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7. November 2006

Satire zum “Schicksalstag der Deutschen”

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 08:59

Am 9. November 2006 erinnert Matthias Biskupek in der Veranstaltungsreihe “Literatur live” der TU Chemnitz an die schönsten und rätselhaftesten Blüten des DDR-Wortschatzes und lädt ein zu einem satirischen Jahresrückblick 2006. Mit Auszügen aus seinem Buch “Das kleine DDR-Lexikon - Von Haushaltstag bis Reisekader” greift der 56-jährige gebürtige Chemnitzer längst vergessene Worte wie Ökulei, Genex oder Brigadetagebuch auf und klärt, was es mit der Abkürzung “ml. WA” in Bekanntschaftsanzeigen auf sich hatte. Einen Sprung zurück in die Vergangenheit macht Biskubek mit seinem Werk “Die geballte Ladung”. Darin blicken die besten Satiriker und Cartoonisten auf die peinlichsten Personen oder missglücktesten Auftritte der vergangenen zwei Jahre zurück, die die Politik, Gesellschaft und Medien geliefert haben. In Kooperation mit der Stadtbücherei und unterstützt vom Kulturamt der Stadt Chemnitz führt Prof. Dr. Elke Mehnert, ehemalige Inhaberin der Professur Literatur des 20. Jahrhunderts/Komparatistik der TU Chemnitz, durch den Abend. Die Veranstaltung findet 19.30 Uhr im Lese-CAFE des Kulturkaufhauses DAStietz, 3. Etage, statt. Die Karten sind für 4 Euro und ermäßigt 2 Euro erhältlich und können unter Telefon (03 71) 488 - 42 22 vorbestellt werden.

Zur Person: Matthias Biskupek

Matthias Biskupek, geboren 1950 in Chemnitz, arbeitete nach seinem Studium der Technischen Kybernetik zunächst als Systemanalytiker in einem Chemiebetrieb. Später war er Dramaturg und Texter am Geraer Kabarett “Das Fettnäpfchen”, Mitarbeiter der Zeitschrift “Die Weltbühne” und Literaturkritiker beim Satireblatt “Eulenspiegel”. Heute lebt er als freier Autor in Rudolstadt und Berlin, und “Eulenspiegel” Leser können sich noch immer an seinen satirischen Texten erfreuen. Seinem Geburtsort ist Biskupek weiterhin freundlich zugewandt, was sich auch in einem Chemnitz gewidmeten Text widerspiegelt, der - neben anderen “Novitäten” - am 9. November seine “Uraufführung” erlebt.

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6. November 2006

Studenten aus Sachsen punkten mit ihrem Ökomobil

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 10:05

Team “Fortis Saxonia” an der TU Chemnitz erhielt das Wissenschafts-Ass beim Wettbewerb “Sachsen Asse 2006″ Sie sind kreativ und engagiert, gehen neue Wege und produzieren Innovationen. Gemeint sind die “Sachsen-Asse 2006″, die am vergangenen Samstag während eines Festaktes im Neuen Leipziger Rathaus geehrt wurden. Etwa 200 Vorschläge gingen zuvor beim Veranstalter, der Sachsen Asse Stiftung, ein, darunter zehn im Bereich Wissenschaft. Am Ende hatte in dieser Kategorie das Studententeam “Fortis Saxonia” an der TU Chemnitz die Nase vorn. Es erhielt im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Georg Milbradt den vom Wochenspiegel Sachsenverlag gestifteten und mit 1.000 Euro dotierten Medienpreis.

Das 24-köpfige Team von Studenten und Absolventen der TU Chemnitz sowie der Fachhochschule Mittweida hat in den vergangenen zwei Jahren in Chemnitz das energieeffiziente, brennstoffzellengetriebene Fahrzeug Sax 1 entwickelt. Mit dem Ein- Mann-Fahrzeug nahmen sie im Mai 2006 zum zweiten Mal am Shell Eco-marathon in Südfrankreich teil und belegten unter 255 Teams aus 21 Ländern den zwölften Platz. Ziel des seit 1985 regelmäßig veranstalteten Shell Eco-marathons ist es, mit dem Energiegehalt von einem Liter Benzin eine größtmögliche Reichweite zu erzielen. Für das Chemnitzer Sparmobil wurde eine Distanz von 1.742 Kilometern ermittelt. Fortis Saxonia war eines von vier deutschen Teams, die am Shell Eco-marathon 2006 teilgenommen haben, und zugleich der einzige sächsische Teilnehmer.

In ihrer Laudatio lobte Shell-Sprecherin Barbara Gamalski die “starken Studenten aus Sachsen”: “Sie haben Theorie und Praxis kombiniert und so eine technische Höchstleistung erbracht. Sie haben Teamgeist entwickelt und interdisziplinär zusammengearbeitet und ein Fahrzeug entwickelt, das einen realistischen Ausblick auf eine umweltgerechte Mobilität der Zukunft gibt.” Gamalski hob nicht nur die Professionalität hervor, mit der die jungen Leute ihr Projekt technisch weiterentwickelt haben, Budgets kalkuliert und Geldgeber gefunden haben, Verträge verhandelt und Interviews gegeben haben. “Das Chemnitzer Team hat zu jeder Zeit auch geteilt: Die Tür ihrer Werkstatt stand jedem offen, Informationen wurden bereitwillig weitergegeben, neue Interessenten für die Idee des Shell Eco-marathons gewonnen und für ihre Heimat Sachsen und die TU Chemnitz kontinuierlich geworben”, so die Shell-Sprecherin.

Zurzeit ist das Team dabei, ein Nachfolgemodell für das aktuelle Fahrzeug Sax 1 zu entwickeln. Das Sax 2 genannte Fahrzeug wird eine komplett neue Karosserie erhalten und hinsichtlich Luftwiderstand und Gewicht deutlich verbessert werden. Außerdem soll der Brennstoffzellen-Antrieb optimiert werden. TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, der an der Preisverleihung in Leipzig teilgenommen hat, sicherte “Fortis Saxonia” weiterhin die Unterstützung der Chemnitzer Universität zu - sei es bei der Bereitstellung von Laborkapazitäten, bei der Gewinnung von Sponsoren oder bei der Pressearbeit.

Das Team strebt für den nächsten Shell Eco-marathon, der vom 11. bis 13. Mai 2007 in Nogaro/Frankreich stattfindet, eine klare Verbesserung des diesjährigen Resultats an. Anmeldeschluss für alle interessierten Teams ist übrigens der 4. Dezember 2006.

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2. November 2006

Großveranstaltungen - ein Segen für die Region?

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 08:59

Neuer Eventreport erschienen: Marketing-Experten ermittelten die regionalen Wirkungen von Großevents am Beispiel des “splash!”-Festivals in Chemnitz Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bescherte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes den deutschen Hotels im Juni 2006 eine Zuwachsrate an ausländischen Gästen von 31 Prozent. Und die FIFA erwirtschaftete als Veranstalter der WM einen Überschuss von 135 Millionen Euro. Dem deutschen Staat flossen davon 43,7 Millionen Euro in Form von Körperschafts- und Gewerbesteuer zu. Dieses Beispiel verdeutlicht die standortpolitische Bedeutung von Großereignissen. Immer mehr Kommunen wollen heute von größeren kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen profitieren. Viele binden sie deshalb auch in ihr Stadtmarketing und ihre Wirtschaftsförderung ein. Da aber nicht pauschal davon ausgegangen werden kann, dass solche Ereignisse zwangsläufig zu positiven Wirkungen führen, ist eine Evaluation ihrer regionalen Effekte notwendig.

Eine solche Bewertung der ökonomischen Wirkungen führten Mario Geißler und Thomas Wild am Beispiel des “splash!” 2005 in Chemnitz - Europas größtem Hip- Hop- und Reggae-Festival mit mehr als 20.000 Besuchern - durch. Beide sind Diplomanden der Professur Marketing und Handelsbetriebslehre der TU Chemnitz. Der nun von der Inhaberin der Professur, Prof. Dr. Cornelia Zanger, und Dr. Jan Drengner herausgegebene “Eventreport 2005″ ( http://www.eventreport.eu ) fasst die Ergebnisse der wissenschaftlichen Analyse zusammen und verdeutlicht die Bedeutung des Festivals für die Chemnitzer Region.

Insgesamt erwirtschaftete das “splash!” einen Umsatz von 5,8 Millionen Euro, wobei davon nicht alles in der Region Chemnitz verbleibt. Dennoch können sich die Wirkungen für die Region sehen lassen: So gaben die Festivalbesucher mehr als 850.000 Euro in der Stadt Chemnitz für Lebensmittel, Gaststättenbesuche und Übernachtungen aus. “Insgesamt führte das dreitägige Kulturereignis 2005 in der Stadt zu einer zusätzlichen Wertschöpfung von mehr als zwei Millionen Euro”, berichtet Dr. Drengner. Zudem wurde deutlich, dass die aus ganz Europa angereisten Besucher zum Festival eine positive Einstellung haben. “Gerade dieses positive Bild auswärtiger Gäste bietet Chancen für das Marketing der Stadt Chemnitz, indem sich die Kommune als freundlicher Gastgeber des splash!-Publikums präsentiert”, so Mario Geißler. Eine Chance, die die Stadt im Jahr 2006 durch erste Aktionen zu ergreifen wusste. Dazu zählten beispielsweise Standpräsentationen, spezielle Info-Materialien für die Festivalbesucher und die Initiierung zusätzlicher Partys in der City.

Letztlich zeigte eine Befragung der Chemnitzer Bevölkerung über alle Altersklassen hinweg einen hohen Bekanntheitsgrad des Festivals und eine überwiegend positive Einschätzung dieses Kulturereignisses. “Die Chemnitzer wissen, dass sich das splash!-Festival positiv auf die Region auswirkt”, resümiert Dr. Drengner. Deshalb unterstützen die Marketing-Experten der TU Chemnitz auch das Bemühen der Veranstalter des “splash!”, das 2006 finanziell ins Strudeln geratene Festival zu retten. Dauerregen und frostige Temperaturen hielten in diesem Jahr viele Besucher fern und sorgten zudem für hohe Folgekosten. Am 3. November 2006 ist nun eine ganze Region aufgerufen, beim “Save splash! Benefizkonzert” in der Arena Chemnitz dabei zu sein - damit das splash! 2007 wieder ein Segen für die Region sein kann.

Weitere Informationen zum Eventreport sind unter http://www.eventreport.eu erhältlich. Darüber hinaus beantwortet Dr. Jan Drengner, Professur für Marketing und Handelsbetriebslehre der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 34 158 oder 5 31 - 26 130, E-Mail drengner@wirtschaft.tu-chemnitz.de , gern weitere Fragen.

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31. Oktober 2006

Wo kreatives Studium auf exzellente Forschung trifft

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 08:40

Chemnitzer Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik blickt an ihrem “Tag der Fakultät” in die Zukunft Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Chemnitz veranstaltet am 2. November 2006 ihren diesjährigen “Tag der Fakultät”. Dekan Prof. Dr. Thomas Geßner begrüßt um 14 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Raum N 114, mehr als 140 Gäste, darunter zahlreiche Forschungspartner seiner Fakultät. Nach dem Grußwort von Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes wird Prof. Geßner aktuelle Forschungsschwerpunkte der 18 Professuren seiner Fakultät sowie des Zentrums für Mikrotechnologien vorstellen, künftige Vorhaben in Forschung und Lehre skizzieren sowie über zukunftsweisende Konzepte wie dem aktuellen Baugeschehen auf dem Campus und dem künftigen Technopark der Stadt Chemnitz berichten.

“Unser hohes Innovationspotential ist die ideale Voraussetzung für ein kreatives Studium und eine exzellente Forschung an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik”, schätzt Prof. Geßner ein. Dass dem so ist, zeigt auch das gestiegene Interesse an den Studienangeboten. So haben sich beispielsweise in diesem Wintersemester bisher 64 Studierende für den Studiengang Elektrotechnik eingeschrieben, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von etwa 50 Prozent entspricht. Stabile Studierendenzahlen verzeichnen der Studiengang Informations- und Kommunikationstechnik sowie der gemeinsam mit der Fakultät für Maschinenbau angebotene Studiengang Mikrotechnik/Mechatronik. Künftig setzt die Fakultät auch auf Bachelor- und Masterabschlüsse: “Ab dem Wintersemester 2007 wird sie Bachelor-Studiengänge und ab 2008 Master-Studiengänge anbieten”, versichert der Dekan.

Die Exzellenz in der Forschung will die Fakultät künftig noch weiter verstärken. So beteiligen sich Forscher der TU Chemnitz unter Federführung von Prof. Geßner an einem gemeinsamen Exzellenz-Cluster-Antrag mit der Technischen Universität Dresden für ein sächsisches Zentrum für zukünftige Materialien und Technologien. “Außerdem arbeitet die Fakultät an zwei Anträgen zu Gradiertenschulen mit”, berichtet Prof. Geßner.

Nach dem Festvortrag des Dekans berichtet Prof. Dr. med. habil. Johannes Schweizer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I des Klinikums Chemnitz und Inhaber der gemeinsame Honorarprofessur Telekardiologie der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und der Philosophischen Fakultät, über moderne telemedizinischen Anwendungen aus seinem Fachgebiet. Im Anschluss werden Diplom- und Promotionsurkunden übergeben sowie Auszeichnungen und Ehrungen vorgenommen. Den musikalischen Rahmen des “Tages der Fakultät” gestaltet das Bläserquintett des Universitätsorchesters “Collegium musicum” der TU Chemnitz.

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12. Oktober 2006

Ein Vorname sagt mehr als 1.000 Worte

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 20:47

Eine Studie am Institut für Psychologie der TU Chemnitz zeigt, welche Assoziationen Vornamen hervorrufen - Das Alter ist dabei die zentrale Information Was wissen wir über einen Menschen, von dem wir nur den Vornamen kennen? Nichts. Und dennoch ziehen wir unbewusst unsere Schlüsse und ziehen Schlussfolgerungen selbst über Menschen, die wir nicht kennen. Wer zum Beispiel Elfriede oder Werner heißt, wird sicher schon etwas älter sein. Mit Julia und Kevin bringt man sehr wahrscheinlich viel jüngere Menschen in Verbindung. Prof. Dr. Udo Rudolph, Inhaber der Professur Allgemeine und Biologische Psychologie an der TU Chemnitz, sowie seine Diplomanden Robert Böhm und Michaela Lummer belegen: Hören wir einen Vornamen, so schlussfolgern wir daraus das Alter der betreffenden Person und darüber letztlich auch deren Attraktivität und Intelligenz.

In ihrer Diplomarbeit gingen die Chemnitzer Psychologiestudenten diesem Phänomen auf den Grund. Unter dem Titel “Ein Vorname sagt mehr als 1.000 Worte - Zur sozialen Wahrnehmung von Vornamen” untersuchten sie Merkmale und Stereotype, mit denen die jeweiligen Namensträger assoziiert werden. Dabei aktualisierten sie die Wortnormen im Deutschen, die ihr Betreuer Prof. Rudolph bereits 1999 aufgestellt hatte. Im angelsächsischen Raum werden solche Wortnormen seit vielen Jahren weitaus systematischer erhoben, als dies bislang im Deutschen der Fall war.

Die Studenten legten im vergangenen Jahr 149 Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechts einen 71-seitigen Fragebogen vor. Anhand von 60 typischen männlichen und weiblichen Vornamen beurteilten die Probanden darin Alter, Attraktivität, Intelligenz und Religiosität der Namensträger. Weiterhin gaben sie Auskunft über ihre Motive bei der Vergabe von Vornamen bei eigenen Kindern. Anhand statistischer Auftretenshäufigkeit im Zeitraum von 1965 bis 2004 unterschieden die Psychologen dabei moderne, altmodische und zeitlose Vornamen und erkannten, dass die Wahrnehmung des Namensträgers entscheidend von dieser Kategorie abhängt.

“Die Träger moderner Vornamen wurden dabei stets jünger eingeschätzt als solche mit altmodischen”, erklärt Robert Böhm. “Es zeigte sich zudem, dass darüber hinaus anhand des geschätzten Alters Schlussfolgerungen über die Attraktivität und (in geringerem Maße) auch die Intelligenz des Besitzers eines Vornamen getroffen werden”, ergänzt Michaela Lummer. Je jünger, desto attraktiver, und je attraktiver, desto intelligenter - so lautet der vom Hörer eines Vornamens gezogene Schluss. “Das wahrgenommene Alter ist somit die zentrale Information im Vornamen”, erklärt Prof. Rudolph.

Weitere Ergebnisse der Studie sind u.a., dass viele Modenamen wie Sarah und David religiösen Ursprungs sind und somit auch ihren Träger religiöser wirken lassen. “Außerdem fiel uns auf”, erläutert Robert Böhm, “dass subjektive Merkmale wie Klang und Modernität bei der Namensvergabe entscheidender sind als objektive Kriterien, wie die - früher durchaus übliche - Benennung nach den Großeltern oder den Eltern des Kindes.”

Mit der vorliegenden Arbeit konnten erstmals im deutschsprachigen Raum die zugrundeliegenden Prozesse der sozialen Vornamenwahrnehmung genauer beleuchtet werden. “Wir führen diese Untersuchungen durch, weil in vielen psychologischen Studien Vornamen verwendet werden, und anhand der nun vorliegenden Normen können deren Merkmale systematisch variiert werden. Weiterhin sind Anwendungen in der Werbung denkbar”, erklärt Prof. Rudolph. “Hier helfen zielgruppenorientierte Vornamen, bestimmte Assoziationen bei den Lesern oder Hörern zu wecken.” So dürften Vornamen wie Birgit und Torsten, die von den Probanden als besonders altmodisch eingestuft wurden, sich kaum in der Werbung für Jugendliche einsetzen lassen.

Werdenden Eltern empfehlen die Chemnitzer Psychologen solche zeitlosen Vornamen wie Alexander, Michael, Anna oder Claudia. “Unter den Probanden erhielten zwar moderne Vornamen den höchsten Zuspruch, jedoch können Zeitgeistkinder unter der Schnelllebigkeit des Namensgeschmacks leiden”, meint Rudolph. Ganz bestimmte Modenamen hinterlassen ihre Spuren in ganz bestimmten Jahrgängen. “So werden sich die Kevins, Lauras und Leons von heute im Laufe der Zeit durch das Altersprofil der Bevölkerung schieben und vermutlich in 50 Jahren als altmodisch und wenig attraktiv assoziiert”, vermutet der Chemnitzer Psychologieprofessor. “Da jedoch seit einigen Jahrzehnten die Menge der vergebenen Vornamen von Jahr zu Jahr zunimmt, wird sich die jahrgangsbezogene Vornamenshäufung abschwächen.”

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9. Oktober 2006

70 Prozent der Studienanfänger der TU Chemnitz haben sich in die Bachelor- und Masterstudiengänge eingeschrieben

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 19:52

Die neuen Studenten der TU Chemnitz werden am 9. Oktober 2006 um 14 Uhr im Großen Saal der Stadthalle Chemnitz feierlich immatrikuliert. Nachdem der Rektor der Chemnitzer Universität, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, die Studienanfänger begrüßt hat, richten auch die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig sowie Holger Langenau vom Studentenrat ein Grußwort an die Erstsemestler. Im Anschluss werden die Universitätspreise 2006 verliehen, mit denen sieben hervorragende Studienabschlussarbeiten und Dissertationen ausgezeichnet werden. Gestiftet wurden diese Preise von Sponsoren der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Außerdem wird der DAAD-Preis an eine hervorragende ausländische Studentin vergeben. Welches Potenzial in regenerativen Energiequellen liegt, verrät Dr. Bodo Wolf, Geschäftsführer von CHOREN Industries Freiberg, in seinem Festvortrag. Durch das Programm führt Prof. Dr. Cornelia Zanger, Prorektorin für Universitätsmarketing und internationale Beziehungen. Das Universitätsorchester Collegium musicum und der Universitätschor der TU Chemnitz sorgen für die musikalische Umrahmung des Programms. Im Anschluss an die offizielle Feier begrüßt das Einsiedler Brauhaus die Studienanfänger im Foyer der Stadthalle mit Freibier bei stimmungsvollen Klängen der Big-Band der TU Chemnitz. Im Rahmen einer Standpräsentation zeigt die Universität den neu immatrikulierten Studenten, was das studentische Leben in Chemnitz ausmacht.

Im Wintersemester 2006/2007 bietet die Chemnitzer Uni 45 Studiengänge an. Erfreulich aus Sicht der TU ist, dass sich auch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge wachsender Beliebtheit erfreuen. Etwa 70 Prozent der Studienanfänger studieren künftig in den 30 Bachelor- und Masterstudiengängen der Universität. “In diesem Wintersemester rechne ich mit etwa 1.900 bis 2.000 Erstsemestlern”, so Rektor Prof. Matthes. Bei den Neueinschreibungen entspricht dies einem Anstieg von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Studienanfängern in den zulassungsfreien Studiengängen waren in diesem Semester vor allem Wirtschaftswissenschaften (bisher 352 Einschreibungen), Maschinenbau/Produktionstechnik (bisher 139 Einschreibungen) sowie Sports Engineering (bisher 127 Einschreibungen) gefragt. Insgesamt werden im Wintersemester 2006/2007 voraussichtlich wieder mehr als 10.000 Studenten an der TU Chemnitz studieren. Übrigens: Studieninteressenten können

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29. September 2006

Chemnitzer Produktionstechniker setzen Maßstäbe

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 15:48

50 Jahre Institut für Werkzeugmaschinen - Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Dr. Thomas de Maiziére, und Prof. Dr. Matthias Kleiner, designierter Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, referieren auf der Festveranstaltung am 13. Oktober 2006 Das heutige Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der Technischen Universität Chemnitz, das von Prof. Dr. Reimund Neugebauer geleitet wird, lädt am 13. Oktober 2006 anlässlich seines 50-jährigen Gründungsjubiläums zu einer Festveranstaltung nach Chemnitz ein. Mehr als 600 Absolventen, Promovenden, ehemalige Mitarbeiter und Wegbegleiter werden erwartet. Den Festvortrag hält der Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Dr. Thomas de Maiziére. Zum Thema “Ingenieurwissenschaftliche Exzellenz in Forschung und Innovation” spricht Professor Matthias Kleiner, designierter Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Anschluss referiert Prof. Neugebauer zu “Perspektiven der Produktionstechnik”.

In Chemnitz, dem mitteldeutschen Maschinenbauzentrum, hat die Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet Werkzeugmaschinenkonstruktion eine lange Tradition: Im Jahre 1956 gründete Prof. Dr. Horst Berthold an der damaligen Hochschule für Maschinenbau das Institut für Werkzeugmaschinen. Seit dieser Zeit haben über 1.500 Studierende ein Diplom auf dem Gebiet Werkzeugmaschinen erworben. Mehr als 130 Promovenden verteidigten ihre Graduiertenschrift zum Doktor-Ingenieur bzw. zur Habilitation.

Die Geschichte des Instituts ist eng verbunden mit den Professoren Rudolf Piegert, Eberhard Herling und Rolf Wätzig. Seit 1993 leitet Professor Neugebauer die heutige Professur für Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik. Unter seiner Initiative erfolgte im Jahr 2000 die Gründung des Hochschulinstituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse, dessen Direktor er seit dem ist. In Personalunion ist er Leiter des Chemnitzer Fraunhofer- Institutes für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Der so gebildete Institutsverbund erzeugt wertvolle Synergien und stellt ein wichtiges wissenschaftliches Zentrum des Maschinenbaus in Mitteldeutschland dar.

Die Aktivitäten des Institutes für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse orientieren sich an den Bedürfnissen des Marktes und der Notwendigkeit, Innovationspotenziale frühzeitig zu erkennen und für die Industrie nutzbringend zu erschließen. Neben grundlegenden Themenstellungen aus den Bereichen Konstruktion, Simulation und Eigenschaftsanalyse zur Verbesserung von Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit der Werkzeugmaschinen wurde in der jüngeren Vergangenheit ein besonderer Schwerpunkt auf den Einsatz und die Weiterentwicklung von Methoden der Virtuellen Realität in der Produktionstechnik gelegt. Die Hinzunahme der Umformtechnik in Forschung und Lehre setzt weitere Schwerpunkte mit Blick auf die Automobil- und Zulieferindustrie.

Die enge Verbindung von ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und industrieller Praxis in der studentischen Ausbildung, eine international beachtete Grundlagen- und angewandte Forschung sowie eine moderne Ausstattung sind die Grundlagen für einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft. Unterstützt wird dieser Prozess durch die Integration in das internationale und nationale Netzwerk der Forschungseinrichtungen, durch die internationalen Partnereinrichtungen und nicht zuletzt auch durch die regionalen Verflechtungen mit der Industrie. Dies kommt den Kooperationspartnern in den Forschungsprojekten und auch den Studierenden zugute.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse, Telefon (03 71) 5 31 - 23 500, Fax (03 71) 5 31 - 23 509, E-Mail wzm@mb.tu-chemnitz.de , http://www.tu- chemnitz.de/mb/iwp

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AgricolaFORUM: Neue Sicht auf ein Universalgenie

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 15:44

Dr. Marcus Popplow von der BTU Cottbus präsentiert am 12. Oktober 2006 seine Sicht auf den Renaissance-Ingenieur Leonardo da Vinci Die Veranstaltungsreihe des AgricolaFORUMs geht in eine neue Runde. Am 12. Oktober 2006 wird Dr. Marcus Popplow vom Lehrstuhl Technikgeschichte an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus als Referent zum Thema “Neue Sicht auf Leonardo da Vinci” erwartet. Popplows Vortrag beginnt um 20 Uhr im Veranstaltungszentrum “Altes Heizhaus” der TU Chemnitz, Straße der Nationen 62 (Innenhof). Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Zum Thema: Leonardo da Vinci war Maler, Bildhauer, Architekt und Naturwissenschaftler in einem und er verstand es, Kunst und Naturwissenschaften auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden. Doch wenn man glaubt, über Leonardo da Vinci sei schon alles bekannt oder gesagt, dann täuscht man sich. Zwar wurde in den letzten beiden Jahrzehnten erstaunlich wenig zu diesem berühmtesten Vertreter der Renaissance-Ingenieure geforscht, dennoch erlauben neue Perspektiven jetzt eine präzisere Einordnung seines Schaffens in die Wissenschafts- und Technikgeschichte. Sie zeigen nicht nur theoretische Ansätze und die praxisnahe Durchdringung technischer Probleme, sondern lassen auch erkennen, inwiefern Leonardo als Meister der neuen Medien seiner Zeit zu verstehen ist. Aus dieser Sicht lohnt sich schließlich auch ein Vergleich mit dem sächsischen Montanexperten Georgius Agricola. Denn in ihrer unterschiedlichen Nutzung der Medien ihrer Zeit werden die spezifischen Leistungen zweier herausragender technischer Spezialisten der Renaissance gut erkennbar.

Das Agricola-Forum im Internet: http://www.agricolaforum.de

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Friedrich Naumann, E-Mail friedrich.naumann@phil.tu-chemnitz.de und Dr. Marcus Popplow, Telefon (03 55) 69 37 07, E-Mail popplow@tu-cottbus.de.

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27. September 2006

An der TU Chemnitz eröffnen sich den Studierenden künftig neue Möglichkeiten

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 20:08

Ingenieure gelten als eine wesentliche Stütze der Hightech- Gesellschaft. Sie sollen durch Innovationen Wachstum generieren. In Deutschland arbeiten etwa 942.000 Ingenieure in zahlreichen Branchen. Weltweit hat sich der Abschluss des Diplom-Ingenieurs einen Namen gemacht. Mit dem Status und der Qualität dieser Ausbildung steht und fällt die Bedeutung der technikgetriebenen Wirtschaftsnation Deutschland. Doch an dem Fundament der deutschen Ingenieurausbildung wird seit dem Bologna-Prozess zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums kräftig gerüttelt. Zahlreiche Bachelor- und Master-Studiengänge sind auch auf dem Gebiet der Ingenieur- bzw. Technikwissenschaften an den deutschen Hochschulen auf dem Vormarsch. “Der Vorteil dieses Prozesses ist, dass die Ingenieurstudiengänge modernisiert werden”, meint Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes. “Mit der Weiterentwicklung der deutschen Ingenieurausbildung soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungsmöglichkeit der Absolventen gefördert werden. Zudem will man Deutschland als Studienstandort durch die Einführung des neuen Studiensystems für ausländische Studierende attraktiver machen”, erläutert der Rektor. Auch an der Technischen Universität Chemnitz werden seit den letzten Jahren die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge eingeführt. Im Wintersemester starten beispielsweise die Studiengänge Automobilproduktion, Media Production und Sports Engineering. Bisher überzeugte die deutsche Ingenieurausbildung durch die Kombination der Grundlagenblöcke Mathematik, Naturwissenschaft und Technik sowie durch die Vermittlung von anwendungsbezogenem Basiswissen, das dem Absolventen die erforderliche anfängliche Berufsfähigkeit verleihen soll. Zum Markenzeichen gehören darüber hinaus das Betriebspraktikum und die Abschlussarbeit. Die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse greifen diesen hohen Qualitätsstandard auf. Eine zunehmende Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen in der Praxis des Ingenieurs erfordert auch im Studium mehr Interdisziplinarität. So zeichnet sich das Bachelor-Studium in den Ingenieurwissenschaften durch ein fundiertes Grundlagenstudium mit Anwendungsorientierung aus. Ein betriebliches Praktikum wird empfohlen. Von der deutschen Wirtschaft wird der Bachelor of Engineering bzw. Bachelor of Science als berufsbefähigender und vollwertiger akademischer Abschluss anerkannt. Laut Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) wählt die Mehrheit der Bachelor-Absolventen im Ingenieurbereich in vielen Ländern sogar den direkten Einstieg in den Beruf, so dass lange Studienzeiten oftmals eine Seltenheit sind.

Das Masterstudium dient der Spezialisierung der Studenten in Richtung Forschung beziehungsweise Praxis. “Der moderne Ingenieur muss neben dem fachlich-methodischen Wissen auch über Managementfähigkeiten sowie über soziale und persönliche Kompetenzen verfügen”, erklärt der Bologna-Beauftragte an der TU Chemnitz, Sven Hardersen. Als einen Vorteil der Weiterentwicklung des Ingenieurstudiums führt er die Möglichkeit an, die Wahl eines Studienganges zeitnah an die Gestaltung persönlicher Karriereziele knüpfen zu können. “Wer zum Studienbeginn sein Berufsziel genau vor Augen hat, kann ein konsekutives - also aufbauendes - Bachelor-Master-Studium aufnehmen. Und wer sich aufgrund von eigenen Erfahrungen im Beruf für einen karrierespezifischen Weiterbildungsmaster interessiert, wird dazu auch an der TU Chemnitz lebenslang Angebote finden”, so Hardersen. Die neuen Studiengänge eröffnen damit gänzlich neue Möglichkeiten.

Doch der Nachwuchs in den Technikwissenschaften und qualifizierte Fachkräfte lassen seit längerem auf sich warten, klagen Wirtschaftsunternehmen. Die Prognosen des VDI versprechen allerdings Besserung. Wurden für das Jahr 2006 noch etwa 73.800 Studienanfänger im Ingenieurwesen prognostiziert, soll die Zahl bis 2010 auf rund 75.100 Studienanfänger ansteigen. Die Einführung der Masterstudiengänge blieb hier allerdings unberücksichtigt und dürfte sich weiterhin positiv auswirken, da die Gefahr eines Studienabbruchs durch die Zweiteilung des Studiums verringert wird. Das dürfte die Unternehmen in der Wirtschaftsregion Chemnitz- Zwickau dennoch nicht sonderlich beruhigen, denn allein hier wird in den Branchen Maschinenbau, Metall, Fahrzeug und Textil laut einer aktuellen Studie ein zusätzlicher Bedarf von etwa 10.400 Fachkräften einschließlich Hochschulabsolventen bis 2010 prognostiziert.

An der TU Chemnitz sollen bis zum Jahr 2007 alle Studiengänge an das neue Studiensystem angepasst werden. Inwiefern sich diese Umstellung auf die Zahl der Immatrikulationen in den Technikwissenschaften auswirkt, ist noch unklar. “Das derzeitige Einschreibungsverhalten in die neuen Studiengänge stimmt uns jedoch optimistisch”, meint Prof. Matthes. Die TU Chemnitz verfolge schon seit Jahren das Ziel, besonders frühzeitig junge Menschen für ein technisches Studium zu begeistern - zum Beispiel durch den bundesweiten Schülerwettbewerb “RoboKing”. Die Faszination Technik bereits bei Schülern zu wecken, sei jedoch auch eine Aufgaben der Schulen selbst und der Wirtschaft. Hier wünscht sich der Chemnitzer Rektor auch in seiner Region noch viel mehr Aktivitäten.

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Anette Leopold verlässt die Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz mit zweifach prämierter Diplomarbeit

Abgelegt unter: Chemnitz, Technische Universität — info @ 20:02

Maschinenbau heißt Bewegung, Bewegung erzeugt Reibung und Reibung bedeutet Verschleiß. Diesen in Grenzen zu halten und damit die Lebens- und Standzeit eines Bauteils zu erhöhen, ist das Ziel des Verschleißschutzes, dem Anette Leopold ihre Diplomarbeit widmete. Die an der Professur für Verbundwerkstoffe der TU Chemnitz entstandene Arbeit trägt den Titel “Korrelationen zwischen Werkstoffstrukturen und tribologischem Verhalten am Beispiel von Nickel basierten Schichten”, wobei Tribologie als Fachbegriff für Reibungslehre steht. Sie befasst sich mit der Analyse galvanisch und chemisch abgeschiedener Nickel- und Nickeldispersionsschichten und stellt deren Verschleißeigenschaften vergleichend dar, um den jeweils besten Werkstoffaufbau für eine hohe Beständigkeit zu finden. Die Maschinenbauerin, die sich im Hauptstudium in Richtung Beschichtungstechnik spezialisiert hat, untersuchte in ihrer Diplomarbeit vordergründig die Wirkung des Ultraschalls auf das Einbauverhalten von Partikeln im Nanometerbereich, der für die heutige Entwicklung immer kleinerer vor allem elektronischer Bauteile interessant ist. Derartige Bauteile kommen beispielsweise in Lagern, mikromechanischen Bauelementen oder hochpräzisen Schneidewerkzeugen zum Einsatz. “Dieses Gebiet hat einen hohen Forschungsbedarf”, weiß die Diplomandin. Ihr Engagement auf diesem Gebiet und die Qualität von Anette Leopolds Diplomarbeit überzeugten nun gleich zwei unabhängige Gremien von der Preiswürdigkeit der Schrift. So erhält Anette Leopold sowohl von der Gesellschaft für Tribologie als auch von der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik in diesem Monat auf deren Fachtagungen eine Auszeichnung. Beim Entgegennehmen der mit 1.000 und 1500 Euro dotierten Preise ist durchaus etwas Eile geboten, denn die Termine liegen mit dem 26. September 2006 in Göttingen und dem 27. September in Bonn zeitlich dicht beieinander.

Prof. Dr. Bernhard Wielage, der gemeinsam mit Dr. Thomas Lampke die Diplomarbeit betreute, spart nicht mit Lob: “Die Arbeit zeigt Lösungsansätze zur Abscheidung von Nanokompositen sowie Zusammenhänge zwischen Abscheidungsbedingungen, Mikrostruktur und Verschleißverhalten. Die dazu erforderlichen werkstoffkundlichen Untersuchungen hat Anette Leopold hervorragend gemeistert. Dies ist eine logische Folge ihres fleißigen und intensiven Studierens”, meint Prof. Wielage. Auch auf beruflichen Wegen kommt die junge Frau mit ihrem hervorragenden Diplom voran und hat mittlerweile eine Anstellung beim Chipriesen AMD.

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