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19. Oktober 2006

Ehemalige Augsburger Studentin Kristina Schulz unter den besten DFH-Absolventen

Abgelegt unter: Augburg, Universität — info @ 20:44

Exzellenzpreis des Clubs des Affaires Saar-Lorraine würdigt ein ausgezeichnetes Doppeldiplom-Studium und einen außergewöhnlichen binationalen Werdegang.

Zum zweiten Mal in Folge hat die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) heute in Straßburg die besten Absolventinnen und Absolventen des zurückliegenden Studienjahres geehrt (siehe http://idw.tu-clausthal.de/pages/de/news180168). Zu den Träger/inne/n des diesjährigen vom Club des Affaires Saar-Lorraine gestifteten und mit insgesamt 3.000 Euro dotierten Exzellenzpreises zählt auch Kristina Schulz, Absolventin des gemeinsamen Studienganges “Deutsch-Französisches Management” der Universitäten Augsburg und Rennes I.

Gemeinsam mit Catherine Rogister (Studiengang “Europäische Medienkultur”, Bauhaus-Universität Weimar und der Universität Lyon 2 Lumière), Marcellin Aubert (Studiengang “Ingenieurwissenschaften”, Universität Stuttgart und Ecole Centrale Paris) nahm Kristina Schulz im Rahmen des Deutsch-Französischen Forums in Straßburg das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro aus den Händen des Präsidenten des Club des Affaires Saar-Lorraine, Jacques Renard, und des Präsidenten der DFH, Dieter Leonhard, entgegen. Aneliya Riminchan (Studiengang “Internationale Tourismuswirtschaft”, Hochschule Harz, Wernigerode, und der ESTHUA, Angers) erhielt einen nicht dotierten Ehrenpreis der Jury.

Förderung der binationalen Beziehungen auch im Hochschulbereich

“Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr Absolventen mit Doppeldiplom auszuzeichnen, die neben den fachlichen auch über interkulturelle Kompetenzen verfügen. Ein entscheidender Mehrwert, der auf dem internationalen und europäischen Arbeitsmart einen großen Stellenwert hat und deshalb unsere besondere Würdigung verdient”, sagte Jacques Renard, Präsident des Club des Affaires Saar-Lorraine, der als deutsch-französischer Wirtschaftsclub und Mitglied eines Netzwerks von insgesamt 20 solcher Clubs die binationalen Beziehungen zwischen beiden Ländern auch im Hochschulbereich fördert.

Ein Studium mit entscheidendem interkulturellen Mehrwert

Kristina Schulz hat ihre Abschlussarbeit im bisherigen Doppel-Diplom- und künftigen Doppel-MasterStudiengang “Deutsch-Französisches Management”, den die Universitäten Augsburg und Rennes I seit 1998 anbieten, zum Thema “Einsatz von Data Mining im CRM - Erkennung von Wertschöpfungspotenzialen bei institutionellen Bestandskunden” geschrieben. Dass sie diesen Studiengang absolviert habe, bedeute “einen sehr großen interkulturellen Mehrwert” für sie, sagt die 26-Jährige: “Dieser Mehrwert entsteht durch die Vielzahl an interkulturellen Erfahrungen und Begegnungen, die mir das Doppel-Diplom ermöglichte. Der langfristige Aufenthalt in Frankreich vor und während des Doppel-Diploms hat es mir erlaubt, die soziokulturellen Gegebenheiten Frankreichs sowie die kulturellen Unterschiede zwischen den französischen und deutschen Lebensweisen sehr gut kennen zu lernen. Des Weiteren konnte ich zusätzlich andere Länder und Kulturen durch mehrmonatige Auslandspraktika während des Studiengangs erleben und meine Sprachkenntnisse vervollkommnen. Die intensive Beschäftigung mit verschiedenen Kulturen während des Doppel-Diploms hilft, neue Sichtweisen und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem zu entwickeln sowie kulturelle Unterschiede wahrzunehmen, zu verstehen und zu akzeptieren. Heute zählen diese interkulturellen Kompetenzen neben meinen Sprachkenntnissen zu meinen wichtigsten Atouts: Ich arbeite in einem multikulturellen Arbeitsumfeld mit Kollegen verschiedener Nationalitäten und bin als Sales & Marketing Manager weltweit für Kundenbetreuung und Geschäftsabwicklungen zuständig.”

Als französische Studentin mit deutscher Nationalität im deutsch-französischen Studiengang

Prorektor Prof. Dr. Bernhard Fleischmann, der als Inhaber des Lehrstuhls für BWL/Produktion und Logistik an der Universität Augsburg zugleich Programmbeauftragter für den binationalen Studiengang “Deutsch-Französisches Management” ist, kennt Kristina Schulz, seit sie 2002 in diesen Studiengang eingestiegen ist. Die Teilnahme an solch einem Studiengang, meint Fleischmann, bedeute an sich schon eine besondere Wahl des Studienverlaufs. Schulz habe darüber hinaus aber auch im Vergleich mit anderen Doppeldiplom-Studentinnen und -Studenten einen ganz ungewöhnlichen Ausbildungsweg: Sie hat nämlich nicht wie üblich das Grundstudium mit Vordiplom in der Heimat absolviert, sondern bereits vor dem Doppel-Diplom eine deutsch-französische Ausbildung (Industriekauffrau/BTS Comptabilité Gestion) gemacht und ein französisches Diplom mit internationaler Ausrichtung auf Bachelor-Niveau (”Licence professionnelle Marchés Internationaux”) erlangt. Hinzukommt, so Fleischmann weiter, “dass Frau Schulz dieses erste Studium in Frankreich ohne Austauschprogramm, unter erschwerten Bedingungen also, absolviert hat.” Das ist auch der Grund, weshalb Kristina Schulz trotz ihrer deutschen Nationalität im Doppel-Diplomstudiengang als französische und nicht als deutsche Studentin eingeschrieben war.

Interkulturell versiert, auslandserfahren und fachlich hervorragend

Fleischmann hebt weiterhin hervor, dass Kristina Schulz sich auch in Deutschland mit interkulturellen Aspekten auseinandergesetzt und unter anderem in einer Seminararbeit über die deutsch-französischen Kulturunterschiede im Geschäftsleben einen innovativen Ansatz zur Klassifizierung der Kulturdimensionen entwickelt hat. Zugleich habe sie aber auch im engeren fachlichen Sinne stets zu den Besten ihres Jahrgangs gezählt und während zahlreicher Auslandspraktika eine erstaunliche Fähigkeit bewiesen, sich an neue Standorte und kulturelle Gegebenheiten anzupassen. Ihre vielfältigen Auslandserfahrung und ihre interkulturellen Fähigkeiten haben es ihr ermöglicht, bei der HypoVereinsbank-Zentrale in München eine Tätigkeit als Werkstudentin in einem internationalen Einsatzbereich auszuüben und in diesem Rahmen ihre Diplomarbeit zu erstellen. Noch vor Abschluss ihrer Diplomarbeit wurde sie dann von der Firma SUSS MicroOptics in Neuchâtel (Schweiz) eingestellt, wo sie heute arbeitet.

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