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9. Oktober 2006

Neuer Sonderforschungsbereich „Raum.Zeit.Materie“ an der Humboldt-Universität eröffnet

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 20:11

Am heutigen Freitag wird der neue Sonderforschungsbereich 647 „Raum.Zeit.Materie – Analytische und Geometrische Strukturen“ feierlich eröffnet. An an dem Sonderforschungsbereich sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin, die Universität Potsdam und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Golm beteiligt. In diesem zunächst für vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt untersuchen Mathematiker und theoretische Physiker Ansätze zu einem einheitlichen Verständnis von Quantenphysik und Gravitation. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist ein systematisches Verständnis der auftretenden mathematischen Strukturen, wovon wir erhebliche Auswirkungen auf Mathematik und Physik erwarten. „Es geht uns um die grundlegenden Strukturen von Raum und Zeit und deren Zusammenwirken mit der Materie, der Hauptgegenstand des philosophischen Denkens zu allen Zeiten also, aber diese Zusammenhänge sollen in einer mathematischen Sprache beschrieben werden, in der sich physikalische Intuition mit logischer Konsistenz harmonisch verbindet. Gesucht wird also, populär gesprochen, die Theory of Everything, die Theorie des Ganzen, und es ist weithin bekannt, dass eine solche gemeinsame Theorie von Quantenphysik und Gravitation bis heute nicht gefunden ist, trotz sehr intensiver Bemühungen und vieler wundervoller Ideen“, sagt Professor Jochen Brüning, vom Institut für Mathematik an der Humboldt-Universität.

Der Sonderforschungsbereich hat seine Arbeit bereits am 1. 1. 2005 begonnen und nun seine Kooperationsstrukturen etabliert.

Weitere Informationen gibt es unter: www.raumzeitmaterie.de

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23. September 2006

„Quickdating“-Studie am Institut für Psychologie der HU

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 08:54

Flirten für die Wissenschaft Zur Erforschung der Partnerwahl werden derzeit an der Humboldt-Universität Quickdating-Veranstaltungen durchgeführt. An der Quickdating-Studie haben bisher über 200 Männer und Frauen teilgenommen, das Forscherteam sucht aber noch weiterhin Freiwillige.

Mit den Quickdating-Veranstaltungen nutzen die Psychologen Lars Penke, Jens Asendorpf und Peter Todd ein aktuelles Gesellschaftsphänomen, um bisherige Schwächen der Beziehungsforschung zu umgehen. Die psychologische Forschung nähert sich dem Thema Partnerwahl bisher fast ausschließlich über Berichte in Fragebögen oder eher künstliche Experimente mit Studierenden. Wie und warum – oder auch nicht – beim ersten Kennenlernen der Funke überspringt, lässt sich bei den herkömmlichen Untersuchungen nur schwer erschließen. Anders beim Quickdating: Hier treffen etwa 25 männliche und weibliche Singles gleichen Alters aufeinander. Jeder unterhält sich mit jedem nacheinander für wenige Minuten. Nach jedem Gespräch vermerken beide Teilnehmer auf einer Karte, ob sie ihr Gegenüber wieder sehen möchten oder nicht. Bei übereinstimmendem Interesse erhalten beide die Telefonnummer des anderen – die wissenschaftlichen „Dates“ haben also reale Konsequenzen.

„Durch das Quickdating können wir auf eine einzigartige Weise systematisch beobachten, was wirklich passiert, wenn echte Singles auf mögliche Partner treffen“, sagt Lars Penke. „Außerdem werden wir nebenbei überprüfen, wie gut Quickdating, das ja immer beliebter wird, wirklich funktioniert. Und die teilnehmenden Singles haben bei uns die Chance, ihren Partner fürs Leben zu treffen.“

Wer teilnehmen möchte kann sich unter: www.psytests.de/quickdating/ informieren.

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Neues Kuratorium der Humboldt-Universität hat sich konstituiert

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 08:52

Dr. Christina Weiss, Dr. Richard von Weizsäcker und Prof. Dr. Manfred Erhardt sind neue Mitglieder des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin. Die bisherige Vorsitzende Prof. Dr. Evelies Mayer hat das Kuratorium nach langjähriger Amtszeit verlassen. Prof. Dr. Günter Stock ist zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt worden. Auf seiner Sitzung am 11. Juli 2006 hat der Akademische Senat Dr. Christina Weiss, Prof. Dr. Manfred Erhardt und Dr. Richard von Weizsäcker als neue Mitglieder des Kuratoriums gewählt. Sie lösen Prof. Dr. Evelies Mayer, Prof. Dr. W. Michael Blumenthal und Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann, ab, die das Kuratorium nach achtjähriger Amtszeit verlassen. Die konstituierende Sitzung des neu zusammengesetzten Kuratoriums fand am Freitag, 22. September 2006, statt. Auf dieser Sitzung ist Prof. Dr. Günter Stock einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt worden.

„Wir freuen uns, gleich vier Sonderprofessuren im neuen Kuratorium beschlossen zu haben“, sagte der neu gewählte Vorsitzende Günter Stock. Es wird eine Professur für Finanzmathematik (in Kooperation mit der Deutschen Bank), für klassische Archäologie (gemeinsam mit dem Wissenschaftskolleg) und zwei Professuren für Nachhaltigkeitsforschung (mit dem Potsdamer Institut für Klimaforschung) geben. Eine davon ist zugleich die erste von zehn geplanten „Alexander-von-Humboldt-Professuren“, die gemeinsam die „Denkwerkstatt der Universität für Zukunftsthemen“, so Humboldt-Präsident Christoph Markschies, bilden werden.

Durch die Berufung von hochrangigen Wissenschaftlern in den wissenschaftlichen Beirat des Naturkundemuseums wird auch dessen weitere Arbeit durch die Humboldt-Universität nachhaltig unterstützt.

Das neue Kuratorium dankt Prof. Dr. Susanne Baer, die am 30. September 2006 ihr Amt als Vizepräsidentin für Studium und Internationales niederlegen wird, für die von ihr geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Das Präsidium der Humboldt-Universität hat nach gemeinsamer Diskussion einstimmig beschlossen, dem Kuratorium Prof. Dr. Uwe Jens Nagel, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät, zur Wahl vorzuschlagen. Das Kuratorium begrüßte es, dass es gelungen ist, Prof. Nagel und damit seine außerordentlichen Organisations-Erfahrungen gewinnen zu können und beauftragte ihn mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Vizepräsidenten für Studium und Internationales, bis die neue Vizepräsidentin, bzw. der neue Vizepräsident gewählt sein wird.

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XML-Tage in Berlin 2006 – ein starker Impulsgeber für Innovationen

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 08:51

Am kommenden Montag, den 25. September 2006, starten die XML-Tage 2006 in Berlin. In Form von Vorträgen, Expertenforen, Tutorials und einer Begleitausstellung dreht sich bis zum 27. September alles um das Thema XML. Mit über 500 angemeldeten Tagesbesuchern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sind die XML-Tage in Berlin die führende deutschsprachige Konferenz zu XML-Technologien. XML steht für „Extensible Markup Language“ und ist die nächste Generation der Internetsprache HTML. Durch den weitverbreiteten Einsatz des Internets in Geschäftsprozessen ist sie als Standardsprache unverzichtbar geworden. Als Integrationstechnologie ermöglicht XML den problemlosen Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Informationssystemen wie Geschäftsdatenverwaltung oder Content-Management-Systemen. Neue Web-basierte Systeme wie Semantic Web, Web Services oder GRID-Technologien werden auf der Grundlage von XML entwickelt und realisiert.

Die XML-Tage in Berlin 2006 nehmen diese Entwicklung auf und bieten sowohl Entwicklern als auch Anwendern das geeignete Forum, sich umfassend über Trends und Standards auszutauschen. Die Veranstaltung beinhaltet eine Konferenz mit zahlreichen Schwerpunktthemen und wird durch zusätzliche Events ergänzt. Neben dem W3C-Tag, mehreren Tutorials und dem Web 2.0 Infotag findet auch in diesem Jahr wieder das XML-Wirtschaftsforum statt. Themenschwerpunkte des Forums mit Fachvorträgen aus der Unternehmenspraxis sind E-Learning und Unternehmensportale. Neu in diesem Jahr ist das Forum E-Justice, das sich an alle – auch potenzielle – Anwender des elektronischen Rechtsverkehrs in der Justiz wendet.

Konferenz:

Die Konferenz auf den XML-Tagen in Berlin leistet einen aktiven Beitrag zur Grundlagenforschung und fördert die Weiterentwicklung zahlreicher XML-Anwendungen. Unter dem Vorsitz von Dr. Rainer Eckstein von der Humboldt-Universität zu Berlin und Professor Robert Tolksdorf von der Freien Universität Berlin ist es gelungen, renommierte Wissenschaftler als Auftaktredner für alle drei Konferenztage zu gewinnen.

„What’s Wrong with the Semantic Web“ fragt Heiner Stuckenschmidt von der Universität Mannheim in seinem Eröffnungsvortrag am ersten Tag der Konferenz. Unter „Semantic Web“ werden eine Reihe von Technologien zur Darstellung und Verarbeitung von Wissen im World Wide Web verstanden. Stuckenschmidt spricht darüber, welche Chancen, aber auch Probleme, in bereits entwickelten Technologien stecken. Insbesondere weißt er darauf hin, dass manche der bisher aufgetretenen Probleme nicht nur technisch, sondern auch konzeptionell bedingt sind.

Über die technischen Hintergründe und die Erfahrung mit sogenannten Folksonomy-Systemen referiert Andreas Hotho von der Universität Kassel zu Beginn des zweiten Konferenztages. „Folksonomy“, ein Kunstbegriff zusammengesetzt aus englisch „folk“ (Leute) und „taxonomy“ (Klassifizierung), bedeutet übersetzt soviel wie „Klassifizierung durch die Leute“. Gemeint sind damit Systeme, die es den Benutzern einer Wissensdatenbank erlauben, Inhalte selbst mit Schlagwörtern zu versehen. Hotho stellt in seinem Vortrag das soziale Lesezeichenverwaltungssystem BibSonomy vor, das seinen Benutzern den einfachen Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis im Netz möglich macht. Entscheidend dafür ist, „algorithmisch den Aufbau von Strukturen ähnlich dem Semantic Web zu unterstützen, die Methoden aber hinter einer einfachen und für den Benutzer leicht verständlichen Oberfläche zu verbergen“.

Ivan Herman vom World Wide Web Consortium (W3C) widmet sich dagegen ganz allgemein Fragen zum Semantic Web. In seiner einleitenden Präsentation am dritten Tag der Konferenz gibt er zunächst einen allgemeinen Überblick über das, was das Semantic Web eigentlich ist. Dabei fokussiert er auf die wichtigsten Problemstellungen und Anwendungsfelder. Sein Ziel ist es, Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu liefern und falschen Vorstellungen vom Semantic Web entgegenzutreten. Zur Veranschaulichung zeigt Herman die Einsatzmöglichkeiten von Semantic-Web-Anwendungen in der realen Welt.

An den ersten beiden Konferenztagen findet im Anschluss an die Auftaktvorträge die Präsentation der eingereichten Beiträge und Poster statt. Aus den zahlreichen Einsendungen hat die Jury 13 Vorträge und 8 Posterpräsentationen ausgewählt. Die Schwerpunkte der Konferenz sind Semantic Web, Web Services und XML und Datenbanken. Das Themenspektrum der vorgestellten Beiträge ist stark auf die Praxis bezogen und reicht von Anwendungen im E-Business über E-Government und E-Health bis hin zu Sprachverarbeitung, Publishing und Content Management. Die Konferenz ist damit ein ideales Forum zum Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse auf dem Gebiet angewandter XML-Technologien.

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13. September 2006

Berliner Humboldt-Universität bei ausländischen Studenten sehr gefragt

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 17:14

Mehr als 1000 Studierende haben sich im Rahmen von Stipendien und Austauschprogrammen für das neue Wintersemester an der Humboldt-Universität zu Berlin beworben. Wie in den Vorjahren gibt es eine große Nachfrage nach einem Studienaufenthalt an der Humboldt-Universität zu Berlin durch ausländische Studierende. Für das neue Wintersemester haben sich mehr als 1000 Studierende im Rahmen von Stipendien und Austauschprogrammen an der HU beworben. Den größten Anteil bildet dabei traditionell das ERASMUS-Programm, dessen Anteil 75 Prozent beträgt. Die meisten Studenten erwartet die Universität in diesem Programm aus Frankreich, Italien und Spanien. Im Rahmen der übrigen Universitätspartnerschaften kommen die meisten Studierenden aus den USA, der Schweiz und Russland. Für einen Studienplatz mit dem Ziel, einen Humboldt-Abschluss zu erlangen haben sich rd. 3.500 Abiturienten beworben, von denen allerdings nur etwa jeder Vierte eine Studienzulassung erhalten hat.

Auch das LEONARDO-Programm ist wieder mit Erfolg gekrönt: Die Humboldt-Universität zu Berlin war im dritten Jahr in Folge erfolgreich bei der Einwerbung von Stipendien für Praktika im Ausland. Für die Jahre 2006 bis 2008 stehen für 80 Studierende ungefähr 190.000 Euro zur Verfügung. Damit haben Studierende aller Fachrichtungen (mit Ausnahme der Medizin) die Möglichkeit, erworbene theoretische Kenntnisse ihres Faches mit praktischen Erfahrungen in Unternehmen zu kombinieren. Dies ist oftmals ein erster Schritt in eine erfolgreiche Berufskarriere nach dem Studium.

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7. September 2006

Personalia: Jens Hacke von der Humboldt-Universität Berlin als junger Wissenschaftler doppelt ausgezeichnet

Abgelegt unter: Berlin, Humboldt-Universität — info @ 17:57

Bruckhaus-Förderpreis der Schleyer-Stiftung und Kellner-Preis der Naumann-Stiftung für Jens Hacke. Für seine Dissertation: „Philosophie der Bürgerlichkeit. Die liberalkonservative Begründung der Bundesrepublik“ bekommt Dr. Jens Hacke den diesjährigen Friedwart Bruckhaus-Förderpreis der Hanns Martin Schleyer-Stiftung verliehen. Die Preisverleihung findet am 8. Dezember 2006 in Berlin statt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Er wird an junge Wissenschaftler und Journalisten verliehen.

Und Dr. Jens Hacke bekommt den Wolf Erich Kellner-Preis der Friedrich Naumann-Stiftung verliehen. Die Preisverleihung findet bereits am 21. Oktober 2006 in der Theodor Heuss-Akademie im nordrhein-westfälischen Gummersbach statt.

Dr. Jens Hacke wurde 1973 in Bonn geboren. Er studierte ab 1994 Alte, Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Jens Hacke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrbereich „Theorie der Politik“ am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität.

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