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29. September 2006

Theodor-Eschenburg-Preis fuer Politikwissenschaftlerin Helga Haftendorn

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 15:24

Prof. Dr. Helga Haftendorn - Expertin fuer deutsche und amerikanische Aussenpolitik, internationale Sicherheitspolitik und die Nordatlantische Allianz - ist mit dem Theodor-Eschenburg-Preis der Deutschen Vereinigung fuer Politische Wissenschaft (DVPW) ausgezeichnet worden. Die Politikwissenschaftlerin, die bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2000 an der Freien Universitaet Berlin forschte und lehrte, erhielt den Preis bei dem in Muenster stattfindenden 23. wissenschaftlichen Kongress der DVPW ueberreicht. In der Laudatio wuerdigte der Politikwissenschaftler Gunther Hellmann von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universitaet Frankfurt a. M. Helga Haftendorn fuer ihr ausserordentliches Engagement, gerade auch im Umgang mit Nachwuchswissenschaftlern. “Helga Haftendorn hat keine Schule begruendet; sie hat Menschen gefoerdert”, so Gunther Hellmann. Im Zentrum von Haftendorns Werk habe stets die deutsche Aussenpolitik gestanden. Dabei sei es ihr ein persoenliches Anliegen gewesen, nicht nur zum besseren Verstaendnis der Ursachen und Konsequenzen von Aussenpolitik beizutragen, sondern auch jene Bedingungen zu identifizieren, die eine friedlichere Welt ermoeglichen. Insgesamt sei Helga Haftendorn eine Vertreterin der Politischen Wissenschaft, die fuer die Entwicklung der politikwissenschaftlichen Teildisziplin “Internationale Beziehungen” in Deutschland praegend wurde. “Fuer Helga Haftendorn, die in den 1950er Jahren gegen die Wiederbewaffnung auf die Strasse ging, spaeter dann aber die meisten sicherheitspolitischen Entscheidungen der Bonner Republik mittrug, war es immer ein Teil ihres professionellen Selbstverstaendnisses, mit Augenmass und Leidenschaft nach Moeglichkeiten fuer eine europaeische Friedensordnung zu suchen”, so Hellmann.

Ihre wissenschaftliche Karriere begann Helga Haftendorn nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geschichte, Geographie und Philosophie in Heidelberg, Muenster, Frankfurt a. M. und Little Rock (Arkansas/USA) mit einer Dissertation ueber “Das Problem von Parlament und Oeffentlichkeit” an der Universitaet Frankfurt. Nach Stationen als Redakteurin bei der Zeitschrift “Europa Archiv” sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der “Deutschen Gesellschaft fuer Auswaertige Politik” wechselte sie zur Universitaet Hamburg, wo sie sich 1972 mit einer Arbeit ueber die Abruestungs- und Entspannungspolitik der Bundesrepublik seit der Wiederbewaffnung habilitierte.

Bereits ein Jahr spaeter erhielt sie ihren ersten Ruf auf eine Professur fuer Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg. 1978 nahm sie den Ruf auf eine Professur fuer “Politische Wissenschaft, insbesondere Theorie, Empirie und Geschichte der auswaertigen und internationalen Politik” an der Freien Universitaet Berlin an und gruendete hier 1986 die Arbeitsstelle “Transatlantische Aussen- und Sicherheitspolitik”.

An der Freien Universitaet Berlin forschte und lehrte Helga Haftendorn bis zu ihrer Emeritierung Ende 2000. Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte fuehrten sie unter anderem an die Universitaeten Harvard, Stanford, Georgetown und Florenz. 1991/92 wurde sie Praesidentin der International Studies Association. 1993 erfolgte die Wahl in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Im November 1995 erhielt Helga Haftendorn den renommierten Max-Planck-Forschungspreis fuer internationale Zusammenarbeit.

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28. September 2006

2000 Schueler besuchten die Kinderuni der Freien Universitaet Berlin 2006

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 10:12

2000 Kinder aus Berlin und dem Umland haben an der diesjaehrigen Kinderuni der Freien Universitaet Berlin teilgenommen. Insgesamt 83 Grundschulklassen besuchten in der Woche vom 18. bis zum 22. September verschiedene natur- und geisteswissenschaftliche Kurse und lernten so den universitaeren Alltag kennen. Mit rund 50 Vorlesungen und Mit-mach-Kursen gehoert die Kinderuni der Freien Universitaet Berlin zu den groessten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Sie fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Auf kindgerechte Art und Weise wurden die jungen Forscher an erstes wissenschaftliches Ar-beiten herangefuehrt. Die Schuelerinnen und Schueler trafen unter anderem auf Tieraerzte, Altphilologen und Computer-Fachleute, besuchten Vorlesungen im Hoersaal und arbeiteten selbst in den Laboren.

“Wir freuen uns, dass die Freie Universitaet mit ihren Angeboten auf eine solch grosse und positive Resonanz stoesst”, so Prof. Dr. Helmut Keupp, der als Vizepraesident der Freien Universitaet Berlin das Projekt federfuehrend betreut. “Die Veranstaltungen zeigen den jungen Besuchern die Vielfalt der Forschung und motivieren zur Entwicklung eigener Fach-Interessen. Und ganz nebenbei erleben die Gaeste, wie offen und lebendig Wissenschaft sein kann.”

Die naechste Gelegenheit, sich ueber neueste Forschungsergebnisse an der Freien Universitaet Berlin zu erkundigen, bietet sich den Berliner Buergerinnen und Buergern bei der “Lange Nacht der Wissenschaften” am 9. Juni 2007. Kinder und Jugendliche, die selbst im Labor forschen wollen, koennen darueber hinaus an den ganzjaehrigen Veranstaltungen der Schueler-Experimentierlabore der Freien Universitaet - “Natlab” des Fachbereichs Biologie, Chemie, Pharmazie und “PhysLab” des Fachbereichs Physik - oder an dem Programm “Kinder entde-cken Wissenschaft” (KieWi) teilnehmen.

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23. September 2006

Informatik-Kongreß für Schüler am 25.09.2006 an der FU Berlin

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 12:16

Informatiker der Freien Universitaet Berlin und das Humboldt-Gymnasium in Berlin-Tegel veranstalten vom 25. bis zum 29. September 2006 einen internationalen Kongress der Informatik fuer Schuelerinnen und Schueler (KISS) die die gymnasiale Oberstufe besuchen. An der Tagung nehmen 21 Schuelergruppen - insgesamt etwa 75 Oberstufenschueler - aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Oesterreich und England teil. KISS findet anlaesslich des Informatik-Jahres 2006 statt und wird vom Bun-desministerium fuer Bildung und Forschung, von der Gesellschaft fuer Informatik und vom Landesinstitut fuer Schule und Medien finanziell gefoerdert. Zu der Eroeffnungsveranstaltung mit Bildungssenator Klaus Boeger am Montag, dem 25. September, um 19.00 Uhr sind Journalisten herzlich eingeladen. Eroeffnungsveranstaltung:

Grussworte: - Klaus Boeger, Senator fuer Bildung, Jugend und Sport (SPD),

- Bezirksbuergermeisterin Marlies Wanjura (CDU),

- Prof. Dr. Jochen Schiller (Dekan des Fachbereichs Mathematik und Informatik, Freie Universitaet Berlin) Festvortrag von Prof. Dr. Joseph Weizenbaum (ehem. Massachusetts Institute of Technology, MIT) Schueler-Vortrag Cyber Mentor (Ulm): “RFID - Chancen und Risiken”

Konferenz:

Am Dienstag und Mittwoch praesentieren die teilnehmenden Schuelergruppen eigene Forschungsarbei-ten aus dem Bereich der Informationstechnik. Die besten Beitraege werden mit Preisen praemiert. Am Dienstag findet zudem ein Informatikwettbewerb statt. Die Nachwuchs-Informatiker besuchen am Mittwoch die Zuse-Ausstellung im Museum fuer Verkehr und Technik und nehmen am Donnerstag an Workshops der Freien Universitaet Berlin teil. Um 19.30 Uhr haelt Prof. Dr. Jochen Schiller (Freie Univer-sitaet Berlin) einen Vortrag mit dem Thema “Wenn das Handy zweimal klingelt …”. Am Freitag erfolgen die Preisverleihung fuer die besten Beitraege der jungen Forschergruppen und fuer die besten Leistungen im Wettbewerb sowie ein Abschlussvortrag mit dem Thema “Medizintechnik, Herausforderung und Chancen fuer Informatiker” (Dipl.-Ing. Ralf Tita, TU Muenchen).

Programm und weitere Informationen im Internet unter: http://www.kiss.inf.fu-berlin.de

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Freie Universitaet Berlin ehrt durch NS-Regime enteignete Unternehmerfamilie Scherk

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 08:57

Enthuellung von Gedenktafeln am Institut fuer Pharmazie am 26. September 2006 Mit der Enthuellung zweier Gedenktafeln am Gebaeude des Instituts fuer Pharmazie in der Kelchstrasse 31 (Mariendorf) ehrt die Freie Universitaet Berlin am Dienstag, 26. September 2006, die Familie des Erbauers und frueheren Besitzers, Ludwig Scherk. Der Pharmazie- und Kosmetik-Unternehmer Ludwig Scherk (1880-1946) liess das Gebaeude 1926 nach den Plaenen des Hamburger Architekten Fritz Hoeger als Parfuemeriefabrik errichten. Zwoelf Jahre spaeter wurde es durch das NS-Regime enteignet und “arisiert”.

Das im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstoerte zweistoeckige Gebaeude wurde 1950 wieder in den Besitz der Familie Scherk uebertragen. Fritz Scherk (1918-1995), der Sohn des Erbauers, liess es 1950 wieder herrichten und umbauen. 1974 erwarb die Freie Universitaet Berlin das denkmalgeschuetzte Haus. An der Enthuellung der Gedenktafeln wird die Tochter des letzten Besitzers Irene Scherk teilnehmen.

Auch in der Koserstrasse 21 wird eines Opfers des NS-Regimes gedacht. Dort wird am Montag, 25. September, durch die Verlegung eines so genannten Stolpersteins an die 1943 nach Ravensbrueck deportierte Fanny (Franziska) Thoman erinnert. Die 1923 gebaute Villa in der Koserstrasse gelangte nach dem Tod des Kaufmanns Ignatz Thoman in den Besitz seiner Frau. Die 1881 in Ungarn geborene Fanny Thoman wurde am 8. Februar 1945 im Konzentrationslager Ravensbrueck mit 450 ueberwiegend aelteren Frauen vergast. Das Gebaeude in der Koserstrasse 21 gelangte 1940 in den Besitz der SS, die es dem Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes, Oswald Pohl, als Dienstwohnung zur Verfuegung stellte. Pohl unterstand die gesamte Wirtschaftsverwaltung der SS, der Waffen-SS und der Konzentrationslager. Er wurde im Nuernberger Kriegsverbrecherprozess zum Tode verurteilt und 1951 hingerichtet. In dem seit 1969 von der Freien Universitaet genutzten Gebaeude befinden sich heute die Arbeitsstelle Politik und Technik des Otto-Suhr-Instituts und der Forschungsverbund SED-Staat. Die von dem Koelner Bildhauer Gunter Demming verlegten “Stolpersteine” - Pflastersteine mit beschrifteten Messingtafeln - erinnern Passanten an den frueheren Lebensort von Menschen, die von Nationalsozialisten ermordet wurden.

Ort und Zeit der Verlegung des “Stolpersteins”:

Koserstrasse 21, 14195 Berlin; Montag, 25. September 2006, Beginn 12 Uhr

Ort und Zeit der Enthuellung der Gedenktafeln: Institut fuer Pharmazie, Kelchstrasse 31, 12169 Berlin; Dienstag, 26. September 2006, 14 Uhr

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29. August 2006

Großes Tropenhaus im Botanischen Garten der Freien Universität Berlin wird umweltgerecht saniert

Abgelegt unter: Berlin, Freie Universität — info @ 22:28

Im Beisein der Senatorin fuer Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, des Praesidenten der Freien Universitaet Berlin, Prof. Dr. Dieter Lenzen, und des Leitenden Direktors des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem, Prof. Dr. Werner Greuter, sowie zahlreicher Gaeste wird am heutigen Donnerstag mit einer symbolischen Grundsteinlegung die umfassende Sanierung des Grossen Tropenhauses im Botanischen Garten der Freien Universitaet Berlin begonnen. Das Grosse Tropenhaus im Botanischen Garten ist ein bemerkenswertes Baudenkmal und gehoert zu den imposantesten freitragenden Gewaechshaeusern der Welt.

Senatorin Junge-Reyer: “Das Grosse Tropenhaus im Botanischen Garten wird auch in Zukunft ein aussergewoehnliches Haus sein - wegen seiner Bedeutung fuer die Wissenschaft und fuer Tausende von Besuchern, die sich an der tropischen Pflanzenwelt erfreuen. Aber nicht nur das. Das Bauwerk war zu seiner Entstehungszeit vor 100 Jahren ein Beispiel fuer fortschrittliche Technik in Verbindung mit architektonischer Qualitaet. Die Sanierungsarbeiten werden die Architektur bewahren und zugleich technische Innovationen mit sich bringen, die vorbildlich fuer unsere Zeit sind.”

Prof. Dr. Lenzen: “Der Botanische Garten der Freien Universitaet Berlin ist eine Oase im Trubel der Metropole - ein Pflanzenparadies von Weltrang, das auf eine ueber 300-jaehrige Tradition zurueckblickt. Mit einer Groesse von 43 Hektar und mehr als 22.000 Pflanzenarten ist der Botanische Garten der drittgroesste der Welt und eine international anerkannte Forschungseinrichtung. Die Erforschung der Pflanzenwelt ist nicht nur eine Voraussetzung fuer ihre Erhaltung. Sie ist auch die Voraussetzung fuer das Ueberleben der Menschheit. Hierzu traegt auch das Grosse Tropenhaus - eine “Arche Noah” fuer seltene und gefaehrdete Pflanzenarten - bei. Deshalb schaetzen wir uns besonders gluecklich, dass die Sanierung dieses imposanten Bauwerks heute beginnt - und wir damit gemeinsam zum Erhalt der Pflanzenvielfalt beitragen. Mein besonderer Dank gilt Frau Senatorin Junge-Reyer, denn die Baumassnahmen werden in erster Linie durch einen Zuschuss aus dem Umweltentlastungsprogramm der Senatsverwaltung fuer Stadtentwicklung ermoeglicht. Danken moechte ich aber auch der Europaeischen Union, dem Bund, dem Land Berlin und der Lottostiftung, die ebenfalls Foerdermittel zur Finanzierung der Baumassnahmen bereitstellen.”

Prof. Dr. Greuter: “Das Grosse Tropenhaus ist das Wahrzeichen unseres Gartens und ein Schmuckstueck Berlins. Aber Gewaechshaeuser, insbesondere Warmhaeuser, sind vergaengliche Juwelen. Das feucht-warme Innenklima geht an die Substanz. Dass die unaufschiebbare aber kostenintensive Sanierung nunmehr gelingt, erfuellt uns Botaniker und Gaertner mit grosser Freude. Es zeugt von der hohen Wertschaetzung, welche die Pflanzenwelt in ihrer Vielfalt, deren Erforschung und Erhaltung wir hier betreiben, in Politik und Oeffentlichkeit geniessen.”

Das von 1905 bis 1907 errichtete, im II. Weltkrieg schwer beschaedigte und in den sechziger Jahren wieder hergestellte, denkmalgeschuetzte Bauwerk wird neben einer Grundsanierung auch eine Modernisierung mittels neuester Umwelttechnik erfahren. Die bruechige Acrylglasfassade wird durch eine Waermeschutzverglasung ersetzt.

Die Beheizung des Gebaeudes erfolgt kuenftig ueber drei miteinander kombinierte Systeme - ueber eine Fassadenheizung, eine Fussbodenheizung und eine Luftheizung. Ausserdem sind zwei Umlufttuerme in Gestalt kuenstlicher Baeume geplant, die ueberschuessige Waerme absaugen, einem Waermespeicher zufuehren und bei Bedarf wieder in das Gebaeude einspeisen. In Verbindung mit modernster Mess- und Regeltechnik wird der Energieverbrauch des Gebaeudes halbiert und die Energiekosten reduzieren sich um rund 100.000 Euro pro Jahr. Auch die Wasserkosten werden sinken, weil die tropischen Pflanzen kuenftig vorwiegend mit Regenwasser gewaessert werden. Ermoeglicht wird die auf 16 Millionen Euro veranschlagte Sanierung in erster Linie durch einen Zuschuss aus dem Umweltentlastungsprogramm der Senatsverwaltung fuer Stadtentwicklung in Hoehe von fast 8,4 Millionen Euro, wovon 4,8 Millionen Euro aus dem Europaeischen Fonds fuer Regionale Entwicklung (EFRE) stammen. Die Hochschulbaufoerderung des Bundes, die Stiftung deutsche Klassenlotterie Berlin und die Freie Universitaet Berlin beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierung des Vorhabens.

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