Erster E-Learning-Tag: Universität bietet viele Möglichkeiten fürs elektronische Lehren und Lernen
Veranstaltung am 10. November 2006 auf dem Campus – Elektronische Prüfungen schon häufig genutzt. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstaltet am 10. November 2006 ihren ersten E-Learning-Tag mit Vorträgen, Postern und Vorführungen zu den Themen E-Learning in Lehrveranstaltungen und Klausuren, E-Learning auf Fachbereichsebene und Mediendidaktische Beratung. Außerdem stellen Universitätsmitglieder an diesem Tag einzelne E-Learning-Projekte vor. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr im Naturwissenschaftlichen Institutsgebäude, Hörsaal 025, Johann-Joachim-Becher-Weg, Campus der Universität. Ziel ist es hierbei, das elektronische Lehren und Lernen an der Universität vorzustellen und seine Verbreitung voranzutreiben. Der E-Learning-Tag wird von der Multimediainitiative RLP inform und dem Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz unterstützt.
Es ist ein strategisches Ziel der Johannes Gutenberg-Universität, E-Learning zur Erweiterung von Lehren und Lernen zu nutzen. Zwar besteht schon lange die Notwendigkeit, die Lehre mit ihrem hohen Personalbedarf durch moderne Informations- und Kommunikationstechniken (IuK) zu unterstützen. Eine wesentliche Ausweitung dieser Unterstützung wird jetzt durch die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen jedoch unumgänglich. Denn die Arbeitsprozesse der Lehrenden und Studierenden werden dabei in Qualität und Quantität erheblich ausgeweitet; dies gilt insbesondere für die Prüfungen.
Für die Lehrenden umfasst diese Unterstützung durch moderne IuK-Technologien die Organisation von Lehrveranstaltungen, die Lehre mittels E-Teaching und das Abhalten von Prüfungen mit Hilfe von E-Klausuren. Das ZDV stellt dafür - zusätzlich zur IuK-Infrastruktur der Universität – auf der Basis des E-Learning-Rahmen-konzepts des Senatsausschusses für Datenverarbeitung (SADV) die Lernplattformen ILIAS (Unterstützung von Organisation, E-Teaching und E-Klausuren), ReaderPlus und Stud.IP bereit. Die beiden Letzteren unterstützen die Organisation von Lehrveranstaltungen. Inzwischen sind 18.000 Nutzer in ReaderPlus und 11.000 Nutzer in ILIAS registriert. Von besonderer Bedeutung sind die mit der Lernplattform ILIAS durchgeführten E-Klausuren. Das ZDV bietet dafür seine PC-Räume mit insgesamt 240 Rechnern zur Nutzung an. Am Ende des Sommersemesters 2006 wurden innerhalb von acht Tagen über 2.000 Studierende in E-Klausuren geprüft. Insgesamt haben seit dem Wintersemester 2004/ 2005 etwa 4.700 Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an E-Klausuren teilgenommen.
Den Studierenden werden als IuK-Unterstützung des Lernens die Lernplattformen und E-Learning-Inhalte („E-Learning-Content“) angeboten. Ein Schwerpunkt ist hier die Erstellung von E-Lectures durch die Dozenten, das heißt die multimediale Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen. E-Lectures stellen vergleichsweise preiswert und schnell zu erstellenden E-Learning-Content dar.
Am ersten E-Learning-Tag der Universität werden nach der Eröffnung durch Univ.-Prof. Dr. Johannes Preuß, Vizepräsident der Universität, in Vorträgen unter anderem E-Klausuren vorgestellt sowie E-Learning-Möglichkeiten in verschiedenen Fachbereichen und Fachgebieten wie der Medizin, den Wirtschaftswissenschaften, in der Theologie, den Rechtswissenschaften und der Soziologie präsentiert.