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1. November 2006

5 vor 12 – Die RWTH-Wissenschaftsnacht

Wissenschaft als Freitagabendunterhaltung am 10. November

Wissenschaft in ungewöhnlicher Form zu ungewöhnlicher Zeit als Freitagabendunterhaltung präsentieren - diese Idee steckt hinter dem Veranstaltungsangebot der RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“.

Am 10. November wird die Aachener Hochschule Wissenschaft für alle Generationen auf unterhaltsame Art verständlich und greifbar machen. Ein breites Angebots an spannenden Vorträgen, Filmvorführungen und kabarettistischen sowie musikalischen Beiträgen sind Bestandteile des umfangreichen Programms.

Den Auftakt macht Professor Lutz Feld vom Lehrstuhl für Experimentalphysik mit seiner Vorlesung „Kann man Töne sehen?“. Durch insgesamt 20 Experimente werden ab 19.00 Uhr im Kármán-Auditorium an der Eilfschornsteinstraße, Hörsaal Fo 1, Kinder von acht bis zwölf Jahren auf teils spannende, teils verblüffende Weise in das Reich der Töne und des Schalls geführt. Wer im Anschluss tiefer in die Welt der Physik einsteigen möchte, ist ab 20.00 Uhr zum „Experimentieren mit den Naturgesetzen“ eingeladen.

Im Laufe des Abends öffnen vier Institute der Hochschule ihre Pforten. In der Wüllnerstraße 2 demonstrieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachgruppe für Rohstoffe und Entsorgungstechnik, welche Rolle Rohstoffe in unserem täglichen Leben spielen, wie sie gewonnen werden und warum jeder Mensch im Laufe seines Lebens 1.000 Tonnen Rohstoffe verbraucht. Einige Meter weiter wird im ehemaligen Heizkraftwerk der Hochschule gezeigt, dass Kohleverbrennung auch ohne CO2 –Emission möglich ist, und in der Versuchshalle des Instituts für Eisenhüttenkunde, Intzestraße, können die Besucher der Wissenschaftsnacht um 20.00 und 21.00 Uhr den Guss des neuen RWTH-Pferdes – eine Auszeichnung für ausgewählte Freunde und Partner der Hochschule – gemeinsam mit dem Rektor der Hochschule live erleben. Im Lehrstuhl für Oberflächentechnik werden Einblicke in die vielfältigen, alltäglichen Anwendungen von Beschichtungen gewährt, während das Institut für Hochspannungstechnik sein Labor mit „echten“ Blitzen erleuchtet.

Ein umfangreiches Vortragsprogramm beantwortet die Fragen nach der Erdbebensicherheit des Aachener Doms, der Fähigkeit von Computern, menschliche Eigenschaften zu erlangen, dem Operationssaal der Zukunft und den Geheimnissen der Tiefsee. Was es mit dem CO2-Fussabdruck auf sich hat, wird ebenso Thema sein wie die Rekorde der Baukunst.

Der Prozess der Wahrnehmung steht ab 20.30 Uhr im Mittelpunkt des Films „the making of“. Hierbei gewähren Neurobiologen, Neuroinformatiker und Neurophysiologen Einblicke in ihre Arbeit. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion unter Moderation von Axel Borrenkott, „Aachener Nachrichten“, werden die Regisseurin Viola Stephan, Dr. Rob van der Willigen, University Nijmegen, Professor Hermann Wagner, Institut für Biologie II der RWTH sowie Dr. Manfred Schmitz, Institut für Politische Wissenschaft, der Frage „Wie objektiv ist der Dokumentarfilm?“ nachgehen.

Cineasten kommen bei der Vorführung des preisgekrönten Films „Das Leben der anderen“ ebenso auf Ihre Kosten wie Freunde des Kabaretts. „AproProf“ ist der Titel des neuen Programms der Vtfive, fünf Professoren der Verfahrenstechnik, die den „deutschen Durchschnittsprofessor“ auf seiner Suche nach Ruhm, Elite und Geld entlarven. Studierende des Instituts für Romanistik leiten die Zuschauer bei dem „Projekt Inès de las Sierras“ zu den Schauplätzen eines Spukschlosses in den Pyrenäen. Grundlage des Theaterstücks mit Gänsehaut-Garantie bildete eine für die Wissenschaftsnacht entstaubte Fassung des gleichnamigen Stückes von Charles Nodier, dem Vater der Romantik.

Für musikalische Unterhaltung sorgt neben dem Jazztrio „Gerdband“ auch die Bigband der Hochschule. Das Kölner chill-Projekt „Turnmeister“ wird die diesjährige Wissenschaftsnacht ab 0.00 Uhr ausklingen lassen.

Für das leibliche Wohl sorgt während der gesamten Wissenschaftsnacht die Bar Museo im Foyer des Kármán-Auditoriums.

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31. Oktober 2006

Erfahrungsaustausch für ERASMUS-Studierende

Erstmals hat das International Office der RWTH Aachen gemeinsam mit den studentischen Organisationen AEGEE Aachen und INCAS zu einem Sektempfang eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, die ausländischen Neuankömmlinge im Rahmen des ERASMUS-Programms und Studierende der RWTH, die Dank des ERASMUS-Programms bereits Erfahrungen im Ausland gesammelt haben, miteinander ins Gespräch zu bringen.

Das ERASMUS-Programm wurde 1987 von der Europäischen Union ins Leben gerufen. Die Abkürzung ERASMUS steht für European Community Action Scheme for the Mobility of University Students. Sinn und Zweck des Programms liegen darin, die Mobilität der Studierenden innerhalb Europas zu fördern, so dass möglichst viele Studierende einen Abschnitt ihrer Ausbildung in einem anderen europäischen Land absolvieren. Dadurch sollen die Hochschulabsolventen besser qualifiziert werden, in einem Europa ohne Grenzen zu arbeiten. Wer im Rahmen eines Kooperationsvertrages als ERASMUS-Stipendiat eine Gasthochschule besucht, bekommt derzeit ein monatliches Stipendium in Höhe von etwa 100 Euro und wird von den Studiengebühren befreit.

RWTH-Rektor Burkhard Rauhut hob in seiner Begrüßungsansprache die Wichtigkeit von Auslandsaufenthalten für die berufliche Zukunft hervor. Er dankte den Studierenden für ihren Mut, sich über die Grenzen hinweg zu engagieren. Gleichzeitig appellierte er an die Studierenden, die im Ausland waren, ihre Hilfe den Neuankömmlingen anzubieten. Im Anschluss daran stellten sich das International Office der RWTH, die AEGEE Aachen und INCAS den Anwesenden als Anlaufstellen für Fragen vor.

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18. Oktober 2006

Spitzengespräch von Stadt und Hochschule

Im Spitzengespräch von Verwaltungsvorstand der Stadt und dem Rektorat der RWTH Aachen wurde jetzt grünes Licht für eine Werbemaßnahme auf dem Dach des Gesundheitsamtes in der Vereinsstraße gegeben. Dort sollen demnächst in großformatigen Leuchtbuchstaben die Bahnreisenden auf die “Stadt der Wissenschaft” und “RWTH Aachen University” hingewiesen werden. Allein rund 1 Million Thalys-Gäste jährlich werden auf diesem Wege über den wichtigsten Aachener Standortfaktor informiert. Die Leuchtreklame mit zwei Metern Höhe und 14 Metern Länge kostet 55.000 Euro, die Stadt und Hochschule gemeinsam aufbringen. Die Erstellung eines zweiten beleuchteten Schriftzugs der RWTH auf dem Dach der Chemie-Gebäude an der Turmstraße wird derzeit geprüft.

Weitere Themen des Spitzengesprächs waren der RWTH-Beitrag zum Bauhaus und Europäischen Wissenschaftsparlament sowie der Masterplan zum Campus Templergraben. Außerdem wurde die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Abstimmung langfristiger Werbemaßnahmen beschlossen.

Verwaltungsvorstand und Rektorat treffen sich regelmäßig einmal im Halbjahr. Dieses Treffen ist auf der Grundlage des Kooperationsabkommens aus dem Jahr 1996 Bestandteil der intensivierten Zusammenarbeit zwischen Stadt und RWTH.

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15. Oktober 2006

RWTH-Wissenschaftler entwickeln neuartige Rollstuhl-Hand-Bikes

Kinder mit spastischen Lähmungen haben sehr unterschiedliche Bewegungsstörungen, sie reichen von kaum wahrnehmbar bis sehr auffällig. Für den Alltag der Kinder ist es aber wichtig, sich selbst und aktiv zu bewegen. Hier setzt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der RWTH Aachen an, dessen Ergebnisse unter dem Titel ROBKIDS vom 18. bis 21. Oktober auf der Messe REHACARE in Düsseldorf präsentiert werden. Das Institut für Getriebetechnik und Maschinendynamik sowie der Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik haben in Zusammenarbeit mit der Viktor Frankl Schule in Aachen zwei neuartige Rollstuhl-Hand-Bikes für Kinder mit spastischen Lähmungen entwickelt.

Die entwickelten Rollstuhl-Hand-Bikes für Kinder, kurz ROBKIDS, orientieren sich an herkömmlichen Hand-Bikes, einem Behindertensportgerät. Dieses ist vergleichbar mit einem Fahrrad und wird vor einem Rollstuhl befestigt. Es wird aber allein durch die Arme angetrieben. Das Betätigen der Handkurbeln erfordert ein Mindestmass an Koordinationsfähigkeit der Muskeln, diese ist allerdings bei Kindern mit spastischen Lähmungen häufig sehr eingeschränkt. Einfache lineare Handbewegungen, seien es Auf- und Abbewegungen oder Vor- und Zurückbewegungen, können die Kinder hingegen ausführen. Hierauf aufbauend wurden die beiden neuartigen Rollstuhl-Hand-Bikes konzipiert, die als Vorbau an den vorhandenen Rollstuhl angebracht werden.

Die beiden Modelle unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Antriebsbewegung. Im ersten Konzept wird eine vertikale Antriebsrichtung umgesetzt. Über zwei Griffe, die abgewinkelt oder gerade sein können, wird die Antriebsbewegung eingeleitet. Eine Feder ermöglicht eine gezielte Kraftunterstützung der Aufwärtsbewegung. Das zweite Konzept unterstützt die horizontale beziehungsweise geneigte Antriebsrichtung. Hierbei sind die Modifikationen eines handelsüblichen Hand-Bikes weitaus komplexer, allerdings kann das Hand-Bike wesentlich besser auf die individuellen Fähigkeiten des Kindes abgestimmt werden. Damit eine ungewollte Lenkbewegung des Kindes nicht durch die Antriebskraft verstärkt wird, ist eine Entkopplung von Antriebs- und Lenkbewegung erforderlich (Bild). Das Projekt wurde durch die Holste-Stiftung der RWTH Aachen gefördert. Diese wurde im Dezember 1997 von Prof. Dr.-Ing. Werner Holste und seiner Ehefrau Gertraude eingerichtet. Prof. Holste studierte, promovierte und habilitierte an der RWTH Aachen. Als außerplanmäßiger Professor hat er 35 Jahre in Vorlesungen zu den Auswirkungen der Gesetzgebung auf die Auslegung von Kraftfahrzeugen sein Wissen an Studierende weitergegeben. Aus Verbundenheit zur RWTH Aachen gründete er die Holste-Stiftung, die Forschungsprojekte auf den Gebieten des Maschinenbauwesens, der Medizin und der Elektrotechnik finanziert.

Weitere Informationen erhalten Sie bei

Dr.-Ing. Mathias Hüsing
Institut für Getriebetechnik und Maschinendynamik
Tel: 0241/80-95554
E-Mail: huesing@igm.rwth-aachen.de

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12. Oktober 2006

RWTH Zertifikatkurs „Industrielles Dienstleistungsmanagement“

„Fundiertes Wissen – Praxisbezogene Lösungen – Konkretes Handeln“. Dies sind die Leitlinien unserer Weiterbildung im Bereich Dienstleistungsmanagement. Dienstleistungsmanagement ist nicht mehr nur ein Trend innerhalb der Unternehmensführungen, vielmehr entwickelt es sich zum entscheidenden Erfolgsfaktor der Firmen. Durch entsprechende Dienstleistungspakete können sich deutsche Unternehmen Chancen erobern, die ihnen auch im internationalen Vergleich einen Wettbewerbsvorteil bieten. Die Devise lautet „Umsatzsteigerung durch integrierte Dienstleistungen“.

Durch eine Zusammenarbeit mit Dozenten aus Unternehmenspraxis und Forschung werden im RWTH Zertifikatkurs „Industrielles Dienstleistungsmanagement“ vom 16. bis 18. November und 30. November bis 02. Dezember den Teilnehmern Grundlagen, Perspektiven und Anreize zu vermittelt, um eigene Lösungen für und mit dem Kunden entwickeln zu können. Vertreten sind führende Unternehmen wie Siemens AG, DB Netz AG und Robert Bosch GmbH sowie renommierte Hochschulen wie die Universität St. Gallen. Der Kurs richtet sich an Fach- und Führungskräfte für das Management industrieller Dienstleistungen. Die Teilnehmer schließen mit einem Zertifikat der RWTH Aachen ab.

Im Seminar werden wesentliche Erfolgsfaktoren für ein gelungenes Dienstleistungsmanagement behandelt wie etwa:

Werkzeuge der Strategieplanung und Geschäftsmodellentwicklung,
Marketing und Pricing von Dienstleistungen,
Entwicklung neuer Dienstleistungen,
Prozessmanagement der Dienstleistungserbringung,
Kooperation und Internationalisierung,
Human-Resource-Management für industrielle Dienstleister,
Kennzahlenbasierte Management- und Führungskonzepte,
Systeme zur effizienten Auftragsabwicklung industrieller Dienstleistungen

Workshops, Teamarbeiten und eine Unternehmenssimulation ermöglichen die praktische Erarbeitung der Theorien im Vortrag. Die Anwendung und Weiterentwicklung des Erlernten erfolgt außerdem in der Vorstellung von Erfahrungen und Best-Practices aus der Industrie.

Zusammen mit dem Organisationspartner RWTH International Academy, der Weiterbildungsakademie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und dem Forschungsinstitut für Rationalisierung e. V. (FIR) haben sich zwei erfahrene Partner zusammengeschlossen, die den Zertifikatkurs „Industrielles Dienstleistungsmanagement“ praxisnah und dem Thema entsprechend kundenorientiert organisieren und durchführen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rwth-academy.de/dienstleistungsmanagement.htm

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RWTH Aachen firmiert jetzt auch in Peking

Die Aachener Hochschule wird künftig in der Hauptstadt von China vertreten sein: RWTH-Rektor Professor Burkhard Rauhut eröffnete heute, 11. Oktober 2006, ein Verbindungsbüro in der Weltmetropole Peking. Dadurch sollen die bereits bestehenden guten Kontakte zu Universitäten in der Volksrepublik verstärkt und der Austausch von Studierenden wie Wissenschaftlern vereinfacht werden.

Das Büro befindet sich in Räumen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im German Centre Beijing, in dem auch andere deutsche Wissenschaftsorganisationen und die deutsch-chinesische Handelskammer untergebracht sind. “Seit 2001 führen wir sehr erfolgreich gemeinsam Studiengänge mit der Tsinghua Universität in Peking durch. Und mit der University of Science and Technology Beijing bestehen rege Austauschbeziehungen. Darauf wollen wir aufbauen”, erläuterte Rauhut.

Neben der Kontaktpflege zu chinesischen Wissenschaftlern und ihren Organisationen wird das Team des Büros sich der Rekrutierung der besten chinesischen Studierenden widmen. Dazu gehört auch die Information über Studienprogramme, Promotionsmöglichkeiten und die Vorbereitung auf einen Aufenthalt an der RWTH Aachen. “Das Büro wird ebenfalls Anlaufstelle für die chinesischen Absolventen der RWTH Aachen und den Kontakt zu den chinesischen Gastwissenschaftlern pflegen. Die einmal aufgebauten Beziehungen dürfen wir nicht wieder abreißen lassen”, betonte der RWTH-Rektor. Daher fand am Eröffnungstag auch gleich das erste Treffen von Absolventen - so genannter Alumni - in Peking statt. Angemeldet hatten sich bereits mehr als 200 ehemalige RWTH-Studierende. “Ich freue mich darauf, dass der Verein Chinesischer Alumni der RWTH Aachen in naher Zukunft gegründet wird”, sagte Professor Yongxiang LU, Absolvent der RWTH Aachen und Präsident der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.

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9. Oktober 2006

Norwegischer Forschungspreis geht an RWTH-Professor

Petri Mähönen von Telekommunikationskonzern ausgezeichnet

Der Telenor-Forschungspreis geht in diesem Jahr an Professor Petri Mähönen von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Der mit 250.000 Norwegischen Kronen – umgerechnet etwa 29.800 Euro – dotierte Preis soll die Bedeutung von Forschung und Innovation für die Informations- und Kommunikationstechnologie unterstreichen. Die Firma Telenor ist Norwegens größter Konzern im Bereich der Telekommunikation und gilt als außerordentlich erfolgreich. So erreichte das Unternehmen mit Fokus auf die Märkte in Norwegen und Schweden im ersten Halbjahr 2006 eine Umsatzsteigerung von über 30 Prozent.

Der Leiter der Unternehmensbereiche „Skandinavische Mobil- und Festnetze“, Morten Karlsen Sørby, gab am 4. Oktober anlässlich des Technologiefestivals Technoport in Trondheim den Telenor-Preisträger bekannt. Für den jährlich verliehenen Forschungspreis wird in Zusammenarbeit mit einer international besetzten Preisjury jeweils ein Themengebiet ausgewählt. Gewürdigt werden Einzelpersonen oder Gruppen, die einen Forschungsbeitrag beispielsweise in den Bereichen Technologie, Nutzerverhalten oder Wirtschaft geleistet haben.

In diesem Jahr fiel die Entscheidung der Preisjury einstimmig auf Petri Mähönen. „Professor Mähönen hat bedeutende Beiträge auf mehreren Gebieten der Wireless-Kommunikation geleistet. Er erzielte in einer großen Bandbreite unterschiedlicher Bereiche der Themenkomplexe „Multihop“ und „Adaptive Wireless-Kommunikation“ beeindruckende Ergebnisse und entwickelte unter anderem Anwendungen, Systeme und Lösungen für den Transportsektor. Wireless-Technologien sind für die in der Entwicklung begriffenen Geschäftsfelder von größter Bedeutung. Professor Mähönens Arbeit hat dazu beigetragen, den Einsatz von Funksystemen für diesen Sektor auszuweiten“, erklärte Berit Svendson, Leiterin des Unternehmensbereichs „Festnetz“ bei Telenor und Vorsitzende der Preisjury. Zudem sei die Arbeit des Wissenschaftlers und seiner Gruppe im Bereich Cognitive Radio and Cognitive Networks eine fundamentale Pionierleistung.

Der in Finnland geborene 38-jährige Wissenschaftler wurde 2002 auf den Lehrstuhl für Mobilfunknetze an der RWTH Aachen berufen. Die Professur war von der Ericsson Eurolab Deutschland GmbH gestiftet worden. Neben dem Mobilfunk sind unter anderem auch Internettechnologien und Breitbandkommunikationen Schwerpunkte der Forschung von Mähönen.

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29. September 2006

Ausschreibung des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus 2007

Wissenschaft muss kompetent vermittelt werden. Um herausragende Berichterstattungen aus Lehre und Forschung als wegweisende Beispiele dieser wichtigen Transferarbeit zu würdigen, vergibt die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen im kommenden Jahr zum achten Male den RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus. Ausgezeichnet wird vor allem die allgemeinverständliche und publikumswirksame Verdeutlichung komplexer Sachverhalte aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen, die an der RWTH angesiedelt sind. Willkommen sind Veröffentlichungen aus Printmedien, Hörfunk und Fernsehen, die neben einem interdisziplinären auch einen internationalen Aspekt aufweisen. Für die Vergabe des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus kommen Arbeiten von Journalisten und Wissenschaftlern in deutscher Sprache in Frage, die nach dem 1. Oktober 2004 veröffentlicht worden sind. Das zuständige Auswahlgremium setzt sich aus namhaften Vertretern aus Medien und Wissenschaft zusammen. Einsendeschluss ist der 9. Februar 2007.

Der RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus wird seit 1993 alle zwei Jahre vergeben. Er ist der einzige Journalistenpreis einer deutschen Universität. Er wird in den drei Kategorien Print, Hörfunk und TV vergeben und ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Die Verleihung des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus findet im Rahmen einer Festveranstaltung gemeinsam mit der Vergabe des Aachener Innovationspreises im Herbst 2007 statt. Die RWTH unterstreicht mit dieser Auszeichnung ihre vielfältigen und nachhaltigen Anstrengungen um eine zielgruppenorientierte Wissenschaftsvermittlung.

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28. September 2006

VII. Internationales PROWITEC-Symposium der RWTH

Coaching und berufliches Schreiben

Wie schreibt man eine leserfreundliche Bedienungsanleitung? Was macht ein benutzerfreundliches Formular aus? Und wie plant und formuliert man den erfolgreichen Webauftritt eines Unternehmens? Schreiben ist eine Schlüsselkompetenz in vielen Berufen und inhärenter Bestandteil des Arbeitsalltags. Das gilt für Ingenieure, Verwaltungsfachleute und Mediziner ebenso wie für klassische “Schreibberufe”, wie zum Beispiel Journalist und Technischer Redakteur.

PROWITEC (Produktion wissenschaftlicher Texte mit und ohne Computer) wurde 1983 als Arbeitsgemeinschaft von Univ.-Prof. Dr. phil. Eva-Maria Jakobs der RWTH Aachen, Sylvie Molitor-Lübbert und Dr. phil. Dagmar Knorr gegründet. Anliegen der PROWITEC ist es, Experten der Fachrichtungen, zu denen unter anderem Linguistik, Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Pädagogik, Kognitionswissenschaft zählen, ein interdiziplinär orientiertes Forum zu bieten. PROWITEC befasst sich mit Fragen der professionellen Textproduktion. Schwerpunkte der Arbeit sind unter anderem Textproduktion in und für elektronische Medien, Schreiben am Arbeitsplatz und die Vermittlung von Schreibkompetenzen. Seit 1994 organisiert die Arbeitsgemeinschaft internationale Fachtagungen mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

Das siebte internationale PROWITEC-Symposium stellt am 12. Oktober 2006 von 10.00 bis 18.00 Uhr und am 13. Oktober von 9.30 bis 12.00 Uhr im Sparkassen-Forum, Kleinmarschierstraße 11-15, den für Forschung, Ausbildung und Praxis zentralen Gegenstand “Coaching und berufliches Schreiben” in den Mittelpunkt. Coachings, Trainings und Ausbildungskonzepte zum beruflichen Schreiben sind in der Forschung bislang kaum untersucht und in der Literatur nur selten thematisiert oder bewertet worden. Was unter anderem fehlt, ist eine Bestandsaufnahme laufender Schreibinitiativen zu beruflichen Texten an Hochschulen, in der Wirtschaft und in Verbänden sowie die Schaffung einheitlicher Bewertungsinstrumente und -maßstäbe.

Die Fachtagung zielt auf den Austausch zwischen Theorie und Praxis. Experten aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark stellen methodische Konzepte am Beispiel von Trainingssituationen vor und diskutieren diese mit Blick auf Schreibforschung und -didaktik. Nach den Vortragsreihen besteht die Möglichkeit, die Inhalte an einer Gesprächsrunde zu diskutieren und dabei einzelne Themenschwerpunkte zu vertiefen.

Das aktuelle Programm, weitere Informationen und das Anmeldeformular erhalten Interessen unter: www.prowitec.rwth-aachen.de.

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27. September 2006

Eine neue Entwicklung von RWTH-Wissenschaftlern macht Zuläufe von Fremdwasser in Kanalsystemen ausfindig

Das Problem liegt hauptsächlich unter der Erde und macht sich meist erst mit einiger Verzögerung unangenehm bemerkbar: Wenn die Rechnung der Abwassergebühren ins Haus flattert. Es geht um Fremdwasser, also unverschmutztes Regenwasser, das nicht in den Boden sickert und sich wieder dem normalen Kreislauf einfügt, sondern in die Kanalisation gelangt. Viele Eifelgemeinden kämpfen mit diesem Problem, da hier die tonschieferhaltigen Schichten im Untergrund das Versickern behindern. Nicht selten benötigen Häuser aus diesem Grund Dränagen und Pumpen, um die Keller trocken zu halten. Fremdwasser mischt sich mit dem originären Inhalt der Kanäle und kann die Menge des Abwassers um das vier- bis neunfache ansteigen lassen. Diese Wassermassen stellen die Klärwerke vor Probleme, da sie für diese Mengen nicht ausgelegt sind und die Reinigung erschweren. Zudem müssen nicht selten Pumpen helfen, topographischen Hürden zu überwinden, was zusätzliche Energiekosten verursacht. Dies sind unter anderem die Gründe dafür, dass einige Eifelgemeinden die Liste der Kommunen mit den höchsten Abwassergebühren im Land anführen.

Diese Entwicklung wollen die Eifelkommunen Schleiden, Nettersheim, Kall und Hellenthal aufhalten und in den kommenden zwei Jahren die Menge des Fremdwassers in den Kanälen reduzieren. Sie haben dazu ein gemeinsames Abwasserbeseitigungs­konzept entwickelt, das vom Umweltministerium des Landes NRW in diesem Jahr mit 15 Millionen Euro gefördert wird. Die gleiche Summe wurde den Kommunen für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

Die Grundlage für eine wirksame Fremdwasserreduzierung ist die genaue Kenntnis, über welche Pfade es in die Kanalnetze gelangt. Sind Undichtigkeiten in öffentlichen Rohrleitungen vorhanden, lassen sich diese in der Regel vergleichsweise leicht lokalisieren. „Die Herausforderung besteht darin, den Fremdwasserabfluss aus den privaten Leitungen grundstückscharf zu erfassen“, erläutert Dr. Friedrich-Wilhelm Bolle. Der Geschäftsführer des Forschungsinstitutes für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW) an der RWTH Aachen weist darauf hin, dass die privaten Leitungen, deren Länge in etwa das zwei- bis dreifache des öffentlichen Netzes entspricht, oft eine wesentliche Quelle für den ständigen Zufluss von Grund- oder Regenwasser in die Kanalisation darstellen. Bei der Suche nach solchen Schwachstellen im System kann ein am FiW entwickeltes Messgerät künftig wichtige Hilfe leisten. Das mit ausgeklügelter Messtechnik bestückte Rohr wird dabei mittels Roboter direkt an der Mündung eines Hausanschlusses in die Kanalisation installiert. Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen dieser Art kommt das Gerät ohne Kabelleitungen aus und misst über einen Zeitraum von zwei oder drei Tagen die durchfließenden Mengen. Gleichzeitig erstellt es ein Diagramm, das die Werte über den Tages- und Nachtverlauf darstellt. Auf diese Weise kann bei der Auswertung festgestellt werden, ob die Mengen dem normalen Verbrauch entsprechen oder permanent zusätzliches Wasser diesen Weg nimmt, weil die Leitung beispielsweise Risse aufweist, durch die Grundwasser eindringt. Die neue Entwicklung der RWTH- Wissenschaftler befindet sich zurzeit in der Prototypphase und wird noch in diesem Jahr im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit der Stadt Ahlen in Westfalen den ersten Praxistest absolvieren.

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