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9. November 2006

Sportliche Botschafter der WWU

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität info @ 19:51

Bei nationalen und internationalen Meisterschaften haben Studierende der Universität Münster im vergangenen Studienjahr beachtliche Erfolge erzielt. Die besten der Besten wurden am Mittwoch, 8. November 2006, im Rahmen eines Empfangs im Humboldt-Haus von der Rektorin der WWU Münster, Prof. Dr. Ursula Nelles, als “sportliche Botschafter” der Universität geehrt und ausgezeichnet. Die WWU Münster versteht sich als “Partnerhochschule des Spitzensports” und fördert und unterstützt Leistungssportler unter ihren 40.000 Studierenden so weit wie irgend möglich. Die Ergebnisse dieser Förderung können sich sehen lassen. In zahlreichen Sportarten, von Badminton bis Tischtennis, haben Studierende der WWU Münster in den vergangenen Monaten bei nationalen und internationalen Meisterschaften vordere Plätze belegt. Ausgezeichnet wurden bei der Sportlerehrung im Humboldt-Haus:

Badminton (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Bochum): Monja Giemanns, Thomas Staczan und Jan Hüttermann (Obmann);

Basketball (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Göttingen): Max Bentzin, Christian Beuing, Max Bräutigam, Guido Buschmeier, Federico Cozzo, Florian Herzog, Drazen Ivankovic, Philip Kappenstein, Michael Möller, Sebastian Niebrügge, Patrick Ogiermann, Michael Spandern und Christoph Schneider (Obmann);

Boxen (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Freiburg): Vinah Gödden und Ludger Rothues (Obmann);

Crosslauf (Internationale Deutsche Hochschulmeisterschaften 2005 in Köln): Ulrike Ahrens, Patricia Grewatta, Sina Horsthemke und Henning Dörrie (Obmann);

Futsal (adh-Open 2005 in Münster): André Barón, Philipp Bleckmann, Jonas Bräuer, Georg von Coelln, Alexander Forstbach, Bartek Kaiserek, Tomasz Luzar, Julian Offermann, Gereon Quick, Julian Tietze, Christian Wenning, Stefan Westerheide, Uli Winkler und Georg von Coelln (Obmann);

Geräteturnen (adh-Open 2006): Nial Moore und Thore Dieckjobst (Obmann);

Golf (Internationale Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006): Benjamin Buller, Arthur Kuper, Moritz Scherer und Tim Snoek;

Judo (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Braunschweig): Felix Potthoff und Ingo Scholz (Obmann);

Leichtathletik (Halle) (Internationale Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Dortmund): Daniel Kohle, Thomas Kohle und Henning Dörrie (Obmann);

Leichtathletik (Internationale Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Iserlohn): Monika Bauch, Patricia Grewatta, Jessica Herbring, Denise Krause, Rike Meyer und Henning Dörrie (Obmann);

Marathon (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006): Thomas Böckenholt und Henning Dörrie (Obmann);

Reiten (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2005 in Braunschweig): Sebastian Gröpper, Julia-Constanze Köhler, Maren Schöpp und Julia-Constanze Köhler (Obfrau);

Rennrad (Internationale Deutsche Meisterschaften 2006 in Münster): Ruth Althoetmar, Annika Grüber und Ralf Hartweg (Obmann);

Schwimmen (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Leipzig): Alexander Bergenthal, Nina Ecker, Cathrin Hesselink, Eileen Kreft, Anders Kunst, Matthias Wessels und Dirk Thölking (Obmann);

Squash (Einzel) (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2005 in Castrop-Rauxel): Daniel Nölleke, Sebastian Rubertus und Markus Knäpper (Obmann);

Straßenlauf (Internationale Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Hamburg): Patricia Grewatta, Sina Horsthemke, Nina Schüler und Henning Dörrie (Obmann);

Tischtennis (Deutsche Hochschulmeisterschaften 2006 in Dortmund): Siawash Golshahi und Ines Lenze (Obfrau).

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Methode zur Behandlung jugendlicher Straffaelligkeit wird jetzt vorbeugend bei dissozialen Schuelern eingesetzt

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität info @ 19:50

Mit rund 640.000 Euro foerdert die Stiftung der Deutschen Klassenlotterie Berlin ein Projekt zur Praevention jugendlicher Straffaelligkeit der Denkzeit-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Sozialpaedagogik der Freien Universitaet Berlin. Mithilfe der von Professor Juergen Koerner und seiner Arbeitsgruppe entwickelten Denkzeit-Methode werden in den naechsten drei Jahren 240 aggressiv-auffaellige Schueler im Alter von 14 bis 16 Jahren betreut, bevor sie in die Kriminalitaet abrutschen.

Bisher kam die Denkzeit-Methode erst zum Zuge, wenn der Jugendliche bereits eine schwere Straftat begangen hatte. Nicht zuletzt wegen zahlreicher Hilferufe aus den Schulen machte sich Koerner daher fuer eine vorbeugende “Denkzeit” in der Schule stark, unterstuetzt von Berlins Senator fuer Bildung, Jugend und Sport, Klaus Boeger (SPD).

Rund 50 im Denkzeit-Verfahren trainierte Sozialpaedagogen stehen bereit, die sozialkognitiven Faehigkeiten der jungen Teilnehmer zu foerdern: Einfuehlungsvermoegen, moralisches Urteil und Entscheidungsfaehigkeit. “Am Ende ist der Jugendliche in der Lage, in entscheidenden Situationen nicht unreflektiert zu handeln, sondern einen Augenblick nachzudenken. Diese ,Denkzeit’ ist der entscheidende Faktor”, sagt Juergen Koerner von der Freien Universitaet Berlin.

Kurzfristige Konflikte mit dem Gesetz sind in der Pubertaet durchaus typisch. Sie lassen sich meist durch Massnahmen innerhalb der Familie aus der Welt schaffen. Andererseits gibt es Jugendliche, die in den Schulen frueh durch bestaendiges dissoziales Verhalten auffallen und Gefahr laufen, eine delinquente Karriere einzuschlagen. An sie richtet sich das aktuelle Projekt. Zwar werden nur etwa fuenf Prozent aller Jugendlichen zu “Intensivtaetern”, doch gehen auf deren Konto mehr als die Haelfte aller Straftaten. Ein rechtzeitiger Eingriff kann in vielen Faellen die delinquente Karriere verhindern.

Senator Klaus Boeger: “Wir wollen diesen Jugendlichen zeigen, wohin der Weg der Kriminalitaet fuehrt und wie sie diesen Weg abbrechen koennen. Dazu brauchen sie Denkzeit. Nach einem Jahr Denkzeit zeigt sich, dass wir frueher mit diesen Jugendlichen arbeiten koennen und muessen. Um schon in der Schule mit der Praeventionsarbeit zu beginnen, hat der Senat die finanzielle Foerderung von Denkzeit aufgestockt.”

Die Wirksamkeit der Denkzeit-Methode ist wissenschaftlich belegt: In einer Studie der Freien Universitaet Berlin erzielte das Training gute Effekte und das Rueckfallrisiko der Jugendlichen wurde sehr deutlich (statistisch signifikant) verringert.

Das Denkzeit-Training hebt sich vor allem durch die Haltung des Paedagogen von den herkoemmlichen sozialpaedagogischen Massnahmen ab. Die Trainer sind darauf ausgebildet, sich auch in sehr konfliktreichen Beziehungen zurechtzufinden. “Sie lassen sich weder durch Provokation noch durch Verfuehrung mit erwuenschtem Verhalten von ihrer wohlwollend-zugewandten Rolle abbringen”, sagt Juergen Koerner.

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8. November 2006

Universitätsladen bei Greifswaldern immer beliebter

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität info @ 09:08

Die Universität zeigt sich schon im Kleinen als Unternehmer. Vor einem Jahr wurde die EMAUS GmbH gegründet, deren Chef der Kanzler Dr. Thomas Behrens ist. “Wir wollen im unmittelbaren Umfeld der Universität Marketing-Artikel anbieten”, erläutert er, “die gemeinsame Identität erweitern und natürlich auch Gewinne erwirtschaften. In Zukunft sollen noch weitere Geschäftsfelder hinzukommen.” Greifswalder und ihre Besucher kennen mittlerweile den hübschen kleinen Laden in der Alten Apotheke, Baderstraße 1. Dort arbeiten zwei Studenten. Guna Voß studiert Betriebswirtschaftslehre und verdient sich als Ladenchefin ein paar Euros dazu. Um kundenfreundliche Öffnungszeiten zu gewähren, wird sie von ihrem Mann Vivian Voß im Laden unterstützt. Angefangen hat die EMAUS GmbH mit der Silbermedaille, die anlässlich des Jubiläumsjahres geprägt wurde und immer noch Bestandteil des Sortiments ist. Aus Anlass der Erneuerung seiner Ehrendoktorwürde erhielt der größte Mäzen der Universität Berthold Beitz Mitte Oktober eine solche überreicht, allerdings einzigartig in Feingold geprägt und verziert.

“Heute führen wir über 60 verschiedene Artikel”, erklärt Guna Voß. Zwischen Kugelschreiber, Notizblock und Festschrift, Shirts, Tassen, besonderen Karten und Drucken rund um die Universität und ihre berühmten Gelehrten können die Kunden stöbern. Von 70 Cent bis 46 Euro reicht die Preisspanne der angebotenen Ware. “Damit machten wir in den zurückliegenden Monaten Umsätze von bis zu 20.000 Euro pro Monat”, so Guna Voß. Betriebswirtschaftlich durchaus beachtlich, immerhin hat die noch junge EMAUS GmbH mittlerweile schon die Gewinnschwelle erreicht.

Mit dem Kochbuch “Was Professoren anrichten” und dem schmackhaften Jubiläumsbier wurde das öffentliche Interesse an dem Universitätsladen größer. “Wir passen unsere Produktpalette den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden an, wir lernen von ihnen”, so Guna Voß. Die Farbpalette der Pullis und Shirts erweiterte sich, in den nächsten Monaten kommen neben der neuen Bekleidungskollektion gänzlich neue Produkte wie Regenschirm und Schultertasche mit dem Universitätssiegel hinzu. In kleinen Schritten, mit überschaubarem Risiko wird das Geschäft geführt. “Wir arbeiten stets daran, neue Ideen zu entwickeln und diese gut umzusetzen, um in unserem Laden attraktive Produkte zu guten Preisen anzubieten”, so die Betriebswirtschaftsstudentin. Das zahle sich aus. Der Laden ist gerade in die Gewinnzone gerutscht, und schließlich soll er nicht nur sich selbst finanzieren, sondern auch Überschüsse erwirtschaften, die der Universität zugute kommen.

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Humboldt-Reden zu Europa - Valéry Giscard d’Estaing an der Humboldt-Universität

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität info @ 09:07

Am 9. November 2006 spricht der frühere französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing in der Humboldt-Universität Im Rahmen der Reihe „Humboldt-Reden zu Europa“ wird der frühere französische Staatspräsident, Valéry Giscard d‘Estaing zum Thema: “Peut-on créer un patriotisme européen?” sprechen.

Ort: AudiMax der Humboldt-Universität zu Berlin Datum: 9. November 2006 Zeit: 10 Uhr

Die wegweisende und viel beachtete Humboldt-Rede des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker vom 1. November 2006 mit seinem Plädoyer für ein außenpolitisch starkes Europa, das mit einer Stimme spricht, ist kaum verklungen. Ganz im Sinne eines deutsch-französischen Dialogs soll sogleich Frankreich zu Wort kommen: Mit einer Humboldt-Rede des früheren Staatspräsidenten Giscard d’Estaing, der als Präsident des Europäischen Konvents nicht nur zu dessen Erfolg entscheidend beigetragen, sondern auch den Inhalt des Vertrags über eine Verfassung für Europa mit geprägt hat. Niemand kennt so gut wie er die Hintergründe der Verhandlungen, die zu diesem historischen Werk geführt haben, niemand sonst hat aber auch die einschlägige politische Erfahrung und zugleich die kritische Distanz zum gegenwärtigen politischen Geschehen in Frankreich, die es erlauben, nach dem negativen französischen Referendum mit nüchternem Weitblick die Chancen des Verfassungsprojekts zu beurteilen. Der Titel seines Vortrags:

“Peut-on créer un patriotisme européen?”

lässt eine neue Dimension seiner Analyse erkennen. Es geht nicht (mehr) um eine bloße, auf die wirtschaftliche Integration gerichtete Zweckgemeinschaft; mit dem europaweiten Diskurs über das Verfassungsprojekt richtet sich der Focus auf die Grundlagen im Denken und Fühlen der Menschen, welche die Verwirklichung voraussetzt. Die Frage, ob man einen europäischen Patriotismus begründen und entwickeln kann, mag einem deutschen Zuhörer fremd erscheinen, ihn verblüffen. Umso spannender verspricht ein Vortrag über die französischen Perspektiven zu diesem Thema zu werden. Valéry Giscard d’Estaing hat zusammen mit Helmut Schmidt durch die Errichtung des Europäischen Währungssystems die ersten Schritte zur Entwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion eingeleitet. Er hat als Abgeordneter im Europäi-schen Parlament wichtige Beiträge zur Subsidiaritätsdebatte geleistet, für seine Arbeit im Konvent über die Zukunft für Europa erhielt er im Jahre 2003 den Karlspreis, jetzt kürzlich am 21. Oktober 2006 wurde ihm der „Preis des Westfälischen Friedens“ verliehen. Am vergangenen Mittwoch hat ihn Richard von Weizsäcker als einen der „großen Europäer“ erwähnt und nachdrücklich empfohlen, die jetzt gebotene Möglichkeit, ihn an der Humboldt-Universität zu hören, nicht zu verpassen. Wir hoffen und freuen uns, mit dieser Veranstaltung dem Dialog zwischen Politik und Wissenschaft zur Entwicklung der Europäischen Union im Vorfeld der deutschen Ratspräsidentschaft neue Denkanstöße geben zu können. Präsident Giscard d’Estaing wird auf Einladung der Fondation Robert Schuman am Ende der Veranstaltung den erfolgreichen Teilnehmern des Postgraduierten-Studiengangs Europawissenschaften feierlich die Zeugnisse überreichen.

Die “Humboldt-Reden zu Europa” werden vom Walter Hallstein-Institut für Europäisches Verfassungsrecht der Humboldt-Universität zu Berlin in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalstiftung veranstaltet, nachdem der ehemalige Außenminister Fischer im Mai 2000 mit seiner Rede über die Finalität Europas der Verfassungsdebatte neue Impulse gegeben hatte. Die Reihe ist amtierenden und ehemaligen Staats- und Regierungschefs vorbehalten, die unseren Studenten, Kollegen und Gästen aus Wissenschaft, Politik und Praxis ihre europapolitischen Grundideen und Visionen erläutern und mit ihnen diskutieren. Soweit uns schriftliche Fassungen der Reden zur Verfügung stehen, sind diese auf der Internet-Seite des WHI unter http://www.whi-berlin.de publiziert.

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7. November 2006

Wie kann die Menschheit die globale Zukunft noch gestalten?

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität info @ 09:01

Prominent besetzte Veranstaltung des Bayreuther Forums Kirche und Universität.

Antworten finden auf die Frage, wie die Menschheit die globale Zukunft (noch) gestalten kann, versucht am 10./11. November im Audimax der Universität Bayreuth und im Wissenschaftszentrum Schloß Thurnau eine prominent besetzte Tagung des Bayreuther Forums Kirche und Universität.

Hintergrund der Tagung ist die Erkenntnis, dass sich Globalisierung in den letzten Jahrzehnten durch die modernen Verkehrs- und Kommunikationsmittel sprunghaft konkretisiert hat : Die Länder der Erde befinden sich nicht nur in einem immer dichter werdenden Netz allseitiger Beziehungen auf den verschiedenen Lebensbereichen (wie Wirtschaft, Kultur u.a.); vielmehr setzt sich auch zunehmend das Bewußtsein durch, dass wir als Menschheit den einen Globus miteinander teilen, also auch ein gemeinsames Schicksal haben.

Durch die Art, wie wir vor allem in den Industrie- und Schwellenländern leben, sind aber Entwicklungen in Gang gesetzt worden, die die Zukunft der Menschheit als risikovoll erscheinen lassen. Erhebliche Veränderungen unserer Lebensmöglichkeiten bis hin zur Selbstzerstörung sind zu befürchten. Deshalb ist es auch nötig, “um unserer selbst bzw. unserer Nachkommen willen die Frage der globalen Zukunft zum Thema unseres gemeinsamen Nachdenkens und Handelns zu machen”, formulieren die Veranstalter, namentlich der Bayreuther Mikrometeorologe Professor Dr. Thomas Foken und Pfarrer Christoph von Knobelsdorff.

Moderiert von Dr. Marc Beise (Süddeutsche Zeitung) widmet sich der erste Tag in Bayreuth in Referaten den Problemfeldern. So wird sich der bekannte Klimaforscher Professor Dr. Hartmut Graßl (Max Planck Institut für Meteorologie, Hamburg) mit dem Klimawandel beschäftigen: “Der angelaufene, der drohende und der noch ausreichend gedämpfte Klimawandel” (15:30 Uhr). Anschließend (16:00 Uhr) wird sich mit Professor Dr. Rolf J. Langhammer der Vizepräsident des renommierten Instituts für Weltwirtschaft in Kiel mit der “Erosion der Welthandelsordnung” befassen und eine Antwort auf die Frage versuchen, ob es sich um einen beklagenswerten Verlust oder einen chancenträchtigen Wandel handelt.

Ab 17:00 Uhr stehen Sicherheitsaspekte auf dem Programm: Mit Trends und Herausforderungen der Konfliktkonstellationen zu Beginn des 21. Jahrhunderts setzt sich dazu als Fachmann Dr. Wolfgang Zellner auseinander, der stellvertretende Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Ihm folgt (17:30 Uhr) mit Dr. Günter Pleuger ein Diplomat, der bis zum Juli dieses Jahres die Interessen der Bundesrepublik als Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York vertreten hat. Sein Thema liegt nahe: “Die UNO vor den Herausforderungen und Krisen des 21. Jahrhunderts.” Den Abschluß des ersten Tages bildet ein Referat (18:00 Uhr) des Bamberger Moraltheologen Professor Dr. Volker Eid: “Die Religionen unserer Welt, für unsere Welt: Miteinander oder getrennt – oder gegeneinander?

Fünf weitere Vorträge markieren den Beginn des zweiten Tagungsabschnitts am Samstag auf Schloß Thurnau. Zunächst (9:30 Uhr) wird der Bayreuther Biogeograf Professor Dr. Carl Beierkuhnlein auf globale Veränderungen und Biodiversitätsverluste eingehen, die er als eine Bedrohung ökologischer Serviceleistungen einstuft. Ein weiterer Bayreuther Experte, der Inhaber des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik und Transportprozesse, Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann will “Wege zu einer ressourcen- und klimaschonenden Energieversorgung” aufzeichnen (9:45 Uhr).

Nach einer Diskussion zum Thema Umwelt und Energie befaßt sich der Bamberger Bevölkerungswissenschaftler Professor Dr. Josef Schmid mit der Weltbevölkerung in diesem Jahrhundert: “Konvergenz oder getrennte Wege?” (11:00 Uhr). Antworten auf die Frage, ob Bildungs- und Gesundheitsförderung Beiträge nachhaltiger Armutsbekämfung sind, kann man danach von Dr. Anne Kremer vom Evangelischen Entwicklungsdienst in Bonn erwarten (11:15 Uhr). Den Abschluß der Vorträge bestreitet der frühere Bayreuther und jetzige Münchner Rechtswissenschaftler Professor Dr. Rudolf Streinz. Er fragt (13:15 Uhr) nach den Wandlungen des Völkerrechts und der Rolle des Nationalstaates im Zeitalter von Europäisierung und Globalisierung. Mit einer Zusammenschau und abschließenden Diskussion wird die Tagung beendet.

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Satire zum “Schicksalstag der Deutschen”

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität info @ 08:59

Am 9. November 2006 erinnert Matthias Biskupek in der Veranstaltungsreihe “Literatur live” der TU Chemnitz an die schönsten und rätselhaftesten Blüten des DDR-Wortschatzes und lädt ein zu einem satirischen Jahresrückblick 2006. Mit Auszügen aus seinem Buch “Das kleine DDR-Lexikon - Von Haushaltstag bis Reisekader” greift der 56-jährige gebürtige Chemnitzer längst vergessene Worte wie Ökulei, Genex oder Brigadetagebuch auf und klärt, was es mit der Abkürzung “ml. WA” in Bekanntschaftsanzeigen auf sich hatte. Einen Sprung zurück in die Vergangenheit macht Biskubek mit seinem Werk “Die geballte Ladung”. Darin blicken die besten Satiriker und Cartoonisten auf die peinlichsten Personen oder missglücktesten Auftritte der vergangenen zwei Jahre zurück, die die Politik, Gesellschaft und Medien geliefert haben. In Kooperation mit der Stadtbücherei und unterstützt vom Kulturamt der Stadt Chemnitz führt Prof. Dr. Elke Mehnert, ehemalige Inhaberin der Professur Literatur des 20. Jahrhunderts/Komparatistik der TU Chemnitz, durch den Abend. Die Veranstaltung findet 19.30 Uhr im Lese-CAFE des Kulturkaufhauses DAStietz, 3. Etage, statt. Die Karten sind für 4 Euro und ermäßigt 2 Euro erhältlich und können unter Telefon (03 71) 488 - 42 22 vorbestellt werden.

Zur Person: Matthias Biskupek

Matthias Biskupek, geboren 1950 in Chemnitz, arbeitete nach seinem Studium der Technischen Kybernetik zunächst als Systemanalytiker in einem Chemiebetrieb. Später war er Dramaturg und Texter am Geraer Kabarett “Das Fettnäpfchen”, Mitarbeiter der Zeitschrift “Die Weltbühne” und Literaturkritiker beim Satireblatt “Eulenspiegel”. Heute lebt er als freier Autor in Rudolstadt und Berlin, und “Eulenspiegel” Leser können sich noch immer an seinen satirischen Texten erfreuen. Seinem Geburtsort ist Biskupek weiterhin freundlich zugewandt, was sich auch in einem Chemnitz gewidmeten Text widerspiegelt, der - neben anderen “Novitäten” - am 9. November seine “Uraufführung” erlebt.

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6. November 2006

Mozart und Freud

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität info @ 21:20

Zum 10-jährigen Bestehen seiner Vortragsreihe zu Kunst, Psychotherapie und Kultur lädt der Förderverein Musiktherapie an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu einer Jubiläumsveranstaltung zum Thema “Mozart und Freud” ein. Die Veranstaltungen beginnen mit einem Konzertabend am 10. November 2006 um 20 Uhr und werden fortgesetzt mit einem Vortrag am 11. November um 10 Uhr. Beide Veranstaltungen finden in den Räumen der Katholischen Studenten- und Hochschulgemeinde (KSHG) an der münsterschen Frauenstraße 3 - 7 statt. Der Eintritt kostet jeweils sechs Euro, beide Veranstaltungen zusammen zehn Euro (ermäßigt vier und sechs Euro). Das Programm versteht sich als Beitrag zum Jubiläumsjahr anlässlich des 250. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart und des 150. Geburtstages von Sigmund Freud. Beide haben - in unterschiedlicher Weise - das Denken und Fühlen und darüber hinaus die Einsicht in seelisches Geschehen beeinflusst und verändert, was sich bis heute in vielfältigen Forschungsfragen und Anregungen zur Musik- und Psychotherapie niederschlägt.

Das Konzertprogramm besteht aus Werken von Mozart mit dem Titel “Mozart in unterschiedlichen und ungewöhnlichen Besetzungen”. Auf dem Programm stehen das Divertimento in F-Dur für Streichquartett, das Menuett aus dem Klarinettenquintett in A-Dur, verschiedene bekannte Arien aus den Opern “Don Giovanni”, “Die Hochzeit des Figaro” und “Die Zauberflöte” für Bariton, Sopran und Klavier, die Violinsonate in Es-Dur, die Kleine Nachtmusik für Blechbläser, drei frühe Werke (op. 2, 3 und 15), gespielt auf dem Marimbaphon und ein Adagio für Glasharmonika, vorgetragen auf dem Akkordeon.

Mitwirkende sind Michael Nonhoff (Bariton), Ruth Bettels (Sopran), Matthias Reuland (Violine), Daria Weyers (Klarinette), Ulle Pfefferle und Esther Laug (beide Klavier), Ivan Ivanov (Akkordeon), Lars Ahrens (Marimbaphon), Heide Bertram und Michael Schmutte (beide Sprecher), das Philippiquartett und das Blechbläserensemble Galaxy Brass.

Als Referent der Vortragsreihe, die vor zehn Jahren mit Gaetano Benedetti und einem Vortrag zur Psychotherapie der Psychosen begann, konnte diesmal einer der renommiertesten Psychotherapieforscher mit dem Schwerpunkt der Erforschung unbewusster Prozesse gewonnen werden. Der Jubiläumsvortrag wird gehalten von Prof. Dr. Michael B. Buchholz (Göttingen) zum Thema: “Das Ich ist vor allem ein körperliches - Freud und die Metaphern der Bewegung.” Prof. Buchholz ist Psychoanalytiker in privater Praxis und außerplanmäßiger Professor an der Universität Göttingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Qualitative Forschung in der Psychotherapie, Metaphernanalyse, Familientherapie und Probleme der psychoanalytischen Profession.

Der Förderverein Musiktherapie, der sich seit seiner Gründung die Förderung und Unterstützung des Zusatzstudienganges Musiktherapie an der Universität Münster zur Aufgabe gemacht hat, will mit der Einladung von Prof. Buchholz zu einem Gastvortrag und mit dem Konzert einen Beitrag dazu leisten, das Interesse an der Erforschung seelischer und musikalischer Prozesse zu fördern.

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Prof. Richard Schröder spricht beim Symposium: „Religion in Ost und West zwischen 1945 und 1989“

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität info @ 21:10

3. Januskopf-Symposium der DKB Stiftung am 11. und 12. November 2006 Die Stiftung der Deutschen Kreditbank AG, die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement, lädt am 11. und 12. November 2006 zum 3. Januskopf-Symposium mit dem Thema „Religion in Ost und West zwischen 1945 und 1989: Erfahrungen – Entwicklungen - Perspektiven“ auf Schloss und Gut Liebenberg (rund 60 km nördlich von Berlin) ein. Prof. Dr. Richard Schröder, Theologe der Humboldt-Universität, wird zum Thema „Denken im Zwielicht“ sprechen.

In sieben Vorträgen und zwei Podiumsdiskussionen werden ausgewiesene Fachleute aus Wissenschaft und Forschung die Problematik der Ausübung der verschiedenen Religionen und die Funktion der Kirchen in der ehemaligen DDR beleuchten. Weitere Themen sind die Kontakte und Kooperationen zwischen ost- und westdeutschen Kirchen und die gegenseitige Wahrnehmung und Erfahrungen in Ost und West. Die DDR-Kirchenpolitik und die Friedensbewegung werden ebenso Gegenstand der Erörterungen sein wie die Probleme des heutigen Wertewandels und die elementare Frage: „Braucht der Mensch Religion?“.

Am 11. November um 13:00 Uhr eröffnet das Symposium Dr. Peter Kahn, Vorsitzender des Kuratoriums der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement. Einen einleitenden Vortrag zur „Gesamtsituation der Juden unter Berücksichtigung der DDR“ hält die jüdische Religionswissenschaftlerin Ruth Lapide, die für Ihre Arbeiten zur Förderung der Verständigung zwischen Juden und Christen, Israel und Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Um 14:00 Uhr berichtet der Berliner Prälat Gerhard Lange über den „gelebten christlichen Glauben in der Konfrontation mit dem politisch-weltanschaulichen Anspruch des real-existierenden Sozialismus in der DDR“. Ab 15:15 Uhr wird Prof. Dr. Richard Schröder, Theologe an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied im Nationalen Ethikrat, unter dem Titel „Denken im Zwielicht“ die Konflikte von Religion, Kirchenpolitik und Hochschullehre in der DDR verdeutlichen. Ab 16:00 Uhr hält Dr. Erhart Neubert, Fachbereichsleiter der Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und Vorstandsmitglied der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, einen Vortrag über die Bürgerbewegungen im Spiegel der evangelischen Kirche in der DDR. Um 17:15 Uhr beginnt die Podiumsdiskussion zum Thema „religiöse und religionspolitische Erfahrungen, Kooperationen und gegenseitige Wahrnehmung zwischen Ost und West“.

Am 12. November um 10:30 Uhr wird Prof. Dr. Peter Steinbach, Historiker an der Universität Fridericiana in Karlsruhe und wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, über “religiöse Motive des Widerstandes in der DDR und ihre Bewertung in der Bundesrepublik Deutschland“ sprechen. Anschließend referiert Prof. Dr. Heiner Meulemann vom Institut für angewandte Sozialforschung an der Universität zu Köln zum Wertewandel in West- und Ostmitteleuropa seit dem Fall des „eisernen Vorhangs“. Ab 13:45 Uhr zieht der Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler Habakuk Traber einen Ost-West Vergleich zur neuen Spiritualität in Kunst und Kultur. Um 14:30 Uhr beginnt die abschließende Podiumsdiskussion mit dem Thema: „Wertewandel, religiöse Entwicklungen und Perspektiven für das geeinte Deutschland und die EU - Braucht der Mensch Religion?“

Die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement wurde am 21.10.2004 in Berlin gegründet. Die satzungsgemäßen Ziele sind u.a. die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, die Belange der Kinder- und Jugendhilfe, des Sports sowie der Kunst und Kultur.

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Der medizinische Behandlungsfehler - 3. Deutsch-Türkisches Symposium zum Medizin- und Biorecht

Abgelegt unter: Augburg, Universität info @ 21:09

Die zivilrechtliche Arzthaftung, Alternativen zur Arzthaftung, der Arzthaftungsprozess und seine Konsequenzen, der Behandlungsfehler und Strafrecht: diese Stichworte umreißen das Themenspektrum des 3. Deutsch-Türkischen Symposiums zum Medizin- und Biorecht, das am 10. und 11. Nov. 2006 an der Universität Augsburg stattfindet. Organisiert wird die Tagung, die der Öffentlichkeit zugänglich ist und zu der insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen sind, von Prof. Dr. Henning Rosenau, Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Deutsches, Europäisches und Internationales Straf- und Strafprozessrecht, Medizin- und Biorecht. Unheilvoller Weg in defensive Medizin

Namhafte Medizin- und Biorechtler werden sich bei dem Augsburger Symposium mit der Frage auseinandersetzen, ob die in den letzten Jahren vollzogene Entwicklung hin zu einer Verrechtlichung der Medizin an ihre Grenzen stößt. Manche sprechen von einer Hypotrophie des Arzthaftungsprozesses. Es lässt sich damit einerseits ein unheilvoller Weg in eine defensive Medizin befürchten.

Belastungen des Arzt-Patienten-Verhältnisses

Auf der anderen Seite haben betroffene Patienten oft Schwierigkeiten, in langjährigen Prozessen ihre Rechte durchzusetzen. Hier haben die Zivilgerichte geholfen, indem es nicht mehr auf den Behandlungsfehler als solchen ankommen soll, sondern auf eine mangelnde Aufklärung oder fehlende Dokumentation des Behandlungsverlaufs. Es bleiben aber Defizite, und dieser Ausweg der Rechtsprechung ist auch wenig befriedigend. Das Arzt-Patienten-Verhältnis leidet. Der Arzt kann sich aufgrund der Haftungsrisiken nicht ausschließlich auf die Behandlung konzentrieren. Das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient wird belastet. Sobald der Staatsanwalt ins Spiel kommt, hat diese unbefriedigende Dogmatik besonders prekäre Auswüchse.

Denkbare Alternativen

“Wir wollen vor diesem Hintergrund u. a. erörtern, ob die Arzthaftung durch ein Versicherungsmodell nach skandinavischem Vorbild abzulösen ist”, erläutert Professor Rosenau. Auch seien Präventionsmodelle denkbar, die etwa aus dem technischen Bereich zur Abwehr von technischen Risiken stammen könnten.

Wertvolle Anregungen aus deutsch-türkischem Dialog

Mit der Tagung wird zugleich der deutsch-türkische Dialog in medizinrechtlichen und medizinethischen Fragen fortgesetzt. Es handelt sich bereits um die dritte Tagung dieser Art, nun zum ersten Mal auf deutschem Boden. Die Türkei hat kein unüberschaubares Arzthaftungssystem wie Deutschland. Man ist dort erst im Begriff, bei der medizinischen Behandlung auch in haftungsrechtlichen Kategorien zu denken. Erste Patientenrechtebüros sind in den türkischen Kliniken installiert worden. Die türkischen Vorstellungen können vor diesem Hintergrund eine wertvolle Anregung über einen Rückbau des vielleicht zu weit gehenden deutschen Haftungssystems geben. Zugleich kann das türkische Medizinrecht von den deutschen Erfahrungen in bester rechtsvergleichender Tradition profitieren.

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Universität im Rathaus: Sportinformatik

Abgelegt unter: Mainz, Johannes Gutenberg-Universität info @ 21:08

Professor Jürgen Perl erläutert am 14. November, wie Computer und Informatik den Anforderungen im Profi-, aber auch Gesundheitssport Rechnung tragen

Sie wirkt und arbeitet meist unsichtbar, dabei hat sie wie kaum eine andere Wissenschaft unser Leben und unseren Alltag revolutioniert: Die Informatik findet sich heute überall. Ob im E-Commerce, in der Unterhaltungselektronik oder der Medizintechnik, ob beim Katastrophenmanagement, bei Analysetechniken im Hochleistungssport oder ganz simpel in Haushaltsgeräten — versteckt lenken, regulieren, messen und warnen die neuen Technologien. Aus Anlass des Informatikjahres 2006 möchte die Reihe “Universität im Rathaus” das Interesse für die digitale Entwicklung unserer Gesellschaft wecken. In dieser Reihe hält Univ.-Prof. Dr. Jürgen Perl vom Institut für Informatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Dienstag, 14. November, um 20 Uhr im Ratssaal des Mainzer Rathauses einen Vortrag zum Thema “Sportinformatik: Computer unterstützen Profis und machen Fitness gesünder”. Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Wie muss ich laufen, um abzunehmen? Wie muss ich trainieren, um schneller zu werden? Welches taktische Konzept hätte die Mannschaft wählen sollen, um zu gewinnen? Fragen, auf die viele verschiedene Antworten möglich sind. Zwar gibt es einerseits klare Richtlinien von Sportwissenschaftlern, Sportmedizinern und Trainern, andererseits erfordert jeder Einzelfall eine individuelle Behandlung. Hierzu sind aber zunächst Informationen notwendig — beispielsweise über Gesundheits- und Trainingsstand eines Athleten oder über die technischen und taktischen Fähigkeiten der Spieler einer Mannschaft.

Mit Hilfe des Computers können solche Informationen schnell und exakt zu einer Lösung verarbeitet werden — allerdings nur unter der Voraussetzung, dass man weiß “wie” — nämlich: Wie wirkt sich das Training auf meinen Körper aus, und wie kann ich vermeiden, mich zu überlasten? Wie gut war unser taktisches Konzept, und wie könnte es eventuell verändert werden? Die immer höheren Anforderungen im Profisport, aber auch die wachsende Bedeutung von Fitness und Gesundheitssport stellen Herausforderungen an die Betreuung im Sport dar, die ohne Computer und Informatik zukünftig nicht bewältigt werden können.

Der Referent Univ.-Prof. Dr. Jürgen Perl, 1944 geboren; 1971 Promotion in Mathematik an der FU Berlin; 1974 Habilitation in Informatik an der TU Berlin; 1975 Professur für Angewandte Mathematik und Informatik an der Universität Osnabrück; 1984 Professur für Angewandte Informatik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Zu seinen Arbeitsgebieten zählen neben Software-Entwicklung und Modellbildung speziell die interdisziplinären Schwerpunkte Medizin- und Sportinformatik. Sein zentraler methodisch-konzeptioneller Anspruch besteht in der unmittelbaren Verknüpfung von theoretischem Ansatz und praktischer Umsetzung.

Die nächsten Vorträge in dieser Reihe:

Veranstaltungsort: Rathaus, Ratssaal, jeweils 20 Uhr. Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.

5. Dezember 2006 Der digitale Mensch. Virtuelle Realität im Kino. Dr. Susanne Marschall, Filmwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

12. Dezember 2006 Geodienste im Internet — am Beispiel aktueller Anwendungen wie Katastrophenmanagement oder Geschichte. Prof. Dr. Alexander Zipf, Geoinformatik, Fachhochschule Mainz

9. Januar 2007 Bioinformatik — Wie “dumme Computer” Vorhersagen über komplexe biologische Vorgänge im Menschen machen können. Dr.-Ing. Ernst Althaus, Institut für Informatik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

16. Januar 2007 Erfolge und Misserfolge — eine heiter bis kritische Betrachtung der Informatik in unserer Gesellschaft. Prof. Dr. Christian Petri, Wirtschaftsinformatik, Fachbereich III: Wirtschaftswissenschaften, Fachhochschule Mainz

6. Februar 2007 Musikinformatik — Von der antiken Musiktheorie zum modernen Computer. Dr. rer. nat. Albert Gräf, Musikwissenschaftliches Institut, Bereich Musikinformatik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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