Gesellschaft Deutscher Chemiker zweimal an der RWTH Aachen
Vorträge über Anorganische Chemie sowie Festkörperchemie und Materialforschung Gleich zwei Fachgruppen der Gesellschaft Deutscher Chemiker tagen im September an der RWTH Aachen. Die Wöhler-Vereinigung für Anorganische Chemie diskutiert am 18. und 19. September über funktionale Molekül- und Nanostrukturen. Bei der Fachgruppe Festkörperchemie und Materialforschung steht vom 20. bis 22. September die computergestützte Forschung an Feststoffen im Mittelpunkt.
Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und Japan referieren bei der Tagung der Wöhler-Vereinigung für Anorganische Chemie über Themen wie Cluster- und Käfigverbindungen im Nanoformat, Katalyse und Keramik-Fasern. Einer der Redner ist Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Jean-Marie Lehn aus Straßburg, der über neue Aspekte der Supramolekularen Chemie und der Dynamik der Selbstorganisation mit Beispielen aus biologischen Systemen berichtet. Während der zweitägigen Tagung wird der mit 5.000 Euro dotierte Wöhler-Nachwuchspreis an den Bielefelder Privatdozenten Dr. Thomas Braun für seine Arbeiten über neuartige katalytisch relevante Übergangsmetallkomplexe verliehen.
Die Fachgruppe Festkörperchemie und Materialforschung informiert alle zwei Jahre über die neuesten Entwicklungen in ihrem Fachbereich. Das diesjährige Schwerpunktthema – die computergestützte Forschung an Feststoffen – ist theoretisch ausgelegt, weshalb die RWTH Aachen mit ihrem Lehrstuhl für Festkörper- und Quantenchemie unter Prof. Dr. Richard Dronskowski und dem Kompetenzzentrum Computational Chemistry Coalition als Tagungsort ausgewählt wurde. Das Tagungsprogramm umfasst sechs Hauptvorträge von Wissenschaftlern aus Deutschland, den USA und Spanien sowie 26 Kurzvorträge. Dr. Martin Wilkening von der Universität Hannover erhält während der Tagung für seine Dissertation „Ultralangsame Ionenbewegung in Festkörpern – NMR-spektroskopische Studien an Lithium-Ionenleitern“ den mit 5.000 Euro dotierten Starck-Promotionspreis.