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7. November 2006

Wie kann die Menschheit die globale Zukunft noch gestalten?

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität info @ 09:01

Prominent besetzte Veranstaltung des Bayreuther Forums Kirche und Universität.

Antworten finden auf die Frage, wie die Menschheit die globale Zukunft (noch) gestalten kann, versucht am 10./11. November im Audimax der Universität Bayreuth und im Wissenschaftszentrum Schloß Thurnau eine prominent besetzte Tagung des Bayreuther Forums Kirche und Universität.

Hintergrund der Tagung ist die Erkenntnis, dass sich Globalisierung in den letzten Jahrzehnten durch die modernen Verkehrs- und Kommunikationsmittel sprunghaft konkretisiert hat : Die Länder der Erde befinden sich nicht nur in einem immer dichter werdenden Netz allseitiger Beziehungen auf den verschiedenen Lebensbereichen (wie Wirtschaft, Kultur u.a.); vielmehr setzt sich auch zunehmend das Bewußtsein durch, dass wir als Menschheit den einen Globus miteinander teilen, also auch ein gemeinsames Schicksal haben.

Durch die Art, wie wir vor allem in den Industrie- und Schwellenländern leben, sind aber Entwicklungen in Gang gesetzt worden, die die Zukunft der Menschheit als risikovoll erscheinen lassen. Erhebliche Veränderungen unserer Lebensmöglichkeiten bis hin zur Selbstzerstörung sind zu befürchten. Deshalb ist es auch nötig, “um unserer selbst bzw. unserer Nachkommen willen die Frage der globalen Zukunft zum Thema unseres gemeinsamen Nachdenkens und Handelns zu machen”, formulieren die Veranstalter, namentlich der Bayreuther Mikrometeorologe Professor Dr. Thomas Foken und Pfarrer Christoph von Knobelsdorff.

Moderiert von Dr. Marc Beise (Süddeutsche Zeitung) widmet sich der erste Tag in Bayreuth in Referaten den Problemfeldern. So wird sich der bekannte Klimaforscher Professor Dr. Hartmut Graßl (Max Planck Institut für Meteorologie, Hamburg) mit dem Klimawandel beschäftigen: “Der angelaufene, der drohende und der noch ausreichend gedämpfte Klimawandel” (15:30 Uhr). Anschließend (16:00 Uhr) wird sich mit Professor Dr. Rolf J. Langhammer der Vizepräsident des renommierten Instituts für Weltwirtschaft in Kiel mit der “Erosion der Welthandelsordnung” befassen und eine Antwort auf die Frage versuchen, ob es sich um einen beklagenswerten Verlust oder einen chancenträchtigen Wandel handelt.

Ab 17:00 Uhr stehen Sicherheitsaspekte auf dem Programm: Mit Trends und Herausforderungen der Konfliktkonstellationen zu Beginn des 21. Jahrhunderts setzt sich dazu als Fachmann Dr. Wolfgang Zellner auseinander, der stellvertretende Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Ihm folgt (17:30 Uhr) mit Dr. Günter Pleuger ein Diplomat, der bis zum Juli dieses Jahres die Interessen der Bundesrepublik als Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York vertreten hat. Sein Thema liegt nahe: “Die UNO vor den Herausforderungen und Krisen des 21. Jahrhunderts.” Den Abschluß des ersten Tages bildet ein Referat (18:00 Uhr) des Bamberger Moraltheologen Professor Dr. Volker Eid: “Die Religionen unserer Welt, für unsere Welt: Miteinander oder getrennt – oder gegeneinander?

Fünf weitere Vorträge markieren den Beginn des zweiten Tagungsabschnitts am Samstag auf Schloß Thurnau. Zunächst (9:30 Uhr) wird der Bayreuther Biogeograf Professor Dr. Carl Beierkuhnlein auf globale Veränderungen und Biodiversitätsverluste eingehen, die er als eine Bedrohung ökologischer Serviceleistungen einstuft. Ein weiterer Bayreuther Experte, der Inhaber des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik und Transportprozesse, Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann will “Wege zu einer ressourcen- und klimaschonenden Energieversorgung” aufzeichnen (9:45 Uhr).

Nach einer Diskussion zum Thema Umwelt und Energie befaßt sich der Bamberger Bevölkerungswissenschaftler Professor Dr. Josef Schmid mit der Weltbevölkerung in diesem Jahrhundert: “Konvergenz oder getrennte Wege?” (11:00 Uhr). Antworten auf die Frage, ob Bildungs- und Gesundheitsförderung Beiträge nachhaltiger Armutsbekämfung sind, kann man danach von Dr. Anne Kremer vom Evangelischen Entwicklungsdienst in Bonn erwarten (11:15 Uhr). Den Abschluß der Vorträge bestreitet der frühere Bayreuther und jetzige Münchner Rechtswissenschaftler Professor Dr. Rudolf Streinz. Er fragt (13:15 Uhr) nach den Wandlungen des Völkerrechts und der Rolle des Nationalstaates im Zeitalter von Europäisierung und Globalisierung. Mit einer Zusammenschau und abschließenden Diskussion wird die Tagung beendet.

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1. November 2006

Erste Industrieaufträge für die Bayreuther Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität info @ 08:52

Projekte bei Schleifscheibenhersteller Dronco (Wunsiedel) und der Loewe AG (Kronach) Ein halbes Jahr nach dem Startschuß für die Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation stehen bereits die ersten Projektergebnisse vor dem industriellen Einsatz in der Region. Gemeinsam mit Fraunhofer-Kollegen aus Stuttgart haben die Fachingenieure der Projektgruppe erfolgreich zwei Unternehmen aus der Region Oberfranken kompetent und innovativ beraten und so deren Zukunftsaussichten im globalen Wettbewerb weiter verbessert, so Professor Dr.-Ing. Rolf Steinhilper (Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik), der die Federführung in Bayreuth hat.

Eins ist die Dronco AG in Wunsiedel, die jährlich ca. 26 Millionen Trenn- und Schleifscheiben produziert. Derzeit bereits Nummer drei in der Welt, ist die Firma dennoch ständig bemüht, ihre Produkte und Produktionsprozesse weiter zu entwickeln und zu verbessern.

Es war ja auch dem Engagement des Vorstandschefs von Dronco, Herrn Hermann Bröker, mit zu verdanken, dass die Entscheidung für Bayreuth bei der Installation der neuen Fraunhofer Projektgruppe so zügig erfolgt ist. Es lag also nahe, dass das erste Projekt der Forschungsgruppe dann auch in Wunsiedel bei Dronco stattfinden sollte. “Wir wollen weiter nach vorne, wir wollen die ersten hier in der Region sein, die von der neuen Kompetenz profitieren können.”, so Bröker im Frühjahr.

Das erste Projekt “Wertstromdesign” ist bereits abgeschlossen. Es hatte eine neu erarbeitete Produktionsstruktur zum Ergebnis, für deren Umsetzung das nächste Projekt bereits terminiert ist.

Ein weiteres erfolgreiches Projekt konnte bei der Loewe Opta AG in Kronach realisiert werden. Loewe, vor großen Herausforderungen durch die rasante Entwicklung der Plasma- und LCD-Technologie, hatte sich die Kompetenz aus Bayreuth/Stuttgart vor allem eingeladen, um angesichts steigender Produktionszahlen bei Flachbildschirmen mit großen Bildschirmdiagonalen flexible und erweiterbare neue Produktions- und Montagelinien zu entwickeln. In dem Werk, das jahrzehntelang auf die Montage von Bildröhrenfernsehern hin optimiert worden war, wird nun ein neues, in konstruktiven und teils auch kontroversen Diskussionen im Projektteam erarbeitetes, maßgeschneidertes Montagesystem installiert werden.

Ein “Loewe Modus 42”. Der Trend geht zu Bildschirmdiagonalen größer 42 Zoll – eine Herausforderung für die Bayreuther Projektgruppe Prozessinnovation.

Der Aufbau der neuen Fraunhofer Projektgruppe ist somit in vollem Gange. Einige neue Mitarbeiter konnten für die anstehenden Aufgaben bereits gewonnen werden, doch die Anfragen seitens der Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen – nicht nur aus der Region Oberfranken – können derzeit gar nicht alle gleichzeitig bearbeitet werden. “Die Kompetenz haben wir, jetzt müssen wir nur noch unsere Kapazität weiterentwickeln.”, so Prof. Steinhilper. Dies wird im Laufe der nächsten Zeit erfolgen.

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31. Oktober 2006

Optimierung der Startsprungleistung im Sportschwimmen

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität info @ 08:41
Im Rahmen einer vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Bonn) geförderten Studie nimmt der Lehrstuhl für Sportwissenschaft I der Universität Bayreuth (Leitung: Prof. Dr. Andreas Hohmann) im Jahr 2006 ein universitäres Betreuungsprojekt im Hochleistungssport mit dem Titel “Optimierung der Startsprungleistung im Sportschwimmen” vor. Das Projekt wird mit Nationalmannschaftschwimmern des Olympiastützpunktes Frankfurt am Main, unter denen sich insgesamt fünf Olympia- und Weltmeisterschaftsteilnehmer sowie auch jüngere Nachwuchstalente des deutschen Schwimmsports befinden, bearbeitet. Das vierwöchige Spezialtraining für die Schwimmerinnen und Schwimmer umfasst die Schwerpunktmaßnahmen Sprungkrafttraining, gerätegestütztes Maximal- und Explosivkrafttraining sowie schwimmsportspezifisches Techniktraining am Startblock. Ziele sind die Steigerung der allgemeinen Explosiv- und Sprungkraftwerte, sowie die Bewegungsoptimierung der spezifischen Startsprungbewegung. Die Betreuung der Spitzensportler einschließlich der Trainings-, Kontroll- und Dokumentationsaufgaben lag bei Diplom-Sportökonom Alexander Reuss (Universität Bayreuth), der zu diesem Projekt auch seine Diplomarbeit im Rahmen seines Studiums anfertigt.
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26. Oktober 2006

Dritte Auflage der Bayreuther Dialoge am 28./29. Oktober

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität info @ 08:04

Leid oder Leidenschaft? - Die verschiedenen Facetten des Leistungsbegriffs Vorbildspreis geht an Lufthansavorstand Jürgen Weber Mit der Fragestellung “Leid oder Leidenschaft?” werden am 28./29. Oktober bei der dritten Auflage der “Bayreuther Dialoge” die verschiedenen Facetten des Leistungsbegriffs beleuchtet. Die Macher der Bayreuther Dialoge, Studierende des erfolgreichen Bayreuther Bachelor-Studiengangs Philosophy & Economics, haben dazu eine Reihe bekannter Persönlichkeiten eingeladen.

Dazu gehört mit Dipl.-Ing. Jürgen Weber der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, dem der diesjährige “Vorbilds-Preis” der Bayreuther Dialoge verliehen wird und der am Samstag (28. Oktober, 10.45 Uhr, Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften / FAN) den Eröffnungsvortrag über “Leadership in Netzwerkorganisationen” halten wird. Dazu gehört auch Dr. Ursula Engelen-Kefer die langjährige stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds und jetzige alternierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, die über das Thema “Soziale Gestaltung der Globalisierung - Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeit in Würde” sprechen wird (28.10.; 11.30 Uhr).

Der japanische Botschafter in Deutschland, Toshiyuki Takano, der einen Vortrag über “Leistung als gesellschaftliches Ideal - Erfahrungen aus einer anderen Kultur” halten wird (28.10.; 13.00 Uhr) und Professor Dr. Peter Kruse (Geschäftsführender Gesellschafter der nextpractice GmbH) dessen Vortragsthema “Führen ist eine Dienst- Leistung: Märkte erspüren und Menschen ermutigen” lautet, gehören genauso zu den prominenten Teilnehmern.

Weitere Referenten sind: Hartmut Kliemt
(Professor für praktische Philosophie an der Universität Duisburg), mit einem Beitrag “Leistungen und Grenzen des Homo oeconomicus Modells” (29.10.; 9.00 Uhr) sowie Prof. Götz Werner der Vorsitzende der Geschäftsleitung des dm-Drogeriemarkts und letztjähriger Träger des Vorbilds-Preises. Sein Thema lautet “Leisten wer leisten will” und findet am Sonntag um 9.30 statt.

Weitere “Promis” die nicht alle Tage in Bayreuth zu finden sind, Dr. Mark Wössner, der Chairman der Citigroup Deutschland und früherer Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, Dr. Wolfgang Strassl, Vorstandsmitglied der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, die Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Renate Hornung-Draus, und der Abenteurer, Schriftsteller und Filmemacher Bruno Baumann.

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9. Oktober 2006

Schüler-Tag an der Universität Bayreuth: Chemie - aus Freude am Stoff

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität info @ 20:37

Mit dem Motto “: Chemie - aus Freude am Stoff” veranstalten die Chemiker am 14. Oktober erneut einen Schüler-Tag. Angesprochen werden sollen interessierte Schüler der Jahrgangsstufe 11-13 die Labors der Chemie an der Universität erfahren sollen, wie der Schulstoff weitergeht und wie interessant Moleküle sein können.

Vorgesehen sind Informationen über das Studium von Chemie, Polymer- und Kolloidchemie sowie der Biochemie in Bayreuth und dem Bayreuther Modellstudiengang Chemie mit Biologie für Gymnasien. Weiterhin steht ein Vortrag von Professor Dr. Rhett Kempe über Katalysatordesign auf dem Programm und am Nachmittag sind Praktika und Führungen angesagt.

Da geht es z. B. um Schreiben mit Licht - arbeiten mit Photoresists, um Arbeiten mit Aromen und Duftstoffen, um das Färben mit Pflanzenfarbstoffen und um Laborführungen durch das Bayreuther Zentrum für Kolloide und Grenzflächen.
IInformationen zum Schülertag findet man ansonsten unter:

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GDCh-Fachgruppe Angewandte Elektrochmie tagt in der FAN

Abgelegt unter: Bayreuth, Universität info @ 20:34

Seit heute und noch bis Mittwoch tagt die Fachgruppe Angewandte Elektrochmie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der Universität Bayreuth. Die Elektrochemie ist sowohl eine bedeutende Querschnittsdisziplin der Chemie als auch Grundlage zahlreicher industrieller Prozesse. Mit der Entwicklung der Elektrochemie fester Stoffe hat sich diese Funktion weiter verstärkt und zusätzliche Schlüsselthemen im Bereich der Energie- und Sensortechnologie, aber auch der Katalyse und Hochtemperaturchemie sind in den Focus der angewandten Elektrochemie gerückt.

Der genaue Blick zeigt, dass elektrochemische Konzepte auch in der Untersuchung und Beschreibung von Prozessen in Festkörpern längst erfolgreich sind, auch wenn festkörperspezifische Aspekte zusätzlich eingeführt werden müssen. Um die in den letzten Jahren beständig gewachsene Bedeutung der Festkörperelektrochemie einerseits und die Brücken zur Elektrochemie flüssiger Elektrolyte andererseits zu würdigen, stellt die Fachgruppe Angewandte Elektrochemie ihre Jahrestagung 2006 unter das Motto „Festkörper-Elektrochemie und -Elektrolyte“. Ziel der Jahrestagung soll es damit auch sein, die Elektrochemie und ihre besondere Rolle als Querschnittsdisziplin in den Grundlagen und der industriellen Anwendung darzustellen.

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