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3. November 2006

Verleihung der ersten Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Physik der TU Kaiserslautern an hochrangigen Pariser Forscher

Abgelegt unter: Kaiserslautern, Universität — info @ 16:53

Die Ehrendoktorwürde ist eine besondere Auszeichnung, die ein Fachbereich einem Forscher verleihen kann, der herausragende wissenschaftliche Leistungen vollbracht hat. Diese seltene Ehrung - im Fachbereich Physik ist es die erste, die verliehen wird - wird heute Prof. Albert Fert von der Université Paris Sud zuteil, der auf dem Gebiet des Magnetismus eine Kapazität darstellt. Der von ihm gemeinsam mit Prof. Peter Grünberg aus Jülich entdeckte so genannte Riesenmagnetowiderstandseffekt ist ein Meilenstein sowohl in der Festkörperphysik als auch in der Informationstechnologie. Er ist beispielsweise Grundlage für Leseköpfe für moderne Computer-Festplatten, aber auch für Sensoren in der Automobilindustrie, im Maschinenbau oder in der Medizin. Wegen dieser bahnbrechenden Erfindung gilt Prof. Fert als Anwärter auf einen zukünftigen Nobelpreis. Die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstandseffekts hat ein neues Forschungsgebiet mit hohem Anwendungspotential hervorgebracht, die so genannte Spintronik. Neu ist, dass die fundamentalen elektrischen und magnetischen Eigenschaften von Elektronen gemeinsam für die Elektronik nutzbar gemacht werden.

Die Spintronik ist ein Schwerpunktthema im Fachbereich Physik der TU Kaiserslautern. Mit Prof. Fert bestehen lange wissenschaftliche Beziehungen. Um die europäische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet weiter voranzutreiben hat Prof. Burkard Hillebrands aus dem Fachbereich Physik das europäische Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk SPINSWITCH ins Leben gerufen, das von der Europäischen Union finanziert wird. Prof. Fert und seine Gruppe sind ein wichtiger Partner und bringen zentrale Kompetenz ein. Insgesamt 15 führende Forschergruppen aus acht Ländern der Europäischen Union arbeiten zusammen, darunter die Firmen Siemens und Thales. Die Forscher haben sich zum Ziel gesetzt, besonders schnelle magnetische Schalter und Hochfrequenzbauelemente für die Telekommunikation zu erforschen. Am gleichen Tag wie die Verleihung der Ehrendoktorwürde findet deshalb an der TU Kaiserslautern das Eröffnungstreffen dieses Netzwerkes statt.

Eine zentrale Aufgabe des Netzwerkes ist die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Doktoranden und Postdocs. Das SPINSWITCH-Netzwerk bietet den Jungwissenschaftlern/Innen nicht nur exzellentes wissenschaftliches Training auf dem neuesten Stand, sondern auch die Möglichkeit, auf europäischer Ebene in einem Verbund von universitärer Forschung, Forschung an etablierten Forschungszentren und in der Industrie die Grundlage für eine spätere Karriere zu legen.

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Erster E-Learning-Tag: Universität bietet viele Möglichkeiten fürs elektronische Lehren und Lernen

Abgelegt unter: Mainz, Johannes Gutenberg-Universität — info @ 16:50

Veranstaltung am 10. November 2006 auf dem Campus – Elektronische Prüfungen schon häufig genutzt. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstaltet am 10. November 2006 ihren ersten E-Learning-Tag mit Vorträgen, Postern und Vorführungen zu den Themen E-Learning in Lehrveranstaltungen und Klausuren, E-Learning auf Fachbereichsebene und Mediendidaktische Beratung. Außerdem stellen Universitätsmitglieder an diesem Tag einzelne E-Learning-Projekte vor. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr im Naturwissenschaftlichen Institutsgebäude, Hörsaal 025, Johann-Joachim-Becher-Weg, Campus der Universität. Ziel ist es hierbei, das elektronische Lehren und Lernen an der Universität vorzustellen und seine Verbreitung voranzutreiben. Der E-Learning-Tag wird von der Multimediainitiative RLP inform und dem Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz unterstützt.

Es ist ein strategisches Ziel der Johannes Gutenberg-Universität, E-Learning zur Erweiterung von Lehren und Lernen zu nutzen. Zwar besteht schon lange die Notwendigkeit, die Lehre mit ihrem hohen Personalbedarf durch moderne Informations- und Kommunikationstechniken (IuK) zu unterstützen. Eine wesentliche Ausweitung dieser Unterstützung wird jetzt durch die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen jedoch unumgänglich. Denn die Arbeitsprozesse der Lehrenden und Studierenden werden dabei in Qualität und Quantität erheblich ausgeweitet; dies gilt insbesondere für die Prüfungen.

Für die Lehrenden umfasst diese Unterstützung durch moderne IuK-Technologien die Organisation von Lehrveranstaltungen, die Lehre mittels E-Teaching und das Abhalten von Prüfungen mit Hilfe von E-Klausuren. Das ZDV stellt dafür - zusätzlich zur IuK-Infrastruktur der Universität – auf der Basis des E-Learning-Rahmen-konzepts des Senatsausschusses für Datenverarbeitung (SADV) die Lernplattformen ILIAS (Unterstützung von Organisation, E-Teaching und E-Klausuren), ReaderPlus und Stud.IP bereit. Die beiden Letzteren unterstützen die Organisation von Lehrveranstaltungen. Inzwischen sind 18.000 Nutzer in ReaderPlus und 11.000 Nutzer in ILIAS registriert. Von besonderer Bedeutung sind die mit der Lernplattform ILIAS durchgeführten E-Klausuren. Das ZDV bietet dafür seine PC-Räume mit insgesamt 240 Rechnern zur Nutzung an. Am Ende des Sommersemesters 2006 wurden innerhalb von acht Tagen über 2.000 Studierende in E-Klausuren geprüft. Insgesamt haben seit dem Wintersemester 2004/ 2005 etwa 4.700 Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an E-Klausuren teilgenommen.

Den Studierenden werden als IuK-Unterstützung des Lernens die Lernplattformen und E-Learning-Inhalte („E-Learning-Content“) angeboten. Ein Schwerpunkt ist hier die Erstellung von E-Lectures durch die Dozenten, das heißt die multimediale Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen. E-Lectures stellen vergleichsweise preiswert und schnell zu erstellenden E-Learning-Content dar.

Am ersten E-Learning-Tag der Universität werden nach der Eröffnung durch Univ.-Prof. Dr. Johannes Preuß, Vizepräsident der Universität, in Vorträgen unter anderem E-Klausuren vorgestellt sowie E-Learning-Möglichkeiten in verschiedenen Fachbereichen und Fachgebieten wie der Medizin, den Wirtschaftswissenschaften, in der Theologie, den Rechtswissenschaften und der Soziologie präsentiert.

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Irrtümer vermeiden - Universitätsklinikum Greifswald verbessert Patientensicherheit

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 16:49

Armbänder sind jetzt fester Bestandteil jedes Klinikaufenthaltes

Medikamente verteilen, Bluttransfusionen einleiten, Menschen operieren – Ärzte und Pflegepersonal im Klinikalltag stehen laufend in der Verantwortung, vor medizinischen Maßnahmen zweifelsfrei und zügig die Identität von Patienten zu überprüfen. Anfang des Jahres beschloss der Vorstand des Uniklinikums Greifswald die Einführung der „Patientenkennzeichnung mittels Armband“, um die Sicherheit zu erhöhen, Irrtümer und Verwechslungen auszuschließen. Im September wurde der Routinebetrieb aufgenommen. Seitdem wird jeder Patient bei der Aufnahme mit einem Armband mit Barcode am Handgelenk ausgestattet. Bei jährlich 40.000 Patienten mit Krankenhausaufenthalt gehört das Uniklinikum Greifswald mit zu den größten Einrichtungen, die für alle Patienten diese zusätzliche Sicherheitskontrolle vorschreiben. „Internationale Studien haben eindeutig belegt, dass Armband-Identifikationssysteme die Sicherheit in allen Krankenhausprozessen erhöhen“, betonte der Stellvertretende Ärztliche Direktor Prof. Matthias Nauck. Bis zu 10 Prozent der deutschen Krankenhäuser greifen bislang teilweise oder vollständig auf zusätzliche Kontrollmöglichkeiten zurück.

Das Greifswalder Uniklinikum verwendet die von der Reinbeker Firmengruppe Mediaform entwickelten selbstklebenden und verschlusssicheren Identifikationsbänder ARMILLA mit Barcode, Vornamen, Namen, Geburtsdatum und Fallnummer, die aus allergologisch und toxikologisch unbedenklichen Materialien bestehen. Mediaform ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der medizinischen Datenerfassung (www.mediaform.de). In Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Landes Mecklenburg Vorpommern wurden alle relevanten Aspekte des Persönlichkeitsschutzes der Patienten im Vorfeld geklärt. Die Integrationsfähigkeit in das bestehende papierlose Krankenhausinformationssystem (KIS) ist beim ARMILLA Armband gesichert. Der qualitativ hochwertige und dauerhafte Aufdruck wird dabei mit Zebra Druckern direkt aus dem KIS erzeugt, die sich nahtlos in die vorhandene IT-Struktur einbinden ließen. Bei einer Befragungsaktion akzeptierten über 90 Prozent aller Patienten das Armband und lobten den hohen Tragekomfort. Auch das Pflegepersonal erkannte schnell die Vorteile bei der Identifizierung der Patienten.

„Die Patientenarmbänder bilden die Grundlage weiterer Entwicklungen im Bereich der Patientensicherheit, im Qualitätsmanagement und der lückenlosen Darstellung medizinischer Leistungen“, unterstrich Nauck. So ist die Dokumentation der so genannten Patienten nahen Diagnostik (POCT), wie beispielsweise das Messen des Blutzuckerspiegels direkt am Patientenbett, bereits in die Realität umgesetzt. Hierbei liest das Blutzuckermessegerät den auf dem Armband befindlichen Barcode und dokumentiert so eindeutig die erfolgte Messung am Patienten. „Somit trägt das Armband gleichzeitig zur weiteren Ablaufoptimierung auf den Stationen bei.“

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MHH ehrt 120 Doktoranden

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 16:46

Freundegesellschaft, VHV und DAAD vergeben Preise und Stipendium 120 Gründe zum Feiern: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) lädt für Freitag, 3. November 2006, zum zwölften Mal Doktoranden und deren Angehörige in den Hörsaal F zur Promotionsfeier ein. Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann wird die Urkunden für die Doktorarbeiten 108 jungen Ärztinnen und Ärzten, neun Zahnmedizinerinnen und Zahnmedizinern sowie drei Humanbiologen überreichen. Sieben von ihnen haben ihre Promotionen “mit Auszeichnung” abgeschlossen. Unter den 120 Doktorranden sind 56 Frauen und 64 Männer.

Die beiden Promotionspreise gehen an Dr. med. Nele Kristin Barbro Freerksen (26), MHH-Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und an Dr. rer. nat. Kai Brakensiek (33), MHH-Abteilung Pathologie. Die Auszeichnungen sind mit je 2.500 Euro dotiert und werden von der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e.V. vergeben - wie auch das mit 12.500 Euro dotierte Hannelore-Munke-Forschungs-Stipendium zur Förderung der Krebsforschung. Stipendiatin ist Dr. rer. nat. Cornelia Rudolph (36), MHH-Abteilung Zell- und Molekularpathologie. Den mit 2.500 Euro dotierten Promotionspreis Tumorforschung, verliehen von der Freundegesellschaft, teilen sich Dr. med. Ursula Ehmer (28) MHH-Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie sowie Dr. med. Emrah Kati (29), MHH-Abteilung Virologie. Der mit 10.000 Euro dotierte Sir Hans Krebs-Preis geht an PD Dr. Martin Zenker (42) und Dr. Juli Mayerle (33), Institut für Humangenetik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Preis wird bundesweit ausgeschrieben, um ihn zu erhalten, gehen zahlreiche hochkarätige Bewerbungen ein. Den von der Versicherung VHV gestifteten Preis überreicht Professor Bitter-Suermann.

Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Höhe von 1.000 Euro überreicht Professor Bitter-Suermann an John-Paul Fobiwe (27) aus Kamerun, MHH-Medizinstudent im 9. Semester. Mit dem Preis werden ausländische Studierende für ihre akademischen Leistungen und für bemerkenswertes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Promotionspreise

Wenn Wehen zu früh kommen - Wie können Frühgeburten verhindert werden?

Dr. med. Nele Kristin Barbro Freerksen konnte spezifische Mechanismen nachweisen, die vorzeitige Wehen auslösen können. Da spontane vorzeitig auftretende Gebärmutterkontraktionen für etwa die Hälfte der Frühgeburten verantwortlich sind, könnten hier ansetzende Medikamente Frühgeburten verhindern.

Leider kommen trotz intensiver Bemühungen der Geburtsmediziner immer mehr Kinder zu früh zur Welt, das heißt vor Abschluss der 37. Schwangerschaftswoche. Es sind nur etwa 9 Prozent (Stand 2004) der Kinder in Deutschland Frühgeborene, doch sie machen etwa 75 Prozent der Todesfälle in der Neugeborenenperiode aus und verursachen etwa bei der Hälfte der Kinder schwere lebenslange Behinderungen. Die Kosten der Frühgeburtlichkeit belaufen sich langfristig auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr. Es sind komplexe Stoffwechselwege, bis heute weitestgehend unbekannte Prozesse, die Wehen auslösen. Sie zu blockieren ist möglicherweise ein Ansatz, um Schwangerschaften verlängern zu können. Dr. Freerksen konnte in ihrem Forschungsprojekt einen bestimmten Rezeptor auf der Oberfläche von Gebärmutter-Muskelzellen nachweisen, den so genannten proteasen-spezifischen Rezeptor (PAR-2). Er war bisher nur in anderen Gewebearten bekannt. Die Forscherin untersuchte zudem, ob dieser Rezeptortyp durch das Zusammenspiel mit anderen Rezeptoren, die an der Entstehung von Gebärmutterkontraktionen beteiligt sind, in seiner Funktion beeinflusst werden konnte.

Erforscht: DNA-Methylierung - ein Mechanismus, der Gene deaktiviert und Tumore anzeigt

Dr. rer. nat. Kai Brakensiek erforschte bei verschiedenen Knochenmarkserkrankungen eine bestimmte Veränderung des Erbgutes - die so genannte DNA-Methylierung. Die DNA-Methylierung ist ein Mechanismus, der die Genaktivität reguliert. Werden Methylgruppen an bestimmte Bereiche der DNA angefügt, so wird das entsprechende Gen deaktiviert.

Vor allem bei Krebs ist der Grad und das Muster der DNA-Methylierung verändert. Insbesondere sind Gene betroffen, die das Wachstum regulieren oder die dafür sorgen, dass keine Tumore entstehen - so genannte Tumorsuppressorgene.

Dr. Brakensiek charakterisierte den Methylierungsstatus mehrerer Tumorsuppressorgene. Er untersuchte, welche Rolle die Methylierung dieser Gene bei der Tumorentstehung und -entwicklung bei den untersuchten Erkrankungen spielt. Durch Verwendung einer neuen Methode - der so genannten Pyrosequenzierung - konnte der Forscher erstmals die DNA-Methylierung eines ganzen Gens hochauflösend und quantitativ analysieren. Dabei identifizierte er kleine Abschnitte, bei denen sich der Methylierungsgrad von gesundem Gewebe und Tumorgewebe, sowie von verschiedenen Stadien der Erkrankung statistisch hochsignifikant unterscheidet. Diese Unterschiede bilden den Ansatzpunkt für eine verbesserte Diagnostik.

Hannelore-Munke-Forschungs-Stipendium

Methylierung - Inwiefern verändert dieser Mechanismus die Struktur des Erbgutes? Dr. rer. nat. Cornelia Rudolph wird mithilfe des Hannelore-Munke-Forschungs-Stipendiums in einem Modellsystem erforschen, wie Modifikationen der DNA, sowie der mit der DNA vernetzten Eiweiße, die so genannte Methylierung, eine genetische Instabilität induzieren. Die genetische Instabilität und das Auftreten von Chromosomenveränderungen sind typische Merkmale von Leukämien und von vielen Krebserkrankungen.

Das Projekt von Dr. Rudolph soll den Einstieg in ein neues Forschungsfeld ermöglichen und ein grundlegend neues Verständnis der Mechanismen erarbeiten, die chromosomale Veränderungen entstehen lassen. Das verbesserte Verständnis dieser Mechanismen könnte langfristig auch neue Wege für die Prophylaxe und Therapie von Krebserkrankungen eröffnen.

Promotionspreise Tumorforschung

Erforscht: Veränderungen der Enzyme, die den Körper entgiften

Dr. med. Ursula Ehmer untersuchte erstmals vollständig Gene, die die Ausscheidung giftiger Substanzen aus dem Körper ermöglichen - so genannte UGT1A-Gene. Die Gene sind für bestimmte Enzyme verantwortlich, die “UDP-Glukuronosyltransferasen” heißen. Die Forscherin konzentrierte sich darauf, Veränderungen (Polymorphismen) dieser Gene zu identifizieren.

Sind diese Gene modifiziert, so können die betroffenen Menschen giftige Substanzen, die sie über Haut, Atemwege oder Magendarmtrakt aufnehmen, nur langsam oder gar nicht ausscheiden. Denn die Gene leisten einen hohen Beitrag zur Entgiftung des Körpers, die vor allem in der Leber stattfindet. Für eine bestimmte Genveränderung ist zuvor sogar ein erhöhtes Risiko von Leberzellkrebs beschrieben worden.

Dr. Ehmer identifizierte zahlreiche Abweichungen der untersuchten Gene von der Norm - einige von ihnen kommen sehr häufig in der Bevölkerung vor - bei über 50 Prozent der Menschen in Deutschland. Funktionieren diese Gene nicht richtig, so können krebserzeugende Substanzen nicht schnell wieder aus dem Körper ausgeschieden werden. Zudem können die Personen, die dies betrifft, mehr Nebenwirkungen von Medikamenten spüren - da die Leber die Pharmazeutika nur langsam ausscheidet.

Untersucht: Herpesvirus, das Krebserkrankungen auslöst Dr. med. Emrah Kati charakterisierte in ihrer Arbeit ein bestimmtes Protein - das so genannte latente nukleäre Antigen (LANA). Diesen Eiweißstoff bilden Körperzellen, wenn sie mit einem Herpesvirus infiziert worden sind, dem so genannten Herpesvirus 8. Das Virus kann eine bestimmte Krebserkrankung verursachen: das Kaposi-Sarkom. Bei dieser Krankheit entstehen Lymphknotenvergrößerungen sowie blasige Tumore der Haut.

Die Forscherin konnte zeigen, welche Abschnitte des Proteins LANA in den infizierten Zellen dazu beitragen, dass sich das krankheitsbringende Virus erhalten und vermehren kann. Mit dieser Erkenntnis könnten möglicherweise Ansatzpunkte für medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen gefunden werden.

Dr. Kati befasste sich darüber hinaus mit weiteren Proteinen, die LANA in Bau und Funktion sehr ähneln, und über die bisher nur wenig erforscht worden sind. Die Wissenschaftlerin grenzte die Eigenschaften der Proteine voneinander ab. Dieser Vergleich könnte zukünftige Untersuchungen in Tiermodellen ermöglichen.

Sir Hans Krebs-Preis 2006

Johanson-Blizzard-Syndrom: Genetische Grundlagen erforscht

Privatdozent Dr. Martin Zenker aus Erlangen und Dr. Julia Mayerle von der Medizinischen Klinik der Universität Greifswald ist es gelungen, die genetische Grundlage einer seltenen Erbkrankheit, des so genannten Johanson-Blizzard-Syndroms, aufzuklären. Diese Erkrankung kommt mit einer Häufigkeit von rund 1:250.000 in der Bevölkerung vor. Sie geht von Geburt an mit einer Störung der Bauchspeicheldrüsenfunktion einher und führt zu zahlreichen weiteren angeborenen körperlichen Anomalien - etwa zum Fehlen der Nasenflügel.

Die Forscher untersuchten 13 betroffene Familien und identifizieren Defekte im Gen UBR1 als Ursache des Syndroms. Das Gen kodiert für ein Enzym, welches Teil eines Stoffwechselwegs ist, dessen wichtige Aufgabe darin besteht, überschüssige oder verbrauchte Eiweiße in Zellen zu erkennen und abzubauen. Das Johanson-Blizzard-Syndrom ist die erste menschliche Erkrankung, die auf eine Störung in diesem Stoffwechselweg, dem so genannten N-end rule-Pathway, zurückzuführen ist. Zudem erkannten die Wissenschaftler die besondere Bedeutung des Stoffwechselweges für die Bauchspeicheldrüse. Die genetische Grundlage des Johanson-Blizzard-Syndroms zu kennen, ermöglicht es, den betroffenen Familien eine frühzeitige - gegebenenfalls auch pränatale - Diagnostik anzubieten. Der Krankheitsmechanismus kann zum Verständnis anderer, häufigerer Erkrankungen beitragen und vielleicht auch zu therapeutischen Ansätzen führen. Der Erforschung dieser Zusammenhänge wollen die Erlanger und Greifswalder Wissenschaftler die nächsten Jahre widmen.

DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender

John-Paul Fobiwe überzeugt seit seinem Studienbeginn im Jahr 2002 an der MHH durch gute und sehr gute Studienleistungen. Darüber hinaus engagiert er sich für andere ausländische Studierende an der MHH - er berät und betreut sie seit langem regelmäßig - und bei der Katholischen Hochschulgemeinde, beim Studentenwerk Hannover und beim Studienbegleitprogramm für ausländische Studierende an niedersächsischen Hochschulen.

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Ethiktag am Uniklinikum

Therapiebegrenzungen am Lebensende, Schwangerschaftsabbrüche, Patientenverfügungen, Anordnungen zum Verzicht auf Wiederbelebung - dies sind Themen, die klinische Ethikkomitees beschäftigen. Ihr Ziel: die ethischen Aspekte des Alltags angemessen zu berücksichtigen und Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und Patienten Hilfen bei brisanten moralischen Fragen der Medizin zu geben. Aus Anlass seiner 50. Sitzung veranstaltet das Klinische Ethikkomitee des Universitätsklinikums gemeinsam mit der Professur für Ethik in der Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg am 29. November 2006 zwischen 13.00 Uhr und 19.30 Uhr eine öffentliche Tagung unter dem Titel *Klinische Ethikkomitees - Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen?”. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, in welchem Verhältnis Ethik und Krankenhaus zueinander stehen. Veranstaltungsort ist die Aula des Erlanger Schlosses. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte per Mail an: sekretariat@ethik.med.uni-erlangen.de oder unter Tel.: 09131/85-26430. Die Veränderungen der rechtlichen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen, die Stärkung der Patientenautonomie sowie die enorme Entwicklung der Interventionsmöglichkeiten der modernen Medizin haben in den vergangenen Jahrzehnten Ärztinnen und Ärzte, Patienten und deren Angehörige vor ethische Probleme gestellt, die die Kapazität Einzelner oft weit überschreiten. Umso wichtiger wurde es, für diese Fragen in Krankenhäusern und Kliniken eine Instanz zu schaffen, in denen übergreifende Fragestellungen diskutiert werden können. Aus diesem Grund werden seit Mitte der 1990er Jahre auch in Deutschland klinische Ethikkomitees eingerichtet. Sie stellen Instrumente dar, die im klinischen Alltag helfen, ethische Probleme ernst zu nehmen, gemeinsam über die Grenzen von Berufsgruppen und Hierarchien hinweg zu diskutieren und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Auf dem 5. Ethiktag des Klinischen Ethikkomitees werden u. a. Ministerialdirigent Dr. Gerhard Knorr (Bayerisches Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung) sowie Dr. Maria E. Fick, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Landesärztekammer und der Bioethikkommission des Freistaats Bayern, die politischen und ethischen Rahmenbedingungen der Arbeit von klinischen Ethikkomitees beleuchten. Mit Prof. Dr. Matthias Kettner (Universität Witten-Herdecke) und Prof. Dr. Armin Nassehi (Ludwig-Maximilians Universität München) konnten zwei außerordentlich renommierte Experten gewonnen werden, die in großen deutschen Studien die Arbeit klinischer Ethikkomitees untersucht haben. In weiteren Teilen des Programms soll insbesondere die Erfahrungen am Universitätsklinikum Erlangen sowie die klinische Ethikberatung interdisziplinär diskutiert werden. Prof. Dr. Andreas Frewer (kommissarischer Leiter der Professur für Ethik in der Medizin) und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Rascher (Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees) werden in das Thema einführen und die Tagung moderieren. Der Ethiktag wendet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums, an Führungskräfte in Krankenhäusern und Kliniken, an Mitglieder klinischer Ethikkomitees sowie an alle an ethischen Fragen im klinischen Alltag Interessierten.

Das Klinische Ethikkomitee wurde 2002 am Universitätsklinikum Erlangen auf Initiative engagierter Wissenschaftler und des Klinikumsvorstands eingerichtet. Das Ethikkomitee stellt eine Plattform für die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen im klinischen Alltag dar. So beschäftigen sich Arbeitsgruppen des Ethikkomitees beispielsweise mit Fragen der Aufklärung von Patientinnen und Patienten sowie der Klinischen Ethikberatung. Im Rahmen der Ethikberatung haben Ärzte und Ärztinnen, Pflegende sowie Angehörige die Möglichkeit, gemeinsam schwierige Entscheidungen mit Hilfe eines Moderators zu besprechen.

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Auszeichnungen und Personalmeldungen

Prof. Dr. Ulrich Nickel, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, hat die Ehrendoktorwürde der Universität La Serena in Chile erhalten. Mit der Auszeichnung wurde sein mehr als zehn Jahre währender Einsatz für die Verbesserung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Chemie an der nordchilenischen Partneruniversität gewürdigt. Sein Engagement verhalf unter anderem chilenischen Studierenden dazu, ihre experimentellen Abschlussarbeiten in Erlangen durchzuführen, und trug wesentlich dazu bei, dass in La Serena seit drei Jahren ein Forschungslabor zur Verfügung steht, welches mit Unterstützung der Universität Erlangen-Nürnberg eingerichtet wurde. Das Team des Teilprojekts B6 des Sonderforschungsbereiches 603, vertreten durch Dr. Sophie Krüger vom Universitätsklinikum Erlangen, hat bei der 5. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie e.V für die Arbeiten zur Multisensor-TOF-Endoskopie den Best Poster Award erhalten. In dem Projekt wird Fachwissen aus den Lehrstühlen für Mustererkennung (Prof. Joachim Hornegger) und Computergraphik (Prof. Dr. Günther Greiner) sowie des Universitätsklinikums (Prof. Dr. Werner Hohenberger, PD Dr. Thomas Horbach) gebündelt. Auf der Tagung wurde ein neuartiges Endoskop vorgestellt, das es durch den Einsatz der Time-of-flight (kurz: TOF)-Technologie möglich macht, dreidimensional zu sehen und zu messen.

Prof. em. Dr. Hartmut Wedekind, Lehrstuhl für Informatik 6, ist zum Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt worden.

Prof. em. Dr. Jürgen Gebhardt, Lehrstuhl für Politische Wissenschaft II, ist im Rahmen des EU-China European Studies Centres Programme im Oktober/November 2006 und im Frühjahr 2007 als European Visiting Professor an der Universität Peking tätig.

Prof. Dr. Eckart Severing, Institut für Pädagogik, ist in den Innovationskreis Weiterbildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und in die Arbeitsgruppe *Modernisierung” des Innovationskreises Berufsbildung des BMBF berufen worden.

Prof. Dr. Alfred Leipertz, Lehrstuhl für Technische Thermodynamik, ist zum Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Technische Thermodynamik e. V. gewählt worden.

Dr. Michael Fischer, Institut für Physiologie und Experimentelle Pathophysiologie, hat den Wolffram-Preis der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft erhalten, der für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der klinischen und experimentellen Kopfschmerzforschung verliehen wird. Der. 1. Preis, der ihm zuerkannt wurde, ist mit 5.000 Euro dotiert.

Dr. Florian M. Dietz, Juristische Fakultät, ist als einer des besten Doktoranden der neun bayerischen Universitäten mit dem E.ON-Kulturpreis Bayern 2006 ausgezeichnet worden. Den Preis erhielt er für seine Dissertation Technische Risiken und Gefährdungshaftung - Regelungsstrukturen im deutschen und europäischen Recht, die am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsinformatik, Technik- und Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. Klaus Vieweg) entstanden ist. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro.

Dr. Michael Glaschke, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, ist mit dem mit 1.500 Euro dotierten Förderpreis der Nürnberger Steuergespräche e.V. ausgezeichnet worden.

PD Dr. Christian Hecht, Institut für Kunstgeschichte, vertritt eine W2-Professur für Kunstgeschichte an der Universität Bonn.

Prof. Michele C. Ferrari, Professur für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit, ist zum Mitglied des Internationalen Mittellateinerkomitees als Vertreter der deutschen Mittellatinistik gewählt worden.

Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim R. Kalden, Medizinische Klinik 3, wurde die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie verliehen.

PD Dr. Steffen Stenger, Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, wurde der diesjährige Hauptpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie verliehen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Hohenberger, Lehrstuhl für Chirurgie, wurde in das Scientific Advisory Board des Südwestdeutschen Tumorzentrums des Universitätsklinikums Tübingen gewählt.

Prof. Dr. Martin Röllinghoff, Lehrstuhl für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie I, wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum deutschen Vertreter im European Medical Research Council der European Science Foundation nominiert.

Prof. Dr. Frank Rosanowski, Phoniatrische und Pädaudiologische Abteilung in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie für eine Studie zu Innenohrfunktionsstörungen in Folge von Freizeitlärm mit der Gerhard-Kittel-Medaille geehrt.

Dr.-Ing. Jörg Lohscheller, Phoniatrische und Pädaudiologische Abteilung in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie für seine Untersuchungen zur automatischen Analyse und Bewertung von Stimmlippenbewegungen mit dem Poster-Preis ausgezeichnet.

Einen Ruf von der Universität Erlangen-Nürnberg haben erhalten:
- Prof. Dr. Hubert Serve, Universitätsklinikum Münster, auf die W3-Professur für Hämatologie/Internistische
Onkologie.

- Prof. Dr. Helmuth-Günther Dörr, Kinder- und Jugendklinik, auf die W2-Stiftungsprofessur für Kinderheilkunde
mit dem Schwerpunkt Kinder-Endokrinologie und Diabetologie an der Kinder- und Jugendklinik.

- Prof. Dr. Martin Schneider, Deutsches Kinderherzzentrum Sankt Augustin, auf die W2-Professur für
Kinderkardiologie an der Kinder- und Jugendklinik.

- Prof. Dr. Christof Schöfl, Klinik für Neurologie, Charité Berlin, Campus Benjamin Franklin, auf die W2-
Stiftungsprofessur für Experimentelle und Klinische Neuroendokrinologie an der Neurochirurgischen Klinik.

Einen Ruf von der Universität Erlangen-Nürnberg haben erhalten und angenommen:
- Dr. Andreas Luther, Privatdozent an der Freien Universität Berlin, auf eine W2-Professur für Alte Geschichte
am Institut für Geschichte.

- Prof. Dr. Svetlana Tsogoeva, Universität Göttingen, auf eine W2-Professur für Organische Chemie am
Institut für Organische Chemie.

Einen Ruf von auswärts hat erhalten:
- Prof. Dr. Stefan Stamm, Institut für Biochemie, an die University of Miami, Florida, die University of Kentucky
und an die Wayne State University, Detroit, Michigan.

Einen Ruf von auswärts hat erhalten und angenommen:
- Prof. Dr. Georg Langenhorst, Lehrstuhl für Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts, auf eine W3-
Professur an der Universität Augsburg.

- PD Dr. Steffen Stenger, Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, auf den Lehrstuhl für
Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm.

Einen Ruf von auswärts hat erhalten und abgelehnt:
- PD Dr. Christopher Nimsky, Neurochirurgische Klinik, auf die C3/W2-Professur für Neurochirurgie an der
Universität Göttingen.

Zum akademischen Rat/Rätin wurden ernannt:
- Akad. Rat z. A. Dr.-Ing. Alexander Sutor, Lehrstuhl für Sensorik.

- Dr. Barbara Fischer, wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Innere Medizin (Geriatrie).

Zum akademischen Direktor wurde ernannt:
- Akad. Oberrat Siegried Krumholz, Institut für Sportwissenschaft und Sport.

Die Lehrbefugnis wurde erteilt:
- Dr.-Ing. Michael Georg Döllinger, Phoniatrische und Pädaudiologische Abteilungin der HNO, für das
Fachgebiet Medizinische Mustererkennung.

- Dr. Michael Farnbacher, Medizinische Klinik 1 - Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie, für das
Fachgebiet Innere Medizin.

- Dr. Jürgen Walter Kopp, Plastisch- und Handchirurgische Abteilung in der Chirurgischen Klinik, für das
Fachgebiet Plastische Chirurgie.

- Dr. Martin Radespiel-Tröger, Bevölkerungsbezogenes Krebsregister Bayern, für das Fachgebiet Medizinische
Biometrie und Epidemiologie.

- Dr. Kai Hultzsch, Institut für Organische Chemie, für das Fachgebiet Organische Chemie.

In den Ruhestand getreten sind:
- Akad. Direktor Dr. phil. Wolfgang Binder, Lehrstuhl für Amerikanistik, insbesondere nordamerikanische
Literatur- und Kulturwissenschaft.

- Akad. Direktor PD Dr. phil. Dietmar Peschel, Lehrstuhl für Germanische und Deutsche Philologie.

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1. ASEC-Technologietag - Kompetenzzentrum für Systemintegration öffnete seine Türen

Abgelegt unter: Paderborn, Universität — info @ 16:41

Das neue Kompetenzzentrum für Systemintegration der Universität Paderborn, ASEC (Advanced System Engineering Center), hat sich im Heinz Nixdorf MuseumsForum am 30.10.2006 erstmalig 100 Gästen der interessierten Fachöffentlichkeit präsentiert. Ziel von ASEC ist es, im Wege des Public Private Partnerships Kooperationsmöglichkeiten zwischen kleinen und mittelständigen Unternehmen der Region und der Universität auf den Weg zu bringen.

Professorin Dr. Bärbel Mertsching, Vorsitzende des ASEC-Vorstandes: “Systemintegration bezeichnet den abgestimmten Einsatz von Einzeltechnologien und Komponenten zur Produktentwicklung.” Erste erfolgreiche Kooperationen gibt es bereits; der kaufmännische Leiter der Firma POS Tuning, Oliver Voßhenrich, berichtete über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der ASEC-Gruppe Sensorik, in der innerhalb eines Jahres der Prototyp eines Sensornetzwerks zur Füllstandserkennung in Einzelhandelsregalen entwickelt wurde. Der so genannte ePusher schiebt nicht nur die Ware im Regal nach vorn, sondern ermittelt permanent die verbleibende Restmenge des Produkts und sendet diese an das Warenwirtschaftssystem des Geschäfts. Die neuen Regalsysteme konnten anschließend in der Ausstellung betrachtet werden.

Uni-Rektor Prof. Dr. Nikolaus Risch zeigte sich begeistert von der Entwicklung neuer Kooperationsmöglichkeiten: “Das Wissen muss aus der Universität heraus in die Region gebracht werden, damit es in der Wirtschaft genutzt werden kann.”

“Grundlagen- und Anwendungsforschung im Bereich der Systemintegration ist unser Hauptinteresse. Zukünftig wollen wir darüber hinaus die Beratung von Unternehmen ausbauen, Aus- und Weiterbildungsangebote erstellen und sozialwissenschaftliche Begleitforschung anbieten”, so Prof. Mertsching.

Die Kernkompetenzen des ASEC liegen in den Bereichen mikroelektronische Systeme, drahtlose Kommunikation sowie Bildverarbeitung und Robotik. Das Zentrum richtet sich an institutionelle und industrielle Anwender und bietet durch Beratung, Entwicklung, Simulation und Herstellung umfassende Kooperationsmöglichkeiten.

ASEC trägt gemeinsam mit seinen Paderborner Partnern, dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM-ASE), InnoZent OWL e. V. und der Inspire AG, die Initiative Innovative Industrielle Systemintegration (InnoSys), die vom Innovationsministerium des Landes NRW gefördert wird.

Am 1. ASEC-Technologietag stellte Prof. Mertsching die im ASEC vertretenen Fachgebiete vor: Sensorik, Höchstfrequenzelektronik, Methoden des Operations Research, Rechnernetze und GET Lab (Technik kognitiver Systeme). Ihre Kollegen, Prof. Dr. Ulrich Hilleringmann, Prof. Dr. Wilfried Hauenschild und Prof. Dr. Holger Karl, referierten über bereits abgeschlossene und aktuell laufende Industriekooperationen sowie über die Beteiligung an nationalen und europäischen Forschungsverbünden in den Bereichen Elektrotechnik und Informatik. Prof. Dr. Andreas Thiede informierte über das Studienangebot im Bereich Systemintegration an der Universität Paderborn.

Der Dekan der Fakultät Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, Prof. Dr. Michael Dellnitz, beglückwünschte alle beteiligten Wissenschaftler zu diesem Projekt: “Indem wir den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft intensivieren, nehmen wir die Herausforderungen der Zukunft an.” In diesem Zusammenhang äußerte Uni-Rektor Prof. Dr. Risch, dass das Advanced System Engineering Center ein möglicher Baustein der Zukunftsmeile Fürstenallee werden könne. “Diese Meile ist geplant als Leuchtturm mit hoher Innovationskraft und hohem Investitionsvolumen.”

Weitere Informationen unter: http:// asec.upb.de.

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Architekturpreis Berlin 2006 fuer Neubau der Philologischen Bibliothek und Sanierung der “Rostlaube”

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 16:29

Fuer den Neubau der Philologischen Bibliothek sowie den Umbau und die Sanierung der “Rostlaube” der Freien Universitaet Berlin erhalten das Architekturbuero Foster and Partners und das Land Berlin als Bauherr den Architekturpreis Berlin 2006. Die feierliche Preisverleihung findet am heutigen Freitag, dem 3. November, um 18 Uhr in der Akademie der Kuenste im Hansa-Viertel statt. Die Jury, bestehend aus drei Architekten und zwei Persoenlichkeiten des kulturellen Lebens, hatte dieses Jahr unter fast 100 eingereichten Objekten auszuwaehlen. “Lord Norman Foster hat in Dahlem ein Meisterwerk der Bibliotheksarchitektur gebaut”, sagt Prof. Dr. Dieter Lenzen, Praesident der Freien Universitaet Berlin. Dass der Gebaeudekomplex der Freien Universitaet den diesjaehrigen Architekturpreis erhaelt, freut ihn besonders. “Die Freie Universitaet Berlin hat sich Zwaengen nie unterwerfen wollen, auch denen einer uniformen Architektur nicht”, sagt Dieter Lenzen. “So wie sie Austragungsort wissenschaftlicher Dispute und Diskussionsforum der grossen Themen in den zurueckliegenden 60 Jahren gewesen ist, ein freier Platz des Denkens fuer freie Menschen, so hat sie sich auch die Freiheit genommen, die juengere Architekturgeschichte gewissermassen durchzubuchstabieren.”

Die Bibliothek, in der elf philologische Teilbibliotheken zusammengeschlossen worden sind, wurde im September 2005 eroeffnet. Sie ist mit einer sphaerisch gekruemmten Huellflaeche in das bereits bestehende geisteswissenschaftliche Zentrum der Freien Universitaet implantiert worden. Der “alte”, mit Corten-Stahl verkleidete Gebaeudekomplex, der als “Rostlaube” bekannt geworden ist, wurde 1963 von den Architekten Georges Candilis, Alexis Josic, Shadrach Woods und Manfred Schiedhelm entworfen und von 1967 bis 1973 erbaut. Der Einbau der Philologischen Bibliothek an der Habelschwerdter Allee ist eine Teilmassnahme der umfaenglichen Sanierung der “Rostlaube”, bei der 1990 eine hohe Asbestbelastung festgestellt wurde.

Zunaechst war daran gedacht, die einzusetzenden Bauteile der neuen Bibliothek mit dem zweigeschossigen Altbau mehrfach zu verzahnen. Im Laufe der mehrjaehrigen Planung ging das Buero Foster and Partners dazu ueber, einen innerhalb eines Innenhofes frei stehenden Baukoerper zu entwerfen, der nur mit zwei leichten, leuchtend melonengelb-farbenen Uebergaengen an die Strassen “K” und “L” - zwei parallel verlaufende Hauptflure in der “Rostlaube” - angebunden ist. Der Innenraum besteht aus fuenf Nutzebenen, auf denen etwa 700.000 Buecher stehen und sich Platz fuer weitere 100.000 Buecher befindet. Die Bibliothek verfuegt auf der knapp 6300 Quadratmeter grossen Nutzflaeche ueber insgesamt 636 WLAN-faehige Lese- und Arbeitsplaetze. In der Bibliothek befindet sich zudem ein EDV-Schulungsraum mit 13 PC-Arbeitsplaetzen.

Der Architekturpreis Berlin wird heute zum siebten Mal vergeben. Auslober des im dreijaehrigen Turnus durchgefuehrten Verfahrens ist der Architekturpreis Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten, Landesverband Berlin. Die Senatorin fuer Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, hat die Schirmherrschaft uebernommen. Der Preis und die Auszeichnungen werden jeweils gemeinsam an Architekt und Bauherr fuer ein herausragendes Bauwerk vergeben. Ziel ist die Wuerdigung und Foerderung von vorbildhafter, richtungweisender Architektur.

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Punkte sammeln: Studieren in Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 16:28

Über 16.000 Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen und dem südlichen Niedersachsen werden am 9. November 2006 zum diesjährigen Hochschultag in Münster erwartet. Neben der Universität stellen sich auch die anderen Hochschulen der westfälischen Wissenschaftsstadt mit ihrem vielfältigen Studienangebot vor. Auf die Schülerinnen und Schüler, die mit Bussen und der Bahn anreisen, warten an Universität und Hochschulen zahlreiche reguläre Lehrveranstaltungen. In vielen Hochschuleinrichtungen werden darüber hinaus an diesem Tag besondere Einführungs- und Informationsveranstaltungen sowie Führungen angeboten, Häufig sind Studierende beteiligt, mit denen die Schülerinnen und Schüler Themen der Studienpraxis und des Studienalltags in Münster besprechen können.

Auf dem Hindenburgplatz, den am 9. November wieder zahllose Busse mit informationshungrigen Jugendlichen ansteuern werden, wird ein großes Informationszelt aufgebaut, in dem an Ständen erste Informationen über Münster und die münsterschen Hochschulen, das Studieren in dieser Stadt und die Berufsperspektiven eines Studiums auf die Besucher warten. Daneben wird es mehrere studentische “Infopoints” am Bahnhof und in der Stadt zur leichteren Orientierung geben.

Auch in diesem Jahr beteiligen sich wieder die Stadt, die Stadtwerke, das Arbeitsamt und nicht zuletzt das Studentenwerk Münster am Hochschultag. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler können mit dem Programmheft als Ausweis an diesem Tag kostenlos alle Busse im Stadtgebiet Münster benutzen und auf diese Weise schnell und bequem von einem Universitätsinstitut zur nächsten Hochschuleinrichtung wechseln. In den fünf Mensen zehn Bistros des Studentenwerks Münster können die Teilnehmer - ebenfalls mit dem Programmheft als Ausweis - in der Mittagszeit einen preiswerten Imbiss zu sich nehmen und sich so für den zweiten Teil des sicherlich anstrengenden Hochschultags in Münster stärken.

Gedacht hat der Vorbereitungskreis der münsterschen Hochschulen für den Hochschultag aber auch an die Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Schüler nach Münster begleiten. Unter der Rubrik “Weiterbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer” werden am 9. November besondere Veranstaltungen mit fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Inhalten oder mit fachübergreifenden Themen, wie Studienvorbereitung in der Schule oder Führungen durch die Uni-Bibliothek, ausgewiesen.

Dr. Sabine Ahlrichs, an der WWU Münster für die Vorbereitung und Durchführung des Hochschultags zuständig, erwartet aufgrund der bisherigen Anmeldungen mit rund 16.000 Schülerinnen und Schülern eine neue Rekordbeteiligung. Ihr Willkommensgruß an alle anreisenden Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen: “Den Hochschultag zu besuchen bedeutet, dass Sie Punkte sammeln für Ihre Zukunftsplanung. Daher freuen wir uns auf Ihren Besuch am Hochschultag in Münster!”

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