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8. Dezember 2006

Energiesparen beim Glühweinverkauf

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 10:18

Glühwein mit einem Solarkocher erhitzen? Ein zur Vorweihnachtszeit passender Vorschlag zum Energiesparen, der aber am Mittwoch, 6. Dezember 2006, auf dem Schlossplatz bei milden Temperaturen an der fehlenden Wintersonne scheiterte. Die Glühwein-Aktion des Arbeitskreises Umwelt der WWU Münster war dennoch erfolgreich und unterstützte den noch bis zum 22. Dezember laufenden Ideenwettbewerb zum Energiesparen an der Universität Münster. Der zum Verkauf angebotene alkoholfreie Glühwein wurde auf herkömmliche Weise elektrisch erwärmt. Die WWU Münster verheizt Tag für Tag Energie im Wert eines Mittelklasseautos. Allein in den letzten sechs Jahren stiegen die Kosten für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Strom in den rund 200 Uni-Gebäuden in Münster um etwa 40 Prozent. Mittlerweile summieren die Kosten sich auf jährlich 6,5 Millionen Euro, viel Geld, das in der Lehre und Forschung dringend benötigt wird. Gemeinsam mit den Partnern LBS und Stadt Münster will die WWU jetzt die Energiekosten “ausbremsen”.

Werbung für den Wettbewerb machte der Arbeitskreis Umwelt am Nikolaustag von 11 bis 15 Uhr auf dem Schlossplatz. Vor dem aus der Werbung bekannten LBS-Bauwagen wurde alkoholfreier Glühwein für 50 Cent pro Becher zum Kauf angeboten. Der Erlös der Aktion diente der Anschaffung von Strom-Messgeräten und damit auch dem Energiesparen an der Universität.

Unter dem Slogan “Wir setzen die Uni auf Sparflamme” sind alle Studierenden, Wissenschaftler und Angestellten der WWU aufgerufen, noch bis zum 22. Dezember Ideen zum Energiesparen einzureichen. Als Belohnung winken attraktive Preisgelder von insgesamt 4.200 Euro. Gesucht werden originelle und umsetzbare Ideen, wie und wo an der Universität Energie eingespart werden kann. Von der kleinsten Glühbirne bis zum großen Heizkraftwerk sind dabei der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wie Dr. Joachim Kremerskothen vom Arbeitskreis Umwelt der WWU Münster erläutert: “Sowohl Geistesblitze zu wirkungsvollen Verhaltensänderungen als auch Vorschläge zu technischen Verbesserungen sind gefragt”. Schon im Frühjahr 2007 werden erste Ideen aus dem Wettbewerb umgesetzt, um so zu einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit Energieressourcen zu kommen.

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6. Dezember 2006

Wirtschaftswissenschaftler verabschiedeten 267 Studierende

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 20:57

“So jung kommen wir nie wieder zusammen!”. Unter diesem Motto richtete die Fachschaft der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität die festliche Diplomfeier aus. Das Fest für die 267 Absolventen des Sommersemesters 2006 fand im Hörsaal H1 statt. Nach der Begrüßung durch den Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Wolfgang Berens, kamen auch die Absolventen zu Wort. Julia Riederer und Matthias Pottmeier gaben Einblicke in das münstersche Studentenleben in den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik und drückten ihre Freude auf ihre Zukunft in der Arbeitswelt aus.

Anschließend erfolgte die Verleihung des Mercer-AlumniUM-Master-Awards für die drei besten Absolventen dieses Abschlussjahrgangs. Die Sachpreise, drei hochwertige iPod nanos, die von der Unternehmensberatung Mercer Management Consulting in Kooperation mit dem Absolventennetzwerk der Fakultät AlumniUM e.V. gestiftet wurden, überreichte der Dekan an Christoph Grothaus und Dennis Vrecko für Ihre hervorragenden Studienleistungen. Der Jahrgangsbeste Marco Reinhardt hat sich im Rahmen seines Studienschwerpunkts auf Internationales Management und Internationale Wirtschaftsbeziehungen spezialisiert. Er hält sich zur Zeit in Argentinien auf und wird nach seiner Rückkehr nachträglich geehrt.

Im Anschluss lud AlumniUM e.V. die Absolventen und ihre Gäste im festlich geschmückten Foyer des Hörsaalgebäudes zum Sektempfang ein. Dort konnte auch die mittlerweile dritte Auflage des Absolventenbuchs erstanden werden. Seit dem Sommersemester 2005 publiziert AlumniUM in Kooperation mit dem Dekanat der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ein Absolventenbuch. “Dieses dient den Absolventen zu Erinnerungszwecken und zum Networking auch über das Studierende hinaus”, erläutert Dekan Prof. Berens. “Parallel geben wir eine online-basierte Datenbank mit den Lebensläufen unserer frisch examinierten Absolventen und den examensnahen Kandidaten heraus, die Unternehmen beim Recruiting unterstützt und den Absolventen den Jobeinstieg erleichtern soll”.

Abends feierten die frisch gebackenen Absolventen im Schlossgarten-Cafe ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden den erfolgreichen Abschluss ihres wirtschaftswissenschaftlichen Studiums in Münster. “Wir freuen uns, diese einzigartige Feier für die Absolventen organisieren zu können”, so Birte Koch Veranstaltungs-Mitorganisatorin aus der Fachschaft.

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1. Dezember 2006

Wissenschaftler der WWU an Bau des größten Extremhochvakuumtanks beteiligt

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 18:07

Im Forschungszentrum Karlsruhe entsteht zurzeit mit KATRIN (KArlsruher TRItium Neutrino Experiment) die präziseste Waage der Welt für Neutrinos. Daran beteiligt ist auch Prof. Dr. Christian Weinheimer vom Institut für Kernphysik der Universität Münster. Er freut sich auf einen ganz besonderen Moment: Am Mittwoch kommender Woche wird das Kernstück der Anlage, ein Extremhochvakuumtank, endlich in Karlsruhe eintreffen. Der Koloss mit einer Länge von 23,3 Metern und einem Durchmesser von zehn Metern musste zwar theoretisch nur die 400 Kilometer lange Strecke vom badischen Degendorf nach Karlsruhe zurücklegen, praktisch aber war er rund 8.800 Kilometer unterwegs, weil er wegen seiner enormen Dimensionen nur auf dem Wasser transportiert werden konnte. So ging das Spektrometer auf eine Reise rund um Europa: Auf der Donau wurde es zum Schwarzen Meer transportiert, dort umgeladen und per Hochseeschiff über Bosporus, Mittelmeer, Gibraltar, Atlantik und Nordsee nach Antwerpen gebracht. Nach erneutem Umladen fuhr das Spektrometer dann per Rheinschiff nach Eggenstein-Leopoldshafen. Die größte logistische Herausforderung ist die letzte Etappe vom Hafen zum Forschungszentrum Karlsruhe mit dem Tieflader. Mitte Dezember wird der größte Kran Europas dann den 200 Tonnen schweren Behälter in seine endgültige Position heben.

Nachgewiesen wurden Neutrinos, deren Masse mit nie gekannter Präzision durch KATRIN gemessen werden soll, erstmals 1957 beim radioaktiven Beta-Zerfall in der Fusion der Sonne. Größtenteils kosmischen Ursprungs, wird ihnen eine grundlegende Rolle bei der Entstehung des Universums zugeschrieben. “Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass Neutrinos keine Masse haben”, sagt Weinheimer. “Inzwischen konnte man nachweisen, dass sie sehr wohl ein Gewicht haben.” Da Neutrinos so häufig sind, ist ihre Masse von entscheidender Bedeutung, um zu verstehen, wie das Universum entstanden ist und was es zusammenhält. “Zwei Drittel des Universums bestehen aus so genannter Dunkler Energie, rund ein Drittel aus der so genannten Dunklen Materie, zu denen auch die Neutrinos gehören”, so Weinheimer. Direkt wiegen lassen sich die Neutrinos, die praktisch alles im All ohne Energieverlust durchdringen, nicht. Bei den bisherigen Experimenten konnte man durch die Umwandlung von Neutrinos zwar Unterschiede in der Masse feststellen, aber nicht das absolute Gewicht. Mit KATRIN soll sich das ändern.

Weinheimers Arbeitsgruppe ist dafür verantwortlich, dass das elektronenmagnetische Design von KATRIN mit über 30 supraleitenden Magneten und zwei Spektrometern stimmt. Noch schwieriger ist es, die immer gleiche Spannung zu halten. Zur Eichung vermessen die münsterschen Wissenschaftler Elektronen, deren Spannung immer auf dem gleichen Level bleibt. Kein Voltmesser auf der Welt kann 18600 Volt messen, deshalb wird am Institut ein Präzisionsspannungsteiler entwickelt. Die Gefahr, dass der Elektronenstrom aus dem Tritiumzerfall durch andere Elektronen verunreinigt wird, ist sehr hoch. Deshalb entwirft Weinheimer mit seiner Gruppe feine Drahtgitter, die das verhindern sollen. “Wegen der Hochspannung und des Vakuums ist das allerdings keine triviale Aufgabe”, so Weinheimer. Erste Messungen im Ernstfall mit KATRIN sind für das Jahr 2008 zu erwarten.

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Ausstellung über Naturgefahren am Flughafen Münster/Osnabrück

Abgelegt unter: Münster, Westfälische Wilhelms-Universität — info @ 18:05

Wenn glühende Lavaströme in mächtigen Fontänen aus der Tiefe hervor schießen oder kollidierende Kontinentalplatten die Erdkruste brechen lassen, dann zeigen sich die enormen Kräfte, die auf der Erde walten. Die unterschiedlichen Facetten dieser Naturereignisse stehen im Fokus der Wanderausstellung “Unruhige Erde” im Terminal 2 des Flughafens Münster/ Osnabrück (FMO), die am 30. November 2006 eröffnet wurde und unter anderem von der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Universität Münster und dem Wissenschaftsbüro der Stadt Münster unterstützt wird. Die vom Koordinierungsbüro Geotechnologien in Potsdam konzipierte Wanderausstellung “Unruhige Erde” begleitet den neuen Forschungsschwerpunkt “Frühwarnsysteme gegen Naturgefahren”, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Exponate zum Mitmachen, interaktive Computeranimationen und spektakuläre Satellitenaufnahmen verdeutlichen, wie geowissenschaftliche Forschung funktioniert. Welchen Nutzten die Erforschung von Erdbeben, Vulkanen, Erdrutschen oder auch Meteoriten liefert, wird anhand von Frühwarnsystemen wie dem Tsunami-Frühwarnsystem im Indischen Ozean aufgezeigt. Und hat der Besucher und Flughafengast auch nach der ausführlichen Information durch großformatige Bilder und Live-Daten immer noch Fragen zum Thema, können diese an Experten gestellt werden.

In einem öffentlichen Vortragsprogramm am Flughafen Münster/Osnabrück werden Wissenschaftler der WWU Münster neuste Forschungsergebnisse präsentieren :Am 7. Dezember 2006 um 18.30 Uhr wird Prof. Dr. Harald Strauß vom Geologisch-Paläontologischen Institut über die Dynamik der Erde in seinem Vortrag “Mittelozeanische Rücken: heißes Magma, giftige Wässer und blühendes Leben” berichten. Am 11. Januar 2007 um 18.30 Uhr zeigt Prof. Dr. Heinrich Bahlburg, ebenfalls vom Geologisch-Paläontologischen Institut, in seinem Vortrag “Tsunamis: eine unterschätzte Naturgefahr”, welche Risiken von diesen gewaltigen Wellen ausgehen. Am 18. Januar 2007 um 18.30 Uhr schildert Privatdozent Dr. Michael Bröcker vom Institut für Mineralogie im Vortrag “Die Erde lebt: Erkundung, Nutzung und Gefahren von Vulkanen” den Umgang der Geowissenschaften mit den gewaltigen Feuerbergen.

Zusätzlich können die Ausstellungsbesucher an einem Wissensquiz teilnehmen und als Hauptpreis eine viertägige Reise mit Icelandair für zwei Personen nach Island gewinnen. Schließlich kann man an keinem anderen Ort die Naturdynamik so deutlich spüren, wie auf der Vulkan-Insel aus Feuer und Eis. Speiende Vulkane und mächtige Gletscher, heiße Quellen und fauchende Geysire machen Island zu einem Land, in der die Erde nie zur Ruhe kommen wird.

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