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4. November 2006

136 Doktoranden der Medizinischen Fakultät Münster erhalten Promotionsurkunden

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 17:28

Dr. Hubertus Lohmann mit Promotionspreis ausgezeichnet “Das Schwerste am Lernen ist das Lernen lernen”, mit diesen Worten von Emanuel Kant begrüßte der Studiendekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, Dr. Bernhard Marschall, heute (3. November) die insgesamt 136 Doktoranden bei der feierlichen Verleihung der Promotionsurkunden im Lehrgebäude des Universitätsklinikums. Eine besondere Auszeichnung erhielt Dr. rer. medic. Hubertus Lohmann aus der Klinik und Poliklinik für Neurologie: Ihm wurde in diesem Jahr der von dem forschenden Arzneimittelunternehmen Wyeth Pharma gestiftete Promotionspreis über 2.500 Euro verliehen.Professor Dr. Volker Arolt, Dekan der Medizinischen Fakultät, Forschungsdekan Professor Eberhard Schlatter sowie Dr. Bernhard Marschall, Studiendekan der Fakultät, gratulierten den Doktoranden zur bestandenen Promotion. Einer der Höhepunkte der feierlichen Veranstaltung war die Vergabe des diesjährigen Promotionspreises an Dr. rer. medic. Hubertus Lohmann. Er überzeugte aufgrund seiner mit “summa cum laude” ausgezeichneten Arbeit unter dem Titel “Verlässlichkeit von Durchblutungsmessungen zur Erfassung der neuronalen Grundlage von Sprache”.

Die Inhalte und neuen Erkenntnisse seiner Forschung erläuterte der stolze Preisträger den Gästen anschaulich in einem Vortrag. “Als forschendes Arzneimittelunternehmen ist es uns ein großes Anliegen, das Engagement von Wissenschaftlern in unserer Region zu fördern und mit diesem Preis anzuerkennen”, gratulierte der Medizinische Direktor von Wyeth Pharma, Privatdozent Dr. Peter-Andreas Löschmann, dem Preisträger. Mit dem von Wyeth Pharma gestifteten Promotionspreis werden Mediziner ausgezeichnet, die durch ihre innovative Forschung zur Weiterentwicklung des Verständnisses von biomedizinischen Prozessen und von Krankheiten beitragen. Gesundheit und Lebensqualität der Menschen auf der ganzen Welt stehen somit im Fokus des Preises. Ein weiterer Höhepunkt stellte das 50-jährige Doktorjubiläum von Dr. Robert Berges dar. Ihm wurde 1957 von der Medizinischen Fakultät Münster die Promotionsurkunde verliehen. Im Rahmen der diesjährigen Promotionsfeier wurde er für seine langjährigen Tätigkeiten im Dienste der Medizin geehrt.Der Studiendekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, Dr. Bernhard Marschall, wurde im vergangenen Jahr ebenfalls ausgezeichnet für seinen großen Einsatz zur Optimierung im Bereich der medizinischen Ausbildung in Münster und der Umsetzung der neuen Approbationsordnung von der Universität.

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“Können wir uns globale Erwärmung leisten?” - Umweltsymposium zum Klimawandel an der WWU Münster

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 17:24

“Wir müssen uns nicht länger fragen, wann der Klimawandel kommt. Er ist schon da”, so die einhellige Meinung der Professoren Manfred Lange, Otto Klemm und Rüdiger Paul vom Zentrum für Umweltforschung der WWU Münster. Ausmaß und Folgen dieser globalen Umweltveränderungen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen 16. Umweltsymposiums mit dem Titel “Globale Umweltveränderungen und Wetterextreme - Was kostet der Wandel?”, das am 6. und 7. November 2006 im Schloss zu Münster stattfinden wird. Ziel des Symposiums ist es, Konzepte und Herausforderungen disziplinübergreifend und unvoreingenommen zu diskutieren. Zu diesem Zweck werden Vertreter unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie Akteure aus Politik, Verwaltung und Medien im Rahmen von sechs thematischen Blöcken Positionen und Perspektiven beleuchten. Dabei soll unter anderem auch untersucht werden, ob wir uns den globalen Wandel “leisten können”. Das nicht nur aus ökonomischer Sicht, sondern insbesondere auch unter dem Aspekt der Gerechtigkeit zwischen Nord- und Südhalbkugel. Außerdem wird versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob es nicht eine ethische Verpflichtung der wesentlichen Verursacher des globalen Wandels gibt, den weniger entwickelten Ländern der Südhalbkugel bei der Bewältigung der Folgen des globalen Wandels Hilfestellung zu leisten.

Aber auch über die positiven Aspekte des Klimawandels wird während des Symposiums diskutiert. “Wer jetzt die Chancen des Klimawandels erkennt, kann zu den Gewinnern gehören”, meint der Geophysiker Prof. Lange. “Deutschland kann auf dem Gebiet der Weiterentwicklung alternativer Energien eine Vorreiterrolle übernehmen.”

Bereits vor zehn Jahren beschäftigte sich das damalige Sommersymposium des Zentrums für Umweltforschung in Münster mit den globalen Umweltveränderungen. Nun wollen sich die fast 200 teilnehmenden Wissenschaftler und Vertreter zahlreicher Kommunen über den aktuellen Stand der Klimaforschung und der Folgen des Klimawandels für Ökosysteme sowie der regionalen Auswirkungen und gesellschaftlichen Implikationen auf nationaler und internationaler Ebene informieren.

Höhepunkte des Symposiums sind der einleitende Vortrag “Der globale Klimawandel” von Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam und der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. Dr. Udo Simonis vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin zum Thema “Globale Umweltpolitik - Wo stehen wir und was muss noch geschehen?”, der am 6. November um 19.30 Uhr im Rathaus am Prinzipalmarkt stattfindet. Schließlich wird die abschließende Podiumsdiskussion unter der Leitung von Prof. Lange den Kosten von Klimawandel und Wetterextremen auf den Grund gehen.

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