliche Zielgruppen: Für Bürgerinnen und Bürger, für Patientinnen und Patienten und für Patientenvertreterinnen und -vertreter aus Selbsthilfegruppen, Patientenorganisationen und Patientenberatungseinrichtungen. Die Patientenuniversität startet in drei Etappen für die verschiedenen Zielgruppen. Die Kurse im Block “Gesundheitssystemkompetenz für Patientenvertreter” beginnen in diesem Monat. Dabei wird Fachwissen für Interessenvertretungen in politischen Gremien vermittelt. Im März 2007 startet der zweite große Block, die “Gesundheitsbildung für Bürger”. In diesen Kursen sollen medizinische Themen laienverständlich erklärt werden. Der dritte Block “Patientenschulungen für Erkrankte” wird im Juni 2007 an den Start gehen. Hier werden Schulungsprogramme zur Unterstützung des Selbstmanagements bei Erkrankungen angeboten.

Weiter Auskünfte zur Patientenuniversität erhalten unter Sie unter www.patientenuniversitaet.de sowie bei Dipl.-Päd. Gabriele Seidel, Telefon 0511 532-8425, E-Mail: patientenuntersitaet@mh-hannover.de. Dort können Sie auch ein Kursbuch für den Block “Gesundheitssystemkompetenz für Patientenvertreter” bestellen.

• • •

Erster Informatiklehrertag Bayern 2006 in Erlangen

Das Institut für Informatik der Universität Erlangen-Nürnberg öffnet am Donnerstag, 12. Oktober 2006 die Türen für rund 250 Lehrerinnen und Lehrer. Am ersten Informatiklehrertag in Bayern präsentieren Wissenschaftler und Praktiker in Vorträgen und Workshops neue Bildungsangebote. Koordiniert wird der Informatiklehrertag von der Didaktik der Informatik unter der Leitung von Prof. Dr. Torsten Brinda. Veranstaltungspartner sind der Bayerische Philologenverband und der Bayerische Realschullehrerverband. Der Informatiklehrertag beginnt um 9.00 Uhr im Hörsaal H8 der Technischen Fakultät, Erwin-Rommel-Straße 60, in Erlangen. Am Vormittag stehen nach der Begrüßung des Studiendekans der Technischen Fakultät, Prof. Dr. Marc Stamminger, die Grundfragen nach den Zielen des Informatikunterrichts im Mittelpunkt: Wie kann Informatikunterricht so gestaltet werden, dass er auch die Alltagsprobleme der PC-Nutzer löst? Prof. Dr. Werner Hartmann und Prof. Dr. Martin Lehmann von der deutschsprachigen Pädagogischen Hochschule Bern sprechen über Informatikunterricht zwischen Theorie und Praxis.

Anschließend finden zwischen 10.45 und 12.15 Uhr, und am Nachmittag zwischen 14.00 und 15.30 Uhr sowie zwischen 16.00 und 17.30 Uhr 17 Workshops zu verschiedenen Themen des Informatikunterrichts für unterschiedliche Klassenstufen und Schulformen statt. Dr. Hermann Puhlmann bietet ein Arbeitsseminar über Bildungsstandards in der Informatik an. Wie man ein Schachspiel mit Schülern objektorientiert programmiert, zeigt Matthias Maas. Uwe Friedrich stellt einen spielerischen Zugang zur Modellierung und Algorithmik mit LEGO Mindstorms vor. Wie man einige Mechanismen der Kommunikation von Rechnern mit Schülern erforschen kann, erklärt Thomas Brandl in seiner Werkstatt.

Der erste Informatiklehrertag in Bayern ist ein Beitrag der Erlanger Informatikdidaktik-Forscher zum offiziellen Jahr der Informatik, das das Bundesminis-terium für Bildung und Forschung für 2006 ausgerufen hat.

• • •

Neuer Sonderforschungsbereich „Raum.Zeit.Materie“ an der Humboldt-Universität eröffnet

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 20:11

Am heutigen Freitag wird der neue Sonderforschungsbereich 647 „Raum.Zeit.Materie – Analytische und Geometrische Strukturen“ feierlich eröffnet. An an dem Sonderforschungsbereich sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin, die Universität Potsdam und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Golm beteiligt. In diesem zunächst für vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt untersuchen Mathematiker und theoretische Physiker Ansätze zu einem einheitlichen Verständnis von Quantenphysik und Gravitation. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist ein systematisches Verständnis der auftretenden mathematischen Strukturen, wovon wir erhebliche Auswirkungen auf Mathematik und Physik erwarten. „Es geht uns um die grundlegenden Strukturen von Raum und Zeit und deren Zusammenwirken mit der Materie, der Hauptgegenstand des philosophischen Denkens zu allen Zeiten also, aber diese Zusammenhänge sollen in einer mathematischen Sprache beschrieben werden, in der sich physikalische Intuition mit logischer Konsistenz harmonisch verbindet. Gesucht wird also, populär gesprochen, die Theory of Everything, die Theorie des Ganzen, und es ist weithin bekannt, dass eine solche gemeinsame Theorie von Quantenphysik und Gravitation bis heute nicht gefunden ist, trotz sehr intensiver Bemühungen und vieler wundervoller Ideen“, sagt Professor Jochen Brüning, vom Institut für Mathematik an der Humboldt-Universität.

Der Sonderforschungsbereich hat seine Arbeit bereits am 1. 1. 2005 begonnen und nun seine Kooperationsstrukturen etabliert.

Weitere Informationen gibt es unter: www.raumzeitmaterie.de

• • •
Nächste Seite »
Powered by: WordPress • Template by: Priss