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Kalender

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31. Oktober 2006

Wo kreatives Studium auf exzellente Forschung trifft

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 08:40

Chemnitzer Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik blickt an ihrem “Tag der Fakultät” in die Zukunft Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Chemnitz veranstaltet am 2. November 2006 ihren diesjährigen “Tag der Fakultät”. Dekan Prof. Dr. Thomas Geßner begrüßt um 14 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Raum N 114, mehr als 140 Gäste, darunter zahlreiche Forschungspartner seiner Fakultät. Nach dem Grußwort von Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes wird Prof. Geßner aktuelle Forschungsschwerpunkte der 18 Professuren seiner Fakultät sowie des Zentrums für Mikrotechnologien vorstellen, künftige Vorhaben in Forschung und Lehre skizzieren sowie über zukunftsweisende Konzepte wie dem aktuellen Baugeschehen auf dem Campus und dem künftigen Technopark der Stadt Chemnitz berichten.

“Unser hohes Innovationspotential ist die ideale Voraussetzung für ein kreatives Studium und eine exzellente Forschung an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik”, schätzt Prof. Geßner ein. Dass dem so ist, zeigt auch das gestiegene Interesse an den Studienangeboten. So haben sich beispielsweise in diesem Wintersemester bisher 64 Studierende für den Studiengang Elektrotechnik eingeschrieben, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von etwa 50 Prozent entspricht. Stabile Studierendenzahlen verzeichnen der Studiengang Informations- und Kommunikationstechnik sowie der gemeinsam mit der Fakultät für Maschinenbau angebotene Studiengang Mikrotechnik/Mechatronik. Künftig setzt die Fakultät auch auf Bachelor- und Masterabschlüsse: “Ab dem Wintersemester 2007 wird sie Bachelor-Studiengänge und ab 2008 Master-Studiengänge anbieten”, versichert der Dekan.

Die Exzellenz in der Forschung will die Fakultät künftig noch weiter verstärken. So beteiligen sich Forscher der TU Chemnitz unter Federführung von Prof. Geßner an einem gemeinsamen Exzellenz-Cluster-Antrag mit der Technischen Universität Dresden für ein sächsisches Zentrum für zukünftige Materialien und Technologien. “Außerdem arbeitet die Fakultät an zwei Anträgen zu Gradiertenschulen mit”, berichtet Prof. Geßner.

Nach dem Festvortrag des Dekans berichtet Prof. Dr. med. habil. Johannes Schweizer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I des Klinikums Chemnitz und Inhaber der gemeinsame Honorarprofessur Telekardiologie der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und der Philosophischen Fakultät, über moderne telemedizinischen Anwendungen aus seinem Fachgebiet. Im Anschluss werden Diplom- und Promotionsurkunden übergeben sowie Auszeichnungen und Ehrungen vorgenommen. Den musikalischen Rahmen des “Tages der Fakultät” gestaltet das Bläserquintett des Universitätsorchesters “Collegium musicum” der TU Chemnitz.

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30. Oktober 2006

Elternalarm heil überstanden

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 21:50

Münsters Studierende hat der Semesteralltag wieder eingeholt Münsters Studierende können aufatmen: Mit einem Brunch in der Mensa am Aasee endete am Sonntagmittag, 29. Oktober 2006, der zweite “Elternalarm” in der westfälischen Hochschulstadt. Fast 1.000 Mütter und Väter fuhren mit dem sicheren Gefühl nach Hause, dass ihre studierenden Kinder in Münster gut aufgehoben sind. Und die Studierenden an Universität, Kunstakademie und den verschiedenen Fachhochschulen können sich nach einem turbulenten Wochenende mit den “alten Herrschaften” wieder ganz ungestört dem Studium und den studentischen Freizeitvergnügen hingeben. Nach der bundesweit beachteten Premiere im vergangenen Jahr war der Elternalarm 2006 vom 27. Bis 29. Oktober schon fast eine Selbstverständlichkeit in der westfälischen Hochschulstadt. Abwechslungsreich und unterhaltsam die Eröffnungsfeier im gut gefüllten Hörsaal H1 am Hindenburgplatz. Dabei gab das Thema “Essen” den Ton. Die WWU Münster war mit ihrer neuen Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles, dem studentischen Debattierclub und den Klinik-Clowns des Klinikums vertreten.

Am Samstagvormittag machten die Eltern im H1 bei der “Eltern-Uni” dann Bekanntschaft mit Professoren und Dozenten münsterscher Hochschulen, die verständlich und unterhaltsam schwierige Sachverhalte darstellten. Die Eltern lernten, dass die Münsteraner im Gegensatz zu den Osnabrückern in der Reformationszeit wild, widerspenstig und der Vielweiberei zugeneigt waren, dass Eltern ihren Kindern beim Frühstück tief in die Augen schauen sollten, dass symbolische Gesten, wie das Victory-Zeichen, nicht immer richtig verstanden werden und dass Bilder und Pressefotos die Wirklichkeit nicht dokumentieren, sondern interpretieren.

Umrahmt von Musikdarbietungen aus der Musikhochschule Münster sprachen der Historiker Prof. Dr. Peter Johanek von der WWU über die Zeit der Wiedertäufer in Münster, Prof. Dr. .Iris Wiesner und Willi Stratmann von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung über Drogen und Drogenerkennung, Günther Rebel von der FH Münster über Körpersprache und nichtverbale Kommunikation sowie Prof. Dr. Gerd Blum von der Kunstakademie über Kunst als Geschichte der Gegenwart. Moderiert wurde die mehr als zweistündige Veranstaltung von Heribert Woestmann von der WWU.

Mit der “uniart-münster”, den Kunst- und Kulturtagen der WWU Münster, war in diesem Jahr eine bewährte und erfolgreiche Veranstaltung in das Programm des Elternalarms integriert worden. Im Geologischen Museum der Universität wurde eine Ausstellung mit zehn ausgewählten Kunstwerken zum Thema “Essen” von Vorträgen begleitet, die das kulinarische Thema aus der Sicht verschiedener Disziplinen verdauten. Dabei kamen die Zutaten zu einem insgesamt köstlichen Menu aus so unterschiedlichen Bereichen wie der Lebensmittelchemie, der Ethnologie oder Soziologie.

Das ungemein umfangreiche und vielfältige Programm, zu dem auch in diesem Jahr wieder touristische Höhepunkte wie Stadtführungen, Marktbesuche, Einkaufsbummel und Kneipentouren gehörten, hielt Münsters Studierende und ihre Eltern am letzten Oktober-Wochenende auf mächtig auf Trab. Jura-Studentin Claudia wollte darin keinen Nachteil sehen: “Meine Mutter ist gar nicht dazu gekommen, meine unaufgeräumte Bude zu inspizieren”, seufzte sie erleichtert. Aber Achtung: Spätestens im Oktober oder November 2007 heißt es wieder: Elternalarm in Münster!

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26. Oktober 2006

Infotag in der Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Erlangen

Beim Infotag der Unfallchirurgischen Abteilung am Universitätsklinikum Erlangen (Leiter: Prof. Dr. Friedrich F. Hennig) steht *Der fränkische Fuß - vom Großzeh bis zur Hüfte” im Mittelpunkt. Interessierte Bürger und Ärzte können sich in Vorträgen und an Infoständen über die medizinische Versorgung, Prävention und nachstationäre Weiterbehandlung der unfallchirurgischen Abteilung umfassend informieren. Der Infotag findet am Samstag, 28. Oktober 2006, zwischen 10 und 16 Uhr in der Chirurgischen Klinik, Krankenhausstr. 12, Erlangen, statt. Weitere Infos unter: www.unfallchirurgie.uk-erlangen.de. *Wir wollen mit dem Infotag das Behandlungsspektrum im ambulanten und stationären Bereich vorstellen und die vielfältigen Aufgaben eines Universitätsklinikums präsentieren”, sagt Prof. Hennig. In Vorträgen werden der Hüftgelenkverschleiß, der *Hallux valgus”, Knieschmerzen und die Osteoporose thematisiert. In Demonstrationen werden Knie- und Hüftgelenk-Prothesen gezeigt. Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Physiotherapeuten informieren über neueste Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Wer will, kann kostenlos eine computerunterstützte Video-Laufband-Analyse oder eine dreidimensionale Fußmessung durchführen lassen. Gezeigt werden ebenfalls die richtige orthopädische Schuhversorgung, Gehhilfen und Orthesen. Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls gesorgt.

Die Hochschulmedizin des Universitätsklinikums ist geprägt von der Verbindung von Aufgaben in Forschung und Lehre mit der vom Land übertragenen Krankenversorgung. Mit vielfältigen Kooperationspartnern, seien es niedergelassene Ärzte, komplementäre Anbieter oder internationale Hochschulen, arbeitet das Universitätsklinikum eng zusammen, um diesen vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden und dadurch das Angebot für seine Patienten zu verbessern. Dieser Verbundgedanke präge auch das Programm des Infotages. *Eine qualitätsgesicherte medizinische Versorgung ist ohne die Zusammenarbeit von wissenschaftlicher Forschung, modernster Diagnostik, Medizin-Technik, Nachsorge sowie Betreuung durch andere Heilberufe nicht zu realisieren”, sagt Prof. Hennig.

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Dies academicus 2006 - Universität Erlangen-Nürnberg feiert 263. Jahrestag ihrer Gründung

Am 4. November 2006 feiert die Universität Erlangen-Nürnberg den 263. Jahrestag ihrer Gründung. Zu diesem Anlass lädt Rektor Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske um 10.15 Uhr zur Akademischen Feier im Auditorium maximum, Bismarckstraße 1, Erlangen, ein.

Der Begrüßung des Rektors folgt eine Ansprache von Dr. Thomas Goppel, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Anschließend werden die Habilitationspreise des Universitätsbundes, der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen eines ausländischen Studierenden, der Gleichstellungspreis der Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Ehrenmedaille und die Ehrensenatorwürde für besondere Verdienste um die Universität Erlangen-Nürnberg verliehen.

Den Festvortrag hält in diesem Jahr Prof. Dr. Hans-Joachim Freund, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft, Gründungsmitglied des Wissenschaftlichen Rats des European Research Council und Mitglied des Hochschulrats der Universität Erlangen-Nürnberg. Professor Freund wird über *Die Entwicklung eines Europäischen Forschungsrats: Konzepte und Tendenzen” sprechen.

Für die musikalische Umrahmung sorgt das Musicalensemble der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Pfeiffer. Die Studierenden werden Songs aus ihrer aktuellen Musicalproduktion *Schooldays” präsentieren.

Ehrensenatoren
Ministerialdirigent a.D. Jürgen Großkreutz und Prof. Dr. h.c. mult. Klaus Gerhard Saur werden im Rahmen der Akademischen Feier mit der Ehrensenatorenwürde der Universität Erlangen-Nürnberg geehrt.

Jürgen Großkreutz gestaltete zwischen 1968 und 2004 im Bayerischen Wissenschaftsministerium die bayerische Hochschul- und Forschungspolitik in besonderem Maße mit. Er war dort unter anderem Leiter des Betreuungsreferats der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Referent für Grundsatzfragen der Forschung und des Technologietransfers und zuletzt Leiter der Abteilung für Gemeinsame Wissenschafts-, Forschungs- und Hochschulangelegenheiten. Von 1987 bis 1998 war er außerdem Mitglied des Vorstands des Instituts für Freie Berufe an der Universität Erlangen-Nürnberg. Als Betreuungsreferent der Universität Erlangen-Nürnberg führte er unter anderem die bauliche Erneuerung der Universität fort, begleitete den Ausbau der Technischen Fakultät und den Aufbau der ersten Technologie-Transferstelle in Bayern. Außerdem spielte Großkreutz eine maßgebliche Rolle bei der Einrichtung und dem Aufbau der Virtuellen Hochschule Bayern.

Der Verleger Klaus Gerhard Saur hat sich nachhaltig für den Studiengang Buchwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg eingesetzt und die Belange der Erlanger Buchwissenschaft stets gefördert, zum Beispiel durch seine Kontakte im Börsenverein des deutschen Buchhandels oder durch die Schaffung von Praktikumsmöglichkeiten für Erlanger Studierende. Im Frühjahr 2005 schenkte Saur der Universität Erlangen-Nürnberg die Saur-Bibliothek bestehend aus mehr als 6500 Büchern, Mikrofiches und CD-Rom - eine Sammlung nahezu aller im K.G. Saur-Verlag erschienenen Publikationen aus den Jahren 1970 bis einschließlich 2004.

Ehrenmedaille
Mit der Ehrenmedaille der Universität Erlangen-Nürnberg wird Dr. Franz Wolf ausgezeichnet. Wolf wurde 1967 zum Leiter des damals neu gegründeten Rechenzentrums der Universität bestellt und war zunächst auch dessen einziger Mitarbeiter. Im Lauf von drei Jahrzehnten baute Franz Wolf das Rechenzentrum zum zentralen IT-Dienstleister für die Universität und später auch für die Hochschulen der Region aus. Als sich Wolf 1999 in den Ruhestand verabschiedete, konnte er auf beachtliche Erfolge zurückblicken: Das Rechenzentrum, mittlerweile Regionales Rechenzentrum Erlangen (RRZE), beschäftigte inzwischen rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreute neben der Universität Erlangen-Nürnberg noch die Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie die Fachhochschulen Coburg und Nürnberg. Als ehrenamtlicher Leiter der Informatik-Sammlung Erlangen, die im Jahr 2000 eröffnet wurde, engagierte sich Dr. Franz Wolf bis Sommer 2006 auch weiter für die Universität Erlangen-Nürnberg.

Gleichstellungspreis
Mit dem Gleichstellungspreis der Universität wird in diesem Jahr die Juristische Fakultät, vertreten durch Prof. Dr. Matthias Jestaedt, ausgezeichnet. Die Fakultät setzt sich in herausragender Weise für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Ganz besonders ihr Frauenbeauftragter, Professor Jestaedt, engagiert sich außerordentlich für die Gleichstellung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der Gleichstellungspreis der Universität Erlangen-Nürnberg wurde von Prof. Dr. Renate Wittern-Sterzel begründet und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Habilitationspreise
Die vom Universitätsbund Erlangen-Nürnberg gestifteten und mit jeweils 1500 Euro dotierten Habilitationspreise werden in diesem Jahr an folgende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verliehen:

Erziehungswissenschaftliche Fakultät:
Habilitationspreis der Universität Erlangen-Nürnberg
PD Dr. Sabine Engel für ihre Habilitationsschrift *Belastungserleben bei Angehörigen Demenzkranker aufgrund von Kommunikationsstörungen”

Philosophische Fakultät II:
Habilitationspreis der Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Shabo Talay für seine Habilitationsschrift *Die neuaramäischen Dialekte der Assyrer am Khabur in Nordostsyrien”

Juristische Fakultät:
Habilitationspreis der Universität Erlangen-Nürnberg
PD Dr. Christoph J.M. Safferling, LL.M. für seine Habilitationsschrift *Vorsatz und Schuld. Das Schuldprinzip im europäischen Vergleich: Subjektive Täterelemente im deutschen und englischen Strafrecht”

Medizinische Fakultät:
Thiersch-Preis
PD Dr. Marion Maria Ruisinger für ihre Habilitationsschrift *Patientenwege. Die Konsiliarkorrespondenz Lorenz Heisters (1683-1758) in der Trew-Sammlung Erlangen”

Naturwissenschaftliche Fakultäten
Emmy-Noether-Preis
PD Dr. Kai C. Hultzsch für seine Habilitationsschrift *Neue Katalysatoren für die stereo- und enantioselektive Hydroaminierung von Alkenen und die Epoxid/Co2-Copolymerisation”

Technische Fakultät:
Wolfgang-Finkelnburg-Preis
PD Dr. Sonja Pongratz für ihre Habilitationsschrift *Alterung von Thermoplasten”

DAAD-Preis
Der DAAD-Preis für hervorragende Leistungen eines ausländischen Studierenden geht in diesem Jahr an Maija *adurska aus Riga (Lettland), die an der Universität Erlangen-Nürnberg Anglistik, Politikwissenschaft und Germanistische Linguistik studiert. Der DAAD-Preis, der mit 1000 Euro dotiert ist, wird ihr unter anderem für ihre Verdienste um die interkulturelle Kommunikation an der Hochschule und ihr Engagement bei den Aktivitäten des Akademischen Auslandsamtes verliehen.

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Naturwissenschaftliche Fakultät II der Universität Erlangen-Nürnberg - Prof. Dr. Johann Gasteiger zum 65. Geburtstag

Prof. Dr. Johann Gasteiger, Professor am Institut für Organische Chemie und am Computer-Chemie-Centrum der Universität Erlangen-Nürnberg, feiert am Freitag, 27. Oktober 2006, seinen 65. Geburtstag.

Johann Gasteiger, geboren in Dachau, absolvierte sein Chemiestudium in München und Zürich. Er promovierte 1971 an der Universität München und verbrachte danach ein Jahr als Postdoktorand an der University of California in den USA. 1972 wurde er zum Akademischen Rat, anschließend zum Akademischen Direktor an der Technischen Universität München ernannt, wo er 1979 habilitierte. 1988 folgte die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.

1994 wechselte er auf eine C3-Professur für Organische Chemie an die Universität Erlangen-Nürnberg. Im selben Jahr gründete er gemeinsam mit Prof. Dr. Paul von Ragué Schleyer und PD Dr. Tim Clark das Computer-Chemie-Centrum der Universität, das die Möglichkeiten der Computertechnologie zur Verarbeitung chemischer Information nutzt. Die Chemoinformatik klassifiziert, modelliert und plant mit Hilfe wissensbasierter Systeme den Ablauf und die Ergebnisse von chemischen Reaktionen im Detail und weist damit neben der Bioinformatik Wege zur Synthese von maßgeschneiderten Medikamenten.

In der Forschung konzentrierte sich Prof. Gasteiger auf die Entwicklung von Methoden und Computerprogrammen zur Reaktionsvorhersage und Syntheseplanung, zur Analyse und Simulation von Infrarot- und Protonenresonanzspektren, zur Molekül- und Reaktionsmodellierung, zur Vorhersage physikalischer, chemischer und biologischer Eigenschaften von organischen Verbindungen und zur Auffindung neuer Leitsubstanzen mit biologischer Aktivität. Seine Arbeitsgruppe im Computer-Chemie-Centrum hat wesentlich zum Aufbau umfassender Chemie-Datenbanken beigetragen. Schon frühzeitig befasste sich Prof. Gasteiger außerdem mit dem Einsatz von künstlichen neuronalen Netzen und genetischen Algorithmen zur Behandlung komplexer Problemstellungen in der Chemie.

In den Jahren 1985-87 war Prof. Gasteiger für das Beilstein-Institut in Frankfurt/Main und das Fachinformationszentrum (FIZ) Chemie in Berlin als Berater tätig.1987-1991 leitete er ein Projekt des FIZ Chemie zum Aufbau einer Reaktionsdatenbank. In der Gesellschaft Deutscher Chemiker übernahm er mehrmals wichtige Funktionen. Für seine Verdienste um die Computerchemie wurde er im In- und Ausland geehrt, zuletzt 2006 mit dem American Chemical Society Award for Computers in Chemical & Pharmaceutical Research.

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Neue Vortragsreihe des Collegium Alexandrinum - Von Engeln, Informatik und Franken in Bayern

Im Rahmen der Vorlesungsreihe Collegium Alexandrinum bietet die Universität Erlangen-Nürnberg im Wintersemester 2006/07 allen Interessenten wieder Vorträge aus verschiedenen Forschungsbereichen an. Die Vorträge beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit dem Informatikjahr, mit Engeln in Kunst und Literatur und mit der Geschichte der Franken in Bayern. Die Vorträge finden jeweils donnerstags, um 20.15 Uhr, in der Aula des Erlanger Schlosses statt. Daneben bieten Dozenten der Uni Erlangen-Nürnberg jeweils samstags, um 10.00 Uhr, Führungen durch die Sammlungen der Universität, den Botanischen Garten, Erlangen, und durch die Ausstellung *200 Jahre Franken in Bayern” im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, an.

Schwerpunkt Informatikjahr 26. Oktober 2006 Verteilte Systeme auf Rädern Prof. Dr. Wolfgang Schröder-Preikschat, Institut für Informatik

2. November 2006 Mittelalterliche Weltkarten digital. Neue Methoden, neue Fragen, neue Antworten? Prof. Dr. Hartmut Kugler, Lehrstuhl für Germanische und Deutsche Philologie Prof. Dr. Günther Görz, Institut für Informatik

9. November 2006 Selbstreparierende Computer - Spinnerei oder Notwendigkeit? Prof. Dr. Jürgen Teich, Institut für Informatik

Schwerpunkt Engel 16. November 2006 Zurück zu den Engeln. Theologische Impulse aus der modernen Lyrik Prof. Dr. Martin Nicol, Lehrstuhl für Praktische Theologie

23. November 2006 Die welschen Kindlein. Überlegungen zu Form und Funktion in der spätmittelalterlichen Tafelmalerei. Manuel Teget-Welz, Graduiertenkolleg Kulturtransfer im Europäischen Mittelalter

30. November 2006 Engel im Film Prof. Dr. Kay Kirchmann, Institut für Theater- und Medienwissenschaft

7. Dezember 2006 Engel in der Literatur des Mittelalters Prof. Dr. Susanne Köbele, Professur für Germanische und Deutsche Philologie (Komparatistische Mediävistik) Zum Ausklang des Jahres 14. Dezember 2006 Von sterbenden Sternen - Astronomie im Gammastrahlenbereich Prof. Dr. Christian Stegmann, Lehrstuhl für Experimentalphysik (Astroteilchenphysik)

21. Dezember 2006 Zur Weihnacht Nüsse aus aller Welt Prof. Dr. Karl Knobloch, Nürnberg

200 Jahre Franken in Bayern 11. Januar 2007 1806: Ende und Anfang deutscher Geschichte Prof. Dr. Helmut Neuhaus, Lehrstuhl für Neuere Geschichte

18. Januar 2007 Franken wird bayerisch: Aus dem Alten Reich in einen neuen Staat Prof. Dr. Werner Blessing, Professur für Neuere Geschichte und Landesgeschichte

25. Januar 2007 Franken in Bayern - Probleme einer *Zwangsehe”. Prof. Dr. Wolfgang Wüst, Lehrstuhl für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte

1. Februar 2007 Fränkische Identität am Anfang des 21. Jahrhunderts Prof. Dr. Hartmut Heller, Professur für Landes- und Volkskunde, Nürnberg

8. Februar 2007 Machtwechsel. Reichsstädtische Literatur und der Verlust der politischen Selbstständigkeit 1806. PD. Dr. Werner Wilhelm Schnabel, Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft

Führungen Jeweils samstags, um 10.00 Uhr.

28. Oktober Informatik-Sammlung Erlangen Treffpunkt: Eingang zum Rechenzentrum, Martensstraße 1 Führung: Dr. Franz Wolf, Rechenzentrum

11. November Schloss, Schlossgarten und historische Bauten der Universität am Schlossgarten Treffpunkt: Schlossplatz vor dem Eingang zum Schloss Führung: Bernhard Wieser

18. November Röthelheim-Campus der Universität (ehemalige Artillerie-Kaserne) Treffpunkt: Feuerbach-Gedenkstein am Ludwig-Feuerbach-Platz neben Unicum Führung: Bernhard Wieser M.A.

2. Dezember Antikensammlung Kochstraße 4, Eingang von Parkplatz B, Hindenburgstraße Führung: Dr. Martin Boss

9. Dezember Martius-Pharmakognosie-Sammlung: Ingwer, Kardamom und Kurkuma Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie, Schuhstraße 19 Führung: Prof. Dr. Karl Knobloch

16. Dezember Botanischer Garten: Führung durch die Gewächshäuser Treffpunkt: Eingangshalle zu den Gewächshäusern Führung: Dr. Peter Titze

13. Januar Vor- und Frühgeschichtliche Sammlung Kochstraße 4, Zugang auf der Seite der Bismarckstraße, Kellereingang rechts Führung: Dr. Christian Züchner

20. Januar Anatomische Sammlung Anatomisches Institut, Krankenhausstraße 9 Führung: Prof. Dr. Winfried Neuhuber

3. Februar Medizinische Sammlung Artilleriestraße 70, Hofgebäude Führung: Dr. Marion Maria Ruisinger

10. Februar Franken und Bayern im Germanischen Nationalmuseum Treffpunkt: Eingang zum Museum Führung: Dr. Alfred Kröner, Oberasbach Kosten: Eintrittspreis in das Museum

Weitere Informationen: www.collegium-alexandrinum.de

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Die Ingolstadt Institute der Friedrich-Alexander-Universität - Start der Kooperation mit der Audi AG

Im Fokus steht die Förderung junger Wissenschaftler: Die AUDI AG, die Universität Erlangen-Nürnberg und die Stadt Ingolstadt werden künftig durch das Zusammenspiel von Theorie und Praxis Nachwuchsforscher im technischen Bereich verstärkt qualifizieren. INI.FAU (Ingolstadt Institute der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) lautet der Titel dieser Kooperation, die vom Wintersemester 2006/2007 an Nachwuchskräfte drei Jahre lang auf ihrem Weg zur Promotion begleitet. (www.ini.fau.de) Angesiedelt sind die INI.FAU im SE-Zentrum (Simultaneous Engineering) in Ingolstadt. Dort werden die ersten vier Doktoranden von den Lehrstühlen für Multimediakommunikation und Signalverarbeitung (Prof. Dr. André Kaup), für Informatik 4 (Verteilte Systeme und Betriebssysteme) (Prof. Dr. Wolfgang Schröder-Preikschat), Informatik 7 (Rechnernetze und Kommunikationssysteme) (Prof. Dr. Reinhard German) sowie Informatik 12 (Hardware-Software-Co-Design) (Prof. Dr. Jürgen Teich) in Kürze ihre Forschungsarbeiten beginnen. Jedem von ihnen steht ein Fachbetreuer der AUDI AG zur Seite. *Mit dieser Symbiose von Wissenschaft und Industrie ermöglicht Audi Nachwuchsförderung, moderne Forschung, Innovationen und nachhaltige Mobilität”, erklärte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Vorstandes der AUDI AG, anlässlich der Auftaktveranstaltung am Dienstag, 24. Oktober 2006, in Ingolstadt.

Software, Elektronik, Werkstoffe - das sind die Themengebiete, mit denen sich die Wissenschaftler beschäftigen werden. Die Elektronik in den Fahrzeugen entwickelt sich rasant. Es gilt, verschiedene Fahrzeugsysteme zu vernetzen, um den Pkw noch sicherer, komfortabler und sportlicher zu machen. Die INI.FAU-Kooperation soll dazu beitragen, diese Herausforderung kreativ zu lösen. Die jungen Wissenschaftler sollen im Rahmen ihrer Projektarbeit immer mehr Funktionen in die Fahrzeuge integrieren und sie gleichzeitig für den Fahrer funktionaler gestalten.

Ziel der INI.FAU ist es, ein wissenschaftliches Kompetenzzentrum zu schaffen, in dem Wissenschaft und Praxis Hand in Hand gehen. Dementsprechend fördert die Kooperation nicht nur Doktoranden, sondern wird Studenten auch Studien- und Diplomarbeitsthemen anbieten. Eine Besonderheit ist dabei die interdisziplinäre Ausrichtung der INI.FAU: Teilnehmen können Wissenschaftler verschiedenster Fakultäten. *Ich kann mir gut vorstellen”, sagt Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Rektor der Universität Erlangen-Nürnberg, *dass hier im Idealfall ein Physiker, ein Psychologe, ein Maschinenbauer und ein Mediziner unserer Universität zusammenarbeiten. Denn die Stärke unserer Universität liegt in ihrer Fächervielfalt, die einen Fundus für neue fachübergreifende Vernetzungen und innovative Profile liefert.”

Die Finanzierung der INI.FAU erfolgt projektbezogen durch die AUDI AG, die gemeinsam mit der Universität Erlangen-Nürnberg die Forschungs- und Entwicklungsprojekte festlegt. Ein durch die Universität und Audi paritätisch besetzter Steuerungskreis garantiert die wissenschaftliche und unternehmensseitige Relevanz der inhaltlichen Schwerpunkte.

Die Industrieförderungsgesellschaft der Stadt Ingolstadt (IFG) unterstützt die Kooperation mit einer Spende zur Finanzierung der EDV-Erstausstattung des Instituts im SE-Gebäude. Denn nicht nur die Universität und Audi profitieren: Die INI.FAU bringen den wissenschaftlichen Nachwuchs an den Standort Ingolstadt, fördern den Wissenstransfer und stärken damit die Innovationskraft der Region. Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann betont: *Ingolstadt war der Sitz der ersten und lange Zeit einzigen Bayerischen Landesuniversität. Es ist sehr erfreulich, dass die Stadt an diese herausragende universitäre Tradition anknüpfen konnte und nach der Wirtschaftswissen-
schaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Fachhochschule Ingolstadt und INI.TUM nun mit INI.FAU ein weiterer Mosaikstein zum Wissenschaftsstandort Ingolstadt angefügt werden kann.”

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist die größte Universität in Nordbayern. 26.000 Studierende sind an den elf Fakultäten immatrikuliert, von denen sich neun in Erlangen, zwei in Nürnberg befinden. Die Stärke der Universität mit ihren 83 Instituten, 550 Professoren und 2000 wissenschaftlichen Mitarbeitern liegt in ihrer Fächervielfalt, die einen Fundus für neue, fachübergreifende Vernetzungen und innovative Profile liefert. Einmalig für Bayern ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Fakultät, den Naturwissenschaftlichen Fakultäten und der Technischen Fakultät, die sich beispielsweise in der Medizintechnik oder der Biotechnologie niederschlägt. Für die Qualität der Forschung bürgen elf Sonderforschungs- und Transferbereiche, sechs DFG Forschergruppen und sieben Graduiertenkollegs.

Die INI.FAU sind eine Ergänzung zu INI.TUM, der bereits bestehenden Kooperation mit der Technischen Universität München. Diese läuft seit dem Wintersemester 2003/2004 erfolgreich. Daher spannt Audi das Netz aus Wissenschaft und Industrie nun weiter in den Norden Bayerns - nach Erlangen und Nürnberg.

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Neues Produktionsverfahren zur optischen Signalübertragung - Noch schneller auf der Datenautobahn

Immer leistungsfähiger werden die Chips, die heutzutage das Herzstück von Computern, aber auch von Autos oder Industriemaschinen sind. Doch was nützt ein blitzschnell arbeitender Prozessor oder Speicher, wenn die Daten von dort aus nur relativ langsam zum nächsten Bauteil auf der Leiterplatte übertragen werden? Schnelle Glasfaserverbindungen gelten als das Transportmedium der Zukunft und haben in vielen Bereichen schon die herkömmlichen Kupferleitungen abgelöst. Doch Leiterplatten mit solchen optischen Fasern ließen sich bisher nicht wirtschaftlich verarbeiten. Das ist Vergangenheit: Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der Universität Erlangen-Nürnberg um Prof. Dr. Klaus Feldmann haben in einem größeren Verbundprojekt ein automatisiertes Verfahren entwickelt, in dem solche Baugruppen in großen Stückzahlen zu günstigen Kosten gefertigt werden können. Das ist für die Industrie höchst interessant.

Optische Fasern aus Glas, aber immer häufiger aus Kunststoffen (so genannten Polymeren) haben gegenüber Kupferleitungen viele Vorteile: In ihnen lassen sich deutlich größere Datenmengen in viel kürzerer Zeit übertragen, und sie reagieren auf äußere Einflüsse weniger störanfällig. In der Telekommunikation haben Glasfaserkabel die Kupferleitungen deshalb schon fast völlig verdrängt. Auf Leiterplatten bisher noch nicht, denn es fehlte an einem Produktionsverfahren, mit dem einzelne Bauteile mit der nötigen Präzision positioniert werden können. Dabei kommt es auf Mikrometer - also Tausendstel Millimeter - an.

Will man Daten in solchen optischen Fasern übertragen, müssen die Informationen, die als elektronische Signale vorliegen, zunächst in kurze Lichtpulse übersetzt werden. Das geschieht in einer Sendeeinheit auf der Leiterplatte. Die schickt die Lichtpulse in die Polymerfaser, wo die Daten bis zur Empfängereinheit übertragen und in elektrische Signale zurückübersetzt werden. *Die kritischen Punkte bei der Übertragung sind die Schnittstellen zwischen Sender und Faser bzw. Faser und Empfänger”, erklärt Michael Rösch vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik. Diese Module stehen in keinem direkten Kontakt zur Polymerfaser, die in die Leiterplatte eingebettet ist. Sender und Empfänger sind in einigem Abstand darüber montiert. Der Sender schickt einen gebündelten Lichtstrahl in die darunter liegende Faser. Die Stelle, die er dabei treffen muss ist winzig klein, nur etwa 70 mal 70 Mikrometer. Ungefähr genau so groß ist der Punkt, den der Lichtstrahl auf seinem Weg von der Faser zur Empfangseinheit finden muss. Die nötigen Bauteile müssen also überaus genau ausgerichtet werden.

Bei der Verarbeitung von Leiterplatten, auf denen die Daten über Kupferbahnen übertragen werden, ist diese hohe Genauigkeit nicht nötig. Hier werden Sender und Empfänger aufgelötet. Doch bis das flüssige Metall erstarrt, können sich die Module um wenige Mikrometer verschieben. Das darf bei der Herstellung von Leiterplatten mit Polymerfasern nicht passieren. Deshalb haben die Ingenieure der Universität Erlangen-Nürnberg im Projektverbund mit mehreren Industriepartnern ein ausgefeiltes Produktionsverfahren entwickelt: Sie kleben die Bauelemente zunächst mit einem Spezialkleber auf und härten die Verbindung mit UV-Licht. Dann kann gelötet werden. Das Löten fixiert nicht nur die Bauteile, sondern sichert auch deren elektronischen Kontakt zur Leiterplatte. Schon vor dem Kleben wurde ein wenig Lotpaste - winzig kleine Metallkügelchen - unter den Bauelementen aufgetragen. Die wird nun in einem Lötofen geschmolzen, ohne dass sich die Module auf dem flüssigen Metall verschieben können.

Die gesamte Prozesskette zur Montage läuft vollautomatisch in einer Fertigungsanlage. Dazu haben die Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg im Rahmen ihres Forschungsprojektes AMOB (Automatisierte Montage optischer Bauelemente auf Substrate mit integrierten Lichtwellenleitern) bereits bestehende Hochleistungssysteme verändert und zusätzliche Teilprozesse integriert.

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EU-Außenpolitik in der Vortragsreihe *Europa-Dialog Erlangen” - Die Europäische Union als globaler Akteur

Zunehmend verfolgt die Europäische Union die politische Linie, nach außen als Einheit aufzutreten und weltweit verstärkte Präsenz zu zeigen. Das Erlanger Institut für Politische Wissenschaft und die Sektion *Regionen in Europa” des Zentralinstituts für Regionalforschung der Universität Erlangen-Nürnberg untersuchen ab dem 24. Oktober 2006 in der Vortragsreihe *Europa-Dialog Erlangen”, welche Rolle der EU künftig im internationalen System zukommen kann und soll. Jeweils dienstags um 18.15 Uhr in Raum 0.024 des Kollegienhauses, Universitätsstr. 15 in Erlangen werden Vertreter aus Politik und Wissenschaft verschiedene Aspekte der Thematik ansprechen. Umfragen des Eurobarometers zeigten in den vergangenen Jahren, dass die meisten Bürger der Europäischen Union mit 67 Prozent im EU-Durchschnitt eine gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik befürworten würden. Dennoch haben der Kriseneinsatz der EU in der Demokratischen Republik Kongo im Sommer und die Beteiligung an den UN-Friedenstruppen im israelisch-libanesischen Konflikt in den vergangenen Monaten erneut für Diskussion um die künftige Rolle der EU als *global player” gesorgt. In dieser Debatte sind die Außenminister der Europäischen Union zwar bemüht, sich einig zu präsentieren. Je weiter das Krisenmanagement jedoch über die eigene Peripherie hinausreicht, desto kritischer werden die Stimmen. Darüber hinaus steht die Union vor großen Herausforderungen hinsichtlich ihrer Positionierung in anderen, die Außenpolitik unmittelbar berührenden Fragen wie der künftigen Energieversorgung oder dem Umgang mit der neuen Nachbarschaft.

In der Reihe *Europa-Dialog Erlangen” beantwortet der stellvertretende Abteilungsleiter für Außen- und Sicherheitspolitik im Bundeskanzleramt Rolf Nikel am 24. Oktober 2006 Fragen der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik. Am 7. November diskutiert Frank Umbach von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin die Möglichkeit einer gemeinsamen Energie-Außenpolitik. Joachim Herrmann, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, wird am 21. November die Grenzen Europas ausleuchten. Victor Mauer von der ETH Zürich überprüft am 28. November die Rolle der EU im Kampf gegen den Terrorismus. Die türkische Außenpolitik erläutert Hüseyin Bagci, Professor für Internale Politik aus Ankara, am 5. Dezember, und Jens van Scherpenberg, Leiter der Forschungsgruppe Amerika der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, entwickelt am 12. Dezember eine *Vision für den Atlantischen Wirtschaftsraum”.

Die Vortragsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung durchgeführt. Die Vorträge sind öffentlich, und es ist keine Anmeldung erforderlich. Das Programm ist unter www.regionalforschung-erlangen.de im Internet einzusehen.

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Universität Paderborn: Verabschiedung der Absolventen der Fakultät für Maschinenbau - Verleihung des Miele-Preises

Abgelegt unter: Paderborn, Universität — info @ 22:16

Im Auditorium maximum der Universität Paderborn wurden am letzten Samstag bei einer Festveranstaltung die Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Maschinenbau verabschiedet. Dabei wurde auch der Miele Preis an die beiden besten Absolventen 2006 verliehen. “Miele steht für hohe Qualität und das gilt auch für ihren Studienabschluss.” Mit diesen Worten überreichte Prof. Dr. Hans Albert Richard, Professor für Angewandte Mechanik, den beiden Besten des Jahrgangs 2006 ihre Diplom-Urkunden. Tobias Hesse (Maschinenbau) und Dominik Hußmann (Wirtschaftsingenieurwesen) nahmen die Auszeichnung strahlend entgegen: Beide Absolventen bekamen neben Blumen und wohlwollenden Worten jeweils 1.000 Euro Preisgeld.

Mit ihnen zusammen feierten weitere 14 Studentinnen und 54 Studenten der Fakultät für Maschinenbau, denn allesamt erhielten ihr Diplom beziehungsweise ihren Bachelor. Fünf Absolventen bekamen ihre Doktorurkunden. Dekan Prof. Dr. Jürgen Gausemeier formulierte es so: “Wenn Du einmal Erfolg hast, kann es Zufall sein. Wenn Du zweimal Erfolg hast, kann es Glück sein. Wenn Du dreimal Erfolg hast, ist es Fleiß und Tüchtigkeit”. Durch diese beiden Eigenschaften zeichneten sich die Absolventinnen und Absolventen aus, weil der Abschluss aus vielen Teilerfolgen bestehe.

Prof. Dr. Manfred Pahl, emeritierter Kollege der Fakultät, stellte in seinem Festvortrag die Chinesisch Deutsche Technische Fakultät Qingdao vor. Er gab den Studierenden mit Bachelor-Abschluss diesen Tipp mit auf den Weg: “Machen sie auf jeden Fall ihren Master of Science.” Einer der Absolventen der Fakultät, Dipl.-Wirt.-Ing. Dominik Teutenberg, erinnerte in seinem Vortrag an alle Mühen und Anstrengungen des Studiums: “Letztlich will jeder Absolvent irgendwann so viel erreicht haben, dass er sich eine eigene Insel kaufen und dort ausspannen kann.”

Vorerst haben die Absolventen Besseres zu tun: “Vor ihnen liegt ein spannender Lebensabschnitt. Bei uns haben sie das Rüstzeug dafür bekommen”, so Prorektor Prof. Dr. Wilhelm Schäfer. Für alle Kollegen sei es immer ein ganz besonderer Moment, wenn die Studentinnen und Studenten in die Berufswelt entlassen würden: “Gut, dass immer neue Kommilitonen nachkommen, denn sonst würde uns Professoren die Luft ausgehen. Schließlich kommen die besten Ideen oft aus den Reihen der Studierenden.” Die Big-Band des Gymnasiums Schloss Neuhaus brachte mit ihren musikalischen Darbietungen Schwung in die Absolventenfeier.

Abends folgte im Bürgerhaus in Schloß Neuhaus der von der Fakultät und dem Ehemaligenverein der Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure (p.alum.wi e.V.) seit 2002 jährlich veranstaltete Absolventenball. Bestehende Kontakte wurden gepflegt, neue geknüpft und noch lange gefeiert.

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