Willkommen bei University-News! Bei uns finden Sie aktuelle Nachrichten aus deutschen Universitäten. Wir danken den angeführten Universitäten für deren freundliche Hilfe.

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3. November 2006

MHH ehrt 120 Doktoranden

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 16:46

Freundegesellschaft, VHV und DAAD vergeben Preise und Stipendium 120 Gründe zum Feiern: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) lädt für Freitag, 3. November 2006, zum zwölften Mal Doktoranden und deren Angehörige in den Hörsaal F zur Promotionsfeier ein. Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann wird die Urkunden für die Doktorarbeiten 108 jungen Ärztinnen und Ärzten, neun Zahnmedizinerinnen und Zahnmedizinern sowie drei Humanbiologen überreichen. Sieben von ihnen haben ihre Promotionen “mit Auszeichnung” abgeschlossen. Unter den 120 Doktorranden sind 56 Frauen und 64 Männer.

Die beiden Promotionspreise gehen an Dr. med. Nele Kristin Barbro Freerksen (26), MHH-Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und an Dr. rer. nat. Kai Brakensiek (33), MHH-Abteilung Pathologie. Die Auszeichnungen sind mit je 2.500 Euro dotiert und werden von der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e.V. vergeben - wie auch das mit 12.500 Euro dotierte Hannelore-Munke-Forschungs-Stipendium zur Förderung der Krebsforschung. Stipendiatin ist Dr. rer. nat. Cornelia Rudolph (36), MHH-Abteilung Zell- und Molekularpathologie. Den mit 2.500 Euro dotierten Promotionspreis Tumorforschung, verliehen von der Freundegesellschaft, teilen sich Dr. med. Ursula Ehmer (28) MHH-Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie sowie Dr. med. Emrah Kati (29), MHH-Abteilung Virologie. Der mit 10.000 Euro dotierte Sir Hans Krebs-Preis geht an PD Dr. Martin Zenker (42) und Dr. Juli Mayerle (33), Institut für Humangenetik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Preis wird bundesweit ausgeschrieben, um ihn zu erhalten, gehen zahlreiche hochkarätige Bewerbungen ein. Den von der Versicherung VHV gestifteten Preis überreicht Professor Bitter-Suermann.

Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Höhe von 1.000 Euro überreicht Professor Bitter-Suermann an John-Paul Fobiwe (27) aus Kamerun, MHH-Medizinstudent im 9. Semester. Mit dem Preis werden ausländische Studierende für ihre akademischen Leistungen und für bemerkenswertes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Promotionspreise

Wenn Wehen zu früh kommen - Wie können Frühgeburten verhindert werden?

Dr. med. Nele Kristin Barbro Freerksen konnte spezifische Mechanismen nachweisen, die vorzeitige Wehen auslösen können. Da spontane vorzeitig auftretende Gebärmutterkontraktionen für etwa die Hälfte der Frühgeburten verantwortlich sind, könnten hier ansetzende Medikamente Frühgeburten verhindern.

Leider kommen trotz intensiver Bemühungen der Geburtsmediziner immer mehr Kinder zu früh zur Welt, das heißt vor Abschluss der 37. Schwangerschaftswoche. Es sind nur etwa 9 Prozent (Stand 2004) der Kinder in Deutschland Frühgeborene, doch sie machen etwa 75 Prozent der Todesfälle in der Neugeborenenperiode aus und verursachen etwa bei der Hälfte der Kinder schwere lebenslange Behinderungen. Die Kosten der Frühgeburtlichkeit belaufen sich langfristig auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr. Es sind komplexe Stoffwechselwege, bis heute weitestgehend unbekannte Prozesse, die Wehen auslösen. Sie zu blockieren ist möglicherweise ein Ansatz, um Schwangerschaften verlängern zu können. Dr. Freerksen konnte in ihrem Forschungsprojekt einen bestimmten Rezeptor auf der Oberfläche von Gebärmutter-Muskelzellen nachweisen, den so genannten proteasen-spezifischen Rezeptor (PAR-2). Er war bisher nur in anderen Gewebearten bekannt. Die Forscherin untersuchte zudem, ob dieser Rezeptortyp durch das Zusammenspiel mit anderen Rezeptoren, die an der Entstehung von Gebärmutterkontraktionen beteiligt sind, in seiner Funktion beeinflusst werden konnte.

Erforscht: DNA-Methylierung - ein Mechanismus, der Gene deaktiviert und Tumore anzeigt

Dr. rer. nat. Kai Brakensiek erforschte bei verschiedenen Knochenmarkserkrankungen eine bestimmte Veränderung des Erbgutes - die so genannte DNA-Methylierung. Die DNA-Methylierung ist ein Mechanismus, der die Genaktivität reguliert. Werden Methylgruppen an bestimmte Bereiche der DNA angefügt, so wird das entsprechende Gen deaktiviert.

Vor allem bei Krebs ist der Grad und das Muster der DNA-Methylierung verändert. Insbesondere sind Gene betroffen, die das Wachstum regulieren oder die dafür sorgen, dass keine Tumore entstehen - so genannte Tumorsuppressorgene.

Dr. Brakensiek charakterisierte den Methylierungsstatus mehrerer Tumorsuppressorgene. Er untersuchte, welche Rolle die Methylierung dieser Gene bei der Tumorentstehung und -entwicklung bei den untersuchten Erkrankungen spielt. Durch Verwendung einer neuen Methode - der so genannten Pyrosequenzierung - konnte der Forscher erstmals die DNA-Methylierung eines ganzen Gens hochauflösend und quantitativ analysieren. Dabei identifizierte er kleine Abschnitte, bei denen sich der Methylierungsgrad von gesundem Gewebe und Tumorgewebe, sowie von verschiedenen Stadien der Erkrankung statistisch hochsignifikant unterscheidet. Diese Unterschiede bilden den Ansatzpunkt für eine verbesserte Diagnostik.

Hannelore-Munke-Forschungs-Stipendium

Methylierung - Inwiefern verändert dieser Mechanismus die Struktur des Erbgutes? Dr. rer. nat. Cornelia Rudolph wird mithilfe des Hannelore-Munke-Forschungs-Stipendiums in einem Modellsystem erforschen, wie Modifikationen der DNA, sowie der mit der DNA vernetzten Eiweiße, die so genannte Methylierung, eine genetische Instabilität induzieren. Die genetische Instabilität und das Auftreten von Chromosomenveränderungen sind typische Merkmale von Leukämien und von vielen Krebserkrankungen.

Das Projekt von Dr. Rudolph soll den Einstieg in ein neues Forschungsfeld ermöglichen und ein grundlegend neues Verständnis der Mechanismen erarbeiten, die chromosomale Veränderungen entstehen lassen. Das verbesserte Verständnis dieser Mechanismen könnte langfristig auch neue Wege für die Prophylaxe und Therapie von Krebserkrankungen eröffnen.

Promotionspreise Tumorforschung

Erforscht: Veränderungen der Enzyme, die den Körper entgiften

Dr. med. Ursula Ehmer untersuchte erstmals vollständig Gene, die die Ausscheidung giftiger Substanzen aus dem Körper ermöglichen - so genannte UGT1A-Gene. Die Gene sind für bestimmte Enzyme verantwortlich, die “UDP-Glukuronosyltransferasen” heißen. Die Forscherin konzentrierte sich darauf, Veränderungen (Polymorphismen) dieser Gene zu identifizieren.

Sind diese Gene modifiziert, so können die betroffenen Menschen giftige Substanzen, die sie über Haut, Atemwege oder Magendarmtrakt aufnehmen, nur langsam oder gar nicht ausscheiden. Denn die Gene leisten einen hohen Beitrag zur Entgiftung des Körpers, die vor allem in der Leber stattfindet. Für eine bestimmte Genveränderung ist zuvor sogar ein erhöhtes Risiko von Leberzellkrebs beschrieben worden.

Dr. Ehmer identifizierte zahlreiche Abweichungen der untersuchten Gene von der Norm - einige von ihnen kommen sehr häufig in der Bevölkerung vor - bei über 50 Prozent der Menschen in Deutschland. Funktionieren diese Gene nicht richtig, so können krebserzeugende Substanzen nicht schnell wieder aus dem Körper ausgeschieden werden. Zudem können die Personen, die dies betrifft, mehr Nebenwirkungen von Medikamenten spüren - da die Leber die Pharmazeutika nur langsam ausscheidet.

Untersucht: Herpesvirus, das Krebserkrankungen auslöst Dr. med. Emrah Kati charakterisierte in ihrer Arbeit ein bestimmtes Protein - das so genannte latente nukleäre Antigen (LANA). Diesen Eiweißstoff bilden Körperzellen, wenn sie mit einem Herpesvirus infiziert worden sind, dem so genannten Herpesvirus 8. Das Virus kann eine bestimmte Krebserkrankung verursachen: das Kaposi-Sarkom. Bei dieser Krankheit entstehen Lymphknotenvergrößerungen sowie blasige Tumore der Haut.

Die Forscherin konnte zeigen, welche Abschnitte des Proteins LANA in den infizierten Zellen dazu beitragen, dass sich das krankheitsbringende Virus erhalten und vermehren kann. Mit dieser Erkenntnis könnten möglicherweise Ansatzpunkte für medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen gefunden werden.

Dr. Kati befasste sich darüber hinaus mit weiteren Proteinen, die LANA in Bau und Funktion sehr ähneln, und über die bisher nur wenig erforscht worden sind. Die Wissenschaftlerin grenzte die Eigenschaften der Proteine voneinander ab. Dieser Vergleich könnte zukünftige Untersuchungen in Tiermodellen ermöglichen.

Sir Hans Krebs-Preis 2006

Johanson-Blizzard-Syndrom: Genetische Grundlagen erforscht

Privatdozent Dr. Martin Zenker aus Erlangen und Dr. Julia Mayerle von der Medizinischen Klinik der Universität Greifswald ist es gelungen, die genetische Grundlage einer seltenen Erbkrankheit, des so genannten Johanson-Blizzard-Syndroms, aufzuklären. Diese Erkrankung kommt mit einer Häufigkeit von rund 1:250.000 in der Bevölkerung vor. Sie geht von Geburt an mit einer Störung der Bauchspeicheldrüsenfunktion einher und führt zu zahlreichen weiteren angeborenen körperlichen Anomalien - etwa zum Fehlen der Nasenflügel.

Die Forscher untersuchten 13 betroffene Familien und identifizieren Defekte im Gen UBR1 als Ursache des Syndroms. Das Gen kodiert für ein Enzym, welches Teil eines Stoffwechselwegs ist, dessen wichtige Aufgabe darin besteht, überschüssige oder verbrauchte Eiweiße in Zellen zu erkennen und abzubauen. Das Johanson-Blizzard-Syndrom ist die erste menschliche Erkrankung, die auf eine Störung in diesem Stoffwechselweg, dem so genannten N-end rule-Pathway, zurückzuführen ist. Zudem erkannten die Wissenschaftler die besondere Bedeutung des Stoffwechselweges für die Bauchspeicheldrüse. Die genetische Grundlage des Johanson-Blizzard-Syndroms zu kennen, ermöglicht es, den betroffenen Familien eine frühzeitige - gegebenenfalls auch pränatale - Diagnostik anzubieten. Der Krankheitsmechanismus kann zum Verständnis anderer, häufigerer Erkrankungen beitragen und vielleicht auch zu therapeutischen Ansätzen führen. Der Erforschung dieser Zusammenhänge wollen die Erlanger und Greifswalder Wissenschaftler die nächsten Jahre widmen.

DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender

John-Paul Fobiwe überzeugt seit seinem Studienbeginn im Jahr 2002 an der MHH durch gute und sehr gute Studienleistungen. Darüber hinaus engagiert er sich für andere ausländische Studierende an der MHH - er berät und betreut sie seit langem regelmäßig - und bei der Katholischen Hochschulgemeinde, beim Studentenwerk Hannover und beim Studienbegleitprogramm für ausländische Studierende an niedersächsischen Hochschulen.

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26. Oktober 2006

Hochdotierte Preise an MHH-Wissenschaftler

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 21:58

Seit mehr als 40 Jahren unterstützt die Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e.V. (GdF) ihre Hochschule finanziell. Im vergangenen Jahr konnten die Freunde insgesamt fast 700.000 Euro an die MHH weitergeben. Während der Jahresversammlung am Mittwoch, 25. Oktober 2006, stellte der GDF-Vorsitzende Professor Dr. Hartmut Küppers die aktuellen Zahlen der Gesellschaft vor. “Wir sind unseren Spendern sehr dankbar und freuen uns, dass wir in einem schwieriger werdenden Umfeld diesen stolzen Betrag an die hochkarätigen Wissenschaftler weiterleiten können”, erklärte Professor Küppers. Der größte Teil der Beiträge wurde für Wissenschaft und Forschung in Instituten und Kliniken der MHH bereitgestellt. In diesem Jahr wurden zum ersten Mal zwei weitere Preise verliehen: Der Maximilian May-Preis und das Jahresstipendium der Wiedeking-Stiftung. Dipl.-Ök. Holger Baumann, MHH-Vizepräsident für Wirtschaftsführung und Administration betonte die Bedeutung der Freundegesellschaft für die MHH: “Ohne die finanzielle Unterstützung der Freunde könnten wir an der MHH viele innovative Ideen nicht umsetzen.” Rudolf-Schoen-Preis 2006 für MHH-Herzchirurgen

Dieter Brettschneider, Vorsitzender der Geschäftsführung der TUI Stiftung, überreichte den mit 20.000 Euro dotierten Rudolf-Schoen-Preis der TUI Stiftung an Dr. Serghei Cebotari, 31, Abteilung Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der MHH. Der Mediziner erhält den Preis für seine Arbeit auf dem Gebiet der mitwachsenden Herzklappen. In Deutschland werden jährlich etwa 15.000 Patienten aufgrund einer Herzklappenerkrankung operiert, die meisten erhalten einen Klappenersatz: entweder künstliche oder biologische Klappenprothesen. Trotz exzellenter Langzeitergebnisse ist die Methode mit Einschränkungen verbunden wie lebenslange Medikation, Infektanfälligkeit oder Verschleiß. Besonders für Kinder tritt noch ein weiteres Problem auf: Sie müssen bis ins Erwachsenenalter mehrfach operiert werden, weil die Klappen nicht mitwachsen. Deshalb entwickelten Dr. Cebotari und sein Team am Leibniz-Forschungslaboratorium für Biotechnologie und künstliche Organe (LEBAO) der MHH mit Hilfe des “Tissue Engineering” (Gewebezüchtung) eine neuartige Herzklappe. Als Grundlage dient eine zuvor von fremden Zellen befreite menschliche Spenderklappe, die mit Zellen des Empfängers besiedelt wird. Die so genannten bioartifiziellen Herzklappen wurden 2002 zum ersten Mal bei zwei Kindern in Moldawien implantiert. Vier Jahre nach dem Eingriff zeigt sich ein regelrechtes Wachstum der Klappen, die Funktion ist regelgerecht ohne Anzeichen für Verschleiß oder Fehlfunktionen. (Publikation: Clinical Application of Tissue Engineered Human Heart Valves Using Autologous Progenitor Cells, Circulation. 2006 Jul 4; 114 (1 Suppl): I 132-7).

Jan-Brod-Preis 2006 für Erforschung des Lungenhochdrucks

Den mit 5.000 Euro dotierten Jan-Brod-Preis, gestiftet von der Solvay Arzneimittel GmbH, überreichte Professor Küppers in diesem Jahr an Dr. Jan T. Kielstein, 37, Abteilung Nephrologie der MHH. Dr. Kielstein untersuchte mit seinem Team Patienten mit Lungenhochdruck, die in der MHH-Spezialambulanz für pulmonale Hypertonie von Professor Dr. Marius Höper behandelt wurden. Patienten mit dieser Erkrankung wiesen einen deutlich erhöhten Spiegel an asymmetrischem Dimethylarginin (ADMA) auf. ADMA ist ein natürlich vorkommender Bestandteil des menschlichen Blutes und zeigt ähnlich wie hohe Cholesterinwerte ein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen an. In einer ersten Untersuchungsphase konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass ein hoher ADMA Spiegel auf eine besondere Schwere der Erkrankung Lungenhochdruck schließen ließ, während Patienten mit einem niedrigen Wert eine bessere Prognose zeigten. In einem zweiten Schritt wurde jungen gesunden Probanden ADMA verabreicht und ein vorübergehender Anstieg des Druckes im Lungenkreislauf beobachtet. Diese Ergebnisse belegen nach Ansicht der Mediziner eindrucksvoll die biologische Wirksamkeit von ADMA und stützen die Hypothese, dass es sich dabei nicht nur um einen neuen Marker für die pulmonale Hypertonie handelt, sondern auch um eine Substanz mit biologischer Wirkung. Gelingt es, den ADMA Spiegel zu regulieren, könnte damit die Grundlage für neue Therapiekonzepte dieser seltenen, aber schwerwiegenden Erkrankung geschaffen werden. (Publikation: Asymmetrical dimethylarginine in idiopathic pulmonary arterial hypertension in Atherosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology 2005, 25: 1414-1418).

Maximilian May-Preis 2006 für Humangenetiker

Die Maximilian May-Stiftung hat Dr. Jan-Peter Senderek, 34, Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Aachen, den mit 10.000 Euro dotierten Maximilian May-Preis verliehen. Den Forschern ist es gelungen, ein Gen zu entschlüsseln, dass für das Auftreten des Marinesco-Sjjögren Syndroms verantwortlich ist. Hauptsymptome des Syndroms sind bereits im Kleinkindalter auftretende Trübungen der Augenlinse, ein Gangstörung, Muskelschwäche und eine verzögerte geistige Entwicklung. (Publikation: Mutations in SIL 1 cause Marinesco-Sjjögren Syndrom, a cerebellar ataxia with cataract and myopathy, in Nature Genetics 2005, 37 (1312-14).

Forschungsstipendium der Wiedeking-Stiftung für die Entwicklung einer gentherapeutischen Behandlung

Ein Jahresstipendium der Wiedeking-Stiftung in Höhe von 24.000 Euro geht an Dr. Peter Horn, 34, MHH-Institut für Transfusionsmedizin. Das Forschungsprojekt des Mediziners beschäftigt sich mit der Entwicklung einer gentherapeutischen Behandlung bei der so genannten Paroxysmalen Nächtlichen Hämoglobinurie, kurz PNH. Bei dieser Erkrankung lösen sich die roten Blutkörperchen vorzeitig innerhalb der Blutgefäße auf - Störungen der Blutbildung bis hin zur Leukämie können die Folgen sein. Die Ursache für PNH ist ein genetischer Defekt. Die Blutkörperchen der Patienten werden aufgrund der fehlenden Verankerung bestimmter Oberflächeneinweiße durch körpereigene Substanzen, die eigentlich der Infektabwehr dienen, zerstört. Die derzeit einzige Therapie ist eine Knochenmarktransplantation eines Geschwisterspenders, verbunden mit großen Risiken. Dazu ist ein passender Spender nicht für jeden Patienten verfügbar. Dr. Horn und sein Team arbeiten daran, eine Methode zur Genkorrektur zu entwickeln. Ein so genannter bicistronischer Gentransfervektor sorgt dafür, dass die genetisch korrigierten Zellen ihre normalen Eigenschaften zurückerhalten.

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Deutschlands erste Heisenberg-Professur für MHH-Wissenschaftler

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 21:49

Alterungsforscher Dr. Rudolph wird für herausragende Leistungen ausgezeichnet Als erster Wissenschaftler in Deutschland hat Privatdozent Dr. Karl Lenhard Rudolph von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Heisenberg-Professur zuerkannt bekommen - für seine “herausragenden wissenschaftlichen Leistungen”, wie DFG-Präsident Professor Dr. Ernst-Ludwig Winnacker in einem Schreiben an Dr. Rudolph betont. Die DFG finanziert mit dem neuen Programm exzellente Wissenschaftler als Hochschullehrer für einen Zeitrum von fünf Jahren, anschließend finanziert das Land Niedersachsen, der Träger der MHH, die Professur. “Dass die allererste Heisenberg-Professur an einen Forscher der MHH vergeben wird, spricht zunächst einmal für die herausragenden Leistungen von Dr. Rudolph”, sagt MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, “zum anderen ist es aber auch eine Würdigung des exzellenten Umfeldes an unserer Hochschule. Die erfolgreiche Nachwuchsförderung der MHH trägt jetzt zunehmend Früchte.”

Der 37-jährige Wissenschaftler erforscht die Alterung von Zellen und deren Regenerationsfähigkeit, also auch wie Organe und Gewebe im Körper erhalten werden und wie Zellen Schädigungen reparieren können. “Sein Forschungsthema passt exakt in das gerade bewilligte Exzellenzcluster”, betont Professor Bitter-Suermann. Dieses Cluster (”From Regenerative Biology to Reconstructive Therapy”) der MHH wird über die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern für fünf Jahre mit fast 40 Millionen Euro gefördert.

“Die Alterungsforschung ist ein besonders aufstrebendes Forschungsgebiet”, erläutert Dr. Rudolph. Bei der derzeitigen demografischen Entwicklung müsse die Medizin in den kommenden Jahren verstärkt ältere Patienten behandeln. “Deshalb müssen wir verstehen, was bei der Alterung von Zellen, insbesondere Stammzellen, abläuft, und wie diese Prozesse die Regeneration und Organfunktion beeinflussen.” Dr. Rudolph, der in der MHH-Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie tätig ist, freut sich über die besondere Auszeichnung. “Die MHH bietet mit dem neuen Schwerpunkt Regeneration ein ideales Umfeld für meine Forschung”, meint er. Bislang könne krankes Gewebe zumeist nur durch gesundes ersetzt werden, wie es bei Transplantationen der Fall sei. “Wir arbeiten darauf hin, dass die Transplantation nicht mehr die einzige Therapieoption bleibt.” Eine Möglichkeit könne sein, dem kranken Gewebe seine Regenerationsfähigkeit wieder zurückzugeben.

“Diese Professur verleiht Dr. Rudolph das Siegel der Elite”, sagt Professor Dr. Michael Manns, Direktor der MHH-Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie. Schon als Arzt im Praktikum habe er neben der Krankenversorgung geforscht, betont Professor Manns. Nach drei äußerst erfolgreichen Jahren in den USA kehrte Dr. Rudolph wieder nach Hannover zurück. “Ich bin besonders stolz, weil er sich jetzt entschieden hat, seine Heisenberg-Professur an der MHH anzutreten.” Der mit der Professur ausgezeichnete Forscher hätte an jede Hochschule in Deutschland wechseln können.

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18. Oktober 2006

Ascenion und MHH kooperieren: Professioneller Transfer von Forschungsergebnissen aus der Klinik in die Industrie

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 16:23

Die Ascenion GmbH und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) werden künftig eng zusammenarbeiten, um Erfindungen aus der MHH schutzrechtlich abzusichern und zu vermarkten. Dabei wird das interdisziplinäre, auf Life Sciences spezialisierte Team von Ascenion den Wissenschaftlern helfen, das Marktpotenzial ihrer Forschungsergebnisse zu bewerten, eine geeignete Schutzrechtsstrategie empfehlen und Optionen für eine bestmögliche Verwertung aufbauen: Lizenzierung, Kooperation, Verkauf oder die Gründung eines neuen Unternehmens. Auch bei deren Realisierung wird Ascenion professionell unterstützen, u.a. durch die Anbahnung von Industriekontakten und Verhandlung von Verträgen. “So können aus unserer Forschung neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entstehen, die eine Diagnose und Behandlung verschiedener Krankheiten verbessern. Letztlich werden vor allem unsere Patienten davon profitieren”, betont Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der MHH. “Der Transfer von der Forschung in die Anwendung wird durch die Erfahrung und das dichte Netzwerk von Ascenion zu internationalen Industrievertretern, Investoren und Experten sicher neue Impulse erhalten.”

Die Forschung an der MHH ist international für ihre herausragende Qualität und ihren interdisziplinären Ansatz bekannt. Den mehr als 1.200 wissenschaftlichen Mitarbeitern standen im Jahr 2005 allein aus Drittmitteln mehr als 44 Millionen Euro für die Forschung zur Verfügung. Aus ihren Arbeiten resultieren bisher etwa 15 bis 20 Erfindungen pro Jahr. Eine Reihe bereits bestehender Kooperationen mit der Industrie und Firmenausgründungen belegen deren wirtschaftliches Potenzial.

“Wir freuen uns, mit der MHH erstmals eine Universität als Partner gewonnen zu haben. Die Forschung in unmittelbarer Nähe zum Patienten verspricht Erkenntnisse und Erfindungen, die eine Verbesserung der Patientenversorgung ermöglichen. Dies ist für die Pharma- und Biotech-Industrie bei der Suche nach neuen Produktideen besonders attraktiv”, sagt Dr. Christian Stein, Geschäftsführer der Ascenion GmbH.

Ascenion betreut bereits 13 Life-Science Institute der Helmholtz- bzw. Leibnizgemeinschaft und vermarktet momentan insgesamt mehr als 550 Patentfamilien sowie zahlreiche Forschungsmaterialien an die Industrie. Das Unternehmen hat Büros in ganz Deutschland, um bei der Akquise und Bewertung von Erfindungen mit den Wissenschaftlern der Partnereinrichtungen im persönlichen Kontakt zusammen arbeiten zu können. Bis Jahresende wird ein Büro in Hannover an der MHH eröffnet.

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15. Oktober 2006

MHH informiert Sportler zum Thema Überlastungsschäden

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 18:12

Schwerpunkte des Patientenforums am 25. Oktober sind Schulter-, Knie- und Achillessehnenprobleme. Sport hat unbestritten positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus, kann aber ab einem gewissen Grad auch gesundheitsschädigend sein. Dazu gehören Überlastungsschäden im Bereich der Muskeln und des Skeletts, die in den vergangenen Jahren im Sport eher noch zugenommen haben. Die Abteilung Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gibt in einem Patientenforum am Mittwoch, 25. Oktober 2006, einen Überblick über Entstehung, Symptomatik und Therapie dieser Schäden. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen,

· am Mittwoch, 25. Oktober 2006, · um 17 Uhr · im Hörsaal M, Gebäude J 1, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover.

Das Patientenforum bietet Informationen zur physikalisch-medizinischen Behandlung bei Überlastungsschäden des Bewegungsapparates, beschäftigt sich mit Schäden der Schulter, des Knies und der Achillessehne. Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit, mit den MHH-Spezialisten zu sprechen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Überlastungsschäden entstehen dann, wenn die Balance zwischen Belastbarkeit und Belastung nicht stimmt. Weil die Symptome häufig diffus oder uncharakteristisch sind, ist eine präzise Diagnose und die Therapie eine Herausforderung für jeden Therapeuten und setzt große Erfahrung des behandelnden Arztes sowie sportartspezifische Kenntnisse voraus. Weitere Informationen gibt Ihnen gern: Dr. Karsten Knobloch, kknobi@yahoo.com oder im Internet unter www.mhh-unfallchirurgie.de.

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9. Oktober 2006

MHH gründet erste Patientenuniversität Deutschlands

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 20:27

Strukturiertes Bildungsangebot für Patientenvertreter, Laien und Patienten Die zunehmende Alterung der Gesellschaft und die Zunahme chronischer Erkrankungen führen dazu, dass sich immer mehr Menschen mit dem Thema Gesundheit und Krankheit beschäftigen müssen. Sie müssen lernen, mit ihrer Krankheit und zahlreichen damit verbundenen Herausforderungen umzugehen. “Eine angemessene Gesundheitsbildung, Beratung und Schulung von Bürgerinnen und Bürger sowie Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Gegebenheiten ist deshalb zwingend erforderlich”, betont Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz von der Medizinischen Hochschule Hannover, Direktor der Abteilung Epidemiologie Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung. Die Menschen benötigen den Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen. Sie müssen die Informationen so verstehen und nutzen können, dass sie zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit beitragen. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat deshalb ein Konzept für diese Herausforderungen entwickelt: Als erste Universität in Deutschland hat die MHH eine Patientenuniversität gegründet.

“Die Patientenuniversität dient dazu, mit strukturierten Bildungsangeboten das universitäre Wissen und aktuelle Forschungsergebnisse nicht nur Expertenkreisen, sondern der gesamten Bevölkerung zur Verfügung zu stellen”, erläutert Professorin Dierks, die Leiterin der Patientenuniversität. Sie will Wissen der Medizin vermitteln, über körperliche und seelische Abläufe im menschlichen Körper aufklären und Erkrankte und ihre Angehörigen im Umgang mit der Erkrankung unterstützen, aber auch Kenntnisse über Strukturen des Gesundheitswesens und methodische Grundlagen verständlich machen.

Die Patientenuniversität ist eine von zahlreichen Wissenschaftlern, Lehrenden und Studierenden getragene unabhängige Bildungseinrichtung an der Medizinischen Hochschule Hannover für unterschiedliche Zielgruppen: Für Bürgerinnen und Bürger, für Patientinnen und Patienten und für Patientenvertreterinnen und -vertreter aus Selbsthilfegruppen, Patientenorganisationen und Patientenberatungseinrichtungen. Die Patientenuniversität startet in drei Etappen für die verschiedenen Zielgruppen. Die Kurse im Block “Gesundheitssystemkompetenz für Patientenvertreter” beginnen in diesem Monat. Dabei wird Fachwissen für Interessenvertretungen in politischen Gremien vermittelt. Im März 2007 startet der zweite große Block, die “Gesundheitsbildung für Bürger”. In diesen Kursen sollen medizinische Themen laienverständlich erklärt werden. Der dritte Block “Patientenschulungen für Erkrankte” wird im Juni 2007 an den Start gehen. Hier werden Schulungsprogramme zur Unterstützung des Selbstmanagements bei Erkrankungen angeboten.

Weiter Auskünfte zur Patientenuniversität erhalten unter Sie unter www.patientenuniversitaet.de sowie bei Dipl.-Päd. Gabriele Seidel, Telefon 0511 532-8425, E-Mail: patientenuntersitaet@mh-hannover.de. Dort können Sie auch ein Kursbuch für den Block “Gesundheitssystemkompetenz für Patientenvertreter” bestellen.

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29. September 2006

MHH ist erste deutsche Uni mit Studiengang „Lingual Orthodontics”

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 15:37

Die linguale Orthodontie boomt weltweit, also die kieferorthopädische Behandlung mit auf der Innenseite der Front- und Seitenzähne angebrachten festen Zahnspangen. Unter Einsatz modernster Technologien und ausgereifter Behandlungsprotokolle können Ergebnisse erreicht werden, die dem „state of the art“ der modernen Kieferorthopädie entsprechen. Die klinische Umsetzung dieser neuartigen, „unsichtbaren“ Behandlungsmethode stellt wegen der Komplexität der einzelnen Behandlungsschritte eine anspruchsvolle Herausforderung an alle Kieferorthopäden dar, die nur mit einer weitergehenden Ausbildung gemeistert werden kann. Als erste Universität in Deutschland und eine der ersten in Europa startet die Zahnklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) daher am Freitag, 6. Oktober 2006, mit dem Master-Studiengang „Lingual Orthodontics“. „Mit dem neuen Weiterbildungsstudiengang setzt die MHH in Deutschland Maßstäbe“, betont Professor Dr. Rainer Schwestka-Polly, Direktor der MHH-Abteilung Kieferorthopädie und Programm-Direktor des Master-Studienganges „Lingual Orthodontics“. Zudem habe die Hochschule damit die Forderungen des Wissenschaftsrates aufgegriffen, der in seinen Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Zahnmedizin an den Universitäten in Deutschland neue formalisierte Weiterbildungsstudiengänge in Form strukturierter, kostenpflichtiger Master-Studiengänge fordert.

Zur Methode:

In der Kieferorthopädie können Zähne in ihrer Stellung zueinander kontrolliert im Kiefer bewegt werden. Die linguale Orthodontie ist im Vergleich zu herkömmlichen, an der Außenseite der Zähne befestigten (vestibulären) Apparaturen sehr viel komplizierter. Dr. Dirk Wiechmann, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie der MHH, hat ein Konzept entwickelt, individuell angefertigte, kieferorthopädische Apparaturen herzustellen. Dieses basiert insbesondere auf der digitalen Erfassung des therapeutischen Ist-Zustands, der individuellen virtuellen Gestaltung und Positionierung der Brackets am Computer und der Fertigung der individuellen Brackets mit Hilfe moderner CAD/CAM-Technologie. Die zu der Hightech-Zahnspange gehörigen kieferorthopädischen Bögen werden individuell mit einem Biegeroboter hergestellt. Durch Anwendung dieser neuen Technologie ist es möglich, individuelle, flachere und deutlich kleinere Brackets im Vergleich zu konfektionierten Systemen herzustellen und anzuwenden.

Zum Master-Studiengang:

Bislang existieren in Europa nur an zwei Universitäten in Paris zwei postgraduierte Studiengänge in lingualer Orthodontie – allerdings mit einem Diplom als Abschluss. In Deutschland bestand bisher keine entsprechende Weiterbildungsmöglichkeit, obwohl im Blick auf die Vielzahl der praktizierenden Kieferorthopäden ein erheblicher Qualifikationsbedarf besteht. In dem neuen Master-Studiengang der MHH-Zahnklinik werden die jährlich sechs Teilnehmer über vier Semester fortgebildet. Promovierte Fachzahnärzte für Kieferorthopädie können sich bewerben. In die Lehre sind neben den MHH-Abteilungen Kieferorthopädie, Zahnärztliche Prothetik, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie auch das MHH-Institut für Biometrie, die MHH-Bibliothek, das Institut für Technische Mechanik der Leibniz-Universität Hannover und das Laser-Zentrum Hannover involviert. Weiter sind am Studiengang Hochschullehrer der Universitätskliniken Aachen, Berlin, Gießen und Wien beteiligt.

Das modular aufgebaute Studium beinhaltet eine Präsenzphase, bei der die Studierenden elf Mal im Jahr an Freitagen und Sonnabenden in der MHH-Zahnklinik in Theorie und Praxis unterrichtet werden. Zudem müssen die Studierenden im dritten Semester eine Kompaktwoche in einer Praxis und im vierten Semester eine Kompaktwoche in einer der beiden spezialisierten Universitäten in Paris absolvieren.

Zur zeit- und ortsunabhängigen Nutzung außerhalb der Präsenzphasen wird im Studiengang die Lernplattform LINGUAL via Internet eingesetzt: Schwerpunkte sind neben der Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien moderne Kommunikationslösungen wie Online-Foren, Chat-Systeme sowie Up- und Downloadfunktionen.

Die Lernfortschritte werden in den einzelnen Modulen zeitnah geprüft. Den Abschluss des Weiterbildungsstudienganges bildet eine Master-Arbeit aus dem Bereich Forschung, ähnlich einer Doktor-Arbeit.

Die Einführungsveranstaltung zum neuen Studiengang, an der gern Medienvertreter teilnehmen können, beginnt am Freitag, 6. Oktober 2006, um 12.15 Uhr in der MHH-Zahnklinik, Abteilung Kieferorthopädie (Gebäude K20, Ebene 03).

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27. September 2006

Neue Therapien bei Schuppenflechte

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 20:11

MHH-Experten informieren Patienten und Interessierte am 7. Oktober im INI Die Schuppenflechte oder Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die nicht auf die Haut beschränkt bleiben muss. Bis zu 40 Prozent der Betroffenen entwickeln zusätzlich eine Entzündung des Skeletts und des Bindegewebes, es können Schmerzen an Sehnenansätzen, Knochen oder Knochenhaut auftreten. Über neue Therapiemöglichkeiten für diese Erkrankung informieren am Sonnabend, 7. Oktober 2006, Experten der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). “Wir informieren unter anderem über eine neue Medikamentenklasse, die so genannten Biologics. Damit kann man vor allem die mittelschweren und schweren Formen der Schuppenflechte deutlich besser behandeln”, erklärt Professor Dr. Thomas Werfel, Leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Venerologie.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Veranstaltung zu besuchen.

· am Sonnabend, 7. Oktober 2006, · von 14 Uhr bis 16 Uhr · im International Neuroscience Institut (INI), Hörsaal, Rudolf-Pichlmayr-Straße 4, 30625 Hannover

Das Programm bietet unter anderem eine Analyse der Erfahrungen mit “Biologics”, eine Schulung zum Umgang mit der Erkrankung und eine besondere Betrachtung der Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung. Neben den Vorträgen stehen die Ärzte auch zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Ein weiteres Informationsangebot hält die Patienten-Selbsthilfeorganisation Deutscher Psoriasis Bund e.V. bereit. Ursache der Psoriasis ist nach heutiger Auffassung eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Heilbar ist die Erkrankung bislang nicht. Entsprechend groß kann die körperliche aber auch die seelische Belastung sein, zum einen wegen der andauernden Behandlung, zum anderen wegen der sozialen Ausgrenzung, die viele Patienten erfahren. Weitere Informationen gibt Ihnen gern Professor Dr. Thomas Werfel, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Telefon (0511) 9246-276

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22. September 2006

Simulationszentrum der Medizinischen Hochschule Hannover setzt Standards - Medizinstudenten proben mit Hightech-Anästhesiesystem den Ernstfall

Abgelegt unter: Hannover, Medizinische Hochschule — info @ 07:06

Der operative Eingriff läuft wie geplant. Doch plötzlich steigt die Herzfrequenz, der Blutdruck fällt. Für einen Moment lang blicken sich die Anästhesie-Studenten ratlos an. Vielleicht eine Embolie? Oder eine allergische Reaktion? Sie beginnen umgehend mit der Sofortbehandlung einer schweren Unverträglichkeitsreaktion. Nach einiger Zeit stabilisiert sich die Herzfrequenz wieder. HAINS, dem Hannöverschen Anästhesie-, Intensiv- und Notfallsimulator, geht es aus medizinischer Sicht wieder besser. Dank der neu installierten Anästhesieplattform Aisys von GE erhalten die Studenten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bei Simulationsübungen sämtliche benötigten Informationen auf einen Blick. Dies hilft ihnen, in Sekundenschnelle die richtige Entscheidung zu treffen. Mit der Installation der neuen Anästhesielösung setzt die MHH bundesweit Maßstäbe für die Ausstattung von medizinischen Simulationszentren. Darüber hinaus ist der Ausbildungs-OP mit einem der modernsten Flüssigkeitsmanagementsysteme ausgestattet. Meist werden Patienten über eine Vielzahl von Infusionspumpen versorgt. Schon kleinste Dosierungsfehler können schwerwiegende Folgen haben. Mit dem Flüssigkeitsmanagementsystem “Space” der Firma B. Braun können Mediziner und Studierende der MHH präzise Medikamente dosieren. Ein modernes Alarmmanagement und eine integrierte Medikamentendatenbank warnen vor möglichen Dosierungsfehlern.

“In der modernen Medizin werden operative Eingriffe immer komplizierter”, erläutert Prof. Dr. Siegfried Piepenbrock, Direktor des Zentrums für Anästhesiologie der MHH. “Gleichzeitig haben wir es aber auch mit immer älteren Patienten zu tun, die anfälliger sind. Daher spielen Simulationsübungen im Rahmen der medizinischen Ausbildung eine wichtige Rolle.” Und Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der MHH, zuständig für das Ressort Forschung und Lehre, ergänzt: “An der MHH gehören Simulationskurse inzwischen fest zum Ausbildungskatalog der Studenten. Hier werden sie intensiv auf kritische Situationen vorbereitet.”

Während zwei Studenten die Anästhesisten-Rolle übernehmen, beobachten acht weitere Kommilitonen das Geschehen. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter steuert von einem Laptop aus die Körperfunktionen und Reaktionen der lebensgroßen Puppe HAINS, die mit Hilfe einer Software so reagiert wie ein Patient. Seine Kollegin spielt eine Anästhesieschwester. Sie hilft, wo sie kann. Jedem Szenario folgt eine Nachbesprechung. “Es war ein allergischer Schock”, klärt Dr. Heiner Ruschulte, MHH-Abteilung Anästhesiologie, die Studenten auf. “Wenn Sie den Patienten noch abgehorcht hätten, hätten Sie auch ein typisches Atemgeräusch gehört.” Neben den medizinischen Inhalten wird auch das Verhalten der Studenten diskutiert.

“Mit der neuen Anästhesieplattform Aisys und dem Flüssigkeitsmanagementsystem Space können wir unseren Studenten optimale Schulungsvoraussetzungen bieten”, freut sich Dr. Ruschulte. “Beide Geräte vereinen modernste Technologien.” Aisys kombiniert eine elektronische Gas- und Medikamentenüberwachung und -verabreichung mit erweiterter Ventilation sowie eine Überwachung der Lebenszeichen mit einem Beatmungssystem. Darüber hinaus misst und prüft die elektronische Zuführung die verabreichten Gase und Medikamente auf fünf verschiedenen Ebenen des Verabreichungssystems, bevor sie zum Patienten gelangen. Aisys erkennt Medikamente und Gase auch aufgrund ihres Molekulargewichts, eine sehr genaue Methode zur Bestimmung des Gases und des Medikaments, das dem Patienten zugeführt wird.

“Mit Aisys steht dem Simulationszentrum eine komplette Patientenversorgungslösung zur Verfügung”, erläutert Christoph Lenze, Sales Director Monitoring & Life Support Solutions GE Healthcare Deutschland. “Alle Elemente der Anästhesie, eine Patientenüberwachung und die Krankenakte sind in einem einzigen Gerät integriert. Aisys lässt sich mit Krankenhausinformationssystemen und Centricity-Anästhesiesystemen verbinden, um Daten über die Zuführung der Anästhesiemittel und physiologische Daten automatisch zu sammeln und zu dokumentieren. Insbesondere die gleichmäßige Aufzeichnung des Zustands des Patienten erleichtert den Studenten die Entscheidungsfindung.”

Prof. Piepenbrock ist zuversichtlich: “Mit der neuen Anästhesieplattform ist der Ausbau unseres Simulations-Schulungszentrums entscheidend vorangekommen. Die Einrichtung eines Besprechungsraums sowie die Installation von Übertragungstechnologien in einen Hörsaal sind in Planung. Wir freuen uns insbesondere, dass dieses Mal die Investition der Lehre zugute kam.”

Über die Medizinische Hochschule Hannover Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist ein Klinikum der überregionalen Maximalversorgung: Auf 90 Stationen wurden 2005 über 46.000 Patienten stationär sowie in 40 Polikliniken und Schmerzambulanzen rund 143.000 Patienten ambulant behandelt. Schwerpunkte sind unter anderem die Transplantationsmedizin, Infektionen, Herz-Kreislauf- und Lungenmedizin oder die funktionsersetzende Chirurgie. Im Sommersemester 2006 waren an der Hochschule 2821 Studierende der Human- und Zahnmedizin eingeschrieben.

Über GE Healthcare GE Healthcare liefert medizintechnische Lösungen, die einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des neuen Zeitalters für die Patientenversorgung leisten. Unser Know-how in den Bereichen medizinische Bildgebung und Informationstechnologien, medizinische Diagnostik, Patientenmonitoring, Arzneimittelforschung und biopharmazeutische Fertigungstechnologien sowie unsere Tools zur Effizienzsteigerung eröffnen Ärzten weltweit neue Möglichkeiten für Vorhersage, Diagnose, Information und Therapie von Krankheiten, um ihren Patienten eine volle Ausschöpfung ihres Lebens zu ermöglichen.

GE Healthcare bietet ein breites Angebotsportfolio für das Gesundheitswesen, welches eine bessere und frühzeitigere Diagnose und Behandlung von Krebs-, neurologischen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermöglicht. Unsere Zukunftsvision ist ein neues “early health” Modell, das sich auf eine frühzeitigere Diagnose, die Erkennung von Krankheitsbildern vor dem Auftreten erster Symptome sowie eine effiziente Vorbeugung stützt.

GE Healthcare ist ein Geschäftsbereich der General Electric Company (NYSE: GE) mit einem Umsatz von 15 Mrd. US$ und Hauptgeschäftssitz in Großbritannien. Weltweit beschäftigt GE Healthcare über 45.000 Mitarbeiter, die Healthcare-Anbieter und ihre Patienten in über 100 Ländern weltweit bedienen. Weitere Informationen zu GE Healthcare finden Sie unter www.gehealthcare.com

Über B. Braun, Melsungen Das 1839 in Melsungen gegründete Familienunternehmen gehört mit heute circa 31.000 Mitarbeitern an 50 Standorten rund um den Globus zu den führenden Anbietern im weltweiten Gesundheitsmarkt. Mit Produkten wie dem Perfusor und der Braunüle hat das Unternehmen einen wichtigen Anteil an der Geschichte der Infusionstherapie.

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