Willkommen bei University-News! Bei uns finden Sie aktuelle Nachrichten aus deutschen Universitäten. Wir danken den angeführten Universitäten für deren freundliche Hilfe.

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22. November 2006

Freie Universitaet Berlin ist unternehmerischste Hochschule Deutschlands

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 22:15

Laut der Studie “Unternehmen Hochschule”, die heute von dem Wirtschaftsmagazin “karriere” und dem Wirtschaftsforschungsinstitut “Prognos” vorgestellt wurde, ist die Freie Universitaet Berlin die unternehmerischste Hochschule in Deutschland. Fuer die Studie wurde definiert, wie die idealtypische unternehmerische Hochschule aussehen sollte. Bundesweit wurden dafuer Hochschulen mit Unternehmen verglichen. Die Freie Universitaet Berlin hat am ehesten den Vorgaben fuer ein professionalisiertes und aktives Hochschulmanagement entsprochen. Insgesamt sind 35 Hochschulen in die Studie einbezogen worden. Die Universitaeten haben im Durchschnitt ein Benchmark von 44 aus 100 Prozent erreicht. Die Freie Universitaet fuehrt mit 63,1 Prozent die Liste der Top-Universitaeten an. Auf den Plaetzen zwei und drei folgen die TU Dresden mit 59,2 Prozent und die Universitaet Kassel mit 55,2 Prozent. Auch in den untersuchten Einzelfeldern Internationalisierung, Personalmanagement, Strategiebildung und Serviceorientierung gehoert die Freie Universitaet zu den am besten bewerteten Hochschulen. Professor Dieter Lenzen, Praesident der Freien Universitaet Berlin, freut sich ueber den erzielten Erfolg und “dass unser Kurs zur unternehmerischen Gestaltung der Universitaet gerade in Zeiten knapper Kassen Bestaetigung findet”.

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9. November 2006

Methode zur Behandlung jugendlicher Straffaelligkeit wird jetzt vorbeugend bei dissozialen Schuelern eingesetzt

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 19:50

Mit rund 640.000 Euro foerdert die Stiftung der Deutschen Klassenlotterie Berlin ein Projekt zur Praevention jugendlicher Straffaelligkeit der Denkzeit-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Sozialpaedagogik der Freien Universitaet Berlin. Mithilfe der von Professor Juergen Koerner und seiner Arbeitsgruppe entwickelten Denkzeit-Methode werden in den naechsten drei Jahren 240 aggressiv-auffaellige Schueler im Alter von 14 bis 16 Jahren betreut, bevor sie in die Kriminalitaet abrutschen.

Bisher kam die Denkzeit-Methode erst zum Zuge, wenn der Jugendliche bereits eine schwere Straftat begangen hatte. Nicht zuletzt wegen zahlreicher Hilferufe aus den Schulen machte sich Koerner daher fuer eine vorbeugende “Denkzeit” in der Schule stark, unterstuetzt von Berlins Senator fuer Bildung, Jugend und Sport, Klaus Boeger (SPD).

Rund 50 im Denkzeit-Verfahren trainierte Sozialpaedagogen stehen bereit, die sozialkognitiven Faehigkeiten der jungen Teilnehmer zu foerdern: Einfuehlungsvermoegen, moralisches Urteil und Entscheidungsfaehigkeit. “Am Ende ist der Jugendliche in der Lage, in entscheidenden Situationen nicht unreflektiert zu handeln, sondern einen Augenblick nachzudenken. Diese ,Denkzeit’ ist der entscheidende Faktor”, sagt Juergen Koerner von der Freien Universitaet Berlin.

Kurzfristige Konflikte mit dem Gesetz sind in der Pubertaet durchaus typisch. Sie lassen sich meist durch Massnahmen innerhalb der Familie aus der Welt schaffen. Andererseits gibt es Jugendliche, die in den Schulen frueh durch bestaendiges dissoziales Verhalten auffallen und Gefahr laufen, eine delinquente Karriere einzuschlagen. An sie richtet sich das aktuelle Projekt. Zwar werden nur etwa fuenf Prozent aller Jugendlichen zu “Intensivtaetern”, doch gehen auf deren Konto mehr als die Haelfte aller Straftaten. Ein rechtzeitiger Eingriff kann in vielen Faellen die delinquente Karriere verhindern.

Senator Klaus Boeger: “Wir wollen diesen Jugendlichen zeigen, wohin der Weg der Kriminalitaet fuehrt und wie sie diesen Weg abbrechen koennen. Dazu brauchen sie Denkzeit. Nach einem Jahr Denkzeit zeigt sich, dass wir frueher mit diesen Jugendlichen arbeiten koennen und muessen. Um schon in der Schule mit der Praeventionsarbeit zu beginnen, hat der Senat die finanzielle Foerderung von Denkzeit aufgestockt.”

Die Wirksamkeit der Denkzeit-Methode ist wissenschaftlich belegt: In einer Studie der Freien Universitaet Berlin erzielte das Training gute Effekte und das Rueckfallrisiko der Jugendlichen wurde sehr deutlich (statistisch signifikant) verringert.

Das Denkzeit-Training hebt sich vor allem durch die Haltung des Paedagogen von den herkoemmlichen sozialpaedagogischen Massnahmen ab. Die Trainer sind darauf ausgebildet, sich auch in sehr konfliktreichen Beziehungen zurechtzufinden. “Sie lassen sich weder durch Provokation noch durch Verfuehrung mit erwuenschtem Verhalten von ihrer wohlwollend-zugewandten Rolle abbringen”, sagt Juergen Koerner.

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3. November 2006

Architekturpreis Berlin 2006 fuer Neubau der Philologischen Bibliothek und Sanierung der “Rostlaube”

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 16:29

Fuer den Neubau der Philologischen Bibliothek sowie den Umbau und die Sanierung der “Rostlaube” der Freien Universitaet Berlin erhalten das Architekturbuero Foster and Partners und das Land Berlin als Bauherr den Architekturpreis Berlin 2006. Die feierliche Preisverleihung findet am heutigen Freitag, dem 3. November, um 18 Uhr in der Akademie der Kuenste im Hansa-Viertel statt. Die Jury, bestehend aus drei Architekten und zwei Persoenlichkeiten des kulturellen Lebens, hatte dieses Jahr unter fast 100 eingereichten Objekten auszuwaehlen. “Lord Norman Foster hat in Dahlem ein Meisterwerk der Bibliotheksarchitektur gebaut”, sagt Prof. Dr. Dieter Lenzen, Praesident der Freien Universitaet Berlin. Dass der Gebaeudekomplex der Freien Universitaet den diesjaehrigen Architekturpreis erhaelt, freut ihn besonders. “Die Freie Universitaet Berlin hat sich Zwaengen nie unterwerfen wollen, auch denen einer uniformen Architektur nicht”, sagt Dieter Lenzen. “So wie sie Austragungsort wissenschaftlicher Dispute und Diskussionsforum der grossen Themen in den zurueckliegenden 60 Jahren gewesen ist, ein freier Platz des Denkens fuer freie Menschen, so hat sie sich auch die Freiheit genommen, die juengere Architekturgeschichte gewissermassen durchzubuchstabieren.”

Die Bibliothek, in der elf philologische Teilbibliotheken zusammengeschlossen worden sind, wurde im September 2005 eroeffnet. Sie ist mit einer sphaerisch gekruemmten Huellflaeche in das bereits bestehende geisteswissenschaftliche Zentrum der Freien Universitaet implantiert worden. Der “alte”, mit Corten-Stahl verkleidete Gebaeudekomplex, der als “Rostlaube” bekannt geworden ist, wurde 1963 von den Architekten Georges Candilis, Alexis Josic, Shadrach Woods und Manfred Schiedhelm entworfen und von 1967 bis 1973 erbaut. Der Einbau der Philologischen Bibliothek an der Habelschwerdter Allee ist eine Teilmassnahme der umfaenglichen Sanierung der “Rostlaube”, bei der 1990 eine hohe Asbestbelastung festgestellt wurde.

Zunaechst war daran gedacht, die einzusetzenden Bauteile der neuen Bibliothek mit dem zweigeschossigen Altbau mehrfach zu verzahnen. Im Laufe der mehrjaehrigen Planung ging das Buero Foster and Partners dazu ueber, einen innerhalb eines Innenhofes frei stehenden Baukoerper zu entwerfen, der nur mit zwei leichten, leuchtend melonengelb-farbenen Uebergaengen an die Strassen “K” und “L” - zwei parallel verlaufende Hauptflure in der “Rostlaube” - angebunden ist. Der Innenraum besteht aus fuenf Nutzebenen, auf denen etwa 700.000 Buecher stehen und sich Platz fuer weitere 100.000 Buecher befindet. Die Bibliothek verfuegt auf der knapp 6300 Quadratmeter grossen Nutzflaeche ueber insgesamt 636 WLAN-faehige Lese- und Arbeitsplaetze. In der Bibliothek befindet sich zudem ein EDV-Schulungsraum mit 13 PC-Arbeitsplaetzen.

Der Architekturpreis Berlin wird heute zum siebten Mal vergeben. Auslober des im dreijaehrigen Turnus durchgefuehrten Verfahrens ist der Architekturpreis Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten, Landesverband Berlin. Die Senatorin fuer Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, hat die Schirmherrschaft uebernommen. Der Preis und die Auszeichnungen werden jeweils gemeinsam an Architekt und Bauherr fuer ein herausragendes Bauwerk vergeben. Ziel ist die Wuerdigung und Foerderung von vorbildhafter, richtungweisender Architektur.

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1. November 2006

Als einziges Uniklinikum deutschlandweit hat das Universitätsklinikum Münster (UKM) an dem bundesweiten Pilotprojekt “Schmerzfreies Krankenhaus” teilgenommen. Mit Erfolg: die externe Projektleitung wird die beiden chirurgisch-operativen Abteilungen des UKM zur Zertifizierung vorschlagen.

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 19:54

Lesung im Literaturhaus Berlin am Montag, 6. November, um 20.00 Uhr Im November und Dezember 2006 ist der niederlaendische Schriftsteller Willem Jan Otten als “Writer in Residence” zu Gast am Institut fuer Deutsche und Niederlaendische Philologie der Freien Universitaet Berlin.

Willem Jan Otten ist vor allem durch eine Reihe erfolgreicher Theaterstuecke und einige faszinierende, stilistisch herausragende Romane bekannt geworden. Der niederlaendische Autor, 1951 in Naarden geboren, schreibt aber auch Gedichte und Essays ueber Filme oder die Kunst des Betrachtens. Sein juengstes Buch, “Specht en zoon” (2005), erhielt im vergangenen Jahr den Libris-Preis, eine Literaturauszeichnung, die einmal jaehrlich von einer Fachjury verliehen und als die wichtigste niederlaendische Ehrung auf diesem Gebiet angesehen wird. Vor einigen Wochen erschien die deutsche Uebersetzung “Specht und Sohn” im S. Fischer Verlag.

Am Montag, dem 6. November 2006, liest Willem Jan Otten im Literaturhaus Berlin aus “Specht und Sohn”. Der Roman schildert, wie der junge Kuenstler Felix Vincent einen Juengling “zum Leben erweckt”, indem er sein Portraet auf eine lebensgrosse Leinwand malt. Die Erzaehlung wird aus der Perspektive des Leinwandportraets berichtet, das sich in der ersten Person Singular an den Leser wendet und damit die Rolle des Erzaehlers einnimmt. Es handelt sich um ein in der Weltliteratur wohl einmaliges Experiment: Ein Roman, dessen Handlung von einem leinenen Untergrund mitgeteilt wird, auf dem ein verstorbener junger Mann langsam aber sicher ins Leben zurueckkehrt.

Termin und Ort:

Der Abend im Literaturhaus (Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin-Charlottenburg) wird von Jan Konst, Professor fuer Niederlaendische Philologie an der Freien Universitaet Berlin, praesentiert und beginnt um 20.00 Uhr.

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26. Oktober 2006

Wissenschaft fuer jedermann - Freie Universitaet Berlin laedt zu Vorlesungen des Programms “Offener Hoersaal”

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 21:02

Die Freie Universitaet Berlin bietet der breiten Oeffentlichkeit auch in diesem Wintersemester wieder Vorlesungen im Programm “Offener Hoersaal” an. In einer der beiden Vortragsreihen befassen sich von Dienstag, 24. Oktober 2006 an Wissenschaflerinnen und Wissenschaftler mit dem Thema “Einheit der Geschichts- und Kulturwissenschaften”. Eroertert werden Schluesselfragen und Leitperspektiven faecheruebergreifender Forschung. Die Reihe wurde von Prof. Dr. Stephan Seidlmayer konzipiert. Ort der Veranstaltungen ist der Hoersaal 2 in der “Silberlaube” der Freien Universitaet Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin. Die Vorlesungen finden dienstags von 18.15 bis 20.00 Uhr statt. Die zweite Vortragsreihe ist in Zusammenarbeit der Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft entstanden. Sie setzt sich vom 8. November 2006 an mit dem Thema “Effizienz als Aufgabe - Steuerung und Regulierung nicht wettbewerblicher Organisationen” auseinander. Verantwortlich fuer die Konzeption zeichnen Prof. Dr. Dr. Dr. h. c. Franz Juergen Saecker, Prof. Dr. Georg Schreyoegg und Dr. Klaus Heine. Die Reihe wird durch den “Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e. V.” unterstuetzt. Die Vorlesungen beginnen jeweils mittwochs um 18.00 Uhr s. t. im Hoersaal 105 des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Garystrasse 21, 14195 Berlin. Der Besuch beider Vortragsreihen ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Programm beider Vortragsreihen ist auf Anfrage erhaeltlich: Freie Universitaet Berlin, Abteilung V: Lehr- und Studienangelegenheiten Kaiserswerther Str. 16-18, 14195 Berlin, Tel.: 030 / 838-73535

E-Mail: Brigitte.Werner@zedat.fu-berlin.de, Internet: http://www.fu-berlin.de/vv

Programm der Reihe “Von der Einheit der Kulturwissenschaften”: Die soziale, politische, intellektuelle und psychologische Existenz des Menschen ist nur in der historischen Tiefe und kulturellen Vielfalt zu begreifen. Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften vereint in einem Spektrum seltener Breite und Geschlossenheit eine Vielzahl von Disziplinen, die unterschiedliche Epochen, Raeume und kulturelle Ausdrucksformen in den Blick nehmen. In dieser Konzentration ist es moeglich, im Kontrast und Vergleich des faecheruebergreifenden Dialogs neue Forschungsperspektiven zu oeffnen und auch die innere Einheit der historischen und kulturwissenschaftlichen Forschung in ihren Schluesselthemen und Leitperspektiven zu diskutieren. Genau diesem Aspekt ist diese Ringvorlesung gewidmet. Vertreterinnen und Vertreter aller Fachrichtungen berichten aus laufenden Projekten, die vor allem aus der interdisziplinaeren Zusammenarbeit schoepfen. Dadurch entsteht ein Querschnitt der aktuellen Forschung, ihrer Anliegen und Strategien, sowie ein Raum der Reflexion ihrer verbindenden Ideen. Damit wendet sich die Vorlesung gleichermassen an eine interessierte Oeffentlichkeit, die Einblick in die neuesten Forschungsvorhaben erlangen will, an Studierende, denen aktuelle Perspektiven faecheruebergreifender Arbeit nahegebracht werden, sowie an die Gemeinschaft der Forschenden und Lehrenden, denen sie ein Forum des Austauschs und der Debatte bieten soll.

Termine der Reihe “Von der Einheit der Kulturwissenschaften”: - 24.10.2006: Prof. Dr. Eberhard Koenig, “Brauchen wir noch eine Geschichte des Buchs? Von der Aesthetik der Handschrift und des gedruckten Buchs zur rhetorischen Vermittlung zwischen den Inhalten und den Welten des Lesers” - 31.10.2006: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit, Prof. Dr. Barbara Kellner-Heinkele und Prof. Dr. Claudia Ulbrich, “Testfall: Gastfreundschaft - transkulturelle Perspektiven der Selbstzeugnisforschung” - 07.11.2006: Prof. Dr. Friederike Fless, Prof. Dr. Svend Hansen, “Schwarzmeer ‘Raum’-Konzepte in der Antike” - 14.11.2006: Prof. Dr. Tal Ilan, “Was ist ein feministischer Talmudkommentar, und wer braucht ihn?” 28.11.2006: Dr. Ute Schueren, Prof. Dr. Stephan Seidlmayer, “Bauern und Koenige in der Alten und Neuen Welt - kulturelle Differenzierung und Integration in fruehen komplexen Gesellschaften”

- 05.12.2006: Prof. Dr. Paul Nolte, “Fragen an eine Geschichte der Demokratie” 12.12.2006: Dr. Doris Bachmann-Medick, Prof. Dr. Michael Bongardt, “Vom Wert des Scheiterns. Theologische und kulturwissenschaftliche Anmerkungen zu den Grenzen der Uebersetzbarkeit”

- 19.12.2006: Prof. Dr. Bernd Soesemann, “Propaganda. Transdisziplinaere Perspektiven, Konzepte und Methoden” - 09.1.2007: PD Dr. Martin Bartelheim, Prof. Dr. Dominik Bonatz, “Die Phoenizier - Mittler zwischen Orient und Okzident”

- 16.1.2007: Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum, “Oeffentlichkeit und Erinnerung: monumentale Schriftlichkeit und gebaute Geschichte im Alten Orient” - 23.1.2007: Prof. Dr. Gudrun Kraemer, Prof. Dr. Dr. h.c. Mechthild Leutner, “Globale Herausforderungen - neue Konzepte fuer die area studies” - 30.1.2007: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit, Die wilde Gaensejagd oder: Das Projekt ‘Grosses japanisch-deutsches Woerterbuch’”

Ort und Zeit:

Dienstags, 18.15-20.00 Uhr, Beginn: 24.10.2006, “Silberlaube” der Freien Universitaet, Hoersaal 2, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, U-Bhf. Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3), Bus X83,

X11, 110

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Stephan Seidlmayer, Telefon: 030 / 838-56783, E-Mail: seidlmay@zedat.fu-berlin.de

Programm der Reihe “Effizienz als Aufgabe”: Deutschland und andere Industrienationen stehen vor einer Neustrukturierung vieler Sektoren, die vormals staatlich betrieben oder zumindest reguliert wurden. Das gilt fuer so unterschiedliche Bereiche wie die Bahn, das Gesundheitswesen, die Wasserversorgung, aber auch beispielsweise fuer das Gerichtswesen. Alle diese Sektoren stehen unter dem Verdacht, ihre Dienstleistungen ineffizient und kundenunfreundlich zu erbringen. Durch Privatisierung und Entstaatlichung allein ist allerdings dann noch nichts gewonnen, wenn aus ehemals staatlichen Monopolen nun Monopole in privater Hand werden. Es ist deshalb kritisch zu fragen, ob Privatisierung und Deregulierung wirklich zu den gesellschaftlich erhofften Ergebnissen fuehren, und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen dies der Fall ist.

Um diese Frage zu klaeren, soll aus einer interdisziplinaeren Perspektive analysiert werden, welche spezifischen oekonomischen Probleme in nicht wettbewerblichen Organisationen bestehen und wie diese Organisationen effizienter gestaltet werden koennen. Nicht zuletzt ist die wichtige Frage zu beantworten, welche rechtliche Rahmenordnung gewaehlt werden sollte, damit ein Mindestmass an wettbewerblicher Orientierung in nicht wettbewerblichen Sektoren ermoeglicht wird oder zumindest wettbewerbsanaloge Marktergebnisse erzielt werden koennen. Die Veranstaltung greift ausgewaehlte Themengebiete auf; jeweils zwei Persoenlichkeiten, aus der Praxis und aus der Wissenschaft, nehmen zu den Gebieten Stellung und fuehren einen kritischen Dialog.

Termine der Reihe “Effizienz als Aufgabe”: - 8.11.2006: Claus Larass, ehem. stellv. Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG und ehem. Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG Dr. Hans Hege, Direktor der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg, “Effizienzvergleich von Rundfunkanstalten” - 13.12.2006: Karin Schubert, Justizsenatorin, Berlin, Prof. Dr. Martin Schneider, Universitaet Paderborn, “Effizienzvergleich zwischen Gerichten” - 10.1.2007: Dr. Otto Wiesheu, Vorstand fuer Wirtschaft und Politik der Deutschen Bahn AG, Berlin, “Management schienengebundener Transportunternehmen: Trennungs- versus Integrationsmodell”; Prof. Dr. Justus Haucap, Ruhr-Universitaet Bochum, Mitglied der Monopolkommission, “Das Bahngutachten der Monopolkommission” - 17.1.2007 Matthias Kurth, Praesident der Bundesnetzagentur fuer Elektrizitaet, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, “Die Regulierung nicht durch Wettbewerb kontrollierter Netzwirtschaften (Energie, Telekommunikation) als staatliche Aufgabe - Erfahrungen und Probleme” - 24.1.2007: Joerg Simon, Vorstandvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, Prof. Dr. Gisela Faerber, Deutsche Hochschule fuer Verwaltungswissenschaften, Speyer, “Wasserversorgung: kommunaler Monopolbetrieb versus Marktsteuerung?” - 31.1.2007: Dr. Henning Voscherau (angefragt), ehem. Buergermeister von Hamburg, Prof. Dr. Dr. h. c. Dietrich Budaeus, Universitaet Hamburg, “Zur Wirksamkeit der Neuen Steuerungsmodelle fuer die Kommunalverwaltung -

Eine Zwischenbilanz” - 07.2.2007: Dieter Glietsch, Polizeipraesident in Berlin, Prof. Dr. Thomas Feltes, Ruhr-Universitaet Bochum, “Polizeiorganisationen im internationalen Effizienzvergleich” - 14.2.2007: Ralf Michels, Hauptgeschaeftsfuehrer der Helios-Kliniken, Fulda, Prof. Dr. med. Reinhard Busse, Technische Universitaet Berlin, “Effizienteres Krankenhausmanagement durch Fallpauschalen? - Eine Zwischenbilanz”

Ort und Zeit:

Mittwoch, 18.00 s. t. bis 20.00 Uhr, Beginn: 8.11.2006, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, Hoersaal 105, Garystr. 21, 14195 Berlin-Dahlem, U-Bhf. Thielplatz (U 3); Bus 110, M11, X11

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Klaus Heine, Telefon: 030 / 838-52151, E-Mail: kheine@wiwiss.fu-berlin.de

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25. Oktober 2006

Ueberlebensstrategie eines Bakteriums als Vorbild fuer Biobrennstoffzellen

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 22:23

Es gibt kaum einen Ort, wo Pseudomonas aeruginosa nicht lebt. Das Bakterium waechst im Boden, im Wasser und kann in Pflanzen und Fruechten gefunden werden. Sogar Desinfektionsmittel ertraegt es, was den Einzeller zu einem gefuerchteten Gegner der Krankenhaushygieniker macht. Moeglich ist dies, weil das Bakterium von unterschiedlichsten Stoffen leben kann. So gewinnt es die Energie, die es zum Leben braucht, beispielsweise auch aus dem Alkohol Ethanol. Eigentlich nicht ungewoehnlich, schliesslich kann man Alkohol zur Energiegewinnung auch einfach verbrennen. Jedoch: “Die Kunst ist es, dies in so geordneten Bahnen zu tun, dass die Energie hinterher nutzbar ist”, erklaert Robert Bittl, Professor am Fachbereich Physik der Freien Universitaet Berlin, der den Prozess zusammen mit seinem Kollegen Helmut Goerisch, Professor fuer Technische Biochemie an der Technischen Universitaet Berlin, untersucht. Die Wissenschaftler denken, dass die Mechanismen des Bakteriums eines Tages vielleicht fuer Sensoren oder Biobrennstoffzellen genutzt werden koennten. Fuer den Alkoholabbau ist im Bakterium ein bestimmtes Enzym zustaendig. Wie jedes Protein gleicht es einem Wollknaeuel, dessen Faeden aus Ketten von so genannten Aminosaeuren bestehen. Darin befinden sich Taschen, in die ein Ethanolmolekuel hineinpasst. Das alleine reicht aber nicht aus, um den Alkoholabbau in Gang zu setzen. Dazu bedarf es eines weiteren Faktors, von Experten Kofaktor genannt. Hier ist das ein Molekuel mit so kompliziertem Namen, dass man besser nur die Abkuerzung benutzt: PQQ (Pyrroloquinolin-Chinon). Beim Alkoholabbau in Pseudomonas aeruginosa spielt PQQ eine Schluesselrolle.

“Wir wussten bisher nicht genau, wie es weiter geht, wenn das Ethanolmolekuel die passende Tasche mit dem PQQ im Enzym gefunden hat”, sagt Robert Bittl. Wie die Tasche aussieht, wurde schon vor einigen Jahren mit Roentgenstrahlen untersucht. Wissenschaftler liessen eine grosse Zahl der Enzyme zu einem Kristall wachsen und durchleuchteten dieses. “Es war aber nie moeglich, das Enzym zusammen mit Alkohol zu kristallisieren”, sagt der Biophysiker. Deshalb konnte man bisher auch nicht aufklaeren, wie das Ethanol in der Bindungstasche sitzt. Das ist aber entscheidend fuer die Frage, wie das Enzym den Alkohol abbaut.

Robert Bittl und seine Kollegen haben ihre physikalischen Methoden benutzt, um die Lage des Ethanols in der Tasche zu klaeren, wie sie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences, USA berichten. Es zeigte sich, dass ihre Methode, fuer die sie Mikrowellen, Radiowellen und Magnetfelder einsetzen, auch dann funktioniert, wenn sie das Enzym zusammen mit dem Alkohol in ihre Apparatur gaben.

Das Ethanol nistet sich so in die Tasche ein, dass es sehr leicht ein positiv geladenes Wasserstoffatom an das Protein und dann ein negativ geladenes Wasserstoffatom an das PQQ abgeben kann. Dadurch setzt das Enzym eine Reaktion in Gang. Uebrig bleiben ein oxidiertes, bereits teilweise abgebautes Ethanol und ein PQQ, das zwei Elektronen mehr hat als es braucht. In gewissem Sinn ist die Verbrennungsenergie damit auf das PQQ uebergegangen. Danach verlaesst das oxidierte Ethanol die Bindungstasche und die zwei Elektronen werden vom PQQ schrittweise ueber andere Proteine und Kofaktoren weiter gegeben. Diese Prozesse sind noch nicht vollstaendig geklaert. Am Ende entsteht ein elektrochemisches Potential ueber der Zellmembran, aehnlich wie in einer Batterie. Diese Energie nutzt die Bakterienzelle.

“Wenn man es schafft, das elektrochemische Potential abzugreifen, das bei dieser Reaktion entsteht, koennte man einen Sensor fuer Alkohole bauen”, sagt der Biochemiker Helmut Goerisch. Vielleicht koennten Biotechnologen die Vorlage aus der Natur sogar dazu verwenden, eine Biobrennstoffzelle zu bauen, die mithilfe von Alkohol elektrische Energie erzeugt. Da Pseudomonas aeruginosa den Abbau von Alkohol ueber Jahrmillionen verbessert hat, ist zu erwarten, dass es den Prozess sehr effizient durchfuehrt. “Es ist aber nicht immer so, dass die Prozesse in der Natur genau fuer die Zweck optimiert sind, fuer die wie sie gerne einsetzen wuerden”, meint Helmut Goerisch. Das wird man erst wissen, wenn man die Funktionsweise des Enzyms genau verstanden hat.

Von Michael Fuhs

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Robert Bittl, Institut fuer Experimentalphysik der Freien Universitaet Berlin, Telefon: 030 / 838-56049, E-Mail: robert.bittl@physik.fu-berlin.de

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19. Oktober 2006

Otto-Klung-Weberbank-Preis 2006

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 13:40

Der renommierte, mit 50.000 Euro dotierte Otto-Klung-Weberbank-Preis wird am 27. Oktober in Berlin an Prof. Dr. Ingo Krossing verliehen. Damit werden die herausragenden Leistungen des Freiburger Chemikers im Bereich der Grundlagenforschung gewuerdigt. Die Foerdergesellschaft der Weberbank gGmbH und die Otto-Klung-Stiftung an der Freien Universitaet Berlin laden Journalisten herzlich zu einem Pressegespraech am Freitag, dem 27. Oktober 2006, um 11.00 Uhr, ein. Die oeffentliche Preisverleihung findet um 17.00 Uhr statt. Der diesjaehrige Otto-Klung-Weberbank-Preis fuer Chemie geht an den 1968 geborenen Prof. Dr. Ingo Krossing von der Albert-Ludwigs-Universitaet Freiburg. Auf Vorschlag der Auswahlkommission am Institut fuer Chemie und Biochemie der Freien Universitaet Berlin entschieden sich die Otto-Klung-Stiftung und die Foerdergesellschaft der Weberbank fuer den Professor am Freiburger Institut fuer anorganische und analytische Chemie. Sie wuerdigen damit Krossings “herausragende Leistungen bei Synthese und Anwendung neuartiger, sehr schwach koordinierender Anionen”. Anionen sind negativ geladene Teilchen und als solche zentraler Bestandteil von Batterien und Katalysatoren. Die Wirkungsweise der von Ingo Krossing neu entwickelten Anionen kann man wohl am besten in Analogie zur Teflon-Beschichtung beschreiben.

Wird etwa eine Pfanne mit Teflon beschichtet, bleibt fast nichts mehr an ihr haften. Die neuen Anionen sind chemisch betrachtet mit einer Oberflaeche aus Teflon versehen worden, mit dem oben beschriebenen Effekt, zudem sind sie temperaturstabil und reaktionstraege. Die Kombination dieser Eigenschaften verbunden mit der Tatsache, dass sie leicht auch in grossen Mengen verfuegbar sind, hat zu einer Vielzahl von Anwendungen dieser Anionen gefuehrt - sowohl in der Grundlagenforschung als auch fuer technikrelevante Probleme. Die Arbeit des jungen Professors zeigt damit, dass Forschung und Anwendung Hand in Hand gehen.

Im Pressegespraech wird der Preistraeger im Detail auf die Entwicklung seiner Forschung und deren kuenftige Anwendungen eingehen. Weitere Diskussionspunkte sind Deutschland als Forschungsstandort und die Innovationsfaehigkeit der deutschen Wirtschaft.

Der Otto-Klung-Weberbank-Preis ist der hoechste deutsche Preis auf rein privater Finanzierungsgrundlage, der an juengere Wissenschaftler in Deutschland vergeben wird. Doch er gilt nicht nur wegen der Hoehe des Preisgeldes als einer der begehrtesten und erfolgreichsten Auszeichnungen hier zu Lande. Immerhin ging er bereits an fuenf spaetere Nobelpreistraeger, unter ihnen der Chemiker Prof. Dr. Hartmut Michel. Hochkaraetige Kommissionen an der Freien Universitaet Berlin waehlen alljaehrlich die Preistraeger aus. Der Otto-Klung-Weberbank-Preis steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Bundesministers der Finanzen, Peer Steinbrueck.

Pressegespraech:

Termin: Freitag, 27. Oktober 2006, 11.00 Uhr;

Ort: Weberbank, Landecker Strasse 2, 14199 Berlin;

Teilnehmer: Neben dem diesjaehrigen Preistraeger Prof. Dr. Ingo Krossing werden Herr Prof. Hans-Ulrich Reissig, Vorsitzender der staendigen Kommission fuer die Preisvergabe im Bereich Chemie der Freien Universitaet Berlin, Kurt Hammer, Otto-Klung-Stiftung, sowie der Vorstand der Weberbank vertreten sein.

Wir bitten Journalisten freundlich, sich per E-Mail fuer das Pressegespraech anzumelden: berlin@rubach-pr.de.

Preisverleihung:

Die feierliche, oeffentliche Preisverleihung des Otto-Klung-Weberbank-Preises findet am Freitag, dem 27. Oktober 2006, um 17.00 Uhr im Harnack-Haus, Ihnestrasse 16-20, in Berlin-Dahlem statt. Prof. Dr. Dr. Stock, Praesident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, wird den Festvortrag halten.

Weitere Informationen zum Otto-Klung-Weberbank-Preis im Internet unter: http://www.otto-klung-weberbank-preis.de

Ansprechpartner:

- Jutta Rubach & Partner, Marketing-Kommunikation und Networking, Telefon: 030 / 826 62 05, Mobil: 0172 / 392 13 10, E-Mail: berlin@rubach-pr.de;

- Robert Heiduck, Foerdergesellschaft der Weberbank gGmbH, Telefon: 030 / 89798-388, Mobil: 0175 / 978 03 24, E-Mail: robert.heiduck@weberbank.de

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12. Oktober 2006

OSI-Club organisiert zum zweiten Mal die oeffentliche Ringvorlesung “Afrika - Europas verkannter Nachbar”

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 20:31

Mit einer oeffentlichen Ringvorlesung zum Thema Afrika setzt der OSI-Club, die Absolventen-Vereinigung am Otto-Suhr-Institut (OSI) fuer Politikwissenschaft der Freien Universitaet Berlin, seine Bemuehungen fort, den Nachbar-Kontinent Europas staerker ins Blickfeld von Hochschule und Oeffentlichkeit zu ruecken. Mit insgesamt 13 Vortraegen aus wissenschaftlicher, politischer und praktischer Perspektive sowie drei Podiumsdiskussionen wird Studierenden und interessierten Buergern ein Einblick in die komplexen Beziehungen zwischen Afrika und Europa ermoeglicht. Der Eintritt ist frei. Hon.-Prof. Dr. Herta Daeubler-Gmelin, ehemalige Justiz-Ministerin, Bundestagsabgeordnete und Honorarprofessorin am OSI, traegt als Schirmherrin die Verantwortung fuer die Veranstaltung.

Die Parlamentarische Staatssekretaerin im Bundesministerium fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Karin Kortmann, wird die Reihe am Dienstag, dem 17. Oktober, um 18 Uhr im Otto-Suhr-Institut der Freien Universitaet Berlin, Ihnestr. 21 in 14195 Berlin-Dahlem eroeffnen.

Zu den Referenten zaehlen neben der Botschafterin Malis, I.E. Fatoumata Siré Diakité, der Gesandte Botschaftsrat fuer politische Angelegenheiten der US-Botschaft, John Bauman, und der Sprecher fuer Menschenrechte und humanitaere Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion, Christoph Straesser.

Mit politischen Themen werden sich Dr. Uschi Eid, ehemalige G8- und NePAD-Beauftragte von Ex-Kanzler Gerhard Schroeder, Prof. Dr. Karl-Heinz-Hornhues, Vorsitzender der Deutschen-Afrikastiftung, Dr. Dennis Tull von der Stiftung Wissenschaft und Politik und Dr. Matthias Basedau, Wissenschaftler am German Institute for Area Studies, beschaeftigen.

Der aus dem Senegal anreisende Politologe von der Université du Sahel in Dakar, Prof. Dr. Tirmiziou Diallo, wird sich mit Fragen des interkulturellen Dialogs zwischen Afrika und Europa beschaeftigen, Dr. Adama Ouane, Direktor des UNESCO-Institutes in Hamburg wird sich mit dem Education for All - Programm der Weltbank auseinandersetzen und Joshua Kwesi Aikins, von der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, wird einen Vortrag ueber die alltaegliche Gegenwart der kolonialen Vergangenheit und die Spuren der Kolonialzeit im heutigen Berlin halten. Mit dem Afrikabild in den deutschen Medien, der Notwendigkeit einer kritischen weissen Perspektive und dem rassistischen Gebrauch Afrikas in der deutschen Sprache befassen sich Peggy Piesche von ADEFRA (Schwarze Frauen in Deutschland) sowie die Afrika- und Sprachwissenschaftlerin Dr. Susan Arndt.

Themen wie die Fussballweltmeisterschaft 2010 in Suedafrika, Migrationsmaerkte und Menschenrechte oder die Inhalte der Afrikalehre werden im Rahmen von Podiumsdiskussionen kontrovers von Experten diskutiert und von Prominenten wie Thomas Roth vom ARD-Hauptstadtstudio moderiert.

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Sandra Maischberger begruesst die Studierenden - Immatrikulationsfeier zum Wintersemester an der FU Berlin

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 20:29

Immatrikulationsfeier zum Wintersemester am Mittwoch, 18. Oktober, um 10 Uhr Die Freie Universitaet Berlin laedt am Mittwoch, den 18. Oktober 2006 um 10.00 Uhr, die neu eingeschriebenen Studierenden und die Oeffentlichkeit zur Immatrikulationsfeier ein. Als Gastrednerin wurde die Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger gewonnen. Der Titel ihres Vortrags lautet: “Aufruf zur Leidenschaft”. Zudem verleiht die Freie Universitaet der Russin Marina Allgeier den “DAAD-Preis fuer hervorragende Leistungen auslaendischer Studierender”.

Leidenschaft praegt auch Sandra Maischbergers Arbeit, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden ist. So erhielt sie unter anderem den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, den Deutschen Fernsehpreis, den Medienpreis fuer Sprachkultur, den Hildegard-von-Bingen-Preis und die Goldene Kamera. Die 40-Jaehrige ist Absolventin der Deutschen Journalistenschule in Muenchen und hat zahlreiche Sendungen moderiert. So lud sie sechs Jahre taeglich den “Menschen des Tages” beim Nachrichtensender n-tv zum Interview und praesentiert derzeit woechentlich die ARD-Sendung “Menschen bei Maischberger”.

Die Freie Universitaet Berlin verleiht auf der Immatrikulationsfeier einen Preis an eine frisch diplomierte Kauffrau: Der “DAAD-Preis fuer hervorragende Leistungen auslaendischer Studierender” geht an die Russin Marina Allgeier. Praemiert wird ihre Abschlussarbeit am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft an der Freien Universitaet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Ort und Zeit: Mittwoch, 18. Oktober 2006, 10 bis 12 Uhr Freie Universitaet Berlin, Hoersaal 1 a, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin-Dahlem, U-Bhf. Thielplatz (Linie U3)

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Von Artenschutz bis Zellforschung

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 20:26

Tiermediziner erfuellen ein breites Spektrum an oeffentlichen Aufgaben - eine Konferenz gewaehrt Einblicke und schaut ueber den Tellerrand Mit der Rolle der Veterinaermedizin in Forschung und Gesellschaft befasst sich eine Konferenz der Deutschen Veterinaermedizinischen Gesellschaft und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die am 13. und 14. Oktober in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stattfindet. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Veterinaermedizinischen der Freien Universitaet Berlin ausgerichtet.

Ob BSE, Schweinepest oder Vogelgrippe: In den letzten Jahren ist die Oeffentlichkeit immer wieder mit Infektionskrankheiten von Tieren konfrontiert worden, die auch Haustiere oder sogar die Gesundheit des Menschen bedrohen. Ganz zu schweigen von den erheblichen wirtschaftlichen Verlusten, die durch solche Krankheiten entstehen. Veterinaermediziner schuetzen Tierbestaende vor diesen Erkrankungen und sind bemueht, die Uebertragung von Krankheitserregern von Tierprodukten auf Menschen zu verhueten.

Zudem arbeiten sie in der Lebensmittelkontrolle, Forschung und Weiterbildung. “Diese Aufgaben unseres Berufsstandes sind der Oeffentlichkeit nicht in ihrer vollen Bedeutung bekannt”, sagt Prof. Dr. Holger Martens vom Institut fuer Veterinaer-Physiologie der Freien Universitaet. Das soll sich durch die Konferenz aendern. “Wir wollen das breite Betaetigungsfeld der Veterinaermedizin bekannt machen und die Vernetzung des Gebietes mit angrenzenden Faechern darstellen”, umreisst Martens das Ziel der Tagung. In Zeiten fortschreitender Spezialisierung bestehe wachsender Bedarf fuer eine enge Zusammenarbeit mit Disziplinen wie der Medizin, den Bio- und Agrarwissenschaften und der Oekologie.

Das Tagungsprogramm ist in fuenf Sektionen untergliedert und eng gepackt: 21 Vortraege von 30 Minuten Dauer sind geplant. In der Themenwahl schlaegt sich das breite Spektrum der Veterinaermedizin bereits nieder: Auf dem Programm am 13. Oktober stehen Vortraege wie “Das Tier im Recht” (9.30 Uhr), “Transgene Versuchstiere” (11.10 Uhr) und Alternativen zu Tierversuchen (14.30 Uhr), Verhaltensstoerungen bei Haustieren (15 Uhr) und Probleme der Tierarzneimittel-Forschung (ab 17.15 Uhr). Am 14. Oktober beschaeftigt sich die Konferenz unter anderem mit dem Stand der Prionenforschung (9 Uhr), molekularer Bakteriologie (10 Uhr) und aktueller klinischer Forschung in Chirurgie und Reproduktionsmedizin (ab 12.15 Uhr). Zum Abschluss gewaehren die Referenten Einblicke in oeffentliche Aufgaben der Veterinaermedizin: den Artenschutz, die Seuchenbekaempfung und die Gesundheitsvorsorge (ab 14 Uhr).

Ort und Zeit: Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jaegerstrasse 22/33, 10117 Berlin (U-Bahnhof Stadtmitte), Beginn: 13. Oktober, 9 Uhr.

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