Willkommen bei University-News! Bei uns finden Sie aktuelle Nachrichten aus deutschen Universitäten. Wir danken den angeführten Universitäten für deren freundliche Hilfe.

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8. November 2006

Universitätsladen bei Greifswaldern immer beliebter

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 09:08

Die Universität zeigt sich schon im Kleinen als Unternehmer. Vor einem Jahr wurde die EMAUS GmbH gegründet, deren Chef der Kanzler Dr. Thomas Behrens ist. “Wir wollen im unmittelbaren Umfeld der Universität Marketing-Artikel anbieten”, erläutert er, “die gemeinsame Identität erweitern und natürlich auch Gewinne erwirtschaften. In Zukunft sollen noch weitere Geschäftsfelder hinzukommen.” Greifswalder und ihre Besucher kennen mittlerweile den hübschen kleinen Laden in der Alten Apotheke, Baderstraße 1. Dort arbeiten zwei Studenten. Guna Voß studiert Betriebswirtschaftslehre und verdient sich als Ladenchefin ein paar Euros dazu. Um kundenfreundliche Öffnungszeiten zu gewähren, wird sie von ihrem Mann Vivian Voß im Laden unterstützt. Angefangen hat die EMAUS GmbH mit der Silbermedaille, die anlässlich des Jubiläumsjahres geprägt wurde und immer noch Bestandteil des Sortiments ist. Aus Anlass der Erneuerung seiner Ehrendoktorwürde erhielt der größte Mäzen der Universität Berthold Beitz Mitte Oktober eine solche überreicht, allerdings einzigartig in Feingold geprägt und verziert.

“Heute führen wir über 60 verschiedene Artikel”, erklärt Guna Voß. Zwischen Kugelschreiber, Notizblock und Festschrift, Shirts, Tassen, besonderen Karten und Drucken rund um die Universität und ihre berühmten Gelehrten können die Kunden stöbern. Von 70 Cent bis 46 Euro reicht die Preisspanne der angebotenen Ware. “Damit machten wir in den zurückliegenden Monaten Umsätze von bis zu 20.000 Euro pro Monat”, so Guna Voß. Betriebswirtschaftlich durchaus beachtlich, immerhin hat die noch junge EMAUS GmbH mittlerweile schon die Gewinnschwelle erreicht.

Mit dem Kochbuch “Was Professoren anrichten” und dem schmackhaften Jubiläumsbier wurde das öffentliche Interesse an dem Universitätsladen größer. “Wir passen unsere Produktpalette den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden an, wir lernen von ihnen”, so Guna Voß. Die Farbpalette der Pullis und Shirts erweiterte sich, in den nächsten Monaten kommen neben der neuen Bekleidungskollektion gänzlich neue Produkte wie Regenschirm und Schultertasche mit dem Universitätssiegel hinzu. In kleinen Schritten, mit überschaubarem Risiko wird das Geschäft geführt. “Wir arbeiten stets daran, neue Ideen zu entwickeln und diese gut umzusetzen, um in unserem Laden attraktive Produkte zu guten Preisen anzubieten”, so die Betriebswirtschaftsstudentin. Das zahle sich aus. Der Laden ist gerade in die Gewinnzone gerutscht, und schließlich soll er nicht nur sich selbst finanzieren, sondern auch Überschüsse erwirtschaften, die der Universität zugute kommen.

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3. November 2006

Irrtümer vermeiden - Universitätsklinikum Greifswald verbessert Patientensicherheit

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 16:49

Armbänder sind jetzt fester Bestandteil jedes Klinikaufenthaltes

Medikamente verteilen, Bluttransfusionen einleiten, Menschen operieren – Ärzte und Pflegepersonal im Klinikalltag stehen laufend in der Verantwortung, vor medizinischen Maßnahmen zweifelsfrei und zügig die Identität von Patienten zu überprüfen. Anfang des Jahres beschloss der Vorstand des Uniklinikums Greifswald die Einführung der „Patientenkennzeichnung mittels Armband“, um die Sicherheit zu erhöhen, Irrtümer und Verwechslungen auszuschließen. Im September wurde der Routinebetrieb aufgenommen. Seitdem wird jeder Patient bei der Aufnahme mit einem Armband mit Barcode am Handgelenk ausgestattet. Bei jährlich 40.000 Patienten mit Krankenhausaufenthalt gehört das Uniklinikum Greifswald mit zu den größten Einrichtungen, die für alle Patienten diese zusätzliche Sicherheitskontrolle vorschreiben. „Internationale Studien haben eindeutig belegt, dass Armband-Identifikationssysteme die Sicherheit in allen Krankenhausprozessen erhöhen“, betonte der Stellvertretende Ärztliche Direktor Prof. Matthias Nauck. Bis zu 10 Prozent der deutschen Krankenhäuser greifen bislang teilweise oder vollständig auf zusätzliche Kontrollmöglichkeiten zurück.

Das Greifswalder Uniklinikum verwendet die von der Reinbeker Firmengruppe Mediaform entwickelten selbstklebenden und verschlusssicheren Identifikationsbänder ARMILLA mit Barcode, Vornamen, Namen, Geburtsdatum und Fallnummer, die aus allergologisch und toxikologisch unbedenklichen Materialien bestehen. Mediaform ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der medizinischen Datenerfassung (www.mediaform.de). In Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten des Landes Mecklenburg Vorpommern wurden alle relevanten Aspekte des Persönlichkeitsschutzes der Patienten im Vorfeld geklärt. Die Integrationsfähigkeit in das bestehende papierlose Krankenhausinformationssystem (KIS) ist beim ARMILLA Armband gesichert. Der qualitativ hochwertige und dauerhafte Aufdruck wird dabei mit Zebra Druckern direkt aus dem KIS erzeugt, die sich nahtlos in die vorhandene IT-Struktur einbinden ließen. Bei einer Befragungsaktion akzeptierten über 90 Prozent aller Patienten das Armband und lobten den hohen Tragekomfort. Auch das Pflegepersonal erkannte schnell die Vorteile bei der Identifizierung der Patienten.

„Die Patientenarmbänder bilden die Grundlage weiterer Entwicklungen im Bereich der Patientensicherheit, im Qualitätsmanagement und der lückenlosen Darstellung medizinischer Leistungen“, unterstrich Nauck. So ist die Dokumentation der so genannten Patienten nahen Diagnostik (POCT), wie beispielsweise das Messen des Blutzuckerspiegels direkt am Patientenbett, bereits in die Realität umgesetzt. Hierbei liest das Blutzuckermessegerät den auf dem Armband befindlichen Barcode und dokumentiert so eindeutig die erfolgte Messung am Patienten. „Somit trägt das Armband gleichzeitig zur weiteren Ablaufoptimierung auf den Stationen bei.“

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1. November 2006

Aktiv gegen Trunkenheit im Straßenverkehr

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 08:49

Interdisziplinäre Forschungsgruppe gibt Empfehlungen für straffällige Trunkenheitsfahrer

Fast drei Viertel aller Trunkenheitsfahrer (73,7%) fehlt es an einem angemessenen Problembewusstsein, wenn es darum geht, die Trunkenheitsfahrt als Symptom eines missbräuchlichen Umgangs mit Alkohol zu erkennen. Eine frühzeitige aktive Informationspolitik bei alkoholauffälligen Fahrern wirkt sich positiv auf die Bereitschaft aus, an Beratungsmaßnahmen teilzunehmen und fördert damit letztlich auch die Straßenverkehrssicherheit. Dies sind die zentralen Erkenntnisse im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Uni Greifswald geförderten interdisziplinären Projektes, das im Untersuchungszeitraum zwischen November 2002 und Mai 2005 durchgeführt und jetzt veröffentlicht wurde. Gemeinsam analysierten Wissenschaftler am Lehrstuhl für Kriminologie und der Abteilung Sozialpsychologie/Arbeits- und Organisationspsychologie unter der Leitung von Prof. Frieder Dünkel und Prof. Manfred Bornewasser Möglichkeiten für ein „Aktives Gesundheitsmanagement im Kontext von Straftaten unter Alkoholeinfluss am Beispiel Trunkenheit im Straßenverkehr“, so der Titel der Studie.

Anhand eines experimentellen Versuchdesigns wurden die Bedingungen der frühzeitigen Teilnahme von Trunkenheitsfahrern an Rehabilitationsmaßnahmen untersucht. Ziel war es herauszufinden, mit welchen Methoden und unter welchen Bedingungen alkoholauffällige Fahrer sich bereit erklären, an langfristigen Beratungsmaßnahmen teilzunehmen. Dabei ging es um die Klärung der Frage, ob eine größere Anzahl von delinquenten Verkehrsteilnehmern an rückfallvermeidenden Aufbau- und Trainingsmaßnahmen teilnimmt und woran gegebenenfalls eine effiziente Zuweisung scheitert. Dazu wurde zunächst ein gezieltes und aktives Beratungsangebot entwickelt und dessen Wirkung auf die Teilnahmequote an Behandlungsmaßnahmen evaluiert. Insgesamt wurden 3.439 Trunkenheitsfahrer in der Untersuchungsregion Mecklenburg-Vorpommern regional in unterschiedliche Gruppen (Mecklenburg, N=1988 und Vorpommern, N = 1451) unterteilt, um mittels einer pro-aktiven Vorgehensweise (= direkter Kontakt mit auffälligen Fahrern) die Bereitschaft zur frühzeitigen Teilnahme an Beratungsmaßnahmen zu erkunden. Fragebogenerhebungen dienten der Überprüfung des Problembewusstseins alkoholauffälliger Fahrer, der Identifikation hemmender und motivierender Faktoren für eine frühzeitige Teilnahme sowie der Überprüfung der Teilnahmeraten.

Die empirischen Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass sich eine pro-aktive Informationsstrategie als besonders wirksam auf die Erhöhung der Teilnehmerzahl auswirkt, wenn es darum geht, Trunkenheitsfahrer für Rehabilitationsmaßnahmen zu gewinnen. Demzufolge führt eine frühzeitige Information von alkoholauffälligen Fahrern unter Einbeziehung aller Informationskanäle beispielsweise durch die Polizei, Informationsblätter oder persönliche Einladungen zu einem kostenlosen Beratungsgespräch zu einer signifikanten Erhöhung der Inanspruchnahme von Beratungsleistungen. So entschieden sich 80% der Fahrer, die ein Beratungsgespräch in Anspruch genommen haben, für die Teilnahme an einer längerfristigen Maßnahme.

Negativ wirken sich hingegen mangelhafte und nicht zeitgerechte Informationen über mögliche Maßnahmen sowie über mögliche Vorteile der Teilnahme an Beratungsleistungen aus, um Fahrer für ein bestehendes Rehabilitationsangebot zu bewegen. Zudem behindern alltägliche Barrieren, wie beispielsweise Probleme bei der Organisation der Anfahrt, die Teilnahme an Beratungsangeboten.

Um die jeweiligen Delinquenten langfristig für eine Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen zu gewinnen, empfehlen die Wissenschaftler der Universität Greifswald, die Vorteile der Schulungsmaßnahmen, beispielsweise den frühen Rückerhalt der Fahrerlaubnis oder die gesundheitlichen Vorteile, stets transparent zu machen. Insgesamt sind die Handlungsschritte für auffällige Fahrer so konkret wie möglich zu gestalten und in ein aktives Gesundheitsmanagement einzubeziehen.

Hintergrund

Im Allgemeinen gilt jeder Alkoholauffällige im Straßenverkehr als Trunkenheitsfahrer; nur bei einer Atemalkoholkonzentration (AAK) über 1,1 Promille oder über 0,3 mit zusätzlicher Fahrauffälligkeit wird eine Blutprobe gemäß Straßenprozessordnung (StPO) angeordnet. Ansonsten ist eine beweissichere AAK-Kontrolle ausreichend. Unter Trunkenheitsfahrer werden in dieser Studie diejenigen Fahrer summiert, die als alkoholisierte Straßenverkehrsteilnehmer auffällig geworden sind und bei denen nach §81a der Straßenprozessordnung eine Blutprobe entnommen wurde.

Generell nehmen Trunkenheitsfahrer selten frühzeitig an Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Kriminalprävention teil. In der Regel erfolgt eine Teilnahme erst unter repressiven Bedingungen oder hohem Leidensdruck (zum Beispiel nach negativ verlaufener Begutachtung der Fahreignung) lange Zeit nach einem Delikt. Die Folgen sind neben gesundheitlichen Problemen aufgrund des hohen Alkoholkonsums auch hohe Rückfallraten und somit ein hohes Risiko für die Straßenverkehrssicherheit. Häufig kommt es zu einem Langzeitverlust der Mobilität, der besonders in wirtschaftsschwachen Regionen mit defizitären öffentlichen Verkehrsnetzen zu einer Verschärfung der Problemlagen führen kann, da der Führerscheinverlust häufig auch den Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet. Eine frühzeitige Teilnahme an angemessenen Rehabilitationsmaßnahmen, die zu einer frühzeitigen Wiederherstellung der Kraftfahrereignung führt, ist daher wünschenswert.

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26. Oktober 2006

Estnischer Rektor liest als junger Literat an der Uni Greifswald

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 22:11

„Junge Literatur in Europa“ lädt zur öffentlichen Tagung ein

Ein Autor begegnet Autoren – und das bereits zum sechsten Mal im Rahmen der für jedermann offenen Veranstaltung „Junge Literatur in Europa“. Vom 2. bis zum 4. November 2006 stellen an drei Tagen vierzehn junge Autoren aus dem In- und Ausland ihre Texte in eben so vielen Lesungen im Internationalen Begegnungszentrum „Felix Hausdorff“ der Universität Greifswald vor, um sich gleichzeitig über die Entwicklung der jungen Literatur in Europa auszutauschen (siehe Programm) Die Internationale Autorentagung wurde von der Bansiner Hans Werner-Richter Stiftung und vom Nordischen Institut organisiert. Alle interessierten Literaturfreunde sind zu den kostenfreien Veranstaltungen recht herzlich eingeladen.

Die Internationale Autorentagung wartet mit einer Reihe von internationalen Glanzpunkten auf. Hierzu zählen die Veröffentlichungen des 1961 in Tallinn (Estland) geborenen freien Autors und Übersetzers aus dem Japanischen und Litauischen Rein Raud. Seit 1989 ist er Professor für Asiatische und Kulturelle Studien, seit 1995 Professor für Japanologie und in diesem Jahr zum Rektor an der Universität Tallinn gewählt. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Bereich Philosophie, Literaturtheorie und Kultur mit asiatischen, europäischen und estischen Bezug veröffentlichte er verschiedene literarische Werke. 2004 erhielt er für den ins Litauische und Finnische übersetzten Roman „Hector und Bernard“ den estnischen Jahrespreis für Literatur.

Ein Kinderbuch über ihren berühmten Großvater, den Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness, verfasste die 1973 in Reykjavik (Island) geborene Autorin Audur Jónsdóttir. Rasch wurde die in Kopenhagen lebende Autorin und freie Journalistin selbst zu einer Preisträgerin und ihr Werk unter anderem als das beste isländische Kinderbuch des Jahres 2002 ausgezeichnet. 2004 wurde sie mit dem Roman „Die Leute aus dem Souterrain“ für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert.

Als junger deutscher Autor machte sich Clemens Meyer bereits früh einen Namen. Erst in diesem Jahr erschien sein Debütroman „Als wir träumten“, indem er in glänzenden, leidenschaftlichen Dialogen und in einer packenden Art und Weise die Geschichte von halbstarken Jugendlichen in den Leipziger Nachwendejahren beschreibt. 1977 wurde Meyer in Leipzig geboren arbeitete als Bauhelfer, Möbelträger und Wachmann. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt dort als freier Schriftsteller.

Auf der Tagung „Junge Literatur in Europa“ geht es einerseits um Texte. Andererseits geht es aber auch um das persönliche Gespräch zwischen Autoren und um die Frage, welchen Beitrag europäische Literaturen zur Gestaltung der Zukunft leisten können und wollen. Im Gedankenaustausch soll über die Rolle von Wort und Schrift im 21. Jahrhundert nachgedacht und dabei kulturelle Themen Europas in den Fokus gerückt werden. Dabei wollen die Autoren in unterschiedlichen Texten zum Ausdruck bringen, dass geschichtlich gewachsene Identitäten in einem zusammenwachsenden Europa fortwährend ihren Niederschlag in den Literaturen gefunden haben.

PROGRAMM zur Internationalen Autorentagung

„Junge Literatur in Europa“ vom 2. bis 4. November 2006

Tagungsort: Internationales Begegnungszentrum “Felix Hausdorff” der Universität Greifswald,

Bahnhofstraße 2/3, Greifswald

Donnerstag, 2. November 2006

15.00 Uhr

Begrüßung

Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Hans Werner Richter-Stiftung, Berlin

15.30 Uhr

Ein Autor begegnet Autoren:

Gernot Wolfram, Deutsche Gesellschaft e.V., trifft Helmut Kuhn. Autorenlesung und Diskussion

16.30 Uhr

Thomas Lang, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Dr. Hartmut Rahn, Geschäftsführer der Hans Werner Richter-Stiftung

18.00 Uhr

Jens Petersen, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann

19.00 Uhr

Ein Autor begegnet Autoren:

Gernot Wolfram, trifft Eleonora Hummel. Autorenlesung und Diskussion

20.00 Uhr

Empfang im Internationalen Begegnungszentrum „Felix Hausdorff“

Freitag, 3. November 2006

09.00 Uhr

Audur Jónsdóttir, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Dr. Hartmut Mittelstädt, Greifswald

10.00 Uhr

Kristof Magnusson, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Dr. Hartmut Rahn

11.30 Uhr

Clemens Meyer, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann

15.00 Uhr

Rein Raud, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Irja Grönholm, Berlin

16.00 Uhr

Ein Autor begegnet Autoren:

Gernot Wolfram, trifft Kerstin Mlynkec. Autorenlesung und Diskussion

17.30 Uhr

Lucy Fricke, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Dr. Hans-Gerd Koch, Vorstandsmitglied der Hans Werner Richter-Stiftung

18.30 Uhr

Gemeinsamer Abend im Braugasthaus „Zum Alten Fritz“, Am Markt 13, Greifswald

Sonnabend, 4. November 2006

09.00 Uhr

Saša Stanišic, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Dr. Hans-Gerd Koch

10.00 Uhr

Marion Poschmann, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Dr. Hartmut Rahn

11.30 Uhr

Ralf Bönt, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann

12.30 Uhr

Tilman Rammstedt, Autorenlesung und Diskussion

Moderation: Dr. Hans-Gerd Koch

13.30 Uhr

Ende der Tagung

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Universität Greifswald entwickelt Internetbibliothek für den Ostseeraum und Nordeuropa

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 22:10

Komplexes Wissen via „ViFaNord“ ab 2008

Experten der Universitätsbibliothek Greifswald entwickeln ein neues Informationsportal zum Ostseeraum und Nordeuropa. An der Entwicklung der neuen Internetbibliothek „ViFaNord“ sind neben der Greifswalder Einrichtung die Universitätsbibliothek in Kiel, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen sowie weitere Forschungspartner beteiligt. Das Portal wird in den Informationsverbund „Vascoda“ integriert (siehe Hintergrund). Unterstützt wird das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden dazu rund 246.000 Euro bereitgestellt. Das Projekt startet ab November 2006. Der Onlinegang ist für 2008 geplant.

Wie der Greifswalder Bibliotheksdirektor Dr. Peter Wolff informierte, werden künftig aus der unübersichtlichen Fülle der im Internet auflaufenden Informationen die wissenschaftlich relevanten Ressourcen über Skandinavien, Finnland, das Baltikum und den Ostseeraum gefiltert und aufgearbeitet. Anschließend sollen diese Materialien für Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Dahinter steht auch das Bestreben, die internationale Forschung effektiver zu verknüpfen.

Mit nur einem Klick bietet ViFaNord in zwei Jahren den gleichzeitigen Zugriff auf mehrere Informationsquellen: Dokumente aus dem Internet, versehen mit einer inhaltlichen Erschließung, Bücher und Zeitschriften aus verschiedensten Bibliotheks- und Archivkatalogen sowie Zeitschriftenartikel, nachgewiesen in Bibliographien und Fachdatenbanken. Ergänzt wird das Angebot durch eine Informationsplattform mit Forschungsinhalten sowie Termin- und Diskussionsforen für den wissenschaftlichen Austausch. So erhalten Sprach- und Literaturwissenschaftler, Historiker, Politik-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaftler, Geographen und Juristen ein umfassendes Recherchemittel zu ihrem Fach und über eine „Metasuche“ direkten Zugriff auf die Informationen. Das Angebot richtet sich auch an Studierende und weitere wissenschaftlich Interessierte.

Die Universitätsbibliothek Greifswald und ihre Projektpartner in Göttingen und Kiel schaffen somit einen komplexen wissenschaftlichen Informationszugang für alle Nordeuropa- und Ostseeraumthemen. Während die Universitätsbibliothek Greifswald inhaltlich das Baltikum und den Ostseeraum abdeckt, betreuen die Kieler Bibliothekare Skandinavien und die Göttinger die Schwerpunkte Finnland sowie die estnische Sprache und Literatur. Durch internationale Kooperationen mit Fachwissenschaftlern und Forschungsinstitutionen werden darüber hinaus aktuelle Entwicklungen berücksichtigt und in das Projekt einbezogen.

Hintergrund

Eine Virtuelle Fachbibliothek ist ein einheitlicher elektronischer Informationszugang zu einem Wissenschaftsgebiet. Mittlerweile gibt es unter dem Dachportal „www.vascoda.de“ über 30 solcher fachbezogener Informationsportale, weitere sind im Entstehen. Als ein Teilmodul des künftigen ViFaNord-Portals [Vi(rtuelle)Fa(chbibliothek)Nord] wurde bereits im vergangenen Jahr ein Vorläufer „Kulturkreis Baltische Länder“ durch die Universitätsbibliothek Greifswald realisiert. Dieser ist online unter „www.baltica-net.de“ nutzbar und wird im Rahmen des ViFaNord-Projektes weiter ausgebaut.

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Über intime Strategien im Mittelalter - Mittealterzentrum Greifswald setzt traditionelle Ringvorlesung fort

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 07:59

Das Mittelalterzentrum der Universität Greifswald setzt in diesem Wintersemester 2006/07 seine traditionelle Vorlesungsreihe fort und bietet eine Ringvorlesung über das Thema „Hofkultur in Mittelalter und Früher Neuzeit“ an (siehe Programm). An unterschiedlichen Beispielen werden vom 8. Jahrhundert bis ins 17. Jahrhundert Ausprägungen, Entwicklungen und Funktionen von Hofkultur im Mittelalter vorgestellt. Den Auftakt bildet am heutigen Mittwoch, den 25. Oktober 2006, Prof. Karl-Heinz Spieß, Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften mit einem Vortrag über „Materielle Hofkultur und ihre Erinnerungsfunktion im Spätmittelalter.“

Der Hof erweist sich bis weit in die Neuzeit hinein als ein zentraler Kommunikationsraum kultureller Formen und Werte, ablesbar etwa an materiellen Dingen wie Architektur, Interieur und Kleidung, an Kommunikationsformen wie Fest und Jagd, auch an der Ausbildung regulierter Verhaltensformen im höfischen Zeremoniell. Noch in unseren gegenwärtigen Formen des Sprachgebrauchs - höflich, hübsch - klingt die Wirkungsgeschichte von Hofkultur nach. Beteiligt an der Vorlesungsreihe sind vor allem Greifswalder Wissenschaftler, die seit Jahren einen Forschungsschwerpunkt um dieses Thema herum aufgebaut haben. Neben der materiellen Hofkultur und ihrer Erinnerungsfunktion werden Einblicke in die Geschichte des europäischen Hofes geboten. Es folgen Untersuchungen über die französische Briefkultur sowie über die mythologischen Gehalte der Historienmalerei und über Stilfragen von Hofkirchen und Schlosskapellen, über Formen der höfischen Musikkultur des 17. Jahrhunderts und über die Romanproduktion im Kontext des frühneuzeitlichen Hofes. Ein Beitrag widmet sich der Rolle der Fürstin bei Hof. Die Vorlesungsreihe thematisiert in zwei Beiträgen auch regionalgeschichtliche Aspekte mit der Hofkultur Pommerns im 15./16. Jahrhundert und das Reisetagebuch des pommerschen Herzogs Philipp-Julius. Ein anglistischer Vortrag über die literarischen Interessen der Gentry (englischer Landadel) rundet diese interdisziplinär angelegte Vorlesungsreihe ab.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Mittelalter-Zentrum

Institut für Deutsche Philologie

Lehrstuhl für Ältere deutsche Sprache und Literatur

Prof. Dr. Udo Friedrich, komm. Sprecher

Rubenowstraße 3 , 17487 Greifswald

T +49 3834 86-34 38

F +49 3834 86-36 06

E ufriedri@uni-greifswald.de

www.uni-greifswald.de/~dt_phil/HP/frameset.htm?friedrichu.htm

PROGRAMM zur Ringvorlesung „Hofkultur in Mittelalter und Früher Neuzeit“

vom 25. Oktober 2006 bis 24. Januar 2007

Veranstaltungsort: Domstraße 9 a, Hörsaal 12, Greifswald

Beginn: jeweils um 19.30 Uhr

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Materielle Hofkultur und ihre Erinnerungskultur im Spätmittelalter

Prof. Dr. Karl-Heinz Spieß, Universität Greifswald

Mittwoch, 1. November 2006

Ordnung und Wissen am Hof Karls des Großen

Gesine Mierke M.A., Universität Greifswald

Mittwoch, 8. November 2006

Kultur am Stettiner Hof Bogislaws X.

Dörthe Buchhester, Universität Greifswald

Mittwoch, 15. November 2006

Höfische Musikkultur im 17. Jahrhundert

Prof. Dr. Walter Werbeck, Universität Greifswald

Mittwoch, 22. November 2006

Heidelberger Hofkultur und höfischer Roman im 15. Jh.: Die Kinder von Limburg des Johann von Soest

Prof. Dr. Udo Friedrich, Universität Greifswald

Mittwoch, 29. November 2006

Raumformen und Stilwahl. Hofkirchen und Schlosskapellen protestantischer Landesherren

PD Dr. Ulrich Fürst, Universität Greifswald

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Intime Strategien: Briefe in der erzählenden Literatur des französischen Mittelalters

Prof. Dr. Doris Ruhe, Universität Greifswald

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Höfische Kultur im Reisetagebuch des Pommerschen Herzogs Philipp-Julius (1602/03)

Dr. Monika Schneikart, Universität Greifswald

Donnerstag, 11. Januar 2007

Der historische Ort und das mythologische Bild. Historienmalerei und Schlossbaukunst als visuelle Medien fürstlicher Erinnerungskultur um 1500

Prof. Dr. Matthias Müller, Universität Mainz

Mittwoch, 17. Januar 2007

by ihres hauswirts leben ist sie ein gewaltige landsfurstin. Fürstin und Fürst bei Hofe im Spätmittelalter

Prof. Dr. Cordula Nolte Universität Bremen

Mittwoch, 24. Januar 2007

Bücher und literarische Interessen der englischen Gentry

Dr. Dirk Schultze, Universität Greifswald

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Ausstellung: “Schätze der Universitätsbibliothek”

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 07:57

Die Ausstellung “Schätze der Universitätsbibliothek” findet in der Eingangshalle der Universitätsbibliothek Greifswald, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 14a statt. Sie ist in den bibliothekarischen Betrieb eingebettet und soll die Besucher der Bibliothek zu einem kurzen Innehalten, zu einem interessanten Einblick in die Geschichte ihrer 550 Jahre alten Universität einladen. Bei dieser Ausstellung werden anhand repräsentativer Exemplare aus der Schatztruhe der Universitätsbibliothek grundlegende Erläuterungen zur Handschriftenkunde, zum mittelalterlichen Buchschmuck und zur frühen Buchdruckkunst gegeben. Über den repräsentativen und erbaulichen Charakter des Buchschmuckes hinaus hat dieser jedoch auch eine wichtige didaktische Funktion. Die Ausstellung gewährt somit einen Einblick in mittelalterliche und frühneuzeitliche Lerntechniken und demonstriert gleichzeitig die 550jährige Lehr- und Forschungstradition der Universität Greifswald und ihrer Bibliothek.

Die Ausstellung wurde durch eine Spende des ehemaligen Greifswalder Studenten Herrn Carsten Saß großzügig unterstützt.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 26.10.2006 bis zum 10.11.2006, Mo - Fr 9-21 Uhr sowie Sa 9-16 Uhr. Zur Eröffnung am 26.10.2006 um 16.00 Uhr laden die Gestalterin der Ausstellung, Frau PD. Dr. Irene Erfen, und der Direktor der Universitätsbiblithek Greifswald, Herr Dr. Peter Wolff, herzlich ein.

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18. Oktober 2006

Rektor Prof. Rainer Westermann in Greifswald wiedergewählt

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 16:25

Joecks und North neue Prorektoren an der Universität Greifswald

Der Senat der Universität Greifswald hat heute in hochschulöffentlicher Sitzung den Rektor und die beiden Prorektoren gewählt. Mit 19 Stimmen, zehn Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen wurde Rektor Prof. Rainer Westermann im zweiten Wahlgang in seinem Amt bestätigt. Seine zweite Amtszeit beträgt sechs Jahre. Sie beginnt am 1. Februar 2007. Der Universitätsprofessor ist der 351. Rektor im 571. Rektorat.

Die Wahl erfolgte im Erweiterten Senat mit 36 Mitgliedern, wobei ein Drittel aus studentischen Vertretern besteht. Der Psychologieprofessor war der einzige Kandidat, der sich zur Wahl stellte und vom engeren Senat im Vorfeld nominiert worden ist. „Das entgegengebrachte Vertrauen verstehe ich als Auftrag, den eingeschlagenen Kurs der Universität Greifswald in den kommenden Jahren fortzuführen und zu intensivieren“, so der alte und neue Rektor in einer ersten Reaktion. „Wir haben Struktur- und Finanzprobleme, gehen diese aber offensiv an. Unser Ziel sind eine international anerkannte Forschung und eine attraktive Lehre.“ In weiteren Wahlgängen wurden Prof. Wolfgang Joecks (Foto) mit 29 Stimmen (4 Nein-Stimmen/3 Enthaltungen) und Prof. Dr. Michael North (Foto) mit 23 Stimmen (7 Nein-Stimmen/6 Enthaltungen) als Prorektoren auf zwei Jahre gewählt. Sie treten die Nachfolge des Juristen Prof. Claus Dieter Classen und Mediziners Prof. Otto-Andreas Festge an, die sich nicht zur Wiederwahl stellten.

Prof. Dr. Rainer Westermann (56) ist seit dem 1. Februar 2003 Rektor der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Der gebürtige Niedersachse hat in Braunschweig und Göttingen Psychologie studiert. 1986 habilitierte Rainer Westermann an der Universität Göttingen, wurde 1990 zum Außerplanmäßigen Professor und 1992 zum Hochschuldozenten ernannt. Im Jahr 1995 folgte er dem Ruf der Universität Greifswald für eine C-4-Gründungsprofessur für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Wissenschaftstheorie, Experimentalmethodik, Evaluation und Studienzufriedenheit. Von Oktober 2000 bis zur Wahl zum Universitätsrektor stand er als Dekan der Philosophischen Fakultät vor.

Prof. Dr. Wolfgang Joecks (53) ist Mitglied im Senat und im Fakultätsrat der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. Seit 1992 hat er den Lehrstuhl für Strafrecht, insbesondere Wirtschafts- und Steuerstrafrecht inne. Joecks wurde 1953 in Rendsburg geboren und studierte von 1974 bis 1978 Rechtswissenschaft in Kiel, wo er 1981 zum Dr. jur. promovierte. Darüber hinaus arbeitete er zwischen 1978 und 1984 als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Umweltschutz-, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht der Universität Kiel. Anschließend nahm er eine Verwaltungstätigkeit im Finanzministerium Kiel und im Bundesfinanzministerium in Bonn wahr (1985-1988). Zwischen 1989 und 1992 arbeitete er als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht in Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Michael North (52) ist seit dem Wintersemester 1995/1996 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte der Neuzeit an der Universität Greifswald und seit März 2006 Prodekan für Forschung an der Philosophischen Fakultät. North wurde 1954 in Gießen geboren, wo er das Studium der Osteuropäischen Geschichte, der Mittleren und Neueren Geschichte und Slavistik ablegte und 1979 zum Dr. phil promovierte. Anschließend absolvierte der Hesse eine Museumsausbildung und arbeitete im wissenschaftlichen Museumsdienst in Hamburg und Kiel. 1988 habilitierte North sich in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte und Historische Hilfswissenschaften in Kiel. Vor und nach der Habilitation nahm er Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Hamburg, Kiel, Bielefeld und Rostock wahr. Von 1996 bis 1998 stand er dem Historischen Institut als Geschäftsführender Direktor vor.

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12. Oktober 2006

Theater Vorpommern zeigt Theodor Pyls Rubenow-Drama und die Gründungsgeschichte der Universität Greifswald

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 21:01

Anlässlich des 550. Gründungstages der Universität Greifswald lässt das Theater Vorpommern die stürmische Gründungsgeschichte der alterwürdigen Alma Mater wieder aufleben. In dem Theaterstück „Heinrich Rubenow oder die Stiftung der Hochschule zu Greifswald“ werden Auszüge einer historischen Novelle von Theodor Pyl in einer szenischen Lesung dargestellt. Diese befassen sich mit den Legenden um den mysteriösen Tod des Gründers und ersten Rektor Heinrich Rubenow. Das Stück hat die klassische Form eines Dramas in fünf Aufzügen. Premiere ist am Sonntag, dem 15. Oktober, um 11.00 Uhr, im Theater Vorpommern in Greifswald (Großes Haus); weitere Aufführungen stehen am Dienstag, dem 24. Oktober 2006, und am Montag, dem 13. November 2006, auf dem Programm.

Greifswald 1456. Heinrich Rubenow, erster Bürgermeister und reichster Mann der Stadt, liegt im Machtkampf mit Dietrich Dörpten, dem zweiten Bürgermeister. Neue Nahrung bekommt dieser Kampf, als Rostocker Studenten und Professoren um Asyl bitten, weil der Klerus sie aus ihrer Stadt verbannt hat, und die Idee aufkeimt, in Greifswald eine Hohe Schule zu gründen. Das widerstrebt Dörpten und er verbündet sich im Kampf gegen Rubenow mit Herzog Erich II, dem zukünftigen Landesherrn, der gerade von Rubenow in Untersuchungshaft genommen wurde, weil er illegal in einem städtischen Forst gejagt hatte. Im Kampf gegen das Unrecht kommt Rubenow ein persönliches Unglück in die Quere: Raphael, sein Neffe und Erbe, ist verlobt mit Clara, der Tochter seines Erzfeindes Dörpten. Um sie versorgt zu wissen, hat sie ihr Vater in ein Stralsunder Kloster gebracht. Nun raubt Raphael seine Clara aus dem Kloster und macht sich dadurch strafbar. Rubenow ringt sich dazu durch, das Todesurteil für Raphael zu unterzeichnen – ebenso wie das Todesurteil für Dörpten, dessen Verschwörung aufgeflogen ist. Als Gründungskapital für die Greifswalder Universität stellt Rubenow sein Erbe zur Verfügung und wird feierlich zum ersten Universitätsrektor ernannt. Doch seine Gegner ruhen nicht!

Karl Theodor Pyl (1826-1904), Greifswalder Geschichtsprofessor und unermüdlicher Lokalhistoriker, verbindet in seinem Drama „Heinrich Rubenow“ sehr eigenwillig historische Fakten über die Greifswalder Universitätsgründung mit einer fingierten Familien- und Liebesgeschichte sowie Legenden um die Ermordung Rubenows. Das Drama zeigt recht deutlich, was alles passieren kann, wenn einem Autor vor Begeisterung die historischen Pferde durchgehen. Das erste Stück über Rubenow und die Stiftung der Greifswalder Universität wurde im Vorfeld des 400-jährigen Stiftungsjubiläums 1853 publiziert. 1864 erschien die zweite für die Bühne überarbeitete Fassung, die der Universitätsprofessor von 309 auf 150 Seiten kürzte. Nur zweimal, 1860 und 1927, kam es zur Aufführung. Mittels Video-Projektionen wird die eigenwillige Szenerie aus dem Historiendrama in Beziehung zu den geschichtlichen Fakten gesetzt. Pyl selbst wird in der Rolle eines „Moderators“ als rahmendes Element der Inszenierung auftreten.

Regie. Konstantin Ostheim-Dzerowycz, geboren in Basel/Schweiz, begann in Wien Theaterwissenschaft zu studieren. Seit 1994 arbeitet er regelmäßig am Theater. Seine Lehrjahre führten ihn unter anderem an das Burgtheater Wien, das Schauspielhaus Zürich und an die Wiener Staatsoper, wo er als Regiehospitant mit den Regisseuren Götz Friedrich, George Tabori, Christoph Marthaler, Adolf Dresen und Achim Benning zusammenarbeitete. Von 2001 bis 2005 war er Regieassistent bei verschiedenen Sommerfestivals in Österreich, von 2002 bis 2005 arbeitete er Regieassistent und Inspizient am Stadttheater St. Pölten/Österreich, wo er auch in kleineren Rollen auftrat. Seit der Spielzeit 2005/06 ist er künstlerischer Mitarbeiter des Theaters Vorpommern.

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Aufbaustudiengang „Master of Science in Health Care Management“ startet an der Universität Greifswald

Abgelegt unter: Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität — info @ 20:58

Wie viel Humanität ist bezahlbar? Abrechnung bis zur Insolvenz? Steigende Standards – oder wie baut man einen Markt zum Oligopol aus? Antworten auf diese und andere Fragen im Schnittfeld von Wissenschaft und Praxis werden ab Ende Oktober 2006 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald diskutiert. Unter der Leitung von Prof. Steffen Fleßa, Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement, sowie Prof. Walter Ried, Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, werden im Rahmen einer Vortragsreihe „Aktuelle Probleme der Gesundheitswirtschaft“ erörtert (siehe Programm). An insgesamt sieben Veranstaltungsabenden wollen die Wissenschaftler gemeinsam mit Vertretern der Praxis die vielfältigen Facetten der Gesundheitswirtschaft beleuchten. Studierende, Praktiker des Gesundheitswesens und weitere Interessierte sind zur Teilnahme an den kostenfreien Veranstaltungen recht herzlich eingeladen.

Durch die Vortragsabende wird eine Plattform für die Diskussion zwischen Theorie und Praxis mit dem Schwerpunkt Gesundheitswirtschaft angestrebt. Gleichzeitig liefert sie damit Raum für neue Impulse in der aktuellen Debatte gesundheitswirtschaftlicher Themen. Dementsprechend breit ist die Vielfalt der Themen angelegt. Neben der bundesweit anhaltenden Diskussion um die Gesundheitsreform und einen Gesundheitsfonds stehen Aspekte der Vergütung ambulanter Leistungen und der Arzneimittelversorgung im Vordergrund. Darüber hinaus wird die Zukunft von Non-Profit-Organisationen ebenso erörtert, wie die Reform der Gesetzlichen Krankenkassen und das Verhältnis von Tierseuchen und Verbraucherängsten im Zuge von Epidemien.

Die Vortragsreihe fügt sich nahtlos in das Lehr- und Forschungsprofil des ab dem Wintersemester 2006/07 erstmals von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald angebotenen Aufbaustudiengangs „Master of Science (Health Care Management)“ ein. Ziel der Ausbildung ist es, vertiefende Kenntnisse in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomik sowie weiteren grundlegenden Fächern beispielsweise in der Medizinischen Terminologie zu vermitteln. Die Absolventen schließen das auf vier Semester angelegte Studium mit dem Titel „Master of Science“ (Msc HCM) ab. Sie sollen dann vorrangig Gesundheitssysteme gestalten und Gesundheitsdienstleister (beispielsweise Krankenhäuser) führen können. Der Studiengang wird in enger Kooperation mit der Medizinischen Fakultät durchgeführt.

PROGRAMM zur Vortragsreihe

„Aktuelle Probleme der Gesundheitswirtschaft“

vom 26. Oktober 2006 bis 18. Januar 2007

Veranstaltungsort: Friedrich-Loeffler-Straße 70, Seminarraum 1, Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, 17489 Greifswald

Beginn: jeweils um 18.00 Uhr

Donnerstag, 26. Oktober 2006

„Wie viel Humanität ist bezahlbar?“ Das Deutsche Rote Kreuz im 21. Jahrhundert

Prof. Dr. Rolf Hornei, DRK, Kreisverband Ostvorpommern e. V. (Greifswald)

Donnerstag, 9. November 2006

„Abrechnung bis zur Insolvenz?“ Erfahrungen mit den Regelleistungsvolumina und dem EBM 2000plus

Maren Gläser, Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK) (Greifswald)

Donnerstag, 23. November 2006

Universitätsklinikum Greifswald – Klinik der Zukunft

Medizinische Prozessoptimierung und Patient ohne Lobby?

Peter Wissler, HWP Planungsgesellschaft mbH (Stuttgart)

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Brauchen wir einen morbiditätsabhängigen RSA/Gesundheitsfonds?

Heinz Kissel, BARMER Ersatzkasse (Greifswald)

Donnerstag, 14. Dezember 2007

Steigende Standards – oder wie baut man den Markt zum Oligopol aus?

Dr. Dagmar Braun, Riemser Arzneimittel AG (Insel Riems)

Donnerstag, 11. Januar 2007

Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Christian Kleiminger, MdB (SPD), Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit (Berlin)

Donnerstag, 18. Januar 2007

Tierseuchen und Verbraucherängste

Prof. Dr. Thomas C. Mettenleiter, Friedrich-Loeffler-Institut (Insel Riems)

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