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29. November 2006

Mathematik und Medizin - Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Frank Natterer

Prof. Dr. Frank Natterer vom Fachbereich Mathematik und Informatik der WWU Münster, der im Juli 65 Jahre alt wurde, hält am 1. Dezember seine Abschiedsvorlesung. Der Mathematiker spricht am Freitag ab 15.15 Uhr im Hörsaal M2 des Lehrgebäudes Mathematik an der münsterschen Einsteinstraße 64 über das Thema “30 Jahre Tomographie”. Frank Natterer studierte von 1960 bis 1966 Mathematik an den Universitäten in Freiburg und Hamburg. 1968 wurde er in Hamburg promoviert. 1971 übernahm er eine Professur an der Universität Bloomington in Indiana/USA. 1973 folgte er dem Ruf an die Universität Saarbrücken. 1981 nahm er einen Ruf an die Universität Münster an als Direktor des Instituts für Numerische und instrumentelle (jetzt Angewandte) Mathematik im Fachbereich Mathematik und Informatik der WWU.

In der Forschung beschäftigt sich Prof. Natterer seit nunmehr drei Jahrzehnten mit der mathematischen Behandlung tomographischer Probleme, insbesondere mit dem Einsatz bildgebender Verfahren in der Medizin. Auf diesem Gebiet entwickelte er sowohl grundlegende numerische Methoden als auch eine fundierte theoretische Basis der mathematischen Tomographie. Seine Ideen und Methoden haben über die Medizin hinaus auch Anwendung in verschiedenen technischen Bereichen gefunden.

Für seine großen Verdienste wurde Prof. Natterer im Jahre 2002 die Ehrendoktowürde der Universität Saarbrücken verliehen. In der Laudatio wurde hervorgehoben, dass Prof. Natterer der weltweit führende Vertreter dieses Wissenschaftsgebiets ist, das wie nur wenige andere Gebiete die hohe Wissenschaft mit praktischer Nutzanwendung verbindet. Die Reputation, die Prof. Natterer sich erworben hat, zeigt sich auch daran, dass er in den USA 1993 in ein Kommittee des National Research Council berufen wurde, das Vorschläge für die weitere Entwicklung der biomedizinischen Bildgebung in den USA erarbeitete.

Dem Fachbereich Mathematik und Informatik der WWU Münster diente Prof. Natterer als Dekan in den Jahren 1984/85 und 2001/02. Als langjähriger Direktor des Instituts für Numerische und Angewandte Mathematik hat er dessen Entwicklung und weltweite Anerkennung entscheidend mitgeprägt.

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26. Oktober 2006

WWU Münster gemeinsam mit Bielefeld, Paderborn und Dortmund gefördert

Auszeichnung für die Universität Münster gemeinsam mit den
Universitäten in Bielefeld, Dortmund und Paderborn: Das
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert ab
Januar 2007 für drei Jahre das Projekt “Patente Gründungen
Westfalen Ruhr”. Die Förderung in Höhe von 1,2 Mio. Euro ist Teil
der bundesweiten Initiative Existenzgründungen aus Hochschulen
(EXIST). Darin werden ab Beginn des nächsten Jahres 15 Netzwerke an
deutschen Hochschulen und Forschungsinstituten unterstützt.

Das von der Universität Dortmund koordinierte und von dem
westfälischen Hochschulverbund POWeR entwickelte Handlungskonzept
“Patente Gründungen Westfalen Ruhr” konnte sich in einem
zweistufigen Auswahlverfahren unter insgesamt 79 Konzepten bundesweit
durchsetzen. Ziel des Projektes ist die systematische Erschließung
und Mobilisierung neuer patentgeschützter Ideen und Gründungen.

POWeR - Patent Offensive Westfalen Ruhr - ist eine 2002 ins Leben
gerufene Gemeinschaftsinitiative der Universitäten in Bielefeld,
Dortmund, Münster und Paderborn. Das regionale
Universitätsnetzwerk verfolgt das Ziel, in Westfalen eine praxisnahe
Patent- und Gründerkultur aufzubauen. POWeR hat in den
zurückliegenden Jahren mit beachtlichem Erfolg zahlreiche
Qualifizierungs-, Informations- und Verwertungsmaßnahmen
hochschulübergreifend durchgeführt.

Mit dem Geschäftsfeld Mining und Ideen-Mining verfügt die WWU
Münster über ausgereifte und oft in der Praxis erprobte Werkzeuge
zur Entwicklung neuer Ideen. Die Ideen-Workshops der WWU tragen zwei
Defiziten im POWeR-Netzwerk Rechnung: Noch immer gibt es bei uns zu
wenige Erfindungsmeldungen, Patente und auf gewerblichen Schutzrechten
fußende Unternehmensgründungen von Wissenschaftlern. Im
Hochschulverbund haben Frauen nur einen Anteil von knapp zehn Prozent
an den Erfindungsmeldungen. Es wird deswegen eine Struktur
gegründet, die dem Geschlechter-Aspekt Rechnung trägt. Dabei
werden Workshops angeboten, die sich speziell an weibliche Studierende
und weibliches wissenschaftliches Personal richtet.

Ein weiteres Defizit beim Aufbau einer akademischen Erfindungs- und
Gründerkultur besteht in Unsicherheiten bei der Preisfindung und
Preisbildung für Ideen und Technologien. Dies erschwert
Vertragsverhandlungen mit den Nutzern dieser Ideen und Patente. Gerade
die sichere monetäre Bewertung von Geschäftsideen erleichtert die
Verhandlungsposition bei Gesprächen mit Banken und Investoren.

Die vier westfälischen Universitäten wollen mit der aus ihrer
Sicht zukunftsweisenden regionalen Patent- und Gründungsstrategie
einen spürbaren Beitrag zur Entwicklung der Innovations- und
Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft leisten. Die
gemeinsamen Initiativen zielen dabei ausdrücklich auch auf die enge
Einbindung der kleinen und mittleren Unternehmen in das
Universitätsnetzwerk.

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Gute Noten für Hochschulsport - Münster verteidigt Spitzenplatz beim CHE-Ranking 2006

Das “Centrum für Hochschulentwicklung” (CHE) in Gütersloh hat das Hochschulsport-Ranking 2006 veröffentlicht, das gute Neuigkeiten für den Hochschulsport Münster enthält. So kann Münster seine Platzierung in der Spitzengruppe aller untersuchten Hochschulen behaupten und ist darüber hinaus unter allen sieben Hochschulen mit über 40.000 Studierenden wie Hamburg, Berlin, München oder Köln die Nummer Eins. “In der Gesamtbewertung der Studierenden kommt keine Hochschule in vergleichbarer Größe an uns heran”, freut sich Wolfram Seidel, Leiter des Hochschulsports Münster, über die Bestätigung des guten Abschneidens aus dem Vorjahr. “Die guten Noten des CHE-Rankings bestätigen die Ergebnisse unserer internen Evaluation, die uns eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden mit der Angebotsvielfalt, den Kursen und den Übungsleitern attestieren.” In einer Befragung wurden 1.042 Münsteraner Studierende um ihre Bewertung der Bereiche “Breite des Sportangebots” und “Qualität der Sportkurse” gebeten. In diesen Kategorien verteidigt der Hochschulsport Münster mit der Durchschnittsnote 1,3 für die Angebotsvielfalt und einer Note 1,8 für die Qualität der Sportkurse seinen Platz in der Spitzengruppe deutscher und schweizerischer Hochschulen. Mit einem Gesamtindex von 1,5 beim Studierendenurteil belegt der Hochschulsport Münster Platz Neun aller untersuchten 130 Hochschulsporteinrichtungen. In Nordrhein-Westfalen muss sich Münster mit dem knappen Unterschied von 0,01 Punkten nur dem Hochschulsport Aachen geschlagen geben.

Eine weitere Beurteilungskategorie des CHE-Rankings war die Anzahl der Sportkurse pro 1.000 Studierende. Hier liegt der Hochschulsport Münster mit 8,5 Kursen im soliden Mittelfeld. “Mehr Kurse können wir aufgrund der begrenzten Hallenkapazitäten in Münster leider nicht anbieten”, bedauert Wolfram Seidel den einzigen Wehmutstropfen der Untersuchung. Insgesamt kann der Hochschulsport Münster als Indikator für die Attraktivität eines Hochschulstandortes mit Bestnoten glänzen.

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